Autor: Hubert Thurnhofer

WKO beharrt auf Rohstoff- und Geldverschwendung

21. Oktober 2022 – Viele Dinge werden produziert, weil es immer schon so war. Dazu gehören die wöchentlichen Zeitungen der Wirtschaftskammer. Weil alle Bundesländer ihre Landesstellen haben, produzieren alle Bundesländer-Kammern ihre eigenen Zeitungen zur Zwangsbeglückung ihrer Mitglieder.

Dazu gibt es natürlich auch noch elektronische Newsletter, in welchem ich heute aufgefordert wurde einen Fragebogen auszufüllen: „Die digitale Revolution ist im Wirtschaftsleben nicht mehr aufzuhalten. Viele Firmen stehen vor großen Herausforderungen und auch Entscheidungen inwieweit die Digitalisierung das eigene Unternehmen aber auch die Branche verändern (könnte) und welche Vor- bzw. auch Nachteile sich daraus ergeben werden. Dieser Fragebogen hat das Ziel, den Bedarf der Unternehmen abzufragen und aus den Ergebnissen zielgerichtete Angebote zu ausgewählten Digitalisierungsthemen für Firmen in der Hochsteiermark zu erarbeiten.“

Wenn Dir ethos.at wertvolle Informationen liefert, bitte um deine Bewertung via Spende!


WKO 2022 10 21 Corona what else

Meinen Bedarf habe ich folgendermaßen formuliert: „Ich würde gerne auf die wöchentliche Print-Ausgabe der WK-Zeitung verzichten, die absolut keinen Wert für meine unternehmerische Tätigkeit hat. Die Einstellung dieser Zeit-, Energie, Rohstoff- und Geldverschwendung wäre aus meiner Sicht der größte Beitrag zur Digitalisierung, den die WK leisten könnte. JETZT!“

Weiterlesen

Philosophische Praxis

Immanuel Kant: Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen? Was soll ich tun?

Hubert Thurnhofer: Wie geht es weiter? Und: wann kehren wir um?

Kontakt: hubert at ethos at

Mag. Hubert Thurnhofer (HTH), Mitglied der Gesellschaft für angewandte Philosophie, eröffnet am 26. Oktober 2022 seine philosophische Praxis (Langenwang, Steiermark). Neben langjähriger Tätigkeit als Kommunikationsberater und als Galerist, hat er bislang acht Bücher geschrieben, zuletzt „Moral 4.0“ und „Baustelle Parlament“. Dazu kommen hunderte Artikel zu den Themenbereichen Ethik, Bildung, Kultur, Politik und Wirtschaft.


Gastprofessur Ethik UNI Wien Absage

Weiterlesen

Roberts John Morris: Der Triumph des Abendlandes

„Eine neue Deutung der Weltgeschichte“ (so der Untertitel der deutschen Ausgabe) hat der britische Historiker J.M. Roberts 1985 publiziert. Der Originaltitel lautet: „The Triumph of the West: The Origin, Rise, and Legacy of Western Civilization“. Man könnte das Buch von Roberts (1928-2003) als Ehrenrettung des „Eurozentrismus“ bezeichnen. Laut Wikipedia ist dieser Begriff in den 1970er Jahren aufgekommen und hat sich in den 1990er Jahren durchgesetzt um die Vorherrschaft der europäischen Kultur und Zivilisation in Zeiten des Kolonialismus und Imperialismus zu kritisieren.

Über die Weltsicht eines Europäers im Jahr 1900 schreibt Roberts in der Einleitung: „Jedermann wußte, daß es in der fernen Vergangenheit andere große Kulturen gegeben hatte […] das China des 19. Jahrhunderts wurde von denen, die zur ‚zivilisierten Welt‘ gehörten, gewöhnlich für kaum lebendiger gehalten als das alte Assyrien. Diese Vorstellung setzte einen unausgesprochenen Gegensatz zu allem anderen, zum unzivilisierten Rest der Welt, der vor allem keinen Anteil an der westlichen Dynamik hatte.“ (S 7) (Niall Ferguson hat 26 Jahre später die wesentlichen Positionen von Roberts in seinem Buch „Der Westen und der Rest der Welt“ übernommen.) „Die Kultur dieser Welt hatte ihr Fundament im Glauben an die vernünftige, objektive Intelligenz“. (S 9)

Weiterlesen

2022.10.06 Wahl 2022 live im ORF

Die Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl stellt ORF 2 am 6. Oktober 2022 ab 20.15 vor.

