Neuer EU-Haushalt forciert Aufrüstung

ChatGPT Panzer Geld 800

800 Organisationen fordern Ablehnung im EU-Parlament

Attac und Versöhnungsbund: „Wir brauchen Sicherheit, die den Menschen dient – nicht den Rüstungskonzernen.“

25. November 2025 (Information von Attac Österreich) – Der Europäische Rat und das EU-Parlament präsentieren heute den EU-Haushalt 2026. Darin sind erneut massive Aufstockungen der Militärausgaben vorgesehen. Sie sollen auf 2,8 Milliarden Euro steigen, was eine Verdopplung gegenüber 2023 bedeutet. Das geht auf Kosten von ziviler Forschung, Kohäsionspolitik sowie Mobilitäts- und Umweltprogrammen. Das ist nur ein Puzzlestein – zusätzlich gibt es viele weitere EU-Aufrüstungs-Programme – wie etwa das 800 Mrd Euro Programm Rearm Europe, und Programme wie Security Action for Europe (SAFE), der European Defence Fund (EDF), das Act in Support of Ammunition Production (ASAP) sowie das European Defence Industry Programme (EDIP)

Foto: ChatGPT

“Der EU-Haushalt wird immer stärker auf die Interessen der Rüstungsindustrie zugeschnitten. Doch mehr Waffen schaffen Krisen, keinen Frieden. Wir brauchen Sicherheit, die den Menschen dient – nicht den Rüstungskonzernen“, kritisiert Max Hollweg von Attac Österreich. Auch der Vorschlag für den EU-Finanzrahmen 2028 -2034 sowie die geplanten Förderungen und Deregulierungen im Bereich Aufrüstung treiben das Wettrüsten weiter voran.

Europaweites Bündnis „StopReArm Europe“

Mehr als 800 Organisationen haben daher das europaweite Bündnis „StopReArm Europe“ gegründet. Sie fordern die EU-Abgeordneten in einem offenen Brief auf, den EU-Haushalt 2026 bei der morgigen Abstimmung im EU-Parlament zurückzuweisen und für Neuverhandlungen einzutreten. In Österreich richten sich sowohl Attac als auch der Internationale Versöhnungsbund an die EU-Abgeordneten.

„Statt weiter der Logik des Wettrüstens zu folgen, sollte die EU auf eine zukunftsfähige Friedenspolitik setzen, die ökologische, soziale und politische Sicherheit ins Zentrum stellt. Statt mehr Geld für Waffen benötigen wir mehr Mittel für Diplomatie, Klimaschutz, Armutsbekämpfung, Menschenrechte und friedliche Konfliktlösung“, erklärt Irmgard Ehrenberger vom Internationalen Versöhnungsbund.

Das europaweite Bündnis „StopReArm Europe“ fordert unter anderem:

1. Ablehnung des EU-Haushalts und Neuverhandlungen

Der EU-Haushalt soll keine Subventionen für die Rüstungsindustrie, sondern mehr Mittel für Diplomatie, Prävention und friedliche Konfliktlösung beinhalten. Zudem sollen alle Ausnahmeregelungen aufgehoben werden, welche die parlamentarische Kontrolle aktueller Aufrüstungs-Programme wie „ReArmEurope“ schwächen.

2. Keine Deregulierung durch den Rüstungs-Omnibus

Keine Lockerung von Waffenexporten, die im Widerspruch zum Völkerrecht stehen. Keine weiteren Ausnahmen für die Rüstungsindustrie bei Arbeits-, Umwelt- und Chemikalienstandards sowie bei Transparenz- und Berichtspflichten. Keine militärischen Testaktivitäten außerhalb Europas.

3. Keine weitere Militarisierung durch den EU-Finanzrahmen 2028–2034

Der „Wettbewerbsfonds“ über 130 Milliarden Euro für Waffen und militarisierte Raumfahrt muss zurückgenommen werden. Die Gelder ziviler Programme für Forschung und Innovation, Digitales, Mobilität oder Kohäsion dürfen nicht in militärische Zwecke umgeleitet werden.

