Autor: Hubert Thurnhofer

Schuld vs Verantwortung

Auszug aus dem Buch MORAL 4.0 – ISBN 9783744890977ISBN 9783744890977

Jeder Mensch kennt die Situation, dass er – oft unbegründet oder unbegründbar – an Schuldgefühlen leidet. Das häufig anzutreffende individuelle Schuldbewusstsein ist kein Beweis, dass Schuld in Folge der sogenannten Erbsünde immer schon auf uns lastet, sondern nur dafür, dass 2000 Jahre christlich-theologischer Indoktrination deutliche Spuren in den Köpfen der Menschen Europas hinterlassen haben. Auf die Perpetuierung dieses Schuldbewusstseins haben sich die Kirchen spezialisiert, die keine Lösung der Probleme im Diesseits anbieten, sondern nur eine Erlösung im Jenseits. Dass Kirchen mit der Caritas und anderen sozialen Einrichtungen Erste Hilfe leisten, ist zwar gut, aber auch nur eine moderne Form, das Schuldbewusstsein zu beruhigen. Caritas ist im Prinzip Mitleid mit den Schwächsten eingebettet in eine öffentliche Institution, den Anforderungen unserer Zeit entsprechend als Unternehmen konzipiert.

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Jonas Hans: Das Prinzip Verantwortung

Vor über genau 40 Jahren hat der Philosoph Hans Jonas eine Zukunftsethik entwickelt, die den möglichen Bedrohungen der Menschheit durch die Technik gerecht werden soll. Der Titel des Werkes ist Programm: „Das Prinzip Verantwortung“. Jonas geht von folgender Beobachtung aus: „Die moderne Technik hat Handlungen von so neuer Größenordnung, mit so neuartigen Objekten und so neuartigen […]

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Soros George: Die Alchemie der Finanzen

(Erschienen am 23.11.2020 auf thurnhofer.cc) – In dem Buch „Die Alchemisten“ (erschienen 2013) hat der Journalist der New York Times, Neil Irwin, „die geheime Welt der Zentralbanker“ von außen ziemlich gut beleuchtet. In dem Buch „Die Alchemie der Finanzen“ (erschienen 1987) hat der Hedgefonds-Manager George Soros die spekulativen Mechanismen der Finanzmärkte von innen beleuchtet und sein Erfolgsrezept auf Basis seines Reflexivitäts-Konzeptes erläutert. Irwins Erkenntnisse und Enthüllungen hab ich ausführlich in meiner „Osterbotschaft 2020“ zitiert. Schon 2014 hab ich in dem Essay „Popper, Soros, Heinen und der Markt“ geschrieben: „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass George Soros ein Philanthrop ist, ebenso wie Erich Honecker ein Philanthrop war.“ Niemand geringerer als George Soros bestätigt 2019 meine provokante Aussage: „Ich war gegenüber der Philanthropie schon immer misstrauisch.“

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Dieses Zitat stammt aus dem jüngsten Buch von George Soros „Für die Verteidigung der offenen Gesellschaft“, erschienen 2019. Weiters schreibt er in dem Buch: „Ich bin selbstsüchtig und egozentrisch und habe keine Skrupel, das einzugestehen. Jedoch habe ich in den vergangenen 30 Jahren eine weitreichende philanthropische Unternehmung aufgebaut – die Open Society Foundations -, deren Jahresetat sich um die 500 Millionen Dollar bewegt und jetzt in Richtung einer Milliarde klettert (Gesamtausgaben 1979 bis 2018: rund 15 Milliarden Dollar). Die Aktivitäten der Open Society Foundations erstrecken sich über alle Teile des Erdballs und decken ein derart breites Spektrum an Themen ab, dass sogar ich davon überrascht bin. Natürlich bin ich nicht der einzige selbstsüchtige und egozentrische Mensch, die meisten Menschen sind so. Nur bin ich eher bereit, es zuzugeben. Es gibt auf der Welt viele wahrhaft wohltätige Menschen, aber nur wenige von ihnen häufen das Vermögen an, das man braucht, um Philanthrop zu werden.

