Autor: Hubert Thurnhofer

HTH Gastkommentare History

Immerwährender Wahlkampfmodus

20. Mai 2026 – Dieser Kommentar wurde vor genau 6 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht.

Strache? Erledigt! Was bleibt? Ein bisher unbekannter Regisseur eines Schmierentheaters ist imstande, eine europäische Regierung zu stürzen.

Dass alle Oppositionsparteien sich auf den neuerlichen Wahlkampf freuen, ist demokratiepolitische Normalität, denn sie müssen jede Chance nutzen, sich zu verbessern. Dass die Medien so eine Wendung willkommen heißen, ist zwingend logisch, denn sie sind die Gewinner jeder Wahl, dank erhöhtem Werbeaufkommen und garantiert skandalträchtigen Schlagzeilen.

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2026.06.02 Buchpräsentation: Transformation of Habsburg

Pieter Judson & Tara Zahra über den Ersten Weltkrieg und die Habsburger Monarchie

Das Buch “The Great War and the Transformation of Habsburg Central Europe” erscheint bei Oxford University Press.

Am 2. Juni 2026, 18:30–20:00

Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8

Das Gespräch mit Pieter Judson und Tara Zahra führt Matti Bunzl.

Anmeldung erforderlich


Wien WK1 Monarchie Buch

Am 28. Juni 1914 richteten sich die Augen der Welt auf Österreich-Ungarn. Doch weder innerhalb noch außerhalb Österreichs ahnte irgendjemand die dramatischen Folgen der Ereignisse in Sarajevo. Der Schock und die Wut der Bevölkerung nach dem Attentat bedeuteten weder, dass ein Krieg wahrscheinlich oder gar unausweichlich war – noch, dass die Monarchie selbst zum Zerfall verurteilt war.

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Wien schikaniert Kleinparteien

18. Mai 2026 – Allein in Wien schütten sich die etablierten Parteien 37,6 Millionen Euro als Parteiförderung aus. Pro Jahr und inflationsgeschützt. (Siehe profil.at 5.6.2025) Den Großteil davon kassiert die SPÖ, die sich selbst gern als „Wienpartei“ tituliert. Das Geld fließt ohne jegliche Rechenschaftsbericht, einfach so; vorwiegend um sich selbst zu bejubeln, wie am 1. Mai. Damit kann man natürlich leicht riesige Wahlkampfbudgets finanzieren. Im Gegensatz zu den Kleinstparteien, die erst versuchen ins System zu kommen; diese bekommen nix für ihren Wahlkampf. Keinen Cent von der Öffentlichkeit! Dafür setzt Wien im Nachhinein noch mit Schikanen nach; so erreicht ethos.at heute dieser Brief der Partei Madeleine Petrovic, LMP, die 2025 in zwei Bezirken angetreten ist:


Wien schikaniert Kleinparteien

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Gerechtes Budget statt Aufrüstung

+ 26 Organisationen fordern gerechtes Budget statt Aufrüstung

+ Start der gemeinsamen Petition: Friedensförderung und Sicherheit statt Aufrüstung

14. Mai 2026 (Presseinformation von Attac Österreich) Mit dem neuen Doppelbudget 2027/28 will die Regierung Militärausgaben auf ein Rekordniveau anheben. Bis 2032 sollen sie sogar auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Das wären aktuellen Prognosen zufolge über 12 Milliarden Euro pro Jahr. Gleichzeitig drohen Kürzungen bei Sozialleistungen und Klimaschutz.


Petition Attac 2026

Anlässlich der Budgetverhandlungen starten daher 26 Organisationen eine gemeinsame Petition für ein gerechtes Budget. Die Forderungen an die Regierung: keine Erhöhung der Militärausgaben sowie deutlich mehr Mittel für Frieden, Soziales und Umwelt. „Mehr Waffen bedeuten nicht mehr Sicherheit. Im Gegenteil: Das globale Wettrüsten verschärft internationale Spannungen und heizt Kriege weiter an“, warnen die Organisationen – darunter Attac Österreich.

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Kriminelle inszenieren Weltliteratur

14. Mai 2026 (Christi Himmelfahrt) – Häufig kommt es vor, dass Schriftsteller Ereignisse der realen Welt mehr oder weniger verfremdet in ihren Romanen verarbeiten. In der Schweiz häufen sich Kriminalfälle, die scheinbar nach Vorlagen der Weltliteratur inszeniert wurden.

Am 13.5.26 berichtet NZZ.ch:

Ein Pöstler wirft Briefe einfach in den Wald, statt sie zuzustellen

„Der 20-Jährige wurde wegen mehrfacher Verletzung des Post- oder Fernmeldegeheimnisses bestraft“.


