Moscheen in Wien

Integrationsfonds Moscheen Wien

28. Februar 2023 - Die Autoren Heiko Heinisch, Imet Mehmedi und Zoltan Peter haben soeben den Forschungsbericht "Moscheen in Wien" publiziert und die Frage gestellt: "Was hat sich seit der Veröffentlichung der Studie 'Die Rolle der Moschee im Integrationsprozess' im Herbst 2017 verändert?" Die 113 Seiten umfassende Studie ist als PDF auf der Seite des integrationsfonds.at abrufbar. ethos.at publiziert die Zusammenfassung des Berichtes:

ZUSAMMENFASSUNG

Die Studie "Die Rolle der Moschee im Integrationsprozess" aus dem Jahr 2017 (Heinisch/Mehmedi et al.) wurde von der Frage geleitet, ob Moscheevereine bzw. die durch sie vermittelten Inhalte von Freitagspredigten die Integration ihrer Mitglieder in die Gesellschaft fördern oder ihr im Weg stehen. Die vorliegende Studie versteht sich als Follow-up. Sie folgte derselben Fragestellung und versuchte, dieselben Moscheen neuerlich einzubeziehen, um etwaige Veränderungen erfassen zu können. Dieses Vorhaben war bei 12 der 16 Moscheen aus dem Jahr 2017 erfolgreich. Zwei Moscheen der Vorgängerstudie hatten sich als zu klein für eine Beobachtung erwiesen, eine existierte nicht mehr und eine war aufgrund der Corona-Maßnahmen dauerhaft geschlossen.

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UNESCO in der Bürokratiekrise

sRADJ unantastbar 800

Orientierung in der heutigen Welt – die UNESCO in der Bürokratiekrise

von Dr. Nadim Sradj, Repräsentant der Union Arabischer Medizinern Europa (ARABMED), bei der UNO in New York

Regensburg, Februar 2023 - Etablierte Institutionen haben viele Vorteile, nämlich langwierige Erfahrungen und Erlebnisse, aber auch Nachteile, wie die Versteifung und Alterung der ausführenden Organe, die sich im Laufe der Zeit zur Gerontokratie (Herrschaft der Alten) entwickeln. Wir beobachten zurzeit eine Kluft zwischen dem Bewusstseinswandel der Menschen und einem Bewusstseinsstillstand der Institutionen, vergleichbar mit der geistigen Situation der Kurie in der katholischen Kirche, die Papst Franciscus als "spirituelle Alzheimer" bezeichnet hat.

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Peter Rosegger: der Dichter der Naturschönheit und des Mitgefühls

Peter Rosegger 800

Von Manfred Stangl

Wie gern verachtet man noch immer Peter Rosegger (1843-1918). Wie hurtig wird ihm das Mäntelchen des Naturpoeten ohne Tiefgang umgeworfen, oder er gar zum verdächtigen Blut und Boden- jedenfalls Heimatdichter herabgewürdigt. Und das ohne dem Begriff Heimat nur ansatzweise neutral gegenübertreten zu wollen. Meist kennen die Rosegger-Verhöhner kein einziges seiner Bücher. Vom Überblick seiner Werke ganz zu schweigen. Was dann nämlich an Weltfreundschaft, an Natur- und Tierliebe und an Menschenglaube zum Vorschein käme würde all die heutigen Propheten des Negativen (die Modernedichter) durch Charme und Wohlklang foltern. Den potenziellen Rosegger-Lesern aber erschlösse sich eine stimmungsvolle Welt, in der Sinn und Schönheit zugegen sind. Und alles trotz der unmittelbaren Nähe zu gesellschaftskritischen Aussagen über menschliche Not und karger bäuerlicher Realität. Dem verkitschten Rosegger Bild – dessen Rahmen wohl die Nazis vorgeätzt hatten – würde schnell eine Not-Aufnahme in die Ahnengalerie des Weltschriftstellertums folgen. Und Leser und Autorenschaft könnten sich an diesen Romanen erfreuen und sich an ihnen seelisch bereichern.

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