Schulsystem geht am Menschen vorbei

Cover Gute Gefühle

20.11. 2023 (Presseinformation des Instituts für mentale Erfolgsstrategien e.U. IFMES) – Wenn es um pädagogische Konzepte wie Schulnoten geht, ist es wichtig, Nutzen und Schaden gegeneinander abzuwägen. Noten vermitteln den Anschein einer objektiven und leistungsfördernden Beurteilung. Für den Wiener Neurowissenschaftler Dr. Marcus Täuber ein Trugschluss: Mitarbeitsbeurteilungen sind stark subjektiv. Niemand kann das Verhalten anderer ohne die eigenen Wahrnehmungsfilter beobachten. Diese Art der Bewertung kann niemals objektiv fair sein. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, entwickelt häufig ein Gefühl von Machtlosigkeit und Demotivation.

Schularbeiten und Prüfungen fokussieren auf kurzfristig erlernte Inhalte, nicht aber auf den tatsächlichen Fortschritt eines Menschen. Dadurch ist es nur schwer möglich, die eigene Entwicklung aus Noten abzuleiten. Gerade das wäre aber notwendig, um die intrinsische Motivation zu fördern und das Selbstwertgefühl zu steigern.

Hirn lernt Kontext mit

Unser Gehirn lernt immer auch implizit den Kontext, den Rahmen, in denen Bildung stattfindet, mit. Ein Schulsystem, das wie jetzt stark auf die Benotung von Mitarbeit und Prüfungen wert legt, kommuniziert dem Gehirn, dass externe Erwartungen und Ziele für das Lernen wesentlich sind. Dadurch steht nicht mehr die eigene Neugier und das gute Gefühl von Interesse im Vordergrund, sondern ein System aus Belohnung und Bestrafung. Im Grunde dressieren wir unsere Kinder statt ihrer Freude am Lernen und Gelingen gerecht zu werden.

Erkenntnisse aus der Psychologie zeigen, dass gute Gefühle wie Interesse, Inspiration oder Freude die Aufmerksamkeit erweitern, Kreativität und Produktivität fördern sowie mit einer positiven Grundstimmung einhergehen. Dadurch machen wir mehr gute Erfahrungen, die wiederum auf Psyche und Persönlichkeit positiv zurückwirken. Die US-Psychologin Barbara Fredrickson hat dazu die „Broaden-and-Build-Theory“ aufgestellt und spricht von einer positiven Aufwärtsspirale. „Dieses Modell wird mittlerweile durch zahlreiche Studien gestützt“, betont Marcus Täuber.

Wir brauchen eine Revolution im Schulsystem

Für Marcus Täuber ist es wichtig, gerade im Volksschulalter neben Rechnen, Lesen, Schreiben und motorischen Fähigkeiten auch die mentale und emotionale Stärke zu trainieren. Umgang mit Konflikten, Stress und den eigenen Gefühlen sollten erlernt und gute Gefühle gefördert werden. Dafür braucht es im Lehrplan genauso wie in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer einen grundlegenden Paradigmenwechsel. Neben Entspannungs- und Meditationstechniken gehören Schauspieltraining und Kommunikation möglichst früh in den Schulplan integriert. Gerade bei diesen Fächern machen Noten überhaupt keinen Sinn.

Eine schulnotenfreie Volksschule eröffnet die Chance, die nötige Resilienz und Motivation zu entfalten, um später besser mit Stress umzugehen. Wenn in Gesamtschule und Gymnasium Schulnoten herangezogen werden, sollten diese nicht überbewertend betrachtet werden. Unser Schulsystem fokussiert darauf, dass ein Zeugnis keine negative Note enthalten soll. Dadurch werden enorme Anstrengungen unternommen, vermeintliche oder tatsächliche Schwächen auszubügeln, und es fehlt am Stärkenfokus.

Schülerinnen und Schüler sollten nicht in ihrer Leistung nivelliert werden, sondern die Möglichkeit haben, ihre Talente und Neigungen weiter zu entfalten. Dazu gehört, dass ein oder zwei Nicht Genügend niemals dazu führen sollten, ein ganzes Schuljahr zu wiederholen. Wahlfächer und Vertiefungsangebote sollten an Stellenwert gewinnen, um die eigenen Talente besser ausleben zu können.