 Buchnonsense

SIEHE AUCH: 01/15 Bücher

Schon 1974 publizierte der österreichische Autor Alois Brandstetter seinen satirischen Roman „Zu Lasten der Briefträger“ mit folgenden signifikanten Zitaten:

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AIT-Bilanz 2025

13. Mai 206  (Presseinformation AIT) Das AIT Austrian Institute of Technology hat das Geschäftsjahr 2025 positiv abgeschlossen. Betriebsleistung, externe Erlöse, Auftragseingang und Auftragsstand entwickelten sich deutlich positiv. Damit zeigt die Bilanz: Das AIT ist auch in einem anspruchsvollen Umfeld stabil, leistungsfähig und als Partner für Industrie und öffentliche Hand stark nachgefragt.


AIT Bilanz 2025

Foto: v.l.n.r.: Peter Schwab, Vorsitzender des AIT-Aufsichtrats; Brigitte Bach, AIT Managing Director & Spokesperson of the AIT-Management; Alexander Svejkovsky, AIT Managing Director; Andreas Kugi, AIT Scientific Director

Bilanz-Kennzahlen 2025 auf einen Blick

Betriebsleistung: 230,16 Mio. Euro | +5,6 %

Erlöse aus Forschungsaufträgen (externe Erlöse): 141,1 Mio. Euro | +8,0 %

Jahresergebnis: 3,4 Mio. Euro | positiv

Auftragseingang: 105,8 Mio. Euro | +18 %

Auftragsstand: 314,6 Mio. Euro | +14 %

Angewandte Forschung als Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung

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Österreich als Drehscheibe für Geldtransporter

Der Geldtransporter des Monats März wurde in Ungarn gestoppt. „Die ungarischen Behörden setzten vorübergehend sieben Ukrainer fest und beschlagnahmten einen Geldtransport aus Österreich mit Bargeld und Gold im Wert von rund 82 Millionen Dollar.“  (Salzburger Nachrichten, 6.3.26) Was Österreich damit zu tun hat, wollte oder konnte der Finanzminister bislang nicht aufklären. + + „Eine weitere Eskalation im Konflikt zwischen der ungarischen Regierung und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj“, so fob.at (6.3.26) 


Finanzpolizei Finanzminister

Update 12. Mai 2026 – Nun sickert durch, dass dieser Transport kein Einzelfall war. Die Transporte laufen schon seit Jahren, wie FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker berichtet.

+ 20 Milliarden Bargeld und Gold nach Kiew – warum schaut Österreich systematisch weg?

+ Anfragebeantwortung von SPÖ-Minister Marterbauer zeigt Kontrollversagen

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Kohout Pavel: Ende der Großen Ferien

Dieser Roman entstand mit Unterbrechungen von 1984 bis 1990 und ist 1990 im Verlag Knaus, München, erschienen.

VORBEMERKUNG: Als Gymnasiast las ich zahlreiche Bücher osteuropäischer Dissidenten, darunter auch Pavel Kohout. 1977 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (Milan Kundera erhielt diesen zehn Jahre später). In meinem letzten Schuljahr (1980/81) hielt ich ein Referat über „Die Henkerin“, Kohouts satirische Kritik an totalitären Regimen. Danach kam ich auf die Idee, den Autor, der damals als Emigrant in Wien lebte, zu einer Lesung an „mein“ Gymnasium einzuladen. Direktor und Deutschlehrer gaben grünes Licht. So durfte ich in der Portierloge der Schule mit dem Unterrichtsministerium telefonieren, wo ich Kontaktdaten und eine Zusage für die Finanzierung der Lesung bekam. Am 26. März 1981, nach der Lesung, widmete mir Kohout sein Buch „Aus dem Tagebuch eines Konterrevolutionärs“. Niemand konnte damals ahnen, dass ich selbst einst zum Revolutionär werden sollte in einem Land, das sich harmlos „Österreich“ nennt, sich aber spätestens 2020 als DDR 4.0 entlarvte. Aber das ist eine andere Geschichte.


Pavel Kohout Cover 

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2026.05.28 Njola im Theseus Tempel

Das Weltmuseum lädt ein zur Eröffnung der Ausstellung

Njola Impressions – Kiteezi

Do, 28. Mai 2026, 19 Uhr

Theseustempel im Volksgarten, Wien


Theseus Tempel MüllArt 2026

Foto: Kiteezi Collection © Giulio Molfese

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Petition: E-Dienstwagen

Vertrauen schützen statt bestrafen: Kein Sachbezug für bestehende E-Dienstwagen!

Petition von Albert Schmidbauer auf openpetitioin.eu

Die österreichische Bundesregierung plant, die bisherige Sachbezugsbefreiung für Elektrofahrzeuge abzuschaffen und künftig einen geldwerten Vorteil zu besteuern. Diese Maßnahme betrifft insbesondere Unternehmen und Arbeitnehmer, die in den vergangenen Jahren bewusst auf Elektromobilität umgestellt haben – im Vertrauen auf eine klare und stabile steuerliche Regelung. Die Sachbezugsbefreiung für emissionsfreie Fahrzeuge war rechtlich eindeutig und ohne zeitliche Befristung in der Sachbezugswerteverordnung verankert. Sie wurde weder als temporäre Maßnahme noch als auslaufende Förderung kommuniziert.


 Petition E Dienstwagen

Auf dieser Grundlage wurden langfristige Entscheidungen getroffen:

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