Autor: Hubert Thurnhofer

Musil Robert: Der Mann ohne Eigenschaften

Warum ist „Der Mann ohne Eigenschaften (MoE) ein Roman und doch kein Roman? Ein Roman im konventionellen Sinn erzählt Geschichten. Die Geschichte hat immer einen bestimmten nachvollziehbaren und nacherzählbaren Ablauf, egal ob es sich dabei um Erlebnisse und Tätigkeiten handelt, oder um Naturschilderungen. So gesehen könnte man die Geschichte des MoE in Kürze zusammenfassen:

Der erste Teil des Romans, „eine Art Einleitung“, dient der Beschreibung von Zeit („Es war ein schöner Augusttag des Jahres 1913“, MoE 9) und Ort der Handlung (d.i. „Kakanien“, MoE 31), woraus aber „bemerkenswerter Weise nichts hervorgeht“ (MoE 9). Außerdem wird schon hier Ulrich, die Hauptfigur des Romans, charakterisiert als MoE. Ulrich beschließt, „sich ein Jahr Urlaub von seinem Leben zu nehmen, um eine angemessene Anwendung seiner Fähigkeiten zu suchen“ (MoE 47). Die briefliche Ermahnung seines Vaters, der sich um Ulrichs Zukunft Sorgen macht, leitet über zum zweiten Teil, in welchem „seinesgleichen geschieht“ (MoE 81).

Die Handlung des zweiten Teils kreist um den „Ausschuß zur Fassung eines leitenden Beschlusses in bezug auf das Siebzigjährige Regierungs-Jubiläum seiner Majestät“ (MoE 296), in der Folge kurz Parallelaktion genannt, weil dieses Jubiläum des „Friedenskaisers“ im gleichen Jahr stattfmden soll, wie das bloß Dreißigjährige Jubiläum Kaiser Wilhelm II. Ulrich wird durch die Protektion seines Vaters (um es vornehm zu sagen) von Graf Leinsdorf zum Ehrensekretär dieser Aktion ernannt.

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Ransmayr Christoph: Der Lauf der Zeit

James Cox (1723-1800), der wohl berühmteste Uhrmacher des 18. Jahrhunderts, hat ein Produktions- und Handelsimperium mit bis zu 1.000 Mitarbeitern aufgebaut und neben Uhren auch Automaten produziert und an alle Herrscher der damaligen Welt verkauft. Auch an den Kaiser von China, Qianlong (1711-1799). Dies inspirierte Christoph Ransmayr zu seinem Roman „Cox oder: Der Lauf der […]

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Leys Tatyana: Das kleine Buch zum neuen Denken

Transhumanismus „Ein neues Denken wird die Grundvoraussetzung für alles Zukünftige sein.“ Ein schwerwiegender Satz mit unglaublicher Leichtigkeit formuliert. Das schafft die Autorin Tatyana Leys immer wieder in ihrem „Kleinen Buch zum neuen Denken“. Wenn die Autorin ihre Gedanken, Überlegungen und Analysen entwickelt, dann „in typisch weiblicher Art höchst willkürlich“ – und wie ein „gelernter Philosoph“ […]

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Strolz Matthias: Warum wir Politikern nicht trauen

„Ich liebe Politik.“ Mit diesem Satz endet das Buch „Warum wir Politikern nicht trauen und was sie tun müss(t)en, damit sich das ändert“, das Matthias Strolz 2011 publiziert hat. Zwei Jahre später ist er als NEOS-Chef in den Nationalrat eingezogen. Die Politik war sein Lebensabschnittspartner, dem er 2018 wieder den Rücken gekehrt hat. Seine Familie […]

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Kreutner Bernhard: Gefangener 2959

Die Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 16. Mai 2021 widmete sich der Vielfalt der Opfergruppen, die von den Nationalsozialisten verfolgt, vertrieben, interniert und ermordet wurden. Dazu zählt der Priester Heinrich Maier, der kurz vor Ende des Krieges im Wiener Landesgericht hingerichtet wurde. Der Autor Bernhard Kreutner hat die Geschichte von Maiers kurzem Leben erforscht.


Denkmal opfern des faschismus

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Saenger Hans: Fluwatch

Von 16. März bis 25. Mai 2020 hat Hans Saenger ein „Seuchentagebuch“ geschrieben. Die laufenden Meldungen zum Lockdown, die wir über die Hofberichterstattung des ORF und der Tageszeitungen ungefiltert und unkritisch aber frei Haus geliefert bekamen, bleiben in den Betrachtungen von Saenger Gott sei Dank ausgespart. Der Autor lässt uns an seinen Reflexionen teilhaben, die er in einem unaufgeregten, fein geschliffenen Stil vorträgt. Seine erfrischenden Ausführungen – basierend auf klassischer Bildung – geben Hoffnung, dass die Gleichschaltung der Menschheit durch Corona niemals flächendeckend möglich ist.

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Was ist Aufklärung?

Die Jugendlichen unserer Zeit denken bei dem Wort „Aufklärung“ wohl an Sexualkunde. Geschichtlich hat die Aufklärung im 18. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebt, als in Europa Monarchen „von Gottes Gnaden“ herrschten. In Deutschland hat Kant die geistigen Grundlagen der Aufklärung mit seinem Monumentalwerk „Kritik der reinen Vernunft“ gelegt – eine Abrechnung mit der mittelalterlichen spekulativen Philosophie und die Begründung einer „Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können“.


Kant gemaelde 1

Foto gemeinfrei: Immanuel Kant, 1791 (Gemälde von Gottlieb Doebler. Zweite Ausführung für Johann Gottfried Kiesewetter, 1795)

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Voltaire: Über die Toleranz

Spätestens seit dem Scheitern der „Willkommenskultur“ ist es nicht mehr populär, wenn man über Toleranz spricht, geschweige denn, sie verteidigt. Trotzdem, oder gerade deshalb ist es angebracht einmal nachzuschlagen, was „einer der meistgelesenen und einflussreichsten Autoren der Aufklärung“ (Quelle: wikipedia) dazu zu sagen hat: Voltaire. Um die Notwendigkeit der Toleranz zu begründen folgt der Philosoph […]

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Rousseau Jean-Jacques: Vom Gesellschaftsvertrag

„Vom Gesellschaftsvertrag oder Die Grundlagen des politischen Rechts“ erschien erstmals 1762 in Amsterdam und wurde umgehend in weiten Teilen Europas verboten. Logischer Weise in Frankreich, wo ein absoluter Herrscher kein Interesse an demokratischen Ideen haben konnte, aber auch in Genf, wo Rousseau 1712 geboren ist, und wo die Themen Volkssouveränität und Verfassung seit Beginn des 18. Jahrhunderts zu intensiven politischen Auseinandersetzungen geführt haben.


Jean Jacques Rousseau Pastell

Foto gemeinfrei: Jean-Jacques Rousseau, Pastell von Maurice Quentin de La Tour, 1753

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Präsidentschaftswahl: Unser Kandidat 2022

Verein „UK2022“ unterstützt Kandidaten aus dem Volk

Am 10. Oktober 2021 haben sich elf Menschen in einem steirischen Berggasthaus zusammengefunden, um das Personenkomitee Unser Kandidat 2022 (UK2022) zu formieren. Sie vereint die Unzufriedenheit mit der österreichischen Innenpolitik, sowie mit den Politikern, die Eigeninteressen über die Interessen des Volkes stellen! Sie vereint aber auch die tiefe Überzeugung, dass unser Land eine bessere Politik und bessere Politiker verdient hat! 


Hohenwang Herbst 2021

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