17. Juli 2026 – Ende 2025 wurden österreichweit (vermutlich EU-weit) VW-Händler mit Neuwagen überflutet und haben seither zwei bis dreimal mehr auf Lager als davor. Teilweise wurden sogar Lagerflächen dazu gebaut oder gemietet. ethos.at-CR HTH hat dazu nicht recherchiert, sondern spekuliert und auf dieser Grundlage folgende Verschwörungsstory erfunden. (Es ist definitiv keine Verschwörungstheorie, denn eine Theorie ist falsifizierbar, während eine Story der Unterhaltung, der Ablenkung oder der Täuschung dient.) Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit sind rein zufällig.

VORSICHT SATIRE!
Der erste Verdacht, der aufkommt: der VW-Konzern musste 2025 dringend eine Lösung finden, um den Absatz anzukurbeln. Die Medien haben im Vorjahr mehrfach über die Absatzflaute bei VW berichtet. Die nun vorliegenden Zahlen zeigen einen Rückgang von 9,03 Mio. Fahrzeugen 2024 auf 8,98 Mio. Fahrzeuge 2025; das sind lediglich 0,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Damit sind die Medienberichte nicht widerlegt, sondern die Tatsache bestätigt, dass der VW-Konzern massiv Druck gemacht hat auf seine Händler, deutlich mehr Fahrzeuge als üblich abzunehmen.
DER DEAL
Aber: die VW-Händler haben weder finanziell noch räumlich beliebig viel Spielraum. So darf der Konzern die Kämpfer an der Front nicht überfordern oder gar verärgern. Die Chinesen haben nicht nur die Lust an VW verloren (daher der Absatzeinbruch), sie haben im Gegenzug dazu auch Freude daran gewonnen, ihre eigenen technisch überlegenen PKW in den Heimmarkt von VW & Co zu exportieren. Ein Wechsel der VW-Händler zu BYD muss jedenfalls verhindert werden. Und das geht nicht mit Peitsche, sondern nur mit Zuckerbrot.
Und so kam es, dass der VW-Konzern seinen Händlern ein streng geheimes Angebot unterbreitet hat: Bestelle statt bislang 100 für kommendes Jahr 200 PKW und lasse diese noch vor Jahresende liefern. Für die Finanzierung der Wagen und der zusätzlichen Investitionen in Lager und Wartung bekommst du einen Kredit der VW-Bank zu einem Zinssatz von 0,01 Prozent. Ratenzahlungen (statt Zinszahlungen!) in Höhe des Einkaufspreises abzüglich der anteiligen Investitionskosten werden immer dann fällig, nachdem du einen Wagen verkauft hast.
Da Banken Geld bekanntlich aus dem Nichts schöpfen (Fiatgeld – wer es noch nicht kennt, die Erklärung und Beweisführung findet man bei Franz Hörmann, „Das Ende des Geldes“), macht es für die VW-Bank keinen Unterschied, ob sie Millionen oder Milliarden schöpft. Zumal es um einen guten Zweck geht. Dass in der VW-Bank ein paar Aufsichtsräte der VW AG sitzen, dürfte dem Deal nicht geschadet haben.
Somit hat Deutschland entgegen aller Schwarzmaler 2025 doch noch ein Wirtschaftswunder erlebt – allerdings nicht sichtbar für die Massenmedien, deren Berichte in den PR-Abteilungen der Konzerne geschrieben werden. Und da war der geheime Deal natürlich kein Thema.
Das Wirtschaftswunder von innen betrachtet: Die VW AG überwindet die Absatzflaute und findet überraschend vier bis fünf Milliarden Euro auf ihren Konten, womit die Bonus-Zahlungen der Mitarbeiter und Vorstände nach einer Zitterpartie wieder gesichert sind.
Die VW-Händler können risikolos ihr Geschäft erweitern; ohne Mehrkosten bei einem Kredit von 0,01 Prozent Zinsen (1000 Euro bei einem 10-Millionen-Kredit). Wer würde sich diese einmalige Chance entgehen lassen?
Die VW-Bank kann das Geschäftsjahr mit einer Erfolgsmeldung abschließen: „Zum 31.12.2025 beträgt die Bilanzsumme der Volkswagen Bank GmbH 156,54 Mrd. € – ein deutlicher Zuwachs gegenüber 140,01 Mrd. € im Vorjahr“.
Mit diesem geheimen Deal konnte am Ende auch sichergestellt werden, dass die Preise nicht durch Rabattitis in den Keller rasseln. Doch dem nicht genug.