Menschen streben nach dem Guten

Versuche an drei bis acht Monate alten Kindern zeigen, dass Tierpuppen bevorzugt werden, die anderen Tierpuppen helfen gegenüber jenen, die andere behindern. Mit anderen Worten: In uns Menschen ist die Veranlagung, nach dem Positiven und Guten zu streben. Der US-Psychologe Kim Cameron spricht in diesem Zusammenhang vom „heliotropen Effekt“. „Wenn wir uns schlecht fühlen, dann nicht weil wir von Natur aus schlecht sind, sondern weil das System in dem wir leben und lernen schlecht ist“, so Täuber.

Jede fünfte Schülerin und jeder fünfte Schüler leidet unter massiven Schulstress. Häufige Folge: psychische Störungen. Für Täuber ein Alarmsignal. Hier weiter zuzusehen, kommt einer unterlassenen Hilfeleistung gleich. Wir brauchen dringend ein Schulsystem, das auf das Positive ausgerichtet ist. Menschen zu sagen, sie sollen positiv denken und das Glas halbvoll statt halbleer sehen ist unangemessen, wenn seit früher Kindheit Fehler mit einem Rotstift fett markiert werden statt die richtig gelösten Aufgaben in den Vordergrund zu stellen.

Wichtig: Richtig loben und bewerten

Bei allen Bewertungen, ob verbal oder über Noten ist es wichtig, den Schwerpunkt auf die Art und Weise zu legen, wie das Ergebnis erzielt worden ist, und weniger auf das Ergebnis selbst. Ein „mit Hartnäckigkeit diese Rechnung erlernt“ bekräftigt das erfolgreiche Verhalten. Ein „noch nicht“ in Ergänzung zu einer nicht gelungenen Leistung vermittelt, dass es möglich ist, die erforderliche Fähigkeit oder das fehlende Wissen zu erlernen und die jetzige Leistung eben nicht in Stein gemeißelt ist.

Ganz schlecht ist es, die Identität von Menschen zu beurteilen. Ein Kind, das erfährt, als „klug“ bezeichnet zu werden für eine gute Leistung, lernt im Gegenzug, dass es nicht klug ist, wenn es diese Leistung nicht erzielt. Das baut nicht nur Druck auf, sondern nagt auch am Selbstwertgefühl.

Gute Gefühle verändern alle Bereiche unseres Lebens

Marcus Täuber hat durch seine berufliche Auseinandersetzung mit psychologischer Beratung gelernt, wie viel Kraft in positiven Emotionen steckt. Mit seinem Buch „Gute Gefühle“ möchte der Hirnforscher dazu einladen, die eigenen guten Gefühle zu entdecken, zu entwickeln und einzusetzen. Sie steigern die Lebenserwartung, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität. Das führt nicht nur zu mehr persönlichem Glück – emotional reife Menschen kommen auch in ihrem Umfeld besser an.

Dr. Marcus Täuber

Gute Gefühle – Nutze die emotionalen Stärken deines Gehirns

Hardcover, 200 Seiten

ISBN 978-3-99060-350-5

Erscheinungsdatum Herbst 2023 im Goldegg Verlag.

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Der Wissenschaftswahn

Pappelblatt 30

Über die Evolution der Wissenschaften und ihre mechanistische Verengung nach Rupert Sheldrake

Von Manfred Stangl (Herausgeber der Zeitschrift Pappelblatt. Heft 30, Herbst/Winter 2023 widmet sich dem Schwerpunktthema Wissen und Wissenschaft)