Hintergrund: Der Einfluss der Rüstungslobby steigt

Ein aktueller Attac-Bericht zeigt, wie massiv die Rüstungslobby in den vergangenen Jahren ihren Einfluss auf die europäische Politik ausgebaut hat. Die Auswertung und

Analyse des EU-Lobbyregisters zeigt, dass die Kontakte mit

EU-Politiker*innen ein Rekordniveau erreicht haben. Zudem sind die Ausgaben und Anzahl der Lobbyist*innen massiv gestiegen.

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Deutschland: ÖRR vor Verwaltungsgericht

Am 1. Oktober 2025 durften die öffentlich rechtlichen über sich selbst als Gegenstand der Verhandlung berichten. Wackelt die GEZ Gebühr? Der größte Saal des Bundesverwaltungsgerichts war zu klein für das Interesse der Öffentlichkeit. Wird das Gericht die einseitige Berichterstattung feststellen können? Und werden die vielen einzelnen Klagen der unzufriedenen Zwangsbeitragszahler mit diesem Verfahren ihr Ende finden? Claudia Jaworski berichtet auf youtube: Öffentlich-Rechtliche vor Gericht

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wurde am 15. Oktober bekannt gegeben.

Kommentar des Initiators von LeuchtturmARD, Jimmy Gerung

Update 24.10.2025 – Jimmy Gerum über die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig: https://tube4.apolut.net/w/czXzsbFzVPokBsq2LK78sB

Liebe Aktive,

aktueller Newsletter zum Stand der Dinge in der 170. Woche der Mahnwachen:

200. Woche seit Gründung Leuchtturm ARD🙂

Das Wichtigste zuerst:

Heute feiern wir unseren Erfolg am 1. Oktober und 200 Wochen Bürgerinitiative. Aber ausruhen können wir uns nicht auf diesem Erfolg. Und auch nicht erwarten, dass der 15.10. die Lösung ist.

„Die Wenigen“ sind es, die diese Welt ins Ungleichgewicht bringen, und die Dunkelheit befördern, weil sie sich immer wieder erfolgreich ihren eigenen Vorteil gegenüber „den Vielen“ suchen.

Und „die Wenigen“ unter uns können dem mit Konzepten und Koordination begegnen.

DMK braucht nur 20 bis 50 Menschen die mit ihrer Arbeit die anderen Demokratie- und Friedens-Bewegten inspirieren. „Weniger“ geht wohl kaum. Kostenlos und aufwandslos.

Die Freiheitsbotschafter von Markus Bönig brauchen 8000 Menschen, die alle PLZ abdecken. Man braucht dafür viel mehr Zeit und Aufwand, aber man kann vielleicht sogar erfolgreich Geld verdienen dabei. Ein interessantes Konzept.

Fällt euch ein drittes ein? Was ist übrig von der großen Demo am 13.9., von den Hambacher Festen, von den Ostermärschen, vom 2.8., vom 3.10. ? Was ist daran akkumulativ?

DMK braucht jedoch alle diese Events, all diese Aktivität. Wenn es sie nicht gäbe, wäre die Idee DMK nutzlos. DMK ist die akkumulative Ergänzung all dieser Events, im GLOBALEN Rahmen.

Finden wir diese 20 bis 50 Menschen? Bisher fehlt uns das notwendige kollektive Denken für diese Aufgabe. Wenn ihr bereit seid, meldet euch. Und erweitert diesen Newsletter mit eurem aktiven Umkreis. Das Wachstum dieses Newsletters zeigt uns das Wachstum unseres Potentials.🙂

Aktueller Stand: 125 Mitglieder.

Bilanz 1. Oktober:

Vielen Dank für all Eure Unterstützung bei dem spannenden Ansatz, den mehrheitlich eher verzweifelten Kritikern des ÖRR eine positive und konstruktive Vision für die Zukunft unseres öffentlich-rechtlichen Rundfunks entgegenzusetzen.

Anbei auch ein als Streitschrift formulierter Artikel zu dieser Frage in der Berliner Zeitung.

Die Operation 1. Oktober ist gelungen und hat viel Aufmerksamkeit erreicht.🙂

Wir danken allen Beteiligten sehr und insbesondere den ca. 300 bundesweiten Klägern, deren persönlicher Einsatz die Relevanz dieses Pilotverfahrens mit ermöglicht haben.

