5 Mio zur Erforschung der Stadtmöbel

AIT koordiniert europäisches Forschungsprojekt zur Entwicklung innovativer Stadtmöblierung

14. Oktober 2026 (Presseinfo der AIT) – Das Kick-off-Meeting findet vom 14. bis 16. Oktober 2026 im DOCK am Wiener Donaukanal statt. An der Auftaktveranstaltung nehmen neben den internationalen Projektpartner:innen auch Vertreter:innen des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) teil.

[VORBEMERKUNG HTH: Vermutlich gibt es in rund 50 Ländern Europas rund 50×50 in Summe also 2500 Stadtmöbeldesigner und -hersteller. Für einen Querdenker mit Vorstellungskraft ist es unvorstellbar, dass sich folgendes ereignet hat: allen europäischen Designern und Herstellern von Stadtmöbeln sind die innovativen Ideen ausgegangen. Deshalb gründen sie den Europäischen Stadtmöbelinnovationsverband EuSMIV.

Der EuSMIV beauftragt umgehend drei EU-Abgeordnete, die nebenberuflich als Lobbyisten tätig sind, mit dem Ziel, die EU möge einen Grant ausschreiben, um innovative Lösungen für die Gestaltung öffentlicher Räume zu entwickeln und zu erproben. Im Mittelpunkt sollen Stadtmöbel stehen, die ökologische Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Sicherheit und gestalterische Qualität mit den Bedürfnissen lokaler Gemeinschaften verbinden. Vorstellbar ist vielmehr … ]

Zurück zur offiziellen Pressemitteilung der AIT (14. Oktober 2026) Über das Projekt CANVAS

Das Forschungsprojekt CANVAS – Street Furniture as a Canvas: Beauty, Inclusion and Sustainability in Public Space wird im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon Europe gefördert (Grant Agreement Nr. 101308703) und vom AIT Austrian Institute of Technology koordiniert. Das Konsortium umfasst 18 Partnerorganisationen aus elf Ländern. Das Projekt startete im September 2026 und läuft über vier Jahre. Das Gesamtbudget beträgt rund 5,11 Millionen Euro.

Wie können öffentliche Räume in Europa nachhaltiger, inklusiver und attraktiver gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das neue EU-Forschungsprojekt CANVAS, das vom AIT Austrian Institute of Technology koordiniert wird. Ziel des im September 2026 gestarteten Horizon-Europe-Projekts ist es, innovative Lösungen für die Gestaltung öffentlicher Räume zu entwickeln und zu erproben. Im Mittelpunkt stehen Stadtmöbel, die ökologische Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Sicherheit und gestalterische Qualität mit den Bedürfnissen lokaler Gemeinschaften verbinden.

Mit der Koordination von CANVAS leistet das AIT einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung öffentlicher Infrastruktur in Europa und verbindet dabei innovative Forschungsansätze mit konkreten Lösungen für klimaresiliente, inklusive und lebenswerte öffentliche Räume.

Stadtmöblierung als Beitrag zu nachhaltigen und lebenswerten Städten

Viele europäische Städte und Gemeinden stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Veraltete Infrastruktur, unzureichende öffentliche Aufenthaltsmöglichkeiten und mangelnde Sicherheit beeinträchtigen die Qualität öffentlicher Räume. Sitzgelegenheiten, Beleuchtung und andere Elemente der Stadtmöblierung werden in der öffentlichen Beschaffung häufig vor allem als funktionale Produkte betrachtet. Aspekte wie Klimaanpassung, lokale Bedürfnisse oder kulturelle Identität finden dabei oftmals zu wenig Berücksichtigung.

Hier setzt CANVAS an. Das Projekt verfolgt das Ziel, Stadtmöblierung als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen und inklusiven Stadtentwicklung neu zu denken. Auf Grundlage der Prinzipien des Neuen Europäischen Bauhauses sollen innovative Gestaltungsansätze entwickelt werden, die ökologische, soziale und kulturelle Anforderungen miteinander verbinden.

„Gestaltungsprozesse und öffentliche Beschaffung sollten das Potenzial von Stadtmöblierung als Motor für Nachhaltigkeit, lokale Wertschöpfung, Inklusion und kulturelle Identität stärker nutzen. Mit CANVAS wollen wir die Transformation öffentlicher Räume in Europa vorantreiben und gemeinsam einen neuen europäischen Qualitätsstandard für Stadtmöblierung entwickeln, der gestalterische Exzellenz, gesellschaftliche Beteiligung und ökologische Leistungsfähigkeit miteinander verbindet“, erklärt Gudrun Haindlmaier, Projektkoordinatorin am AIT Center for Innovation Systems and Policy.

