Autor: Hubert Thurnhofer

Friedell Egon: Kulturgeschiche der Neuzeit

„Die ganze Geistesgeschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Diebstählen. […] Alexander bestiehlt Philipp, Augustinus bestiehlt Paulus, Giotto bestiehlt Cimabue, Schiller bestiehlt Shakespeare, Schopenhauer bestiehlt Kant. Und wenn einmal eine Stagnation eintritt, so liegt der Grund immer darin, daß zu wenig gestohlen wird. Im Mittelalter wurden nur die Kirchenväter und Aristoteles bestohlen: das war zu wenig. In der Renaissance wurde alles zusammengestohlen, was an Literaturresten vorhanden war: daher der ungeheure geistige Auftrieb, der damals die europäische Menschheit erfaßte. Und wenn ein großer Künstler oder Denker sich nicht durchsetzen kann, so liegt das immer daran, daß er zu wenig Diebe findet. Sokrates hatte das seltene Glück, in Plato einen ganz skrupellosen Dieb zu finden, der sein Handwerk von Grund aus verstand: ohne Plato wäre er unbekannt.“


Egon Friedell

Heute ein Plagiat von Friedells epochaler Kulturgeschichte zu fabrizieren, wäre so leicht wie nie zu vor. Denn sein Werk ist vollständig im Internet auf dem Projekt Gutenberg abrufbar.

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Ferguson Niall: Der Westen und der Rest der Welt

Zur Frage, wie die Gegenwart mit der Vergangenheit zusammenhängt schreibt der britische Historiker Niall Ferguson: „Der Historiker ist kein Naturwissenschafter. Aus seinen Beobachtungen können keine allgemein gültigen Gesetze für gesellschaftliche und politische Abläufe abgeleitet werden, (…). Die eigentliche Funktion der historischen Erkenntnis besteht darin, die Menschen über die Gegenwart aufzuklären, da der sichtbare Inhalt der Vergangenheit ein ‚für das ungeschulte Auge nicht auf Anhieb erkennbarer‘ Bestandteil der Gegenwart ist und einen Teil von ihr darstellt.“

SIEHE AUCH: Roberts John Morris: Der Triumph des Abendlandes (erschienen 1985)

Das Zitat stammt aus seinem Buch „Der Westen und der Rest der Welt“ – nicht gerade ein politisch korrekter Titel. Politisch korrekt wäre der Titel „Der Westen, der Norden, der Süden und der Osten“, denn wie kommt denn der Rest der Welt dazu, sich als „Rest der Welt“ diffamieren zu lassen? Doch Ferguson hat einen Grund, genauer gesagt eine Arbeitshypothese, die der Titel seines Buches impliziert. Darin möchte der Professor für Geschichte an der Harvard University zeigen, „dass es sechs Bereiche von neuartigen Institutionen und die damit verbundenen Ideen und Verhaltensweisen waren, die den Westen vom Rest der Welt unterschieden und seine globale Macht begründeten.“

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Mandela Nelson (Rolihlala): Der lange Weg zur Freiheit

„Long Walk to Freedom“, so der Original-Titel der Biografie von Nelson Mandela, ist 1994 erschienen, die deutsche Übersetzung 1997. Das Buch ist immer noch lehrhaft und sogar populär, wie die 23. Auflage der Taschenbuchausgabe 2019 beweist. „Außer dem Leben, einer starken Konstitution und einer dauerhaften Verbindung zum Thembu-Königshaus gab mir mein Vater bei meiner Geburt […]

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Kaiser Daniel: Václav Havel. Der Präsident (1990-2003)

Der Journalist Daniel Kaiser hat auf Basis hunderter eigener Interviews und intensiver Studien der Primärquellen eine detaillierte Biografie Havels in seinen Jahren der Präsidentschaft von 1990 bis 2003 geschrieben, die 2017 in deutscher Fassung erschienen ist. Obwohl der Autor als Zeitzeuge Havels Präsidentschaft persönlich erlebt hat, bleibt er als Beobachter und Chronist konsequent neutral. Dies zeichnet das Buch aus.


