Kunstkrimi

Titel: Das Testament des Damien First
Autor: Thurnhofer, Hubert

Wer ist Damien First? Diese Frage beschäftigt die Leser des Kunst-Krimis „Das Testament des Damien First“. Ein ominöser Kurator schockiert mit einem scheinbar harmlosen Konzept die Besucher der Ausstellung „7 KünstlerInnen“: erstmals in der Kunstgeschichte findet eine Ausstellung statt, in der die ausgestellten Künstler mit den ausstellenden Künstlern ident sind. Die Ausstellung besteht aus sieben überdimensionierten Glasampullen mit einem Durchmesser von einem halben Meter und einer Höhe von fast zwei Metern. Darin schwimmen erwachsene Menschen – 7 seit kurzem oder langem abgängige KünstlerInnen - nackt wie Gott sie geschaffen und ein Konservator sie für die Ewigkeit präpariert hat. Ein gräulicher Serienmord? Eine Wahnsinnstat? Ein Kunstwerk? Wer verfügt über die Organisation so etwas zu planen und auszuführen? Was haben die Galeristen Larissa und Hugo Königshofer mit dem Fall zu tun? Kommissar Werner Ohnesorg ermittelt!

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WISSEN !

Antworten auf unsere großen Fragen

Das spannende Wissens-Lesebuch für die ganze Familie Noch nie haben wir so viel gewusst wie heute – hat dieses Wissen aber auch tatsächlich Platz in unserem Leben? Wirtschaftliche, soziale und geistige Entwicklungen, Wissenschaft und technischer Fortschritt haben die Veränderung unserer Welt in den letzten Jahren weiter dramatisch beschleunigt. Mehr denn je ist es notwendig, Bescheid zu wissen über Begriffe und Phänomene, Trends und Hintergründe. Dieses Buch versammelt 415 große Fragen aus dem gesamten Spektrum unserer modernen Lebenswelt, die von Wissenschaftlern und Fachleuten kurz und fundiert beantwortet werden. Wie in einem Puzzle ergeben die Antworten ein Gesamtbild unserer Zeit und erlauben hinausgehend über aktuelle Diskussionen auch einen Ausblick auf die Zukunft. Eine Einladung in die Welt des Wissens, die Lust macht, im weiten Reich des Denkens, Forschens und Erkennens auf immer neue Entdeckungen zu gehen. - Das spannende Wissens-Lesebuch für die ganze Familie - Die Welt des Wissens komprimiert in 415 Fragen und Antworten - Hintergrundinformation zu vielen aktuellen Themen - Trends, Perspektiven & Visionen im Urteil kompetenter Experten

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Styria Premium; Auflage: 1., Aufl. (26. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 322213216X
  • ISBN-13: 978-3222132162

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Erlesen: Literatur-Archiv

Vom Scheitern der ICH-Erzähler

12.1.2016 - Zu Jahresbeginn hab ich im Ramschladen drei Romane gekauft. Ramschladen, ein wirklich bösartiger Begriff für Buchhandlungen, in denen hochwertige Bücher – nach offizieller Sprachregelung der Verlage – verramscht werden. Auf der Unterkante abgestempelt als „Mängelexemplar“. Und manche Taschenbücher erhalten sogar einen doppelten Dolchstoß verpasst, um ihre Mangelhaftigkeit nochmals physikalisch zu demonstrieren. Ich frage mich, wie die Verlage e-books verramschen, aber das ist ein anderes Thema.

Wie der Zufall – was immer das sein mag – so will (ein Zufall mit eigenem Willen?), … wie auch immer, wählte ich drei Romane, die einen gemeinsamen Nenner haben: einen, bzw. sogar jeweils mehrere Ich-Erzähler. Wikipedia schreibt über dieses „typologische Modell der Erzählsituationen“:  „Diese Erzählsituation erscheint natürlich. Wenn jemand erzählt, was ihm passiert ist, spricht er ebenfalls aus der Ich-Perspektive. In der Regel ist diese Perspektive besonders geeignet, ein Identitätsgefühl mit dem Erzähler beim Leser zu wecken. Das Gefühl also, der Leser erlebe selbst, was dem Erzähler als Figur des Textes geschieht.“

In den drei Romanen, die mir also zugefallen sind, ist diese Intention nachvollziehbar. Allerdings sind die Autoren meiner Einschätzung nach daran gescheitert.

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Oskar Kokoschka Preise

Meine Rede zur Verleihung des Oskar Kokoschka Preises 2014, die ich nicht halten durfte!