„Der Wissenschaftswahn“ lautet ein Buchtitel Rupert Sheldrakes, bekannt als der Erforscher morphogenetischer Felder und Verfasser einer Evolutionstheorie, die den Geist aus der Materie nicht vollkommen ausschließt. Der Untertitel des fast 5oo seitigen Werks lautet: „Warum der Materialismus ausgedient hat“, und ist völlig angebracht. In zahlreichen Beispielen schildert Sheldrake, wie die mechanistische Weltanschauung, geronnen zum unseligen Weltbild der heutigen Naturwissenschaften, tatsächliche wissenschaftliche aber auch soziale Entwicklung verhindert. Milliarden werden in Projekte gesteckt, die genetische Codes entschlüsseln sollen, oder Molekularbiologe und Apparatemedizin aufblähen. Die häufigste Krankheit in den USA jedoch, die Fettleibigkeit, lässt sich weder durch Medikamente noch durch Chirurgie treffend behandeln. Ohne seelische Gesundheit wird die westliche Kultur stets kränker, selbst wenn die technischen Mittel unbeschränkt scheinen. Allerdings auch dies nur bedingt – die Kosten der teuren Krankenhausmedizin stiegen exorbitant, kaum ein Staat wird sie sich, gerade in Zeiten der Bankenrettungen, in Zukunft leisten können.

 

Feststellungen, die Ivan Illich übrigens schon in den 7oiger Jahren getroffen hat, und die bei aktuellen Krisen der Gesundheitssysteme nun nicht mehr wegzuleugnen sind. Moderne Forschung versteht sich als Instrument einer Ideologie, die seit der Aufklärung das Göttliche aus dem Universum und der Natur vertreiben will. Daher die Blindheit der Wissenschaften Augenscheinlichem und vom gesunden Menschenverstand Begriffenem gegenüber. Parapsychologische Phänomene wie das Erspüren von Blicken, die auf einen gerichtet sind, Ahnungen zukünftiger Ereignisse, Telepathie usw. werden von den etablierten Wissenschaften strikt als Humbug ignoriert. Klarerweise kann es laut materialistischem Weltbild, in dem Geist bloß als chemischer Prozess des Gehirns betrachtet wird, so etwas wie Gedankenübertragung nicht geben. Bei radikalen Reduktionisten steht ja in Frage, ob so etwas wie Geist/Bewusstsein überhaupt existiert, oder das Gehirn unbestimmt vor sich hin funkt: Da erweist sich Sheldrake als so originell, die Mechanisten zu fragen, welche dieser Funken sie auf ihr mechanistisches Weltbild gebracht haben, bzw. wenn Materie oder gar der Mensch ohne selbstständiges Bewusstsein sei, wie die Hirnforscher dann zu ihren innovativen Ideenwelten gelangten… Spannend ebenfalls der Teil des Buchs, in dem Sheldrake die Evolution der Naturwissenschaften und deren mechanistische Verengung nachzeichnet. Die Hinfort-Erklärung des Bewusstseins aus der Natur im 17. Jahrhundert (nur bei Engeln, Gott und Mensch auffindbar) führte endlich zur gänzlichen Abschaffung geistiger Instanzen außerhalb des Sichtbaren und zur aktuellen Behauptung, der Menschengeist selbst sei durch ominöse Gehirnimpulse vorbestimmt. Dabei lassen sich weder Gedankenspuren noch Erinnerungen im Gehirn materiell festmachen: Sheldrake spricht von der Präsenz der von ihm in andern Büchern bereits erforschten Morphogenetischen Felder, welche für Erinnerung ebenso verantwortlich seien, wie für die biologische Evolution generell. Dem mechanistischen Glauben, über Gene ließe sich die Welt (wenigstens das Leben) entschlüsseln, erteilt er eine klare Absage: Taufliegen besitzen knapp weniger Gene als der Mensch… Seeigel und speziell Reis bei weitem mehr, und aus der Anordnung der Gensequenzen lässt sich keineswegs etwas über Vererbung oder die biologische Evolution ableiten, was gar die Optimistischsten unter den Gengläubigen zugeben müssten.

Philosophische Betrachtungen führen Sheldrake zu einem bekannt starken Bild: Üblicherweise glauben Materialisten den Geist auf ihr Gehirn beschränkt. Sie meinen, die Welt sei ein Abbild ihrer Gedanken und Projektionen. Damit behaupten sie indirekt, den Himmel im Kopf zu tragen – doch kein Mensch vermag dies – dazu ist der Himmel einfach zu weit. Wissenschaftliche Forschung nach verbindlichen Kriterien ist für Sheldrake eine unverzichtbare Errungenschaft der Menschheit. Umso unverständlicher ist ihm, dass Dogmen der Mechanisten ganze Forschungsgebiete ausschließen und vollständige Denkansätze tabuisieren. Sheldrake ist so durch und durch Forscher, dass er sich von diesen Tabus nicht aufhalten lässt, selbst wenn er immer wieder von der etablierten Wissenschaft als abschreckendes Beispiel vorgeführt wird. Seine Aussagen sind radikal und immens wichtig für die Zukunft der Menschheit – speziell wo es um die Themen seelische Gesundheit, die Zerstörung der Natur oder die Entdeckung neuer Energien geht…