Die Sendung dauert zwei Stunden. Danach wird Simone Stribl mit den Politologinnen Kathrin Stainer-Hämmerle und Katrin Praprotnik die Ausführungen der einzelnen Kandidaten analysieren. Hubert Thurnhofer wird auf ethos.at live berichten und kommentieren.

20:15 Start. Drei Schulklassen aus Wien, rund 90 ersmals wahlberechtigte Schüler und Schülerinnen sind im Studio dabei

22.31 Die Herausforderer dürfen in 45 Sekunden aufsagen, WARUM man sie wählen soll.

Hier die NUMMER 1 in folgenden Disziplinen: Systemkritik Nummer 1: Brunner +++ Empathie Nummer 1: Staudinger +++ Rhetorik Nummer 1: Grosz +++ Jugendlichkeit Nummer 1: Wlazny +++ Kompetenz Nummer 1: Wallentin +++ Selbstbewusstsein Nummer 1: Rosenkranz +++ Selbstgefälligkeit Nummer 1: Van der Bellen.

RESÜMEE: Der ORF hätte laut Gesetz die Pflicht gehabt, schon Anfang September über jeden Kandidaten mindestens ein 1-stündiges Filmporträt und ein 1-stündiges, tiefgehendes Interview zu führen. Statt dessen hat der ORF mit der Sendung „Im Zentrum“ die sechs Herausfordere vorgeführt. Statt Hintergrund-Informationen wurden zum Einstieg Fast-Food-News geliefert. Danach kam die mediale Hinrichtung in Einzelinterview in sechs ZIB2-Ausgaben. Die „Sondersendung“ war da nur noch ein milder Ausklang für jene Kandidaten, die ihre Hinrichtung bereits überlebt haben. Als Kandidaten hat sie der ORF von Anfang bis zum Ende nicht ernst genommen. Damit hat ORF einen weiteren wichtigen Beitrag geleistet: zur Demontage unserer Demokratie

Wenn Dir ethos.at wertvolle Informationen liefert, bitte um deine Bewertung via Spende!

Siehe auch: Die Bevorzugung des ORF ist verfassungswidrig

Weiterlesen

Erdrutsch: VdB fällt unter 50 Prozent

„Sollte der Präsident trotz Amtsbonus deutlich unter 60 Prozent Zustimmung bleiben, wird das seine Autorität nicht stärken. Heinz Fischer kam bei der Wiederwahl auf 79,33 Prozent“, so die Kurier-Chefredateurin Martina Salomon. Ihr Gesinnungsgenosse von den weltberühmten „Vorarlberger Nachrichten“ hätte anstelle einer Wahl lieber gleich einen „Notariatsakt“ gehabt, um VdB in die zweite Periode einzuführen. Die jüngste Umfrage, die der Kurier in Auftrag gegeben hat, brachte folgendes Ergebnis: VdB 58%, Rosenkranz 16%, Tassilo Wallentin 9%, Dominik Wlazny 8%, Gerald Grosz 5%, Michael Brunner 3%, Heinrich Staudinger 1%. „Gar nicht arschknapp“ werde das Ergebnis ausfallen, so der Kurier. In dem Punkt kann man zustimmen, das Wahlergebnis wird nämlich ein Erdrutsch für VdB, und zwar deutlich unter die 50-Prozent-Grenze.