DER MEHRWERT (Die vierte Dimension)
Wer die Welt nur schwarz sieht, könnte unterstellen, es handle sich um Mitarbeiter-, Kunden- und Aktionärstäuschung. Bei ethos.at finden sich keine Schwarzseher! Auch die rosarote Brille ist in der Redaktion nicht in Gebrauch. Metaphysik ist unser Geschäft; so sind wir imstande, die bislang dreidimensionale Story in die vierte Dimension heben. Wer schon immer nach anderen Perspektiven gesucht hat, findet hier die Enthüllung: die vierte Dimension ist nicht außerhalb des Raumes, sondern: die EU. In dem Fall die EU-Verordnung 2019/2144: Neue Fahrassistenzsysteme.
Demnach gilt ab 7. Juli 2026: 1. Erweitertes Notbremsassistenzsystem, das Fußgänger und Radfahrer zuverlässig erkennt, damit bei drohender Kollision das Fahrzeug selbstständig bremst. 2. Ein Kamerasystem, das Augenbewegungen und Fahrverhalten überwacht. (Advanced Driver Distraction Warning ADDW). 3. Notfall-Spurhalteassistent (Emergency Lane Keeping System ELKS). 4. Vergrößerte Kopfaufschlagschutzfläche, d.h. die Fahrzeugfront muss so konstruiert sein, dass ein größerer Bereich beim Aufprall vorhanden ist, um den Fußgängerschutz zu verbessern.
Diese Entwicklung hat der Vorstand der VW-AG frühzeitig kommen sehen. Es sollte für einen Vorstand selbstverständlich sein, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und rechtzeitig die Weichen neu zu stellen. Tatsache jedoch ist, dass sich Vorstände heutzutage nur noch auf die Quartalsergebnisse der Bilanz konzentrieren; dem entsprechend kurzsichtig ist ihr Blick auf die Aktienkurse und die davon abhängigen eigenen Bonuszahlungen gerichtet. Nicht nur bei VW.
So ist das wahre Wunder, dass die VW-Händler alle Neuwagen Anfang 2026 mit Kurzanmeldungen und 200 Kilometern am Tacho zu Gebrauchtwagen herabgestuft haben. Im Vergleich zur Umwertung der Werte durch Kanzler Merz, der Milliardenschulden zum Sondervermögen verwandelte, natürlich ein kleiner Zaubertrick, aber ein wirksamer!
Wer immer die Botschaft der EU-Verordnung 2019/2144 rechtzeitig vernommen und daraus auch noch die richtigen Schlüsse gezogen hat, wer immer diese in die Nähe einer Führungskraft mit Entscheidungsbefugnis gebracht hat, müsste vom VW-Aufsichtsrat einen Orden mit Extrabonus bekommen. (Anhänger von Verschwörungstheorien werden enttäuscht sein, wenn sie erfahren, dass es nicht Klaus Schwab war.)
Die Regelung der EU gilt naturgemäß nur für Neuwagen. Eine Regelung, die mit Sicherheit bei vielen Autofahrern auf Widerstand stoßen wird. Ein Widerstand, mit dem die anderen Konzerne offenbar nicht rechnen und nicht gerechnet haben. Wenn das böse Erwachen der Konkurrenz kommt, dann werden die VW-Händler in die Hände klatschen; indessen wird der VW-Konzern seine Werbekampagne starten mit dem Slogan: VW: so gut wie neu!
KONVERSION (Die fünfte Dimension)
Die fünfte Dimension, also die Wahrheit hinter der Wahrheit, die sich bei genauerer Betrachtung als Täuschung erweisen könnte, ist die Rüstung für den 3. Weltkrieg, bei dem es angeblich um die Verteidigung unserer Werte, unserer Demokratie geht. Irgendwer muss ja das „Sondervermögen“ verbraten. Da kommt ein halbstaatlicher Konzern wie VW wie gerufen. Wer bereits bewiesen hat, dass er Mobile bauen kann, ist geradezu prädestiniert, auf gepanzerte Mobile umzurüsten. Und das braucht natürlich Platz in der Produktion und Platz auf den Lagern des Konzerns. Bernd Kaiser erklärt plausibel den VW-Räumungsverkauf als Teil der großen Konversion.
ENDE der spekulativen SATIRE.
SIEHE AUCH: Wenn die Lüge zum System wird – 29.10.2015 – Was Martin Winterkorn angeblich nicht wusste aber wissen musste. Was Ferdinand Piech getan haben könnte. Und was VW von der Krise lernen sollte.