Schnittstelle KI und Neurowissenschaften

„Die Antrittsvorlesungen von Nina Hubig und Jie Mei markieren einen Meilenstein in der interdisziplinären Forschung an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz (KI), Neurowissenschaften und Medizin. Sie zeigten eindrucksvoll, wie erklärbare KI dazu beitragen kann, die komplexen Prozesse des Gehirns besser zu verstehen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Insbesondere kann KI die frühzeitige Erkennung und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson revolutionieren. Gleichzeitig eröffnet die enge Zusammenarbeit dieser Disziplinen neue Möglichkeiten für präzisere Diagnosen und personalisierte Therapieansätze – ein entscheidender Fortschritt, der jedoch nur mit transparenten und nachvollziehbaren KI-Entscheidungsprozessen realisiert werden kann“, so IT:U-Gründungspräsidentin Stefanie Lindstaedt.

Vierte Antrittsvorlesung an der IT:U

Linz (APA / OTS 19. März 2025) – Wie Künstliche Intelligenz hilft, das Gehirn besser zu verstehen + Verständlichkeit Künstlicher Intelligenz als Schlüssel für Fortschritt in der Medizin und der Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen

Am Dienstag, 18. März 2025, fand an der IT:U Interdisciplinary Transformation University Austria ein weiterer Abend der Serie der „First Lectures“ statt. Die beiden IT:U Gründungsprofessorinnen Nina Hubig, Assistent Professor of Explainable Artificial Intelligence, und Jie Mei, Assistant Professor of Computational Neuroscience, widmeten sich „Neuro-(X)AI“ und der „Black Box of Minds and Machines“ und stellten damit die Erklärbarkeit Künstlicher Intelligenz (KI) und ihre Bedeutung für die Neurowissenschaften in den Mittelpunkt. Besonders in der Erforschung des menschlichen Gehirns kann KI dazu beitragen, komplexe neuronale Prozesse besser zu verstehen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Ein zentrales Anwendungsfeld ist die frühzeitige Erkennung neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson, was sowohl für die Forschung als auch für die medizinische Praxis bahnbrechende Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig kann KI die Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen und die Patientenkommunikation unterstützen – jedoch nur, wenn ihre Prozesse transparent und nachvollziehbar sind.

Erklärbare KI in Hochrisiko-Entscheidungen

IT:U Gründungsprofessorin Nina Hubig legte in ihrer Antrittsvorlesung dar, wie Künstliche Intelligenz die Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen und in der Patientenkommunikation verbessern kann – aber nur, wenn Menschen dem Entscheidungsprozess gut folgen und vertrauen können. Sie betonte, dass KI klare, verständliche Erklärungen liefern muss – das ist auch ein zentrales Prinzip im KI-Gesetz der EU. Von Bedeutung ist das insbesondere in risikobehafteten Bereichen wie etwa der Medizin. Anwendung findet KI hier etwa in der Kardiologie, um auf Basis von Patient:innendaten den Erfolg von Eingriffen vorauszusagen. Nina Hubig untersucht, wie Erklärbarkeit Kardiolog:innen helfen kann, Risikovorhersagen zu interpretieren, während gleichzeitig eine patientenzentrierte Kommunikation sichergestellt wird.

„„KI spiegelt die Gesellschaft wider und damit auch unsere Werte, Vorurteile und Komplexitäten. Letztlich geht es nicht nur darum, KI zu verstehen oder zu erklären, sondern darum, unser Verständnis von uns selbst und davon, wer wir sein wollen, zu vertiefen““, so Nina Hubig, Assistent Professor of Explainable Artificial Intelligence.