Sheldrake lässt „Skepsis als Waffe“ nicht gelten, obzwar seit der Aufklärung Wissenschaftlern ein priesterähnlicher Status zuerkannt wird, aus dem heraus sie scheinbar objektiv die Welt betrachten und dem Laien erklären. Weder seien alle vorerst mysteriösen Phänomene automatisch eingebildete noch stehe die Priesterklasse der Forscher über den Dingen. Wissenschaftler sind auch nur Menschen und sogar sehr real von Forschungsgeldern oder gar Pharmakonzernen abhängig… und ihr Versuch die Welt als gottlos darzustellen hat in vielerlei Hinsicht nur neue Probleme geschaffen…

Ich erkenne eine enge Analogie zu Tabus in den Geistes- und Sprachwissenschaften, zur Literaturdogmatik, die aus der Absicht entstand, das Spirituelle in der Welt auszumerzen, sicherlich erstmals, um traditionelle christliche Dogmen zu brechen, aber letztlich um sich anstelle der alten Hierarchien selbst zu inthronisieren und eine absolutistische Verstandes- und Wissenschaftskultur zu erbauen. Deren Tragfähigkeit ist längst anzuzweifeln. Die vordergründige Nützlichkeit schlug ins Desaster um, denn erst eine von Wissenschaftlern und Atheisten entseelte Natur lässt sich trefflich als Ressource begreifen und rücksichtslos ausbeuten. Eine gleichgültige Welt, ohne Ethik und Mitgefühl, spielt den Neoliberalisten in die Hände, die aktuell die Pensionisten, Studenten und Angestellten mitten in Europa zugunsten der Banken und Millionäre ausquetschen. Wer will, mag dies alles aus dem Werk Sheldrakes herauslesen – dortselbst ist so viel geschrieben, dass ich es als unverzichtbares Werk der Wendezeit benennen mag: unbedingt lesenswert, wie alle seine Bücher…

Ein Sheldrake sicherlich gerecht werdendes Schlussstatement meinerseits: Die Seele schafft sich ihren Körper, nicht: der Körper hat eine Seele – wenn überhaupt…

Dieser Aufsatz von Manfred Stangl ist eine bearbeitete Rezension von Rupert Sheldrakes: „Der Wissenschaftswahn – warum der Materialismus ausgedient hat“, O.W. Barth Verlag, 2o13, ISBN: 978-3-426-2921o-5; erschienen in Pb. Nr. 2, Jahr: 2014 und im Buch: „Ganze Zeiten – Politik, Wissenschaft und Kunst in ganzheitlicher Schau“, Manfred Stangl, edition sonne&mond, 2021

SIEHE AUCH: Was kann Wissenschaft leisten?

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100 Wochen Leuchtturm ARD ORF SRG

Leuchtturm Schwerin Demo

Update 9. August 2025 – Interview mit Jimmy Gerum über die Zukunft des öffentlich -rechtlichen Rundfunks mit Alexandra Motschmann auf youtube.com

1. November 2024 – Ausschuss Kultur und Medien – Änderung WDR Gesetz / Reduzierung der Intendantengehälter Plädoyer für Meinungsvielfalt und Staatsferne – Mitbestimmung von Bürgern und Beitragszahlern.

Diskussionsbeiträge von Herrn Jimmy Gerum in Sachen ÖRR

8. Dezember 2023 – Leuchtturm-Botschaft / Jahresrückblick 2023

Wieder ein Jahr ohne Ergebnis gegen den tiefen Staat?

Bist du auch unzufrieden über vier Jahre Protest ohne zählbares Ergebnis?

Und über 60 Jahre Friedensbewegung seit Vietnam ohne zählbares Ergebnis? (Aktuell 22 Kriege und über 200 bewaffnete Konflikte auf Erden..)