28.2.2014

S.g. Damen und Herren,

ich möchte nicht versäumen, Ihnen und uns zur heutigen Entscheidung zu gratulieren. Mein Name ist Hubert Thurnhofer, ich bin ein Bürger dieses Landes. Es steht wohl außer Zweifel, nicht nur in diesem Kreise, dass wir es mit einem der genialsten Künstler des 20. Jahrhunderts zu tun haben, mit einem herausragenden Vertreter der Malerei, wenn wir heute schon den Geburtstag von Oskar Kokoschka feiern. Da liegt nichts näher, als jenen Mann mit dem Namen Kokoschka zu dekorieren, der schon von Jahrzehnten höchstpersönlich der Malerei den Totenschein ausgestellt hat.

(An dieser Stelle packte mich ein Muskelmann und ich beugte mich der GewaltEine Handvoll spendete Applaus - meinem Auftritt oder meinem Abgang sei dahingestellt.).

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Glaube, Ethik und Politik in Zeiten der Corona-Herrschaft

Ein Essay von Mag. Christian Zeitz

Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für angewandte Politische Ökonomie

21. Jänner 2021 - Ein Pfarrer hat in einem Brief an Christian Zeit geschrieben: „das ist ja erstaunlich, was Sie da u.a. von einem diktatorischen Druck eines Corona-Regimes und einem gleichgeschaltetem Mediensektor schreiben. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen. … Nachdem ich als Pfarrer schon vier Corona-Tote beerdigen musste, die alle noch einige schöne Jahre hätten haben können, bin ich froh, dass unsere Regierung wenigstens einigermaßen mit angemessen erscheinende Maßnahmen trifft, auch wenn Wissenschaftler vor einer zweiten Welle in der kalten Jahreszeit gewarnt hatten und die Politik tragischerweise zu zaghaft war.“

Hochwürdiger Herr Pfarrer!

danke für den Wunsch nach Einsicht in der Corona-Frage. Ich werde versuchen, mich dieses Wunsches in den folgenden Zeilen als würdig zu erweisen. Nachdem ich das ein bißchen systematischer machen möchte, während ich doch auch mit vielen Verpflichtungen belegt bin, ersuche ich um Nachsicht für die etwas verspätete Reaktion.

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Kunstszene 2015 – 2019

SPÖ Kulturpolitik am Bettelstab

Die „Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik“ mit Sitz in der Löwelstraße 18, für all jene, die nicht in Wien zu hause sind: das ist der Sitz der SPÖ-Zentrale, schrieb mir am 11. November 2015 gender-gerecht: „Sehr geehrte/r Frau/Herr Thurnhofer,

… Wir haben für November und Dezember 2015 wieder ein sehr schönes Programm entwickelt, zu dem wir sehr herzlich einladen dürfen: ...“

Einer der schönen Programmpunkte ist eine Tagung zum Thema „Braucht es eine Repolitisierung der Kulturpolitik?

Zunächst meine ich, es braucht eine Repolitisierung der Politik. Die Flüchtlingskrise hat in einem erschütternden Ausmaß offenbart, dass in der österreichischen Politik nur noch Bürokraten sitzen, die entweder nach dem Florianiprinzip oder nach dem Motto „Furschrift is Furschrift“ agieren, anstatt politische Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

Danach beantwortet sich die Frage  „Braucht es eine Repolitisierung der Kulturpolitik?“ von selbst. Die penetrante Politiklosigkeit der Politik, die nur noch der Systemerhaltung dient und weder Zukunftsvision noch Gegenwartsbewältigung bietet, hat ausgedient, und zwar in allen Bereichen, ob Kultur oder Soziales, Innen oder Außen, Wirtschaft oder Wissenschaft.

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Kunstszene und Um:Druck 2014

Provinzposse um den Kauf der Essl-Sammlung

25.3.14 Über 7.000 Werke will Essl der Republik um 86 Millionen Euro anbieten. Und sofort blustern sich die Museumsdirektoren des Landes auf. Andrea Schurian gibt in ihrem Kommentar treffend deren Position wieder: „Öffentlich-rechtliche Museen dürfen nicht den Geschmack eines Privatsammlers widerspiegeln, sei er auch noch so erlesen. Deren Direktoren agieren gemäß nachvollziehbarer Richtlinien; sie müssen in die Tiefe sammeln, sich dem Sperrigen, Randständigen widmen.“

