Kein Vertrauen in Gesundheitspolitik

marketagent Gesundheitsinstitutionen

9. März 2023 (Presseinformation von marketagent) – Mehr als 600 Medikamente gelten derzeit in Österreich als nicht oder nur sehr eingeschränkt lieferbar. Insbesondere Antibiotika, Schmerzmittel und Cortisonpräparate sind Mangelware – und hier vor allem jene, die speziell für Kinder geeignet sind. Inwieweit die Versorgungsengpässe bei Pharmazeutika den Österreicherinnen und Österreichern Sorgen bereiten, welche Gegenmaßnahmen sie sich von der Politik wünschen und wie sie den Zustand des heimischen Gesundheitssystem generell bewerten, zeigt eine aktuelle Studie unter 1.000 Befragten des Online Research Instituts Marketagent.

*Top-2-Box: sehr viel Vertrauen / eher viel Vertrauen || n=1.000

Durchwachsene Noten für das heimische Gesundheitssystem

Der Februar liegt erst ein paar Wochen zurück und damit auch die ersten Zeugnisse des aktuellen Schuljahres. Müsste sich das heimische Gesundheitswesen ebenfalls einer Benotung stellen – die Bewertung wäre eher durchwachsen. Die durchschnittliche Schulnote, die die Österreicherinnen und Österreicher laut einer aktuellen Umfrage an das Health-System hierzulande vergeben, tendiert mit 2,8 nämlich stark in Richtung „befriedigend“. Lediglich 45% der Befragten stellen ein gutes oder sehr gutes Zeugnis aus. Fast jede*r Vierte (23%) würde sogar nur ein „genügend“ oder „nicht genügend“ vergeben.

Auf das eigene Bundesland runter gebrochen sieht es mit dem Urteil nicht viel besser aus. Nur rund die Hälfte gibt an, mit der Gesundheitsversorgung in der Umgebung zufrieden zu sein. Fast jede*r Fünfte ist damit wenig bis gar nicht glücklich (18%). Der Regionenvergleich zeigt, dass die Unzufriedenheit in Südösterreich am stärksten ausgeprägt ist.

Das höchste Ansehen unter den vielen Playern im Gesundheitswesen genießen in der Bevölkerung die Personen, die tagtäglich mit ihrem Einsatz die Versorgung in Österreich am Laufen halten. So bringen 7 von 10 Befragten den Apotheker*innen bzw. dem Pflegepersonal sehr oder eher viel Vertrauen entgegen. Knapp dahinter folgen die Ärztinnen und Ärzte mit einem Vertrauensindex von 66%. Die Institutionen im Hintergrund werden dagegen deutlich weniger wohlwollend bewertet. Immerhin noch rund die Hälfte vertraut den Krankenanstalten, lediglich jede*r Dritte den Krankenkassen. Die Schlusslichter des Rankings bilden die Pharmaunternehmen (19%) und das Gesundheitsministerium (12%).

Da überrascht es wenig, dass drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher der Ansicht sind, dass hierzulande eine Zwei-Klassen-Medizin herrscht und nur Privatversicherte die beste Behandlung erhalten. Für fast 6 von 10 wurde das heimische Gesundheitssystem kaputtgespart. Dass das österreichische Health-Wesen besser als sein Ruf ist, glaubt hingegen nur jede*r Dritte.

Versorgungsengpässe bei Medikamenten treffen rund jede*n Sechste*n

Seit Wochen gibt es immer wieder Berichte über Lieferengpässe bei Pharmaprodukten. Probleme in der Supply Chain, aber auch aktuelle Erkrankungswellen sorgen dafür, dass mehr als 600 Medikamente derzeit in Österreich als nicht oder nur eingeschränkt lieferbar gelten. Besonders prekär ist die Lage aktuell bei Pharmazeutika, die speziell für Kinder hergestellt werden. Für mehr als ein Drittel der heimischen Befragten (36%) stellt die Knappheit von Antibiotika, Schmerzmittel und Co. daher durchaus eine Bedrohung dar. In der Gruppe der Frauen machen sich sogar 4 von 10 sehr oder eher große Sorgen deswegen. 17% der befragten Österreicherinnen und Österreicher zwischen 14 und 75 Jahren geben an, selbst von den Engpässen betroffen zu sein. Damit ist rund jede*r Sechste aktuell nicht in der Lage, die gewohnte oder gewünschte Versorgung mit Arzneimitteln zu erhalten.

