Autor: Hubert Thurnhofer

COFAG war verfassungswidrig

5. August 2024 – „COFAG wird aufgelöst. Damit schwinden die Chancen, die zielgerichtete Verschleuderung von 14 Milliarden Euro Steuergeldern aufzuklären. Die Spezis der ÖVP haben ihre Maximalsicherung bekommen. Zur Ablenkung wird die Mindestsicherung angegriffen. So funktioniert das Fluten mit Scheiße, wie man das so nennt, schreibt Peter Pilz (ZackZack.at 4.8.2024)

SIEHE AUCH RÜCKBLICK: Was wurde aus 38 Milliarden Corona Hilfsgeldern?

17. Oktober 2023 – „Diese beiden, gut gelaunten Herren haben in diesem Jahr (2020) ihren Lotto-Sexer gemacht: Mag. Marc Schimpel, MBA (links im Bild) und DI Bernhard Perner wurden zu Geschäftsführern der COFAG ernannt, bestellt, berufen wie man so sagt.


cofag GF Schimpel u Perner

COFAG ist die Covid-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH“, schrieb HTH am 28.12.2020 auf fischundleisch.com  Am 18. März 2020 hat Finanzminister Blümel der österreichischen Wirtschaft 38 Milliarden Euro zur Unterstützung in der Corona-Krise zugesichert. 15 Milliarden Euro davon, die Mittel aus dem sogenannten Corona-Hilfsfonds, werden von der COFAG „verwaltet“, die der Finanzminister in nur wenigen Tagen aus dem Hut gezaubert hat. Es muss eine Hetz sein 15 Milliarden zu verteilen. Aber richtig sexy ist es wohl, nix zu geben – 25 Prozent der Anfragen auf Umsatzersatz wurden abgelehnt! Bislang? Oder bis auf Nimmerwiedersehen?

Die Agentur arbeitet hart und zieht am Sonntag (!) 27. Dezember 2020 Bilanz mit der Pressemeldung: Nachfrage nach Lockdown-Umsatzersatz ist groß. Was man den beiden Feschaks auf Anhieb ansieht: Sie verstehen was von PR und Selbstdarstellung. Für so einen Titel in einer Zwischenbilanz braucht es einen Diplomingeniör und einen MagMba, ein Geschäftsführer allein schafft das nicht.“

Heute, 17.10.2023 schreibt der Verfassungsgerichtshof: „Aufgabenübertragung an die COVID-19-Finanzierungsagentur verstößt gegen die Verfassung. Auch Richtlinien des Finanzministers zur Auszahlung von Finanzhilfen teilweise gesetzwidrig“

Kuriosität am Rande: „Seit November 2020 waren ‚Umsatzersätze‘ an Bordellbetreiber durch Verordnung verboten. Trotzdem kassierte die Rotlicht-Branche mehr als 16 Millionen Euro von der COFAG des Finanzministers“, berichet ZackZack am 14.9.2023

Frage am Rande: Wann wird eigentlich die Rolle der WKÖ / WKO / Wirtschaftskammer Österreichs bei der Auszahlung der Coronagelder untersucht?

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Lehofer kommentiert VfGH-Erkenntnis zu ORF-Gremien

Thurnhofer kommentiert Lehofers Blog

17. Oktoberr 2023 – Der Verwaltungsrichter und Medienrechtsexperte Hans Peter Lehofer @hplehofer hat auf seinem Blog eine erste – sehr vorläufige – Einordnung“ des VfGH-Erkenntnisses zu den ORF-Gremien gegeben: Demnach postuliere der VfGH eine „Bestandsgarantie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ und zwar mit Bezug auf das Rundfunkgesetz in Verfassungsrang, aber auch aufgrund von Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention EMRK. (Siehe auch: VfGH prüft Parteien-Einfluss im ORF)


Lehofer Blog Screen

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Lerch Oliver: 3 Jahre Corona-Schlagzeilen

Buchpräsentation: 3 Jahre Corona-Schlagzeilen

Am Dienstag, 17. Oktober 2023 um 19.00 Uhr Im Frauenraum Wien, Alsergrund

Oliver Lerch, vielen bekannt als „Der Zahlenfreak“ hat seine jahrelange Arbeit rund um die Corona-Zahlen und Statistiken zusammengefasst und ein Buch geschrieben. Gemeinsam mit Jan David Zimmermann, der in diesem Buch auch einen Gastbeitrag eingebracht hat, präsentiert er an diesem Abend seine Buch 3 Jahre Corona SchlagzeilenDie Aufarbeitung und Rückschau auf die letzten Jahre hat einiges zu bieten, neben 1.161 Schlagzeilen aus 120 unterschiedlichen Medien haben noch 25 Gastautoren Beiträge beigesteuert und erläutern ihr Sichtweise zu den C-Vorkommnissen.


