20 Jahre Weltethos Österreich

Ein Blick zurück auf die Feier im Wiener Rathaus

8. Juli 2026 (Mitteilung weltethos.at) – Das erste „Wort“ in der Volkshalle des Wiener Rathauses hatte Wolfgang Amadeus Mozart. Seine Musik hat Hans Küng, den Initiator der Weltethos-Vision, ein Leben lang begeistert. Doris Dorer, Ildiko Tarmann und Yolanda Bendahan de Wolf umrahmten mit den Sätzen des Streichtrios in D-Dur das ganze Programm. 

Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer füllten den ehrwürdigen Raum, den uns der Wiener Bürgermeister dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. Am Beginn standen die Grußworte des Vertreters des Bürgermeisters, Gemeinderat Nikola Poljak, sowie der Geschäftsführerin der Stiftung Weltethos Deutschland, Lena Zoller, und des Präsidenten der Stiftung Weltethos Schweiz, Odilo Noti.  

Nach einer kurzen Einführung in die Weltethos-Idee durch Vorstandsmitglied Paul Tarmann sprach als Festvortragender Nils Goldschmidt, der Direktor des Weltethos-Institutes an der Universität Tübingen, zum Thema „Was hält die Gesellschaft zusammen? Die Weltethos-Idee in Zeiten des Umbruchs“. Gesellschaften, so Goldschmidt, mit sozialem Zusammenhalt auf der Basis gemeinsamer Werte wie denen der Weisungen des Weltethos seien stabiler und auch wirtschaftlich erfolgreicher. Dies sieht er durch Studien – wie zuletzt die des Roman-Herzog-Institutes – belegt. 

Nach diesem zuversichtlichen Ausblick war es an der Zeit, auf den Ursprung der Initiative Weltethos Österreich (IWEO) 2005 zurückzuschauen und Edith Riether, mittlerweile Ehrenpräsidentin der IWEO, als DIE treibende Kraft dieser 20 Jahre zu würdigen. Das fiel mir, als dem aktuellen Präsidenten, umso leichter, als ich einerseits die bisherige Arbeit Edith Riethers von den Anfängen her als Mitglied mitverfolgen konnte und andererseits im Zug der Übernahme der Präsidentschaft noch viel mehr Einblick in die bisherige Geschichte der IWEO gewonnen habe. Die Weltethos-Idee in Österreich auf den Boden zu bringen, dazu haben viel Mut, Phantasie und Zähigkeit gehört,  – und vor allem viel Kontaktarbeit im Pädagogik- und Bildungsbereich, vom Behelf für Kindergartenpädagoginnen über Aktionen an Schulen mit Wettbewerben, der Weltethos-Ausstellung bis hin zur Mitwirkung an Ringvorlesungen an Universitäten und der Herausgabe der zugehörigen Berichtsbände. 

Berührend und mit vielen interessanten Details aus der bisherigen Geschichte der IWEO blickte dann Edith Riether selbst zurück, und die Festversammlung konnte sich von der ungebrochenen geistigen Energie dieser Pionierin der Verbreitung der Weltethos-Idee in Österreich überzeugen. 

Die Video-Einspielungen von Iris Haschek haben vieles davon wieder lebendig werden lassen. 

Ein Abschluss im Geist des Weltethos gelang dann mit den Friedensgedanken, die von den Mitgliedern des Vorstandes der IWEO aus der je eigenen religiösen und philosophischen Tradition vorgetragen wurden: aus dem Judentum, dem Islam, dem Christentum, dem Atheismus, dem Buddhismus, dem Hinduismus und dem Bahaitum.

Beim anschließenden Cocktail-Empfang, zu dem die Stadt Wien und ein Sponsor eingeladen hatte, konnten die Gedanken der Feier in persönlichen Gesprächen weitergeführt und die in der Volkshalle präsentierte Weltethos-Wanderausstellung studiert werden. (Helmut Schüller)

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