Die Auswirkungen und Lösungsstrategien angesichts der Mangelversorgung sind mannigfaltig. 42% der Betroffenen können als Alternative auf wirkstoffgleiche Medikamente wie z.B. Generika zurückgreifen, 30% weichen auf Arzneimittel mit anderen Wirkstoffen aus. Fast ein Drittel versucht durch das Anlegen eines Vorrats an dringend benötigten Arzneien der Lage Herr zu werden. Jeweils rund jede*r Achte versucht ein Aussetzen der Behandlung bzw. den Umstieg auf alternativmedizinische Lösungen. „Von der Politik fühlt sich die Bevölkerung in der aktuellen Situation allein gelassen. 7 von 10 Befragten haben nicht das Gefühl, dass die Verantwortlichen genügend unternehmen, um eine ausreichende Medikamentenversorgung sicherzustellen“, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.

Um die Lieferprobleme langfristig in den Griff zu bekommen, wird von unterschiedlichen Playern beispielsweise eine Rückholung der Arzneimittelproduktion nach Europa ins Spiel gebracht. Ein Vorschlag, der auch in der österreichischen Bevölkerung auf großen Zuspruch stößt – 8 von 10 unterstützen diese Maßnahme. Auch die Einrichtung von Krisenvorräten besonders wichtiger Medikamente wird von einem Großteil – konkret 74% – befürwortet. Die heiß diskutierte Einführung der Wirkstoffverschreibung stößt bei fast 6 von 10 Befragten auf Zuspruch. Deutlich weniger positiv steht man hierzulande hingegen Änderungen in der Preispolitik, sprich einem Anheben der Arzneimittelpreise, gegenüber (30%).

Fact Box: Nur die Hälfte ist mit der Gesundheitsversorgung im eigenen Bundesland zufrieden. + Drei Viertel sind der Ansicht, dass hierzulande eine Zwei-Klassen-Medizin herrscht. + Apotheker*innen genießen im Health-Bereich das höchste Vertrauen. + Rund einem Drittel bereiten die Lieferengpässe sehr oder eher große Sorgen, 17% sind selbst davon betroffen. + Für 7 von 10 unternimmt die Politik nicht ausreichend, um die Medikamentenversorgung sicherzustellen.

Studiensteckbrief: Methode: CAWI | Marketagent Online Access + Instrument: Online-Interviews über die Marketagent reSEARCH Plattform + Erhebungszeitraum: 25.01.2021 – 01.02.2021 + Sample-Größe: n = 1.000 Netto-Interviews + Kernzielgruppe: Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren | Inzidenz: 100% + Quotensteuerung: Sample repräsentativ für die österreichische Bevölkerung

About Marketagent: Marketagent sieht sich gleichermaßen als Pionier und Innovationsführer der digitalen Markt- und Meinungsforschung in Österreich. Mit einem Fokus auf quantitative und qualitative Consumer Research Projekte realisiert Marketagent jährlich über 1.300 Studien an den Standorten Baden, Wien, Maribor und Zürich. Das Herzstück unseres Instrumentariums ist ein mehr als 2.300.000 Personen umfassendes Online-Panel, welches im Januar 2010 als erster Access Pool der D-A-CH-Region ISO-zertifiziert und im Jänner 2022 nach der aktuellsten ISO Norm 20252 rezertifiziert wurde. Zu unseren Kunden zählen nationale und internationale Top-Unternehmen wie die Telekom Austria AG, Bank Austria, McDonald‘s, Spar, die Österreichische Post AG, Generali oder Hervis. Die Themenfelder und Forschungsschwerpunkte sind vielfältig und decken sämtliche Bereiche der Markt- und Meinungsforschung ab.

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Salzburg Landtagswahl 23. April 2023

Salzburg Hochrechnung 1

Update 26. Mai 2023: ÖVP hat sich mit der FPÖ auf eine Koalition in der Landesregierung geeinigt. Die Angelobung wird am 14. Juni sein, berichtet ORF.AT

23. April 2023 – ORF.at berichtet. + Erste Statements der SpitzenkandidatInnen im ORF Salzburg Landesstudio.

23. März 2023 – Vor jeder Wahl senden die Medien an die Kandidaten gerne Fragenkataloge, um den Lesern Vergleichsmöglichkeiten zu bieten. Doch die Fragen kratzen meist nur an der Oberfläche. ethos.at geht an die Wurzeln, denn nach Herabstufung Österreichs zur „Wahldemokratie“ (ORF.at-Bericht 7.4.22) stellt sich die Frage, ob diese und andere Wahlen in Österreich überhaupt noch etwas mit einer echten Demokratie zu tun haben. Hier die 10 Fragen an alle SpitzenkandidatInnen der Landtagswahl – ethos.at bat um Rückmeldung bis 30. März.

