24. September 2025 – Was versteht die FPÖ unter Systemwandel? War der September der Anfang vom Ende des FPÖ-Aufstiegs? Wer ist der Mastermind der Freundschaftsachse zwischen Likud und FPÖ?
Rückblende 12. September 2026. Klubklausur der FPÖ in Innsbruck. Gleichzeitig großer Gedenktag für Jörg Haider, der vor genau 40 Jahren an genau diesem Ort den damaligen liberalen Intellektuellen Norbert Steger als Parteiobmann gestürzt hat. Auf X.com feiert Kickl den „Aufbruch zur Spitze – heute in Innsbruck“.

In der einstündigen Rede des derzeit unumstrittenen Parteiführers war viel vom Systemwechsel die Rede. Außer der üblichen Schlageworte wie Neutralität, Sicherheit, Kinderbetreuung, Remigration und Kampf gegen den Islam ist dazu aber nichts zu hören gewesen. Und kein Wort fiel hier, vor rund 1.000 Mitgliedern, über die Notwendigkeit, den Antisemitismus zu bekämpfen.
Darüber sprach Kickl aber umso ausführlicher vier Tage später in Straßburg, in einer erlesenen Runde: „Auf Initiative des FPÖ-EU-Abgeordneten Harald Vilimsky fand am 16. September 2026 eine hochrangig und international besetzte Konferenz über die Gefahren für Europas Freiheit durch Islamismus und Antisemitismus statt. FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl hielt dabei die Hauptrede im Zeichen der Versöhnung.“ Viele Kommentatoren meinen „im Zeichen der Unterwerfung“.
Diese Entwicklung ist reich an Widersprüchlichkeiten. „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“, dürfte Kickl in diesen Wochen wohl des Öfteren stöhnen. Es lohnt sich, diese Entwicklung ausführlicher und tiefer zu ergründen.
+ „Jörg Haider – Ehre, wem Ehre gebührt!“ (Die Innsbrucker Rede von Herbert Kickl)
+ „Islamismus und Antisemitismus: Gefahren für Europas Freiheit“ (Die Komplettaufzeichnung aus Straßburg)