KI zur Entschlüsselung der Neurowissenschaften

Die Forschung von IT:U Gründungsprofessorin Jie Mei verbindet Künstliche Intelligenz und Neurowissenschaften. Sie setzt KI ein, um die Gehirnforschung zu verbessern und optimiert KI-Modelle mit neurowissenschaftlichen Prinzipien. Sie hob hervor, dass die Neurowissenschaften ein sich entwickelndes Feld bleiben, das mit Unsicherheiten besetzt ist, die den Herausforderungen in der KI-Forschung entsprechen. Ihre Arbeit trägt zu Fortschritten in beiden Bereichen bei, so kann KI etwa zur frühzeitigen Erkennung neurodegenerativer Erkrankungen beitragen: KI-Modelle könnten eine frühere Erkennung der Parkinson-Krankheit durch Veränderungen des Geruchssinns als Indikator ermöglichen. Sie helfen auch dabei, Gehirnregionen zu identifizieren, die durch den Fortschritt der Parkinson-Krankheit betroffen sind.

„Neurowissenschaften sind ein junges Feld, das erst vor etwa 60 Jahren benannt wurde, und es sucht immer noch nach einer einheitlichen Theorie. Für mich liegt die Schönheit nicht nur in der Komplexität des Gehirns, sondern auch in den vielen Unsicherheiten, denen wir gegenüberstehen – der Unsicherheit darüber, was wir nicht wissen, der Unsicherheit darüber, welche Teile unseres Wissens möglicherweise falsch sind und der Unsicherheit darüber, welche Ansätze besser geeignet sind, um das Gehirn zu erforschen““, beschreibt Jie Mei, Assistant Professor of Computational Neuroscience.

Die Professorinnen

Nina Hubig, Assistent Professor of Explainable Artificial Intelligence:

https://it-u.at/en/research/professors/nina-hubig/

Jie Mei, Assistant Professor of Computational Neuroscience:

https://it-u.at/en/research/professors/jie-mei/

Die „First Lectures“ – ein neues Format – innovativ, interdisziplinär und interaktiv

Das Format der „First Lecture“ bietet spannende Einblicke in die elf Forschungsgruppen der IT:U, Österreichs jüngster Technischer Universität, die sich – basierend auf interdisziplinärer Forschung und projektbasiertem, personalisiertem Lernen – der digitalen Transformation widmet, diese proaktiv gestaltet und lösungsorientiert vorantreibt. Alle Termine werden über www.it-u.at sowie auf Social Media vorab bekanntgegeben und laden mit Voranmeldung zur Teilnahme vor Ort sowie online ein.

Alle Antrittsvorlesungen zum Nachsehen: Inaugural Lecture – YouTube

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ORF unser!

ORF unser

15. März 2025 – Sigrid Pilz ruft via @sigridpilz.bsky.social und @PilzSigrid auf: „Bitte unterzeichnen Sie diese wichtige Petition! Wir dürfen nicht zulassen, dass der ORF zerstört wird! Unser ORF – unsere Demokratie“. „Unser ORF – Unsere Demokratie“ bedeutet nicht: ORF minus Demokratie, sondern soll wohl suggerieren: ORF = Demokratie.

Dass alle Staatskünstler, die seit Jahren und Jahrzehnten gut vom ORF leben, als Aushängeschilder für diese Petition auftreten, ist nicht überraschend. Wirklich revolutionär ist jedoch der Slogan: „Jetzt die Zukunft des ORF mitgestalten und Ideen für ‚ORF 2032‘ einbringen“. An wen, außer an „die Künstlerinnen für den ORF“ ist die Aufforderung, Ideen einzubringen, wohl gerichtet? Sicher nicht an tausende Autoren, deren Krimis nicht verfilmt werden, sicher nicht an zehntausende Schauspieler und Musiker, die noch nie einen Auftritt im ORF hatten und auch nie bekommen werden! All die können jetzt Ideen einbringen! Und sie können sich sicher sein, dass der ORF alle diese Ideen mangels Budget oder aufgrund andere Mängel wie Sendezeit oder Publikumsinteresse, ablehnen, nein, ned amoi ignorieren wird!

