Bhakdi: kein Beleg für die Wirksamkeit der Polio Impfung

Sucharit Bhakdi wikipedia

15. April 2024 – Michael Bonvalot, (laut eigener Angaben „Journalist mit Meinung und Haltung“) kommentiert auf Twitter (14.4.24) eine kurze Sentenz von Sucharit Bhakdi bei seinem Vortrag in Wien: @MichaelBonvalot „Sucharit Bhakdi macht absurde und falsche Propaganda gegen eine lebensrettende Impfung. Polio kann tödlich sein, die Impfung schützt. Die FPÖ gibt Bhakdi jetzt ein Massenpublikum. Die FPÖ ist direkt verantwortlich für alle gesundheitlichen Folgen.“ Herbert Lackner (den muss man einfach kennen, der schreibt über sich gar nix) diffamiert gerne andere, ohne vorher recherchiert zu haben und schlägt nach: @HerbertLackner1 „Was für ein abgefeimter Scharlatan. Und dem läuft die FPÖ nach.“ Und besonders originell: @HerbertLackner1 Apr 13 „Die FPÖ und ihr Schwurbler-Idol können Ihre Gesundheit gefährden.“

Es gibt sowas wie „rotes Urgestein“ in der SPÖ. Herbert Lackner @HerbertLackner1 (ab 1975 arbeitete er als „Journalist“ in der SPÖ-Zentrale) zählt sich wohl selbst dazu. Dass die Sozen-Partei derzeit zerbröselt, löst offenbar Panikattacken aus und führt zu derartigen Tiefschlägen: „Diskussionen mit diesen „Querdenkern“ sind sinnlos. Eine völlig verirrte Sekte, die von Rechtsaußen instrumentalisiert wird.“ No comment.

Zum Glück gibt es immer noch Journalisten, die sich in ein Thema so weit vertieft haben, dass sie eine kompetente Bewertung von Bhakdis Aussage, die man sicher leicht missverstehen kann, vornehmen können. Hier der Kommentar von …

Bert Ehgartner (15.4.24)

Sucharit Bhakdi hat bei seiner Rede auf der FPÖ Veranstaltung in Wien gesagt, dass die Polio Impfung unwirksam ist. Dafür wird er – und die FPÖ – nun ordentlich geprügelt. Denn die Polio-Impfung sei ja, wie alle wissen, eine der wirksamsten Impfungen, welche die Kinderlähmung erfolgreich aus Europa verdrängt hat. So der Tenor der Angriffe.

Ich habe die Rede von Prof. Bhakdi bisher nicht gehört, bloß den Ausschnitt mit seinem Satz, hier im genauen Wortlaut: „Es gibt keinen Beleg für die Wirksamkeit der Polio Impfung. Gar nicht.“Und tatsächlich ist die Angelegenheit – wenn man sich nur diesen einen Satz vornimmt – nicht so eindeutig, wie das die Politiker und Journalisten, die hier aufschreien, zu wissen glauben.

Denn die historischen Verdienste hat der alte Polio-Lebendimpfstoff, den die meisten von uns noch als Schluckimpfung bekommen haben. Es handelte sich um eine Lebendimpfung, die Babys in den Mund geträufelt wurde. Im Volksschulalter wurde sie ein zweites Mal – auf einem Zuckerwürfel aufgetropft – gegeben. „Kinderlähmung ist grausam – Schluckimpfung ist süß“, lautete damals ein bekannter Slogan.

Die Polio- Impfung sorgte im Alter von wenigen Monaten für die Durchseuchung mit abgeschwächten Polioviren, die eine robuste Immunität erzeugte. Binnen weniger Jahre konnte damit die Polio besiegt und aus Europa eliminiert werden.

Weil diese Lebendimpfung in sehr seltenen Fällen allerdings Impfpolio auslösen kann und gesunde Kinder geschädigt wurden, kam es 1998 – als schon 20 Jahren keine Fälle von Wildpolio mehr aufgetreten waren – zu einem Wechsel. Die erfolgreiche Lebendimpfung wurde durch die Totimpfung ersetzt. Diese enthält abgetötete Polioviren, von der keine Gefahr für eine unerwünschte Virenausbreitung mehr ausgeht.

Ob diese Totimpfung wirksam ist, darüber lässt sich aber tatsächlich streiten: Um das Jahr 1960 gab es zahlreiche Länder, die auf eines der beiden Impfkonzepte setzten. Meist verlief die Grenze zwischen den beiden politischen Blöcken, weil die Lebendimpfung in der UdSSR getestet und erstmals eingesetzt worden ist.

