Ästhetik der Macht
von Nadim Sradj, Regensburg
Der Begriff „Ästhetik“ soll hier im ursprünglichen Sinne als Empfindung, Wahrnehmung (Ästhesie), nicht im Zusammenhang mit Schönheit verstanden werden. Bekannter ist im Allgemeinen das Gegenteil hiervon, nämlich Anästhesie als Empfindungslosigkeit, Narkose. Die Komplexität und die irreguläre Dynamik der Macht erfordern eine breitere Basis der Erkenntnis. Hierzu können vier verschiedene Ansätze beitragen:
1. Die Subjekt-Objekt-Spaltung nach Descartes.
2. Die Dialektik der These-Antithese nach Hegel und Kojev.
3. Das Herrschaftswissen nach Max Scheler.
4. Die Pathologie der Macht, Orte der Wahr- und Falschnehmung.