4. Mai 2026 – Quantencomputing: Investitionen versechsfacht: „Von der Theorie in die Praxis – laut dem aktuellen McKinsey Quantum Technology Monitor 2026 befindet sich die Technologie an einem kommerziellen Wendepunkt. Es entwickelt sich ein tragfähiger Markt. Lange Zeit galt Quantencomputing als das ewige Versprechen der Physik – eine Technologie, die zwar theoretisch alles revolutionieren könnte, aber praktisch in den Laboren feststeckte. Doch die Zahlen des aktuellen McKinsey Quantum Technology Monitor 2026 zeichnen nun ein anderes Bild: Allein im Jahr 2025 flossen 12,6 Milliarden Dollar an frischem Kapital in Start-ups der Quantentechnologie. McKinsey zufolge ist das eine Versechsfachung innerhalb eines einzigen Jahres. Über 90 Prozent dieser Summe konzentrierten sich rund um das Thema Quantencomputer. Erstmals habe das Quantencomputing die magische Umsatzgrenze von einer Milliarde Dollar durchbrochen. Experten prognostizieren bis 2028 ein weiteres Wachstum auf bis zu 4,4 Milliarden Dollar.“ (Computerwoche.de 4.5.2026)
Europäische Quantenkommunikationsinfrastruktur
Deutsche Telekom und AIT gewinnen EU-Projekte PETRUS2 und HarmoniQCI
14. Juli 2026 (Pressseinformation von AIT AIT Austrian Institute of Technology)
Dem AIT Austrian Institute of Technology und der Deutschen Telekom wurden im Rahmen des Quantentechnologie-Programms der Europäischen Kommission die zwei neuen Coordination and Support Actions (CSAs) PETRUS2 und HarmoniQCI zugesprochen. Beide Projekte ergänzen einander und unterstützen die Weiterentwicklung, Standardisierung und langfristige Nachhaltigkeit europäischer Quantenkommunikationsinfrastrukturen.
PETRUS2 wird die strategische Weiterentwicklung paneuropäischer Quantenkommunikationsinfrastrukturen adressieren. Aufbauend auf den Ergebnissen von PETRUS wird PETRUS2 die Abstimmung zwischen nationalen und europäischen Aktivitäten weiter vertiefen, die Einbindung relevanter Stakeholder stärken und die Vorbereitung künftiger großskaliger Quantenkommunikations-Rollouts vorantreiben, etwa grenzüberschreitender Quantenkommunikationsnetze, die im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) sowie von Ökosystemprojekten im Rahmen des Programms „Digital Europe“ (IRIS2) gefördert werden. Das Projekt wird von der Deutschen Telekom geleitet, in Zusammenarbeit mit THALES, AIT Austrian Institute of Technology, Airbus und SES.
Parallel dazu wird HarmoniQCI, koordiniert vom AIT, zentrale Herausforderungen in den Bereichen Standardisierung und Interoperabilität von Quantenkommunikationsinfrastrukturen in Europa adressieren. Das Projekt wird zu kohärenten technischen Ansätzen, gemeinsamen Rahmenwerken sowie zur Abstimmung mit europäischen policy- und normungsbezogenen Aktivitäten beitragen. Für Europa ist Standardisierung von entscheidender Bedeutung. Die Beiträge in HarmoniQCI haben das Ziel, eine solide industrielle Basis zu schaffen und vorhersehbare Arbeiten an Komponenten für zukünftige Quantennetzwerke sowie für zukünftige Zertifizierungsverfahren unmittelbar anzugehen.
Kontinuierliche Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung von Quantenkommunikation und quantensicherer Cybersicherheit für ein souveränes Europa
Die Zusammenarbeit zwischen dem AIT und der Deutschen Telekom erstreckt sich bereits über mehrere von der Europäischen Kommission unterstützte Initiativen, darunter PETRUS und das Projekt NOSTRADAMUS. Während das AIT dabei seine tiefgehende wissenschaftliche und technologische Expertise in Quantenoptik und Quantenschlüsselverteilung (QKD) einbringt, steuert die Deutsche Telekom Erfahrung bei der Leitung von Großprojekten und dem Aufbau und Betrieb großer Netzwerke bei.
PETRUS2 und HarmoniQCI werden eng koordiniert zusammenarbeiten, um starke Synergien zwischen strategischer Planung, technischer Harmonisierung und der Zusammenarbeit mit Stakeholdern sicherzustellen. Gemeinsam werden die beiden CSAs einen umfassenden Unterstützungsrahmen für Europas Ambitionen im Bereich der Quantenkommunikation schaffen und damit zu sicheren, souveränen und skalierbaren Quanteninfrastrukturen beitragen.