So gab es in der DDR die Schluck #- in der BRD die Spritzimpfung.

Binnen kurzem verschwand die Polio in den Ländern, wo die Lebendimpfung von Albert Sabin verwendet wurde, während in den anderen mit dem Totimpfstoff von Jonas Salk die Krankheit weiter grassierte. Deshalb sind auch USA, BRD und alle anderen Länder von Salk auf Sabin gewechselt. Doch genau diesen Salk Impfstoff bekommen unsere Babys jetzt wieder – meist als Komponente der Sechsfachimpfung.

Weil Polioviren fäkal-oral übertragen werden, besteht aufgrund der besseren Hygiene heute mit und ohne Impfung kein Risiko, dass sich jemand mit Polioviren infiziert. Insofern fällt es nicht auf, dass die Polioimpfung gar nicht – oder sehr schlecht – wirkt. Unnötig ist die Polioimpfung bei uns aber schon lange.

NACHSATZ:

Herbert Kickl: „Professor Bhakdi ist eine Lichtgestalt für Freiheit und Gesundheit für Milliarden Menschen!“ (APA / OTS am 12. April 2024)

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Tractatus arte philosophicus

Wiesenthal tractatus 1 u 2

Von Eva Maria Wiesenthal, 2024

2 Photos, 70×55 cm

Tractatus arte philosophicus

.) Die Welt ist alles, was der Fall sein könnte, was der Fall werden kann.

.) Die Welt ist die Gesamtheit der Möglichkeiten.

.) Die Welt ist durch die Möglichkeiten bestimmt, die uns zufallen, die wir entdecken, deren es unendlich viele gibt. Aus der Unzahl von Möglichkeiten schaffen wir durch unsere Träume, unsere Ideen, unsere Vorstellungen, unsere Gefühle und Gedanken daran mit, was der Fall wird oder nicht der Fall wird.

.) Die Möglichkeiten im unendlichen Raum kunstvoller Ideen schaffen die Welt.

.) Die Welt besteht aus zu Tatsachen gewordenen Möglichkeiten.

.) Etwas kann der Fall werden und damit alles übrige neu gestalten, in neuem Licht erstrahlen lassen.

.) Was geworden ist, was ist, dieser Rahmen für neue Möglichkeiten, diese Fülle, ist der Nährboden für weitere Ent-wicklungen.

-) Es sind nicht so sehr die Dinge und die Verbindung der Dinge, die ausmachen, was wir wirklich nennen, sondern was uns zufällt entsprechend unseren Visionen, unseren Bildern, unseren Vorstellungen dem entsprechend, woran wir glauben und damit wirklich werden lassen, was ihnen entspricht.

.) Wir ernten, was wir säen.

.) Wir sind die Mitschöpfer unserer Welt.

.) Was uns zufällt im Rahmen von allseits wirkenden, zur Wirklichkeit drängenden Ideen ist Folge des Zusammenspiels aller und von allem, was ist.

.) In den Dingen ist nichts präjudiziert, nichts bestimmend für das Werden von Neuem.

.) In dem Raum unendlicher Möglichkeiten, in dem Raum unserer Träume, unserer Bilder und daraus resultierendem Neuen, dem wirkend gewordenem in diesem Rahmen des Kosmos, der Schönheit und Ordnung der Liebe, wie auch immer wir sie beschreiben, wirkt weiter, was wir schaffen.

.) So arbeiten wir alle zusammen und mit allem, was ist, an der Schöpfung mit.

.) In der Logik gibt es klare Ordnung, in der Kunst wie in der Wirklichkeit, die alle andere Kunst an Kunstfertigkeit überragt, fällt uns zu, was wir anziehen mit unserer Ausstrahlung im unendlichen Raum der Möglichkeiten wie die Quantenphysik bestätigt, die wir geschaffen haben, um zu beschreiben, was unsere Vorstellung übersteigt.

.) Das Zusammenspiel von unendlich vielen untrennbar miteinander verbundenen Mitgliedern in unserem Kosmos ergibt, was Tatsache wird für bestimmte Zeit, Grundlage für weitere Schöpfung.