Der Standard malt den Weltuntergang an die Wand: „Das Dorotheum und das Kinsky bieten pro Jahr rund 1000 Werke zeitgenössischer österreichischer Kunst an; bei 7000 Objekten wäre ein "dramatischer Wertverfall österreichischer Kunst" die logische Konsequenz - laut Ressler "bis hin zur Vernichtung ganzer künstlerischer Existenzen". Was Essl und sein Gutachter aber nicht erwähnen: Auch die Sammlung wäre nur mehr einen Bruchteil wert. Ressler warnt vor einem solchen Überangebot: "Das wäre eine Katastrophe für Österreich und die gesamte Kunstwelt, das darf nicht passieren." Er appelliert im Sinne seines Auftraggebers, die Sammlung "als geschlossenes Ganzes" zu sehen: "Gäbe es die Sammlung Essl nicht, gäbe es keine Übersicht der österreichischen Kunstgeschichte der letzten sechzig Jahre." In diesem Sinne sei sie "nationales Kulturgut, das höchsten Schutz" genießen müsse.“

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Kunstszene und Um:Druck 2013

Der Galerist als Philosoph

Laudatio zum 50. Geburtstag von
Hubert Thurnhofer, 11. März 2013

von Wilfried Seywald

Lieber Hubert, liebe Festgäste !

Foto vlnr: Temmel, Thurnhofer, Seywald

Gestern war ich im Großen Musikvereinssaal, um einem Konzert des Musikgymnasiums Wien zu folgen. Unter der Leitung von Richard Böhm spielten und sangen die SchülerInnen der Unter- und Oberstufe drei großartige Stücke:

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Kunstszene und Um:Druck 2012

Kadenz zur Preisverleihung

UmDruck 1/2012

Vor zwei Jahren hab ich an der Stelle über die Dekadenz der Preisverleiher geschrieben, die den Oskar Kokoschka Preis unter Ausschluss der Öffentlichkeit an Raymond Pettibon verliehen haben. In diesem Jahr hat die Jury unter Vorsitz von Gerald Bast, Rektor der Universität für Angewandte Kunst, vor der Verleihung offenbar ein paar Nachhilfestunden in PR genommen, und siehe, die breite Öffentlichkeit durfte via Massenmedien die Geehrte bejubeln.

Die Lernfähigkeit der Jury in Sachen PR beweist der ORFonline-Bericht über das After-Award-Happening der Ono in Krems: „Eine der berühmtesten Künstlerinnen der Welt hat Österreich in den letzten zwei Tagen die Ehre gegeben: Yoko Ono. An der Seite von John Lennon wurde sie weltbekannt. Aus dem Schatten ihres verstorbenen Ehemannes ist sie allerdings schon längst herausgetreten.“ Mit Yoko Ono spielt der Kokoschka-Preis nun ganz oben in der PR-Liga mit, in einer Liga des Sekt-Dosen-Produzenten, der Paris Hilton in Ischgl einfliegen lässt, und des Einkaufszentrumsbesitzers, der Pamela Anderson und ihre Autogrammkarten dem Publikum der Lugner-City serviert. „Umringt von zahlreichen Journalisten, Fotografen und Kunstbegeisterten kalligrafierte Yoko Ono sieben weiße Leinwände mit japanischen Schriftzeichen. Dieses überdimensionale Kunstwerk der Witwe John Lennons wird künftig in der Ausstellung „Wunder“ in der Kunsthalle zu sehen sein“, berichtet der ORFonline.

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Kunstszene und Um:Druck 2011

Rekordverdächtige Vorurteile

UM:Druck 1/2011

Fast zeitgleich haben Die Presse und das WirtschaftsBlatt Ende November den Kunstmarkt unter die Lupe genommen. Die Presse-Redakteurin Barbara Petsch serviert uns am 21.11.2010 unter dem etwas zu reißerisch geratenen Lead „Ein Auktionsrekord jagt den anderen“ viele aufgewärmte Klischees: „Bedenkt man, dass jüngst ein Jackson Pollock für 140 Mio. Dollar verkauft wurde, wirken die Preise heimischer Künstler mager.“ Konkret bezieht sich Petsch auf jüngste Auktionsergebnisse: „Nicht einmal Spitzen-Künstler wie Arnulf Rainer oder Maria Lassnig erzielten Rekorde.“ Abgesehen von der falschen Prämisse, dass es EINEN homogenen Kunstmarkt gibt in dem nur Rekorde zählen, vergleicht die Redakteurin hier Trüffel mit Eierschwammerl. Die Aussage ist vergleichbar mit der Feststellung: Im Vergleich zum Börsenwert von Google ist der Wert von diepresse.com sehr mikrig. Zweifelsfrei richtig. Aber wer würde jemals google.com mit diepresse.com vergleichen?

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