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Wirtschaftsethik 2018 ethik-heute.org

Vom Bitcoin zum Shitcoin

21. März 2018 – Der Hype um die Internetwährung Bitcoin ist verflogen. Hubert Thurnhofer erklärt, wie Bitcoins funktionieren und warum sie als Gegenpol zu üblichen Währungen entwickelt wurden. Von der ursprünglichen Idee sei nicht viel geblieben, so das Fazit des Autors. „Die Krytowährung ist aus ethischen Gründen abzulehnen.“

Gibt es allgemein verbindliche Grundwerte?

27. Mai 2018 – Alle Arten von Moral seien gleichwertig, sagt der Anthropologe Michael Tomasello. Dürfen wir daher zum Beispiel die moralisch begründete Genitalverstümmelung von Mädchen nicht verurteilen? Der Philosoph Hubert Thurnhofer ruft dazu auf, über ethische Grundwerte zu diskutieren.

Brauchen wir ein neues Geldsystem?

19. Juni 2018 – Die Schweizer Vollgeld-Initiative wollte das alleinige Recht auf Geldschöpfung der Nationalbank übertragen. Was sonst, fragt der gesunde Menschenverstand. Doch die Schweizer stimmten dagegen. Zu recht, argumentiert Hubert Thurnhofer, denn wer einen radikalen Wandel will, müsse noch weiter gehen und auch Derivate und Privatbanken abschaffen.

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Wirtschaftsethik 2015 – 2017 A3ECO

Von 2015 bis 2017 veröffentlichte HTH Beiträge zur Wirtschaftsethik in der Unternehmerzeitschrift a3eco (A3 ECO), die bis September 2017 in einer Auflage von 60.000 Stück erschienen ist. Alle Beiträge wurden illustriert von Ernst Zdrahal. Hier die Beiträge in chronologischer Reihenfolge.

Was kommt nach dem Kapitalismus?

6.5.2015 – Wie die Friedens- und Ökologiebewegung in den 1980er Jahren sukzessive alle Gesellschaftsschichten erfasst hat, so zieht die Kritik des real existierenden Kapitalismus heute immer weitere Kreise. Der Philosoph Herbert Giller gehört dabei zu den herausragenden Köpfen, meint a3ECO-Autor Hubert Thurnhofer. (Erschienen in der Rubrik Wirtschaftsethik der Unternehmerzeitschrift A3 ECO, Ausgabe 3-4/2015 am 5.3.2015)

eMobility muss sich neu erfinden

6.5.2015 – Tesla hat in Q1 2015 weltweit 10.030 Autos verkauft und jubelt über ein Absatzplus von 55 Prozent. Doch die Begeisterung für eMobility hält sich weiter in Grenzen, wie die Zulassungsstatistiken zeigen. Es liegt daher in der Verantwortung der Hersteller, den Markt anzukurbeln, meint a3ECO-Autor Hubert Thurnhofer. (Erschienen in der Rubrik Wirtschaftsethik der Zeitschrift  A3ECO / 5/2015)

Start-ups: Sucht nach Superlativen!

22.5.2015 – Start-ups sind, 15 Jahre nach dem New Economy Hype, wieder in. Gestandene Unternehmer der Old Economy suchen nach den „erfolgversprechendsten“ Geschäftsmodellen. Die superlativsten Ansprüche sind geblieben, das verstellt den kritischen Blick auf die „erfolgversagendsten“ Perspektiven eines Start-ups, meint a3ECO-Autor Hubert Thurnhofer. (Erschienen in der Rubrik WIRTSCHAFTSETHIK der Zeitschrift A3ECO, Ausgabe 6/2015)

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Wirtschaftsethik 2008 – 2011 The Global Player