Leuchtturm 1.0 bis 3.0 war auch erfolglos, deshalb haben wir im Sommer Leuchtturm 4.0 entwickelt. Es ist durchdacht und zielführend und KOSTENLOS, weil es in der ersten Stufe nur auf digitaler Kommunikation aufbaut und motivierend wirkt. Erst in der zweiten Stufe wirkt menschliche Dynamik und unser aller ethisches Bewusstsein. Lass uns gerne dazu zoomen oder telefonieren.

Lass uns die besinnlichen 12 Rauhnächte nutzen, um 2024 mit Herz und System eine wirkliche Wende zu planen. Eine gemeinsame Stimme entwickeln, einfach und ohne viel Ressourcenverbrauch.

Wir laden die Leitmedien nun zu über 200 Friedens- und Demokratie-Veranstaltungen jede Woche.

Unser Ziel im ersten Schritt sind tausende weltweit, dafür wächst unser Netzwerk täglich:

7min Anleitung: https://youtu.be/3r9a4CODZ2U

Link zum Web Tool in sechs Sprachen: https://lstu.fr/mediendialog

Frohe Festtage!

Liebe Grüße, Jimmy Gerum, +49-151-5055 2062

https://leuchtturmARD.de

10. November 2023 – Seit 100 Wochen arbeitet der Gründer der Bürgerinitiative Leuchtturm ARD an seiner Vision, die Leitmedien mit einer gemeinsamen Stimme der Bevölkerung zu einer neuen journalistischen Ethik zu bewegen. Hier beschreibt er die bisherigen Erfolge.

Von Jimmy Gerum, Initiator von LeuchtturmARD.de

Seit 2014 recherchiere ich die globalen Interessen, inspiriert durch meinen Mentor Dr. Daniele Ganser. Wir müssen uns den Fakten stellen, dass jede Friedensbewegung seit Vietnam ins Leere gelaufen ist, 60 Jahre Versagen, nun weitere 4 Jahre des Versagens einer weltweiten Bewegung in der Corona-Krise. Kaum jemand reflektiert dieses Versagen. Ich habe Laura gesprochen, 90 Jahre alt, seit 60 Jahren in der Friedensbewegung, ich habe Reiner gesprochen, 40 Jahre in der Friedensbewegung, Erich, seit 13 Jahren aktiv. Niemand reflektiert sein Versagen. Jedes Jahrzehnt wurde der militärisch-industriell Komplex (MIK) mächtiger.

Aktuell haben wir 240 bewaffnete Konflikte auf Erden, der MIK steuert die Weltwirtschaft, die weltweite „war economy“. (Siehe Konfliktbarometer des Heidelberger Instituts für Konfliktforschung)

Die gute Nachricht ist jedoch: Die globalen Einzelinteressen haben einen Schwachpunkt: Die öffentliche Meinung von mündigen Menschen. Deshalb konzentriert sich unsere Bürgerinitiative seit zwei Jahren auf diesen Schwachpunkt und reflektiert dabei die Unreife und Unmündigkeit der Mehrheit der Menschen, die durch die globale Desinformation verursacht wurde. Ich will erklären, wie auch Leuchtturm ARD bereits dreimal gescheitert ist in zwei Jahren und sich jedes Mal wieder kreativ neu erfunden hat, um zu versuchen, die Menschheit ins Licht einer Welt zu führen, die ihre Konflikte ohne Gewalt lösen kann.

Leuchtturm ARD 1.0

Die öffentliche Meinung ist der Schwachpunkt des MIK, weil die Informationen durch ein weltweites Heer von Journalisten und Schulen und Universitäten manipuliert werden müssen, um die Dunkelheit aufrechterhalten zu können. Wissenschaft und Medien sind jedoch nicht Teil des MIK, sondern werden missbraucht, benutzt, indoktriniert. Und der schwächste Punkt der Vierten Gewalt, der Massenmedien, ist der mitteleuropäische öffentliche Rundfunk. Er wird VON UNS SELBST bezahlt und hätte dadurch rechtlich und faktisch die nötige Unabhängigkeit das Gesicht des MIK ins Licht zu zerren. 