Die Antworten der Parteien in chronologischer Reihenfolge

ÖVP, Wilfried Haslauer, Wilfried Haslauer

NEOS Landesgruppe Salzburg, Landesgruppe Salzburg, Florian S. Niederseer

MFG Salzburg, Salzburg, Patrick Prömer Landessprecher

WIRS – WIR sind Salzburg, Gerhard Pöttler

Salzburg Wahl Empfehlung

KEINE ANTWORT: Die Grünen Salzburg, Simon Heilig-Hofbauer, Landesgeschäftsführer: „Danke für ihr Interesse, leider ist es uns aus Zeitgründen nicht möglich Ihre Fragen zu beantworten.“ WEITERS KEINE ANTWORTEN VON: SPÖ + FPÖ + KPÖ

21. April 2023 – „Die Krone Elefantenrunde zur Landtagswahl in Salzburg“ Im Vorfeld der Tiroler (sic) Landtagswahl diskutierten am 19.4.23 bei PULS 24 „Anchorwoman“ Corinna Milborn und Chefredakteur der „Salzburger Krone“ Claus Pandi die Spitzenkandidat:innen Wilfried Haslauer (ÖVP), David Egger (SPÖ), Marlene Svazek (FPÖ), Martina Berthold (Grüne) und Andrea Klambauer (NEOS). Die Spitzenkandidaten der KPÖ, MFG und WirS waren nicht geladen – das sind demnach wohl keine „Elefanten“, sondern „graue Mäuse“. Puls24/Krone statuieren damit einen neues Demokratie-Verständnis: Alle Elefanten sind gleich, nur Mäuse sind ungleich.

Salzburg Elefantenrunde Puls24 Krone

Tirol oder Salzburg? Der Lapsus ist im fernen Wiener Studio von Puls 24 bislang noch niemandem aufgefallen. Eine andere Frage zu „Corinna the Anchorwoman“ – ist das die Art und Weise, wie man ehemalige Chefredakteurinnen neuerdings versenkt? Anders gefragt: Kann eine Sendung ohne „Anker“ heute keine Zuseher mehr ins Boot holen?

NEWS.at hat in einem Vorwahl-Artikel die drei „grauen Mäuse“ immerhin erwähnt, wenn auch hier Umfang und Form der Berichte tendenziöse Züge tragen. Landtagswahl Salzburg 2023 am 24. April: Kandidaten, Parteien, (news.at)

18. März 2023 – Peter Rabl twittert : „Auch in Salzburg dürfte es bei LTW kräftig rumpeln. Aber Dreier-Koalition hat Chance auf Fortsetzung. Wenn VP der blauen Versuchung widersteht. Via @sn_aktuell“

Twitter Peter Rabl 2023 03 18

6. März 2023 – „Die Landtagswahlen in Salzburg stehen mit 23. April schon knapp vor der Tür. Neu mit dabei ist die Bewegung “Wir sind Salzburg”, als deren führender Kopf der ehemalige MFG Bundesgeschäftsführer Gerhard Pöttler auftritt. Mit sensationellen 1.200 Unterstützungserklärungen sagen sie der etablierten Politik den Kampf an – und Pöttler steigt auch gegen seine ehemalige Partei in den Ring“, berichtet Report24.news.

Von 19. Jänner bis. – 1. März 2023 mussten Parteien oder Bewegungen für einen Wahlantritt bei der Salzburger Landtagswahl Unterstützungserklärungen sammeln; sie benöitgen:

120 Unterschriften in Salzburg Stadt

120 Unterschriften im Flachgau,

100 Unterschriften im Pinzgau

100 Unterschriften im Pongau

80 Unterschriften im Lungau

80 Unterschriften im Tennengau

AUSGANGSLAGE: Wahlergebnis 2018

Ergebnis: ÖVP: 37,8% (+8,8%), SPÖ: 20,0% (-3,8%), FPÖ:18,8% (+1,8%),

Grüne: 9,3% (-10,9%), NEOS: 7,3% (+7,3%),

FPS: 4,5% (+4,5%), Hans Mayr 1,7% (+1,7%), KPÖ und Plattform Plus: 0,4%, CPÖ: 0,1%

nicht kandidiert: Team Stronach: 0,0% (-8,3%), Piratenpartei: 0,0% (-1,3%)

23. April 2023: Salzburger Landtagswahl

ÖVP, SPÖ, FPÖ, GRÜNE, NEOS, KPÖ, WIRS und MFG haben Wahlvorschläge für ganz Salzburg eingebracht. Die Salzburger Bierpartei (SBP) hat einen Wahlvorschlag für den Bezirk Flachgau eingereicht und wieder zurückgezogen. 