Seit 2008 veröffentlicht HTH Beiträge zur Wirtschaftsethik in der Zeitschrift „The Global Player“ (Früher: „Die Bunte Zeitug“). Alle Artikel wurden Ernst Zdrahal illustriert und parallel auf thurnhofer.cc publiziert. Hier die Links, chronologisch 2008-2011

Finanzmarkt 008 – die Lizenz zum Zocken

22.11.2008 – Die Begriffe „Kontrolle“ und „strengere Regeln“ wurden in den vergangenen Wochen im Zusammenhang mit dem internationalen Finanzmarkt öfter genannt als in den vergangenen 50 Jahren. Weil die US-Regierung die Investmentbank Lehman Brothers nicht gerettet hat, brach das Kartenhaus in sich zusammen. Der weltweite Finanzmarkt hat sein wahres Gesicht gezeigt: ein El Dorado für Zocker und Spekulanten. Am Montag, den 15. September, legt Lehman Brothers die Karten auf den Tisch und stellt sich unter den Schutz von Chapter 11. Das ist der amerikanische Weg in den Konkurs. Damit erhalten Unternehmen die Möglichkeit Sanierungsschritte einzuleiten, während die Gläubiger keinen Zugriff auf das Vermögen des konkursreifen Unternehmens haben.

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2022.12.23 Bolschoi Don Kosaken

Im Wiener Konzerthaus Am 23. Dezember 2022 um 19:30 Uhr Karten direkt bei Konzertdirektion LERA +43/(0)664/301 52 10 + lera@bdk.at Weitere Konzerte der Bolschoi Don Kosaken Der berühmte Männerchor Bolschoi Don Kosaken ist der einzige, der ausschließlich aus Opernsolisten besteht. Nach der Erkrankung von Serge Jaroff hat Petja Houdjakov Anfang der 80er Jahre einige Mitglieder […]

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Walterskirchen Gudula: Wie wir unfrei werden

Jegliche Systemkritik sei totalitär – zu diesem Schluss kam die Tageszeitung Kurier (3.12.2022), seit vielen Jahren das inoffizielle Zentralorgan der ÖVP-Regierungen – in einem „Leitartikel“ unter dem Titel „Neue totalitäre Tendenzen“. Auch wenn man kein Anhänger der Klima-Ideologie ist, so kann man den schlapsigen Slogan „System change, not climate change“ unmöglich mit dem Kommentar quittieren: „Dies aber ist ein totalitärer Anspruch.“

Diese Aussage einer Zeitung, die das bestehende österreichische System mit all seinen Verfilzungen ohne Wenn und Aber, ohne jegliche kritische journalistische Distanz vertritt – diese Aussage beweist, wie notwendig das aktuelle Buch von Gudula Walterskirchen ist: „Wie wir unfrei werden. Der Weg zur totalitären Gesellschaft“.


walterskirchen gudula

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EU – Western Balkans Summit 2022 in Tirana

Vienna, Austria—Former Western Balkan heads of state, high-level officials and Balkans experts were the panelists at a one-day conference at the Diplomatic Academy of Vienna – Vienna School of International Studies. The Balkan Leadership Conference of November 11, 2022, titled „Western Balkan Countries and EU Relations – Challenges and Perspectives,” was held jointly by the Europe-Middle East branch of UPF and the Podgorica Club of former heads of state of the Balkan Peninsula.

The approximately 150 participants included representatives from 17 embassies, scholars, and NGO representatives. This event followed two UPF conferences on Western Balkan peace and security held in April and June of this year, co-sponsored by the Podgorica Club and the government of Kosovo, respectively.

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Gummiparagrafen

Es gibt sie wirklich: die Gummiparagraphen!! Copyright: Dr. Hans Peter Lehofer, Senatspräsident des Verwaltungsgerichtshofes ethos.at startet hiermit eine Sammlung der „besten“ Gummiparagrafen Österreichs. Hinweise bitte an office at ethos.at

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