Abgesehen von der basisdemokratischen Aufforderung, die mit Sicherheit in Willkür-Entscheidungen der „unabhängigen“ Redaktionen münden wird, was eh schon längst alle wissen – erfahren wir dank dieser Petition auch, dass „die Zukunft“ 2032 beginnt; also in magischen sieben Jahren! Was bis dahin im und mit dem ORF passieren soll und warum gerade 2032 und nicht 2030 oder 2035 die Zukunft des ORF – und damit zwangsbeglückt und zwangsweise unsere Zukunft beginnt, das bleibt im Ungewissen.

Die „PETITION ‚Unser ORF – unsere Demokratie‘ #unserORF“ im Wortlaut: „Wir fordern die politischen Entscheidungsträger, insbesondere die ÖVP und FPÖ, auf, den unabhängigen und öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich nicht zu zerstören. Der ORF muss weiterhin unabhängig, vielfältig und umfassend informieren, unterhalten und bilden können.“ Der Inhalt ist zwar politischer Firlefanz, er legt aber Zeugnis davon ab, in welcher Realität die Staatskünstler als Initiatoren dieser Petition leben: außerhalb dieser Blase wird man wohl keine Österreicher und Österreicherinnen finden, die der Meinung sind, der ORF würde sie „unabhängig, vielfältig und umfassend informieren, unterhalten und bilden“.

Bis heute (15.3.25) haben 43.001 Staatskünstler und ihre Apologeten diese Petition unterzeichnet. So viele Menschen beten täglich: ORF unser! Geheiligt werden dein Name, dein Reich bleibe wie es immer war, dein Wille geschehe jetzt und in alle Ewigkeiten. Amen!

Höchst interessant das Impressum von unser-orf.at: „Medieninhaber: Die Zivilgesellschaft Österreichs, vertreten durch z.B. Robert Seyfriedsberger, Wien (in seiner Rolle als Privatperson und Teil der Zivilgesellschaft, kein Mitglied einer Partei oder Mitarbeiter des ORF)“. Kommentar HTH: ich erlaube mir als Vertreter der Zivilgesellschaft, als private und öffentliche Person, darauf hinzuweisen, dass mich niemand gefragt hat, in meinem Namen zu beten und zu petitionieren. Diese verschleierte aber offensichtliche ORF-Propaganda wird von keinem einzigen Vertreter der Zivilgesellschaft, mit denen ich täglich zu tun habe, unterstützt. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bevorzugung des ORF verfassungswidrig ist.

SIEHE AUCH:

ORF verbreitet Falschinformationen

+ Widerstand gegen Öffentlich Rechtlichen Rundfunk ÖRR in Deutschland führt zu einer Klage beim Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig.

Am 1. Oktober 2025 durften die öffentlich rechtlichen über sich selbst als Gegenstand der Verhandlung berichten. Wackelt die GEZ Gebühr? Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verzögert sich auf den 15.10.25. Der größte Saal des Bundesverwaltungsgerichts war zu klein für das Interesse der Öffentlichkeit. Wird das Gericht die einseitige Berichterstattung feststellen können? Und werden die vielen einzelnen Klagen der unzufriedenen Zwangsbeitragszahler mit diesem Verfahren ihr Ende finden?

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EU-Projekt CERTAIN

26. Februar 2025 – (Pressemitteilung der FH St. Pölten) Ein Forschungsteam der Fachhochschule St. Pölten arbeitet im EU-Projekt CERTAIN an neuen Maßstäben zur Sicherstellung ethischer und regulatorischer Standards in der Künstlichen Intelligenz. Es sollen Lösungen entwickelt werden, die Organisationen und Unternehmen dabei unterstützen, die europäischen Vorschriften für KI-Entwicklung und verantwortungsvollen Umgang mit Daten schnell und kostengünstig einzuhalten.