• FPÖ: Marlene Svazek
• GRÜNE: Martina Berthold
KPÖ-Salzburg mit Kay-Michael Dankl
MFG-Salzburg mit Patrick Prömer
NEOS-Salzburg mit Andrea Klambauer
• ÖVP: Dr. Wilfried Haslauer
• SPÖ: David Michael Egger-Kranzinger
• „WIR sind Salzburg“ mit Dr. Gerhard Pöttler

Quelle: wahlinformation.at

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RAU – Rauschers abgeschmackter Unsinn

Rau 2023 03 05 derStandard

6. März 2023 – Unter dem Kürzel „Rau“ publiziert der Ex-Chefredakteur des Kurier seit vielen Jahren Kolumnen in derStandard. Ein anderer Ex-Chefredakteur des Kurier, Peter Rabl, zwitschert dazu: „Super“. ethos.at warnt: Corona-Leugner Vorsicht! Der Großinquisitor der Corona-Glaubenswahrheit ist immer noch im Einsatz!

Bert Ehgartner hat sich die Mühe gemacht, auf Rauschers abgeschmackten Unsinn mit rationalen Argumenten zu erwidern: 

Für Leute wie Hans Rauscher und alle weiteren, denen der „Unter-Covid-war-nicht-alles-schlecht“-Sermon penetrant aus dem Hirn läuft: Dass die Maskenpflicht nur lückenhaft kontrolliert wurde, war kein Beleg für Toleranz. Auch in Saudiarabien oder dem Iran wird nicht jede Ehebrecherin gesteinigt. Es ging darum, dass sich Viren erwiesenermaßen nicht so verbreiten wie Spucke – und dieser Fetzen zum Symbol sinnlosen Gehorsams wurde.

Es war ja nur eine „Aufforderung sich impfen zu lassen“ – schreibt Rauscher. Ach ja. Das nächste mal gibts eine Aufforderung, sich einen Code tätowieren zu lassen – oder sich mittels implantiertem Chip auszuweisen. Oder die Pflicht, endlich die Rauch-Entwöhnungs-Kur zu machen oder die Garantiert-Schlank-Pillen zu nehmen. Sonst ist Schluss mit krankenversichert.

Die mRNA-Impfung war zudem nahezu vollständig unwirksam und führte ums ca. hundertfache häufiger zu schweren Nebenwirkungen als „normale“ Impfstoffe. Dies war spätestens nach einigen Monaten klar. Die Impfpflicht hingegen wurde nach den niederschmetternden Erfahrungen eines ganzen Jahres eingeführt, was den intellektuellen und moralischen Niedergang der hiesigen Covid-Experten – inklusive des Wissenschaftsjournalismus – dokumentierte.

Wir hätten „ein wenig Rücksicht nehmen sollen“ auf die Bedürfnisse der Vulnerablen. Uns aus Rücksicht impfen lassen, dauergetestet FFP-2 tragen und trotzdem abstand halten. Die Trauernden beim Begräbnis nicht umarmen, die alte Tante nicht besuchen, die Kinder zu Haus einsperren und die Nachbarn denunzieren, wenn sie unerlaubt Geburtstag feiern. Dies sind die Tugenden, die sich in Wahrheit hinter „Rücksicht“ verbergen.

Und zu welchem Zweck werden die Infektionen vermieden? Welchen Nutzen hatten Lockdown und NoCovid? – Dachte man, dass die Viren, wenn wir uns in der Wohnung einsperren, draußen verhungern? – Die Stadt Melbourne sperrte ihre Bürger für 262 Tage in einen Weltrekord Lockdown. Im Oktober 21 wurde wieder aufgesperrt – und im November 21 folgte eine Weltrekord-Covid-Welle.

Was wir in den letzten Jahren erlebt haben, war der überwunden geglaubte, radikale Absturz in faschistoide Ausgrenzung. Zu Beginn war die Politik glaubwürdig überfordert und von Panik getrieben. Doch bald schon wurde deutlich, wie rasch sich die Mächtigen an diktatorische Maßnahmen gewöhnen und wie rasch das süchtig macht.

Die verängstigten Menschen scharten sich nämlich um jene, die am härtesten agierten. Und jene, die am härtesten agierten, waren durch die Umfragen angefeuert, „die Zügel“ jedes Mal noch ein wenig kürzer zu ziehen. Schallenberg hat man das dann schon gut angemerkt, dass er sich als neuer Dolfuss recht wohl fühlt. Ohne den Widerstand beherzter Menschen wären wir schnurstracks in die Diktatur geschlittert.

Sie, Herr Rauscher, müssen damit leben, dass Sie – entgegen ihrer Selbst-Wahrnehmung als intellektueller Freund der Demokratie – diesen totalitären, bösartigen und vollständig verblödeten Maßnahmen begeistert applaudiert haben. Sie haben sich mitschuldig gemacht und verstehen noch immer nichts.

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