Acht europäische Pilotstandorte erproben innovative Lösungen

An acht Pilotstandorten in unterschiedlichen europäischen Regionen werden neue Ansätze für nachhaltige, inklusive und klimaresiliente Stadtmöblierung entwickelt und unter realen Bedingungen erprobt. Die Standorte befinden sich in Ajdovščina (Slowenien), İzmir (Türkei), Longford County (Irland), Reșița (Rumänien), Reykjavík (Island), Oberösterreich sowie Wolin und Wrocław (Polen).

Geplant sind insgesamt 21 konkrete Lösungen und sieben innovative, widerstandsfähige und wartungsarme Designmodelle. Dazu zählen unter anderem modulare und flexibel nutzbare Stadtmöbel, der Einsatz kreislauffähiger Materialien sowie naturbasierte Elemente zur Beschattung und Begrünung. Die Lösungen sollen ganzjährig Komfort, Sicherheit und Barrierefreiheit verbessern und gleichzeitig lokale kulturelle Besonderheiten berücksichtigen.

Ein wesentlicher Bestandteil ist die aktive Einbindung der Bevölkerung. Gemeinsam mit Gemeinden, lokalen Organisationen, Kreativwirtschaft und Unternehmen werden standortspezifische Herausforderungen identifiziert und innovative Lösungen entwickelt. Künstlerische Gestaltung, Designwettbewerbe und digitale Werkzeuge unterstützen diese partizipativen Prozesse.

Neue Standards für Gestaltung und öffentliche Beschaffung

Über die Umsetzung an den Pilotstandorten hinaus entwickelt CANVAS praxisorientierte Leitlinien und Instrumente für Gemeinden und regionale Akteure. Diese sollen sämtliche Phasen der öffentlichen Beschaffung unterstützen – von der gemeinsamen Entwicklung von Gestaltungskonzepten über die Auswahl nachhaltiger Materialien bis zur Berücksichtigung von Klimaanpassung und langfristiger Instandhaltung.

Ein begleitendes Monitoring untersucht die Wirkungen der umgesetzten Maßnahmen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Empfehlungen für die Stadtentwicklung und öffentliche Beschaffung sowie in Strategien zur Übertragung erfolgreicher Lösungen auf weitere europäische Regionen ein.

Mit „CANVAS on Tour“ ist zudem eine Initiative vorgesehen, die Erkenntnisse aus den Pilotstandorten aufgreift und im Rahmen einer Intervention im öffentlichen Raum in Oberösterreich praktisch umsetzt. Langfristig soll CANVAS dazu beitragen, einen neuen europäischen Qualitätsmaßstab für Stadtmöblierung zu etablieren und öffentliche Räume als Orte der Begegnung, der gesellschaftlichen Teilhabe und der Klimaanpassung zu stärken.

[NACHBEMERKUNG HTH: Vermutlich gibt es in rund 50 Ländern Europas rund 50×50 in Summe also 2500 Stadtmöbeldesigner und -hersteller. Für einen Querdenker mit Vorstellungskraft ist es vorstellbar, dass europäische Designer und Hersteller von Stadtmöbeln, die eine solide Ausbildung mitbringen und laufend aus der Praxis lernen, nicht darauf warten, bis EU-Forscher „innovative Ideen“ entwickeln. Dass die EU – und in ihrem Gefolge nationale Projektpartner – Millionen und Abermillionen Euro für lauwarme „Forschung“ rausschmeißen, sind wir schon gewohnt. Ungewöhnlich ist, dass das einst führende österreichische Hightech-Institut AIT immer öfter derartige Sozialprojekte anführt.]

Der Verein Moral 4.0 / ethos.at will nicht nur kritisieren, sondern auch konstruktiv an der Verbesserung unseres Landes mitarbeiten. Wir bieten an – für ein bescheidenes Projektbudget von 50.000 Euro für Planung und Umsetzung – baufällige Straßenmöbel (siehe Foto) mit innovativen Ideen zu sanieren!

Foto: 2 Busstationen „Schlamp und im selben Zustand ist die Haltestelle „Sprengzaun“.