Kaiser Biografie Vaclav Havel 800

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Neuwirth Christian: Alexander Van der Bellen

Vor zwanzig Jahren hat Christian Neuwirth das Buch „Alexander Van der Bellen. Ansichten und Absichten“ geschrieben, das 2001 im Molden Verlag erschienen ist. Das letzte Kapitel ist den „Inlands-Ideen“ des damaligen Parteichefs der Grünen gewidmet. Natürlich geht es dabei um Ökosteuern. „Die Erhöhung der Abgaben auf Energie, meint der Wirtschaftsprofessor, sei ‚auf jeden Fall‘ ein […]

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Havel Václav: Versuch in der Wahrheit zu leben

Kurz vor dem Fall des Eisernen Vorhangs, publizierte der Rowohlt Verlag die Denkschrift des tschechischen Dichters Václav Havel unter dem Titel „Versuch in der Wahrheit zu leben“. Der Titel bezieht sich auf das Leitmotiv dieses Buches, das aus der langjährigen Erfahrung des Autors mit einem „Leben in der Lüge“ resultiert. Der Originaltitel von Havels Essay, der bereits 1978 erschienen ist, lautet übrigens „Moc bezmocnych“ was wörtlich übersetzt „Die Macht der Machtlosen“ heißt.


Václav Havel 2009

Foto CC BY-SA 2.5: Václav Havel auf dem Wenzelsplatz (Tschechisch: Václavské náměstí) am 17. November 2009 zum 20. Jahrestag der Samtenen Revolution.

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Crowd Funding

Es geht um durchschnittlich 140.000 x 50 Euro und um Deine Stimme!

Beim dritten Durchgang der Präsidentschaftswahl 2016 sind 25 Prozent der Wahlberechtigten zu Hause geblieben. Das sind rund 1,6 Millionen Bürger und Bürgerinnen Österreichs, die 1,6 Millionen gute oder weniger gute Gründe dafür hatten.

2022 gibt es eine Alternative, die bereits Wurzeln geschlagen hat – allerdings in einem harten, steinigen Umfeld.

Man kann annehmen, zehn Prozent sind politisch desinteressiert und deshalb 2016 nicht zur Wahl gegangen. Genauso berechtigt ist die Annahme, dass zehn Prozent politisch sehr interessiert sind und deshalb nicht zur Wahl gegangen sind – mangels wählbarer Kandidaten! 

Für alle Nichtwähler und Nichtwählerinnen, die mit ihrer Abwesenheit ein Zeichen gegen die damaligen Kandidaten setzen wollten – sollte unser Kandidat 2022 ihr Kandidat sein!


Crowdfunding

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Also sprach Van der Bellen

„Die Kunst der Freiheit“ ist der Titel der Lebenserinnerungen, die Alexander Van der Bellen diktiert und Bernhard Ecker geschrieben hat. Das Buch wurde 2015 veröffentlicht.


VdB Zdrahal Kraus

Was hätte Karl Kraus wohl dazu gesagt? (Bild: „Karl Kraus“ gemalt von Ernst Zdrahal) 

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Filzmaier Peter: Der Zug der Lemminge

Man sagt über ihn: Er spricht wie gedruckt. Man kann Wetten darüber abschließen, dass Peter Filzmaier sein Buch über die Lemminge (gemeint sind die Österreicher) nicht geschrieben, sondern diktiert hat. Und zwar schneller, als es durchschnittliche Österreicher lesen können. Schon nach der ersten Seite fühlt man sich mitten in einem ORF-Interview, in dem uns der […]

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Lengheimer Karl: Politgebiete

Der Jurist Karl Lengheimer, geboren 1946,hat 1972 über „Die Gehorsamspflicht der Verwaltungsorgane“ dissertiert. Mitglied der ÖVP, war er bereits ab 1970 im Landesdienst, 1981 bis 2000 war er Klubdirektor im Landtagsklub der Volkspartei Niederösterreich. 2000 wurde er Landtagsdirektor des Landtags von Niederösterreich. Gleichzeitig war Lengheimer ab 1973 Bezirksrat von Wieden, dem vierten Wiener Gemeindebezirk. Von […]

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