„Mit PETRUS2 übernimmt die Deutsche Telekom eine zentrale Koordinierungsrolle. Wir wollen nationale und internationale Initiativen im Bereich Quantenkommunikation noch besser abstimmen, neue Technologien in praktische Netzlösungen überführen und den Weg für zukünftige große europäische EuroQCI-Implementierungen vorbereiten“, sagt Daniela Theisinger, Geschäftsführerin von Deutsche Telekom Global Business Belgium & France.
„Quantenkommunikation wird ein Grundpfeiler der sicheren digitalen Infrastruktur Europas werden. Mit HarmoniQCI trägt das AIT dazu bei, Technologien, Standards und zentrale Akteure europaweit zu vernetzen, um ein kohärentes, vertrauenswürdiges EuroQCI-Ökosystem aufzubauen“, so Andreas Kugi, Scientific Director, AIT Austrian Institute of Technology.
„Durch EU Projekte wie Petrus und HarmoniQCI und der beispielhaften Kooperation von AIT und Deutsche Telekom nimmt Europa eine international führende Rolle in der wichtigen Industrialisierung modernster Quantentechnologie ein“, ergänzt Helmut Leopold, Head of Center for Digital Safety & Security am AIT.
Das AIT und die Deutsche Telekom werden strukturierte Kooperationsmechanismen zwischen den beiden Projekten etablieren, darunter gemeinsame Workshops, abgestimmte Aktivitäten zur Einbindung von Stakeholdern sowie koordinierte Beiträge zu europäischen Roadmaps und politischen Diskussionen.
Weitere Informationen: https://www.telekom.com/en/media/media-information/archive/deutsche-telekom-leads-build-of-high-security-communications-network-for-the-eu-1026404
Über die Deutsche Telekom: Die Deutsche Telekom ist eines der weltweit führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen und bedient Millionen von Kunden in Europa und den Vereinigten Staaten. Mit einem starken Fokus auf Innovation treibt die Deutsche Telekom die Entwicklung fortschrittlicher Netzwerkinfrastrukturen, sicherer Kommunikationslösungen und neuer Technologien voran, darunter Initiativen für Quantenkommunikation und Cybersicherheit. Ihre globalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unterstützen Europas digitale Souveränität und den Fortschritt der nächsten Generation der Konnektivität.
Über das AIT: Das AIT Austrian Institute of Technology ist mit aktuell 1.678 Mitarbeiter:innen Österreichs größte Forschungs- und Technologieorganisation und beschäftigt sich mit den zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft. Das AIT fokussiert dabei auf zwei miteinander verflochtene Forschungsschwerpunkte: „Nachhaltige und resiliente Infrastrukturen“, insbesondere in den Bereichen Energie, Transport und Gesundheit, sowie die „Digitale Transformation von Industrie und Gesellschaft“. In diesen Bereichen arbeitet das AIT eng mit der Industrie sowie mit Auftraggeber:innen aus öffentlichen Institutionen zusammen. Am AIT arbeiten die Expert:innen u.a. an der Spitze der Industrialisierung der Quantenkommunikation. Aufbauend auf der Pionierarbeit des Nobelpreisträgers Anton Zeilinger ist das AIT führend in der Quantenkryptographie und treibt terrestrische und satellitengestützte Kommunikationstechnologien voran. Das AIT spielt eine wichtige Rolle im europäischen Quanten-Flaggschiff-Programm und in der EuroQCI-Initiative, die sich auf die Schaffung einer hochsicheren Quanteninfrastruktur in der EU konzentriert.
Deutsche Bahn und IQM erstellen Fahrplan per Quantencomputer
20. Juli 2026 – Bericht der computerwoche.de – In einer Kooperation haben die Deutsche Bahn und das Quantencomputing-Unternehmen IQM gezeigt, dass Quantencomputer bereits heute reale Probleme lösen können. Gemeinsam entwickelten die Partner einen hybriden quanten-klassischen Algorithmus, um einen optimalen Fahrplan über fünf Städte hinweg zu erstellen.
Kommentar HTH: Das deutsche Bahnnetz hat laut KI rund 5.700 Bahnhöfe und Haltepunkte. Dieselbe KI (Copilot) teilt mit, dass es in DE 10.956 Gemeinden gebe. Somit hat nur die Hälfte aller Gemeinden einen Bahnhof? Klingt nicht plausibel, aber das ist ein anderes Thema. Hier geht es um die Frage, wie viele Jahrzehnte DE noch warten muss, bis ein Quantencomputer dafür sorgen wird, dass alle Bahnhöfe in DE einen „einen optimalen Fahrplan“ bekommen? Wenn man bedenkt, dass (laut KI) die ersten experimentellen Quantencomputer Mitte der 1990er Jahre gebaut wurden, so ist der gesamte Deutschlandfahrplan vom Quantencomputer ungefähr zur nächsten Jahrhundertwende zu erwarten.