Cover Corona Oliver Lerch

Oliver Lerch über sein Buchprojekt:

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Teissl Christian: Der langsame Abschied des Peter Rosegger

Die letzten Lebensjahre des „Heimatdichters“ Peter Rosegger schildert der Grazer Autor Christian Teissl in einem Band, der zu Roseggers 100. Todesjahr 2018 erschienen ist. So ein Jubiläum ist für Germanisten oft Anlass für akademische Pflichtübungen. Es ist ein Glück, nein, ein Segen, dass Teissl keine akademische Laufbahn eingeschlagen hat. So bleibt uns eine „akademische Neubewertung“ genauso erspart wie eine „politisch korrekte“ Schmähschrift. Teissl schenkt uns eine Würdigung, die in Form und Inhalt dem „alten Heimgärtner“ Gerechtigkeit widerfahren lässt.


Rosegger Teissl Cover

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2023.10.15 Wochenrückblick KW 41

9. bis 15. Oktober 2023

+ AVISO: Zur Lage der Nation. Mitglieder und Freunde des Vereins Moral 4.0 treffen sich am Nationalfeiertag in der Waldheimat.

+ Bücher der Woche.

+ + Christian Teissl, Der langsame Abschied des Peter Rosegger. „Man kommt sich vor wie in der Wüste“.


Wald Steiermark1

+ Konrad Lorzenz hat am 12.10.1973 die Benachrichtigung erhalten, dass er mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr sind zwei seiner wichtigsten Bücher erschienen:

+ + Die Rückseite des Spiegels.Versuch einer Naturgeschichte menschlichen Erkennens

+ + Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit

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Die acht Todsünden

12. Oktober 2023 – Heute vor genau 50 Jahren wurde bekanntgegeben, dass Konrad Lorenz mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde. Im Februar des Jahres 1973 erschien seine Denkschrift „Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit„, eine Mischung Aus Predigt, Ethik und Wissenschaftskritik, sowie eine Art Prolegomena zum erkenntnistheoretischen BuchDie Rückseite des Spiegels“.


Konrad Lorenz 44 77

Lorenz selbst bezeichnet „Die acht Todsünden“einleitend als „Jeremiade, eine an die ganze Menschheit gerichtete Aufforderung zu Reue und Umkehr, von der man meinen könnte, daß sie einem Bußprediger, wie dem berühmten Wiener Augustiner Abraham a Santa Clara, besser anstünde als einem Naturforscher. Wir leben aber in einer Zeit, in der es der Naturforscher ist, der gewisse Gefahren besonders klar zu sehen vermag. So wird ihm das Predigen zur Pflicht.“

Dieser Intention folgend hier vorab der Predigt-Teil:

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BWB Interims-Direktorin nun definitiv

11. Oktober 2023 – Zwei Jahre haben die grün-türkisen Postenschacherer gebraucht, um die Geschäftsführung der Bundeswettbewerbsbehörde BWB zu besetzen. Es wurde die interimistische Direktorin Harsdorf-Borsch, die seit seit 2009 für die BWB tätig ist, nun definitiv.

„Seit Dezember 2021 wird die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) interimistisch geleitet. Die Regierungsparteien konnten sich fast zwei Jahre lang nicht einigen, wer an der Spitze jener Behörde stehen soll, die in Zeiten steigender Preise eine zentrale Rolle einnahm. Am Dienstag teilte die Regierung überraschend mit, dass Natalie Harsdorf-Borsch den Job übernehmen wird – und nicht Michael Sachs“, berichtet ORF.at (10.10.23)


BWB screen ORFat 2023 10 11

Am 21. Juni hat die BWB ihren Jahresbericht 2022 vorgestellt. Die BWB wurde im Jahr 2002 als unabhängige Wettbewerbsbehörde eingerichtet und feierte im Jahr 2022 ihr 20-jähriges Bestehen.

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2023.10.14 WHO NO GO!

Update 4. März 2024 – Im Mai 2024 findet die Gesundheitsversammlung der WHO statt, wo voraussichtlich über zwei wichtige Projekte abgestimmt wird:
·       die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR)
·       und den Pandemievertrag (WHO CA+)
Die Wissenschaftliche Initiative Gesundheit für Österreich hat sich am 27. Februar 2024 in einem offenen Brief mit drei Forderungen an die Nationalratsabgeordneten, Landespolitiker sowie an die Mitglieder der österreichischen Verhandlungsdelegation für die WHO Konvention gewandt,

Samstag, 14 Oktober 13:00 Uhr Heldenplatz

Marsch um den Ring ab 15:00 Uhr

Frei nach dem Motto „Gemeinsam – kein Platzhirsch – kein Anführer“ will Hannes Brejcha und sein Team von Fairdenken in Wien wieder der Ring beleben. Es gibt bereits viele positive Rückmeldungen, wobei vereinzelt leider die altbekannte Aussage „wenn XY dabei ist, mache ich nicht mit“ darunter zu finden ist. Doch Ziel ist es, die Egos hinten anzustellen und gemeinsam etwas Großes auf die Beine zu stellen.