Nun sind wir gespannt auf das Urteil des Senats, das am 15. Oktober verkündet werden wird.🙂

Zum Ablauf des 1. Oktober:

10min Interview der Prozessbevollmächtigten Dr. Harald von Herget und Carlos A. Gebauer:

https://t.me/LeuchtturmARD/7945

10min Interview Jimmy Gerum:

https://youtu.be/Jfv53qRQ0ok

Verfolgt gerne den Newsticker

(https://leuchtturmard.de/mahnwachen-material/dokumente)

Wir hoffen sehr auf eine konstruktive Entscheidung im Sinne von Meinungsvielfalt und Demokratie.

Mit demokratischem Gruß

Jimmy Gerum

SIEHE AUCH:

+ Klage gegen Rundfunkbeitrag nur teilweise erfolgreich: Hürde für Zahlungsverweigerung liegt hoch (berliner-zeitung.de 15.10.25)
+ Gericht entscheidet: Wer ARD und ZDF für einseitig hält, kann gegen den Rundfunkbeitrag klagen (taz.de 15.10.25)

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SPE schließt slowakische Regierungspartei aus

ORF gg Fico SK

17. Oktober 2025 – Während Regierungskritik hierzulande von den Massenmedien weitgehend vermieden wird, findet jede Demo in der Slowakei große Resonanz – vorausgesetzt sie richtet sich gegen die dortige Regierung. Geradezu Begeisterung verursachte die neueste Entscheidung der SPE (Sozialdemokratische Partei Europas), die slowakische Smer-Partei von Ministerpräsident Robert Fico aus ihren Reihen auszuschließen. „Ein Parteikongress in Amsterdam beschloss den Rauswurf einstimmig“, so der ORF (Österreichische Regierungsfunk) im O-Ton.

SIEHE AUCH ORF.at (24.1.2025) Zehntausende protestierten gegen Fico

Wie ist die politische Stimmung in SK tatsächlich? Die Journalistin Gabriela Piroskova berichtet exklusiv für ethos.at aus Bratislava:

Es gibt mehr Stimmungen in der Gesellschaft – Die mediale, die sagt – diese Koalition ist das Schlimmste auf der Welt, sie kennt nur eine Richtung: Russland. Keine Freiheit, keine Demokratie… Dann gibt es die bürgerliche Stimmung – wir wollen diese Koalition, weil sie den Schulden eine Ende setzen wird. Sie ist zwar nicht ideal, aber wer macht keine Fehler? Die andere Seite sagt, was die Medien sagen.

Außerdem organisiert jemand Proteste und finanziert sie natürlich (gegen diese Kolalition) – Was wir dort hören, widerspricht völlig dem gesunden Menschenverstand.

Und es gibt noch immer die objektive Realität: die Medien lügen. Die Medien lügen, wenn sie behaupten, diese Koalition arbeite gegen die EU. Diese Koalition arbeitet in völliger Symbiose mit der EU, unterstützt Sanktionen gegen Russland, liefert Munition an die Ukraine, sie erhöht die Steuern, die Unternehmen florieren, alles, was die Opposition vorbereitet hat, als sie an der Regierung war…  Alles ist in Ordnung (meine Ironie)…

Nur die Bürger fragen sich immer öfter, warum wir sie gewählt haben? Sie machen einfach in die Richtung der früheren Regierung weiter.  Was wird, wenn bei uns die Opposition gewinnt? Nichts, nur die Medien werden schweigen …

Shakespeare schrieb vor vielen Jahren die Komödie „Viel Lärm um nichts“. Und wir erleben sie heute. Denn die Medien sollen lügen, manipulieren und die Realität nach den Vorstellungen ihrer Besitzer gestalten. Die Realität ist nie so heiß, wie die Medien sie präsentieren. Es ist tragisch, ihnen zu glauben. Die gesamte EU ist eine große Lüge, sie hat viele Länder wirtschaftlich gefährdet, Deutschland liegt hier an erster Stelle. Ich glaube nicht, dass das alles Zufall ist. Dies ist ein langfristiges Projekt … und die USA machen, was sie wollen und Russland auch.

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