Künstliche Intelligenz (KI) transformiert derzeit sämtliche Bereiche unseres Lebens. Viele Prozesse werden in Zukunft teilweise oder vollständig durch KI gesteuert. Umso wichtiger ist es, ein Rahmenwerk als Orientierungshilfe für eine verantwortungsvolle Entwicklung von KI-Anwendungen zu schaffen. Dieses Ziel verfolgt das Team des neuen EU-Projekts CERTAIN (Certification for Ethical and Regulatory Transparency in Artificial Intelligence).

„In CERTAIN wollen wir Werkzeuge entwickeln, die Transparenz und Überprüfbarkeit von KI-Systemen im Einklang mit den Anforderungen des ‚EU-AI-Acts‘ ermöglichen. Unser Ziel ist es, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, die Unternehmen helfen, regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen und das Vertrauen in KI-Technologien nachhaltig zu stärken“, betont Sebastian Neumaier, Projektleiter und Senior Researcher am Institut für IT Sicherheitsforschung der FH St. Pölten.

Mehr Transparenz, mehr Innovation

Im Projekt sollen umfassende Leitlinien sowie digitale Tools, unter Einhaltung der bestehenden europäischen Rechtsgrundlagen zu künstlicher Intelligenz (z. B. dem „AI Act“ der EU), entwickelt werden. In CERTAIN sollen benutzer*innenfreundliche Lösungen für den öffentlichen Sektor wie für Unternehmen erarbeitet werden. Diese Maßnahmen sollen dabei unterstützen, komplexen Vorschriften im Bereich KI zu verstehen, die Vorteile fortschrittlicher Technologien und Innovationen zu erkennen und für sich zu nutzen.

Umgang mit Daten

CERTAIN möchte gemeinsame Standards etablieren, die die Kooperation im Bereich der Datenverarbeitung und KI stärken und nachhaltiges Wachstum fördern. Durch die Einführung von Normen für Dateninteroperabilität und die Einhaltung bestehender Regularien trägt das Projekt zur Schaffung offener und vertrauenswürdiger europäischer Datenräume bei. Dabei werden transparente und datenschutzfreundliche Lösungen entwickelt, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten und Ressourcen gewährleisten.

KI & Nachhaltigkeit

Neben der Einhaltung von Vorschriften befasst sich CERTAIN auch mit den ökologischen Herausforderungen der KI-Wertschöpfungskette. Im Einklang mit dem EU-Programm „Green Deal“ legt CERTAIN besonderen Wert auf energieeffiziente KI und nachhaltige Methoden der Datenbewirtschaftung.

Praxisorientierter Austausch

Das Projektteam der FH St. Pölten ist stets im Austausch mit unterschiedlichen Akteur*innen. Mit starker Praxisorientierung arbeiten bei CERTAIN Forschende, Unternehmen und Nutzer*innen zusammen, um neue Ideen, Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, zu testen und fortlaufend zu optimieren. Gleichzeitig informiert das Projektteam Stakeholder, Partner*innen, Rechtsexpert*innen sowie KI-Anbieter*innen in rechtlichen, ethischen und technischen Belangen und ist zentrale Anlaufstelle für Fragen zur Zertifizierung.

Über das EU-Projekt CERTAIN

Das Forschungsprojekt „CERTAIN – Certification for Ethical and Regulatory Transparency in Artificial Intelligence“ wird unter der externen Leitung von Idemia Identity & Security France gemeinsam mit der Fachhochschule St. Pölten sowie 19 Partner*innen aus 10 europäischen Ländern umgesetzt. Das Projekt bringt ein vielfältiges Konsortium aus führenden Industrieunternehmen, akademischen Einrichtungen und Forschungsorganisationen zusammen.

Ein Kick-Off-Meeting aller Konsortialpartner*innen fand in Osny (Frankreich) im Jänner 2025 statt.

CERTAIN ist eine Innovationsmaßnahme, die durch das Programm Horizon Europe – Cluster 4: Digitalisierung, Industrie & Weltraum der Europäischen Kommission ab Januar 2025 finanziert wird.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf den nachfolgenden Webseiten:

FH-Forschungswebsite

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