Der ÖRR könnte der erste Dominostein sein, wie in meiner 13min Grundsatzrede auf youtube formuliert: https://youtu.be/wf24mapvqHo , die Entschuldigung der TAGESSCHAU für „Jahrzehnte der dirigistischen Eingriffe“, (Zitat der originalen Entschuldigung des DDR Fernsehens 1989)!

Meine Idee bei Gründung von Leuchtturm ARD: Ein legaler Zahlungsstopp von GEZ/GIS/SERAFE ohne Risiko, das legale Widerspruchsverfahren das ca. 6-9 Monate dauert, wäre genug Zeit gewesen, um eine exponentielle Lawine auszulösen von ca. 1-2 Mio Haushalten, die dem ÖRR ein finanzielles Ausrufezeichen beschert hätten. Begleitet von einer Medienkampagne der freien Medien, dass der ÖRR seine Pflicht zur Ausgewogenheit und Staatsferne schwer verletzt. Dieser Weg scheiterte an der Trägheit und an der Ängstlichkeit von uns selbst, denn bei einer Umfrage stellte sich heraus, dass im Juli 2022 80% der Bewegung den Leuchtturm ARD kannten, aber nur 3% den Zahlungsstopp wagten, bis heute nur 50.000 Haushalte statt 1-2 Millionen.

Leuchtturm ARD 2.0

Da hatten wir eine Eingebung: Wenn wir nur wenige Menschen mit Mut sind, brauchen wir einen Weg, bei dem es ausreicht wenige Menschen zu sein. Die Mahnwachen begannen in 47 Städten gleichzeitig am 14. Juli 2022, dem 233. Jahrestag des Sturmes auf die Bastille. Wir wollten die Bastille der Neuzeit ohne Mistgabeln mit der Kraft des Inneren Friedens stürmen. Jede Woche standen wir durchschnittlich zu Zehnt eine Stunde vor den 50 Medienhäusern, warfen freundlich Dialoggesuche in die Briefkästen, vermieden die Vorwurfhaltung und suchten das respektvolle Gespräch auf Augenhöhe über die verschwiegenen Inhalte der freien Medien, die uns aufgeklärt hatten über wichtige Hintergründe der internationalen, gewalttätigen Konflikte.

Wir wollten 2.000 Montagsspaziergänge motivieren uns zu unterstützen und den Spaziergängen damit auch eine zielführende Richtung verleihen, ohne Aggressivität und Frust in ein konstruktives Gespräch zu kommen. Doch Müdigkeit, Ausgelaugtheit und der Zorn auf die Medien stand gegen uns, den Aktivisten waren Wut und Frust wichtiger, als ein versöhnlicher Dialog. Wir konnten nur wenige Städte gewinnen und stagnierten bei 70 Städte-Mahnwachen wöchentlich.

Jedoch wurden wir bereits nach 20 Wochen belohnt für unsere Ausdauer mit ersten Runden Tischen auf Programmdirektor-Ebene von NDR, BR und RBB und auch Zeitungsredaktionen. Diese Sondierungsgespräche schufen ein erstes zartes Vertrauen zwischen beiden Seiten, litten jedoch an zwei Faktoren: Erstens fehlte uns die gesellschaftliche Relevanz mit nur 70 x ca. 10 Menschen, und zweitens reichten die Arme der globalen Interessen bis in die Führungsebenen des ÖRR und diese pfiffen die gesprächswilligen Chef-Redakteure immer wieder zurück.

Leuchtturm ARD 3.0

Im Februar 2023 entwickelten wir die dritte Idee, um die nötige gesellschaftliche Relevanz und damit die nötige Aufmerksamkeit zu erreichen: Statt weitere Mahnwachen zu gründen, baten wir JEDEN Veranstalter die Leitmedien zu JEDER Veranstaltung der Friedens- und Wahrheitsbewegung einzuladen: Free Julian Assange, Demos, Vorträge jeden Themas, Podiumsdiskussionen, Online-Events.

