27. September 2026 – FPÖ-Energiesprecher NAbg. Paul Hammerl. „Preisexplosion bei Pellets wird zur nächsten Heizkostenfalle! Pellets kosten binnen eines Jahres um 32 Prozent mehr. Gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2021 liegt der aktuelle Septemberpreis sogar um rund 81 Prozent höher. Für ein Einfamilienhaus mit sechs Tonnen Jahresverbrauch bedeutet das über 1.100 Euro zusätzliche Brennstoffkosten gegenüber 2021.“ (APA / OTS 24.9.2026)

Die Lobbyisten von Propelets.at rechnen die Preisanstiege dagegen schön: „Heizen mit Pellets bleibt deutlich günstiger. Trotz gestiegener Preise bleiben Pellets deutlich günstiger als Heizöl und Erdgas. Im August 2026 kostet eine Jahresmenge Pellets für einen durchschnittlichen Haushalt rund 2.419 Euro. Für Heizöl fallen 4.694 Euro an, für Erdgas 4.896 Euro. Damit liegen die Brennstoffkosten für Pellets weiterhin bei nur etwa der Hälfte.“
„Noch ein Glück, dass die Pelletspreise nur explodiert sind“, würde Tante Jolesch sagen. 2022 sind sie nämlich durch die Decke gegangen und haben sich verdreifacht. Sogar die Bundeswettbewerbsbehörde BWB hat untersucht, den Fall aber 2023 eingestellt (nachdem die Preise wieder um etwa die Hälfte reduziert wurden). Zwei Jahrzehnte bis 2020 kostete eine Tonne Pellets rund 200 Euro, dann stiegen die Preise langsam und 2022 abrupt auf 600 Euro (angeblich infolge der Strom- und Gaspreisexplosion) 2023 gingen die Preise auf gut 300 Euro zurück und seit heuer steigen sie wieder massiv (ohne Strom- und Gaspreisexplosion). ethos.at hat seit 2022 umfassend informiert; über die massiven Preissteigerungen dieses Jahres schon am 3.7.2026
Nun ist der Skandal sogar bei den Massenmedien angekommen. KRONE.at (26.9.2026) deckt auf: „Seit Jahren werden Holzpellets damit beworben, dass der Rohstoff aus heimischen Wäldern kommt. Die Botschaft: sichere Versorgung und mehr Unabhängigkeit von internationalen Krisen. Heute zeigt sich jedoch, dass diese Werbebotschaft nur die halbe Wahrheit ist. Das Holz kommt zwar aus Österreich, die Preise werden aber zunehmend im Ausland gemacht. Zahlen Kunden in Italien, Deutschland oder der Schweiz mehr, steigt auch hierzulande das Preisniveau. Die Folge: Rund 250.000 Pelletshaushalte müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen.“