Topstory 2022 10 05 Erdrutsch fuf

Lesermeinungen und Kommentare siehe fischundfleisch.com

Update 9.10.2022: Amtliches Wahlergebnis

Weiterlesen

Karikatur Kacke im KURIER

3. Oktober 2022 – In der Zweiten Republik gab es bislang keine niederträchtigere Karikatur als die im Kurier, Ausgabe 3. Oktober 2022. Sie zeigt eine Balkengrafik, die sich über die Chancen der „sonstigen“ Kandidaten bei der BP-Wahl lustig macht, und zwar im direkten Vergleich mit VdB, seiner Ehefrau, seinem Hund, sowie dem „Floh von Hund Van der Bellen„. Demnach hat ein einziger Floh – hahaha – mit acht Prozent höhere Chancen als alle sonstigen „Dings und der Dings und der andere Dings…“ zusammen.


Kurier Karikatur Stürmer 800

Die Verächtlich-Machung von unbescholtenen Bürgern unseres Landes, die sich mit mehr oder weniger redlichen Motiven bemühen die Möglichkeiten unserer Demokratie zu nutzen, ist braune Kacke, der Kurier mittlerweile eine Zeitung, mit der man sich in der kommenden Krise nur noch den Arsch auswischen kann. Zur Gewöhnung sollte man jetzt schon damit beginnen.

Weiterlesen

Russland Ukraine Krieg Konflikt

2026

24. Februar 2026 – Dr. Daniele Ganser via FB:  Vor genau vier Jahren, am 24. Februar 2022, ist Russland in die Ukraine einmarschiert. Das war ein Verstoss gegen das Völkerrecht und das UNO-Gewaltverbot. Wir haben im Westen aber den Fehler gemacht, daraus ein Schwarz-Weiss-Bild zu zeichnen, guter Westen gegen böses Russland. Dieses Bild entsprach nie der Wahrheit, denn die Vorgeschichte des Krieges, also die NATO-Osterweiterung und den illegalen Putsch in Kiew am 20. Februar 2014, mussten dafür ignoriert werden. Die NATO-Osterweiterung war ein Wortbruch. Der Putsch von 2014 wurde durch die USA unterstützt. Dies bedeutet: Die russische Invasion war von den USA und von der NATO provoziert. Der Bürgerkrieg brach 2014 aus und wurde vom Westen angeheizt. CIA-Direktor John Brennan flog nach dem Putsch am 12. April 2014 im Geheimen nach Kiew und traf dort zusammen mit US-Botschafter Geoffrey Pyatt die Mitglieder der neuen ukrainischen Übergangsregierung. Das alles wird im Westen verschwiegen. Man darf nicht darüber sprechen. Wer daran erinnert, wird als «Putin-Versteher» diffamiert, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Man darf sich dadurch aber nicht einschüchtern lassen, denn die Kriegspropaganda geht weiter: Bundeskanzler Friedrich Merz postet diese Tage auf X: „Die Geschichte lehrt uns: Beschwichtigung schafft keinen Frieden. Sie ermutigt den Aggressor. Wer heute einem naiven Pazifismus folgt, befördert die Kriege von morgen.“ Damit setzt Merz weiterhin auf Krieg und Konfrontation mit Russland und Waffenlieferungen an die Ukraine. Das ist genau falsch und hat in den vergangenen vier Jahren auch nicht funktioniert. Blackrock hat in Rüstungskonzerne investiert und daher profitiert. Aber das ist nicht im Interesse der Menschheitsfamilie. Es braucht Frieden zwischen Deutschland, Russland und der Ukraine. Es sind schon mehr als 1 Million Menschen gestorben. Das Töten an der Front muss nach vier Jahren aufhören. Waffenlieferungen an Kiew werden nicht zum Sieg der Ukraine führen. Das müsste auch der Bundeskanzler erkennen.

26. Jänner 2026 – EU Report 🇩🇪 @1980Aktuell via X.com (26.1.26) Russland veröffentlichte ein Video, das die Ausweitung der NATO-Grenzen von 1949 bis heute zeigt.

2025

Update Dezember 2025 – Die USA veröffentlichen ihre neue National Security Strategy 2025, was die Kriegstreiber Deutschlands in Aufruhr versetztDie Einschätzung von russischer Seite erfolgt am 10.12.2025, sachlich, unaufgeregt und dabei selbstbewusst, aber nicht selbstgefällig.