Alle öffentlichen Veranstalter und Initiativen, deren kreative Inhalte für eine bessere Zukunft von den Leitmedien unterschlagen werden, sollten nun mithelfen die Gespräche über aufrichtigen Journalismus anzustoßen und die Vielfalt der Ideen der gesamten Bewegung sichtbar machen. In wenigen Wochen konnten wir uns verdoppeln auf über 150 Einladungsbriefe jede Woche und uns gelang die Einladung zu einer Rede im Bayerischen Landtag und der erste öffentliche Runde Tisch mit CSU, BR und unserer Bürgerinitiative. Die Nervosität der Leitmedien stieg. Videoaufnahmen des öffentlichen Gesprächs mit dem BR wurden untersagt. Es existieren nur Aufnahmen von schlechter Qualität. Aber wesentliche Dinge wurden angeschnitten, hier die veröffentlichte Pressemitteilung dazu auf apolut.net

Leuchtturm ARD 4.0

Doch auch die weitere Ausweitung der über 150 wöchentlichen Einladungen stagnierte. Noch immer konnten wir nicht die 2.000 Spaziergänge gewinnen für eine Beteiligung an diesem zielführenden Medien-Dialog, trotz umfangreicher Kommunikation über unsere Zwischenerfolge. Hauptgrund waren weiterhin die Emotionen, also der Zorn auf die Leit-Medien, die den Weg des Dialoges für die Meisten verhinderten.

Und der mangelnde Glaube stand uns im Weg, die in uns verankerten Glaubenssätze, dass uns die Macht fehlt, die Verhältnisse zu ändern. Die immerwährende Bedenkenträgerei. Auch viele führende Aktivisten versäumten ihren Einfluss geltend zu machen, diese Idee zu unterstützen. Betrunken von Eitelkeit oder betrunken von ihren Verdiensten, fehlte ihnen die Reflexion, dass ihr eigenes Tun seit Jahren nahezu ohne fruchtbares, zählbares Ergebnis verläuft, trotz aller Verdienste.

Wir „Leuchtturmbauer“ jedoch reflektierten zum dritten Mal unser bisheriges Versagen und entwickelten im August 2023 die nächste Idee der „Automatisierung und Erleichterung und Internationalisierung“ des fairen Medien-Dialoges für den Frieden und für aufrichtige Medien. Mithilfe eines simplen Web Tools, das die Einladung der lokalen Leitmedien zu jedem weltweiten Event in 10-15 min ermöglicht. Durch JEDEN beliebigen Menschen auf Erden: Nicht mehr nur die Veranstalter und Aktivisten selbst, nun ist JEDER von 8 Mrd. Menschen gefragt, 15 min zu investieren in ein Medien-Dialog-Angebot in seiner Heimatstadt oder auch weltweit in irgendeiner Stadt der Erde.

Ein grenzenloses Wachstumspotenzial eines friedlichen Dialoges auf Augenhöhe, für eine friedliche und wahrhaftig aufrichtige Welt, das uns evolutionär in das Bewusstsein bringen kann, dass wir alle zusammengehören in unserem Wunsch nach einem Zeitalter des Lichts, der Aufrichtigkeit und des Friedens. Sind wir bereit für diese Zeitenwende? Finden auseinanderdividierte Menschen endlich zueinander?

Reicht sich die Welt die Hände, um die Dunkelheit durch unsere unauslöschliche Kraft der Gemeinschaft zu erhellen?

Die Zukunft wird es zeigen, ob wir die Generationen sind, die 5.000 Jahre von Gier und Gewalt und Dunkelheit beenden dürfen. Oder ob wir zumindest den Keim setzen dürfen, der künftigen Generationen dieses Glück zuteilwerden lassen könnte.

7min Anleitung zum Medien-Dialog  

Link zum Web Tool in sechs Sprachen

Ergänzung 4. April 2024 – „Mitarbeiter von ARD, ZDF und Deutschlandradio haben „einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland“ gefordert. Um ihrem Begehren Nachdruck zu verleihen, haben sie am Mittwoch auf der Internetseite „meinungsvielfalt.jetzt“ ein Manifest und kritische Statements einer Reihe anonymer Medienschaffender veröffentlicht. Eine Reform soll mehr Meinungsvielfalt und die Öffnung des Debattenraums im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) bewirken“, berichtet das PRO Medienmagazin.

Das MANIFEST auf meinungsvielfalt.jetzt

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