150 Jahre Verwaltungsgericht

Der Verwaltungsgerichtshof feiert im Jahr 2026 sein 150-jähriges Bestehen

Seit seiner Gründung im Jahr 1876 steht der Österreichische Verwaltungsgerichtshof für die unabhängige Kontrolle der staatlichen Verwaltung. Durch seine prägende Judikatur wurden und werden bis heute die Rechte der Bürgerinnen und Bürger gestärkt. Sein 150-jähriges Bestehen markiert nicht nur ein historisches Ereignis, sondern würdigt auch die kontinuierliche Weiterentwicklung eines modernen Rechtsstaats.

Seit Beginn seiner Tätigkeit am 2. Juli 1876 hat der VwGH in seiner Judikatur rechtsstaatliche Prinzipien entwickelt, die sich letztlich auch in den diversen Verfahrensgesetzen wiedergefunden haben. Dadurch hat er maßgeblich zur Rechtssicherheit, Transparenz und Fairness im Verwaltungshandeln österreichischer Behörden beigetragen.

Der VwGH nimmt sein Jubiläum im Jahr 2026 zum Anlass, einerseits einen Blick zurückzuwerfen: durch die wöchentliche Veröffentlichung von Kurztexten auf der Webseite des VwGH, die historische Entscheidungen, die die Vielfalt der VwGH-Rechtsprechung, die oftmals einer Kuriosität des jeweils zugrundeliegenden Falls geschuldet ist, zeigen sollen. Dabei lassen sich eindrucksvoll gesellschaftliche Entwicklungen im Lauf der Jahre nachvollziehen. Darüber hinaus werden Sie auch Biografien herausragender Persönlichkeiten, die mit dem VwGH verbunden sind, und Texte zur Geschichte des Gerichtshofes finden.

Seit 1936 befindet sich der Verwaltungsgerichtshof im Palais der früheren Böhmischen Hofkanzlei am Judenplatz 11 in 1010 Wien. Bis 2012 teilte sich der Verwaltungsgerichtshof diese Räumlichkeiten mit dem Verfassungsgerichtshof und verfügte daneben über einen Standort in der Jordangasse. Nach längeren Renovierungsarbeiten beschränkt sich der Amtssitz des Verwaltungsgerichtshofes seit 2013 auf das Palais am Judenplatz 11.