2026.01.13 Exilarte Jubiläumsprogramm 2026

Das Exilarte-Zentrum begeht mit einem umfassenden Jahresprogramm 2026 sein zweifaches Jubiläum - 20 Jahre exil.arte Verein und zehn Jahre Exilarte Zentrum. Ein Pressefrühstück bietet die Gelegenheit, dieses Programm kennen zu lernen und mehr über das Exilarte Zentrum zu erfahren.

Datum: Dienstag, 13.01.2026 um 09:00 Uhr

Ort: Exilarte Zentrum, Lothringerstraße 18, 1. Stock, 1030 Wien

Podium: Rektorin Ulrike Sych und Gerold Gruber (Leiter Exilarte Zentrum)

Gäste: Waltraud Dennhardt-Herzog (Austrian Cultural Forum London, a.D.), Michael Haas (Mitbegründer von Exilarte), Thomas Hampson

Nur mit Anmeldung bei: Doris Piller, mdw Presse/Büro der Rektorin

mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

T +43 1 71155-6003 / M: piller@mdw.ac.at

Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat sich der exil.arte Verein – seit 2016 als Exilarte Zentrum an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zu einer der weltweit führenden Einrichtungen für die Wiederentdeckung, Bewahrung und Reintegration jener Musik entwickelt, die durch den Nationalsozialismus verdrängt oder zum Schweigen gebracht wurde. Was mit einem Gedenkkonzert für Alma Rosé begann, hat sich im Verlauf von beinahe zwei Jahrzehnten zu einem vielgestaltigen Programm aus Konzerten, Ausstellungen, Tagungen, Publikationen und Archivaufbau entwickelt.

2026.01.22 Robert Musil und Wien

Robert Musil und wien

Buchpräsentation: ”Musils Wien”. Band 38 des “Musil-Forum”, das bei De Gruyter erscheint.

Gespräch mit den Literaturwissenschaftler:innen Thomas Hübl (Universität Wien), Norbert Christian Wolf (Universität Wien) und Rosmarie Zeller (Universität Basel) mit Peter Stuiber, Leiter der Publikationsabteilung des Wien Museums.

22. Januar 2026, 18:30–20:00

Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8

Eintritt frei + Anmeldung erforderlich

Robert Musil lebte mehr als 20 Jahre lang in Wien. Hier schrieb er nicht nur seine wichtigsten Werke, die Stadt selbst tauchte auch immer wieder in seinen Texten auf. Eine Gruppe von Geisteswissenschaftler:innen hat sich nun diesem Thema angenommen. Ein bedeutender Beitrag zur Wiener Literaturgeschichte!

Jede Auseinandersetzung mit Musil muss sich seinem Hauptwerk, dem monumentalen Roman Der Mann ohne Eigenschaften, stellen. Darin präsentiert der Autor Wien in faszinierend verschwommener Form, die er als "durchstrichenes Wien" bezeichnet. Dabei stehen weniger das Lokalkolorit als vielmehr abstrakte Modernisierungsprozesse im Vordergrund. Diese werden anhand Wiens in all ihrer Ambivalenz und Ungleichzeitigkeit dargestellt.

Noch konkreter erscheint Wien in Musils zahlreichen Kunst- und Theaterkritiken, die oft von scharfer Polemik gegen den zeitgenössischen Kulturbetrieb und seine Institutionen geprägt sind. Musil befasste sich auch mit konkreten Wiener Orten wie dem Prater und beteiligte sich an der zeitgenössischen städtischen Denkmaldebatte.

Auch Musils politische Positionierung reflektiert die Wiener Situation. So entwickelte er grundsätzliche Überlegungen zum Verhältnis von Kunst und Politik sowie zur Rolle des Intellektuellen in Zeiten massenmedial verbreiteter politischer Propaganda.

SIEHE AUCH: Musil als Philosoph

2025.12.18 Filmabend: CBDC – Das Ende des Geldes

Der 11. Filmabend von Pop Corn zeigt:

"CBDC: Das Ende des Geldes" (2024)

Regie: James Patrick

Mit Whitney Webb, Martin Armstrong, Richard A. Werner u.a.m.

Engl. Orig. mit dt. Untertiteln

Donnerstag, 18. Dezember 2025 um 19:00 Uhr

Rögergasse 24-26 | 1090 Wien | "Das freie Wort"

Freier Eintritt

https://www.youtube.com/watch?v=jG3nEiOJbgc

Digitale Zentralbankwährungen gehen stets mit einem Zwang zur digitalen Identität einher. In Indien wurde die eID „Aadhaar“ als humanitäre Initiative angepriesen, um die „unsichtbaren Menschen dieser Welt sichtbar zu machen“. Stattdessen verstarben viele Arme ab 2016 an Hunger, da ihnen ohne eID der Zugang zu Sozialhilfe versagt blieb. Im Totalitarismus neuen Stils muss jede Person, jedes Objekt und jeder Vermögenswert mit einer „fälschungssicheren“ Marke gekennzeichnet oder gleich wie ein Tier gechippt und in ein Gesamtregister eingetragen sein. Die Programmierbarkeit von digitalem Zentralbankgeld beschwört zusammen mit einem Sozialkreditsystem eine Welt herauf, in der Menschen wie Tiere auf Gedeih und Verderb der herrschenden Klasse ausgeliefert sind.