18. August 2026 – KI Gemini über das Buch von Gernot Blümel, das diese Woche erscheint: Kerninhalte und Thesen des Buches: Blümel argumentiert, dass die größte Herausforderung durch Künstliche Intelligenz (KI) nicht in einer existenziellen Bedrohung (wie der Auslöschung der Menschheit) liegt. Die wahre Herausforderung ist eine tiefe Kränkung unseres Selbstverständnisses, weil die KI dem Menschen die exklusive Domäne der Vernunft streitig macht.

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Das Dilemma der Sinnstiftung: Da der Mensch nicht mehr das einzige vernunftbegabte Wesen ist, geraten die Fundamente von Demokratie und Menschenrechten ins Wanken. Blümel sieht zwei Wege, wie sich die Menschheit aus diesem Dilemma befreien kann: Die traditionelle Rückbesinnung: Der Mensch definiert sich wieder als Ebenbild Gottes (was der gläubige Christ Blümel zwar präferiert, in einer säkularen Welt aber für unwahrscheinlich hält). Die Selbstsetzung: Der Mensch setzt sich in einer säkularisierten Welt einfach selbst absolut – schlicht, weil er es will und kann. Dies sei der namensgebende, wahrscheinlichere, aber auch instabilere Weg.
Radikaler Humanismus: Das Buch führt durch historische Fortschrittsdebatten sowie philosophische Gedankenexperimente und mündet in einem Plädoyer für einen neuen, radikalen Humanismus.
Zukunft der Arbeitswelt: Blümel vergleicht die KI-Revolution mit der industriellen Revolution. Während damals die körperliche Arbeit abgelöst wurde, übernimmt die KI nun repetitive geistige Tätigkeiten. Er prognostiziert, dass Menschen in Zukunft für völlig neue Tätigkeiten bezahlt werden, die heute noch unvorstellbar sind.
Kommentar ethos.at: Der „Kleinen Zeitung, 17.8.26“ verrät der „studierte Philosoph, heute Manager von MARE, einem Forschungspark von KI und digitaler Medizin bei Venedig“, wir müssen „im Zeitalter der KI neu überlegen, wie wir uns als Menschen neu bestimmen, weil sich unsere Intelligenz und Vernunft in ihrer bisherigen Definition nicht mehr von Maschinen unterscheiden werden.“ Der studierte Philosoph ist wohl nicht up to date in Bezug auf die bisherigen Definitionen von Intelligenz und Vernunft. In seiner Diplomarbeit über Vertreter der katholischen Soziallehre finden sich dazu jedenfalls keine Aussagen. (Kritische Beurteilung siehe unzensuriert.at, 19.1.2021)
Blümels Begriff von Intelligenz und Vernunft kratzt gerade mal an der Oberfläche. Man muss davon ausgehen, dass er von Kants „Kritik der reinen Vernunft“ nicht mehr kennt als den Titel des Buches. Anders als Blümel erwartet, aber mit dem selben Ergebnis, könnte schon bald passieren, dass sich die menschliche Intelligenz der Künstlichen Intelligenz so stark anpasst, dass man beide nicht mehr unterscheiden kann. Dieser Sieg der Künstlichen Intelligenz über die Menschliche ist aber gleichzeitig der Untergang der Intelligenz an sich.
KI ist reproduktiver, politisch korrekter Mainstream, ästhetischer Kitsch und technisch immer noch nicht mehr als rohe Rechenleistung auf Basis gigantischer Datenbanken. Blümel selbst bringt diese Tatsache auf den Punkt: „Es geht um Rechenleistung, Rechenleistung, Rechenleistung.“ Diesen Wettbewerb hat die KI des Schachcomputers Deep Blue bereits vor 30 Jahren (1996 und 1997) über Garry Kasparov gewonnen.
Intelligenz an sich ist aber keine quantitative Leistung. Intelligenz impliziert vielmehr qualitative Sprünge, Querdenken voller Überraschungen, mit einmaligen Kreativleistungen auf Basis von Verstand, Vernunft, Geist, Esprit, Bewusstsein, Unterbewusstsein, Überzeugungen, Meinungen, Wissen, Gewissen, Gefühlen, Erfahrungen, Einstellungen, Vorstellungen, Wünschen, Träumen, Fantasien, Humor, Zynismus, Überheblichkeit usw. Keine dieser uvm. Basisleistungen der Intelligenz an sich hat KI bislang verstanden; und wird sie in alle Zukunft nicht verstehen. Denn KI kann grundsätzlich nicht verstehen, wie Prof. Sepp Hochreiter bestätigt. KI kann Verstehen eines Sachverhaltes simulieren, beispielsweise Stil und Inhalt von Goethes „Faust“, aber KI kann nie Verständnis für die Dialoge von Faust und Mephisto aufbringen! Ebenso kann KI oberflächliche Ausdrucksweisen von Intelligenz nachahmen. Nicht mehr und nicht weniger. KI bleibt immer epigonal, wahre Intelligenz ist immer originär, manchmal sogar genial.