Fairdenken 2023 10 14

Fairdenken Austria, Foto im Hintergrund (C) Alois Endl / demofotos.at

Folgende Sprecher haben bereits zugesagt:

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Eherecht: Afghanen-Scheidung in Österreich

10. Oktober 2023 – Man stelle sich vor, ein Ehepaar aus Afghanistan lebt in Österreich vermutlich schon mehr als ein Jahrzehnt. Es ist hierher mit zwei Kindern gekommen, die mittlerweile volljährig sind, zwei weitere Kinder sind minderjährig. Nun will sich der Mann scheiden lassen. Einvernehmlich. Dafür findet er in Österreich ein Gericht, das den Fall behandelt. Mittlerweile hat der Fall bereits das Oberste Gericht OGH beschäftigt, das am 31. Mai 2023 eine Entscheidung getroffen und den Fall an das Erstgericht zurück verweisen hat. Das Erstgericht hat vergessen die Ehefrau zu fragen, ob sie ebenfalls eine „einvernehmliche“ Scheidung wolle. Aber die Pointe kommt erst: es muss zunächst festgestellt werden, ob sich die Ehefrau als verheiratet betrachtet, denn ein amtliche Ehedokument aus Afghanistan liegt nicht vor.

„Es gibt Fälle, in denen österreichische Gerichte ausländisches Recht anwenden müssen. Etwa, wenn Migranten, die in ihrem Herkunftsland eine Ehe geschlossen haben, sich scheiden lassen“, schreibt Philipp Aichinger auf blogasyl.at (18.9.2023) und schildert das Scheidungs-Begehren eines afghanischen Vaters von vier Kindern. Die Ehe wurde 1996 in Afghanistan von einem Mullah (nicht amtlich) geschlossen. 

Ergänzung 18. August 2025 – Scharia in Österreich: Zwei Männer hatten vertraglich festgelegt, dass bei Streitigkeiten ein Schiedsgericht auf Basis islamischer Rechtsvorschriften entscheiden solle. Als es tatsächlich zum Konflikt kam, verurteilte dieses Schiedsgericht einen der Beteiligten zur Zahlung von 320.000. Euro. Nach Anfechtung dieses Urteils, bestätigte das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen den Schiedsspruch.  „Die juristische Konsequenz ist weitreichend: Islamische Rechtsvorschriften können bei vermögensrechtlichen Ansprüchen in Schiedsvereinbarungen wirksam vereinbart werden. Sie gelten als Rechtsregeln im Sinne des § 603 ZPO (Zivilprozessordnung). Das Gericht betonte, dass nicht einzelne Bestimmungen des islamischen Rechts auf Vereinbarkeit mit dem ordre public (öffentliche Ordnung) geprüft werden müssen, sondern nur das Ergebnis des Schiedsspruchs. Da keine Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen die Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung vorlagen, wurden sämtliche Aufhebungsgründe verneint.“ (Details: kosmo.at 18.8.25)

Siehe auch: Scharia im Privatrecht: Ministerium warnt vor „Schnellschüssen“ (ORF.at 21.8.25)

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Arbeit: Fluch oder Segen?

Am Tag des Herrn, 8. Oktober 2023 – Seit der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies steht die Arbeit unter dem Fluch „im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen“ (1. Mose 3). Noch bis zum Ende des 19. Jahrhundert war die Befreiung der Arbeiterklasse verknüpft mit der (utopischen) Idee, dass diese Revolution dann vollendet sei, wenn die Befreiung des Menschen von der Arbeit an sich erreicht wäre. Das vergessen heute insbesondere die gewerkschaftlich organisierten Sozialisten, die sogar ein Recht auf Arbeit fordern. Damit finden sich im selben Boot wie die Vertreter der Wirtschaftskammer. Die „Arbeitnehmervertreter“ im harmonischen Gleichklag mit den „Arbeitgebervertretern“. So schickte heute (Sonntag!) Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark, folgende Mail mit dem Tiitel: „Arbeit als Fluch?! Nicht mit uns!“


Leistung Arbeit Zdrahal

Illustration von Ernst Zdrahal

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