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Kunst trifft Natur: Saliera im Wald

Saliera im Wald

Nachbildung von Cellinis „Saliera“ aus Salz als „Ostergeschenk“ für Wildtiere

28. März 2024 (Presseinformation der Österreichischen Bundesforste) Ein Ostergeschenk der besonderen Art erwartet dieser Tage die Wildtiere im Ausseerland: Die „Saliera“, das weltbekannte Kunstwerk des italienischen Bildhauers Benvenuto Cellini, kehrt in die Natur zurück. Einst wurde sie nach dem wohl spektakulärsten Kunstraub der österreichischen Geschichte in einem Waldstück wiedergefunden. Jetzt steht sie im Fokus eines Kunstprojekts der Ausstellung „Into the Woods“ zum Ökosystem Wald des KunstHausWien im Rahmen der Klima Biennale Wien. Dafür fertigte das rumänische Künstler-Duo Anca Benera und Arnold Estefán in aufwändiger, sechsmonatiger Arbeit eine Replik der „Saliera“ aus Salz an. In Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) wurde das Kunstwerk aus Salz in einem Wald im steirischen Salzkammergut platziert, um dort die Kräfte der Natur – wie etwa Witterungseinflüsse und Wildtiere – darauf wirken zu lassen. Für das Projekt mit dem Titel „Unworlding“ ließen sich die Künstler von alten Schöpfungsmythen inspirieren. Es soll Kunst und Natur auf neuartige Weise miteinander verbinden und die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Wald darstellen. Das Salz für das Kunstwerk stammt aus dem Salzbergwerk Altaussee.

Kunstprojekt und die Bedeutung des Waldes

Das Salzkammergut wurde als Schauplatz für die außergewöhnliche Kunstinstallation ausgewählt, da hier besonders deutlich wird, wie eng der Rohstoff Salz mit dem Wald verknüpft ist. In früheren Jahrhunderten war Holz ein unverzichtbarer Rohstoff zur Salzgewinnung, der als Bau-, Gruben- und Brennholz in den Salzbergwerken benötigt wurde. Angesichts drohender Holzverknappung entstand bereits im 18. Jahrhundert das Prinzip der forstlichen Nachhaltigkeit, wonach nicht mehr Holz geerntet werden sollte als nachwachsen kann. Ein Grundsatz, nach dem die Bundesforste als größter Waldbewirtschafter Österreichs bis heute handeln. „Wir bewirtschaften unsere Wälder nachhaltig und naturnah. Auch zukünftige Generationen sollen eine intakte Natur vorfinden. Mit der Unterstützung dieses unkonventionellen Kunstprojekts wollen wir auf das Zusammenspiel von menschlichem Wirken und Natur, ganz besonders auf die Bedeutung des Ökosystems Wald als Lebens- und Erholungsraum sowie seine zentrale Rolle als Klimaschützer, aufmerksam machen“, zeigt sich Georg Schöppl, Vorstandssprecher der Bundesforste, von diesem Projekt begeistert.

Kunstvoller Salzleckstein für Rehe und Gämsen

Neben dem Waldstandort bei Altaussee bringen die Bundesforste auch ihre fachliche Expertise zum Wildtierverhalten und zum Lebensraum Wald in das Kunstprojekt ein. Die Dokumentation des Projektes – wie Wetter und Wild die Salz-Saliera neu formen – erfolgt über eigens angebrachte Wildkameras. Seit der Platzierung der „Saliera“ im Wald hat der ungewöhnliche „Salzleckstein“ schon das Interesse verschiedener Wildtiere geweckt, darunter Rehe, Gämsen und Eichhörnchen. Über den Salzleckstein nehmen die Tiere zusätzliche Spurenelemente und Mineralien auf, die sie vor allem in der Zeit des Fellwechsels vermehrt benötigen.

„Die künstlerische Arbeit in einer Waldumgebung ist Neuland für uns, daher ist die Unterstützung durch die Expertinnen und Experten der Bundesforste sehr wertvoll. So entstand ein interdisziplinäres Projekt, das Kunst und Forstwissenschaft miteinander verbindet“, erläutern die Künstler Anca Benera und Arnold Estefán.

Ausstellung im Rahmen der Klima Biennale Wien 2024

Die von den Künstlern geschaffene und von der Natur nachgeformte Salz-Saliera ist im Rahmen der ersten Klima Biennale Wien im KunstHausWien zu betrachten. Das neuartige Klima-Kunst-Festival startet am 5. April und endet am 14. Juli. 100 Tage lang stehen die Potenziale von Kunst, Design, Architektur und Wissenschaft hinsichtlich einer nachhaltig-lebenswerten Zukunft und der gesellschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels im Fokus. 

SIEHE AUCH: Ausstellung „Into The Woods. Annäherungen an das Ökosystem Wald“ im Kunst Haus Wien untersucht, was an der These vom „Wood Wide Web“ dran ist. (ORF.at 18.4.2024)

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