Corona-Hilfen vergrößern Kluft zwischen Reich und Arm
21. April 2022 – Über „Härte beim Härtefallfonds“ berichtet der Kurier: „Tausende Selbstständige werden derzeit im Auftrag ihrer eigenen Interessensvertretung ‚gefilzt‘. Der Grund: Die Wirtschaftskammer (WKO) beauftragte die Wirtschaftsprüfer von EY (Ernst & Young) mit der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrolle der Auszahlungen aus dem von ihr abgewickelten Härtefallfonds. Dieser von Steuergeld gespeiste Corona-Soforthilfe-Fonds unterstützte Ein-Personen- und Kleinstunternehmen, die wegen der Corona-Krise in finanzielle Not geraten waren. Maximal 2.000 Euro konnte ein Betrieb pro Betrachtungszeitraum recht unbürokratisch beantragen.“ Wie die Zeitung am Beispiel eines Unternehmers dokumentiert, muss dieser zwei Tage arbeiten, um akribisch 110 Punkte abzuarbeiten. Bleibt eine Frage offen, droht die Rückforderung der gesamten Summe. „Wie viel EY für den Auftrag erhält, vermag die Kammer noch nicht zu beziffern“, schließt der Bericht.
Angesichts der Kleinbeträge, die jetzt mit höchstem bürokratischem Aufwand allenfalls zurück gefordert werden, kann man davon ausgehen, dass die Bürokratie-Kosten höher sind, als die Rückzahlungen. Jedenfalls werden diese Kleinbeträge das Loch, das die Corona-Finanzpolitik in das Staatsbudget gerissen hat, sicher nicht stopfen. Die Corona-Herrschaft zeigt wieder mal ihr wahres Gesicht: große Versprechungen, die am Ende zu völlig sinnloser Bürokratie führt, die mehr kostet, als die Hilfe, die ausgeschüttet wurde. Und bei all dem Interessensvertretungen – in dem Fall die Wirtschaftskammer – die die Interessen ihrer Mitglieder schon lange nicht mehr vertreten.