Update August 2025 – Präsident Trump und Präsident Putin in Alaska. Die Eliten Europas durften nach den Verhandlungen bei ihrem (einstigen?) Verbündeten vorsprechen. Mainstream-Berichte auf ORF.at: + + Trump und Putin starteten Gipfel zu Ukraine + + + Trump ohne Deal. Alaska-Gipfel „Geschenk für Putin“. Bei den alternativen Medien waren sich jene, die sich selbst für rechts (Report24) und links (Sebö) halten, überraschend einig in der Bewertung des Gipfels. + + + + „Das US-russische Gipfeltreffen in Alaska war ein wichtiger symbolischer Schritt in die Richtung eines Friedens und nicht nur eines Waffenstillstands, der eine Täuschung wäre.“ (Selbstbestimmtes Österreich Sebö). „Der Gipfel in Alaska zwischen Donald Trump und Wladimir Putin markiert einen Wendepunkt. … Bleibt die Frage, ob Kiews Starrsinn und Brüssels Bellizismus den Frieden noch sabotieren können.“ (Report24.news) + + + + + Eric Gujer, Chefredakteur der Zürcher Zeitung tanzt aus der Reihe des gleichgeschalteten Mainstreams: „Wenn Gebietsabtretungen an Russland Frieden bringen, sind sie den Preis wert.“ NZZ.ch (22.8.25) + + + + + + Das Zentralorgan der Neuen Deutschen Wirklichkeit bleibt indessen auf der Seite der Kriegstreiber: DIE ZEIT @zeitonline 22.8.25: „Stehen bald deutsche Soldaten in der Ukraine? Militärexperte Franz-Stefan Gady erklärt, wie ein Friedenseinsatz aussehen könnte – und welche Risiken dieser hätte.“

Update 25. April 2025  – Friedensverhandlungen Russland-Ukraine: „So sehen Trumps Friedensplan und der europäische Gegenvorschlag im Wortlaut aus. Die US-Regierung will die Krim dauerhaft in russische Hände übergeben. Weitere Teile der Ukraine sollen „de facto“ von Russland kontrolliert werden. Dazu gibt es einen Gegenvorschlag der EU“; DiePresse.com (25.4.25) berichtet.

Update 16. April 2025 – Russische Botschaft Wien / Посольство России в Австрии – Auszüge aus dem Interview des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, mit der Zeitung „Kommersant“ (Moskau, 14. April 2025)

• Die Wiederaufnahme eines normalen Dialogs mit dem US-Präsidenten Donald Trump ist eine natürliche Sache. <…> Das Wichtigste ist, dass es auf beiden Seiten den Willen dazu gibt, trotz der Probleme und der unterschiedlichen nationalen Interessen in einer Reihe von Fragen der internationalen Agenda. <…> Man muss sich als gut erzogene, höfliche Menschen treffen und einander zuhören.


Ru Botschaft Lawrow

Weiterlesen

WIR EMUs Pressekonferenz über Antigen-Tests

Wien, Linz, 22.9.22 – In Österreich kommen seit 2020 in vielen Bereichen, vor allem Schulen, Antigen-Schnelltests (Wohnzimmertests) zur Anwendung. Die Bundesregierung hat der zuständigen Behörde BASG ursprünglich per Gesetz verboten, diese Tests auf Inhaltsstoffe und Funktionsweise zu prüfen.

Flüssigkeit in Antigen-Tests – Laborbefunde zeigen hohe Giftigkeit

Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=Jteqn8FqKWE


RTV PK Prof Missliwetz 22 9 22

Weiterlesen

2022.10.26 Nationalfeiertag

Genau vor einem Jahr, am 26.10.2021 ist die Webseite ethos.at online gegangen. Gleichzeitig hat unser Kandidat 2022 seine Teilnahme an der Wahl des Bundespräsidenten angekündigt. Das Projekt ist gescheitert, nachdem er die erforderlichen Unterstützungserklärungen nicht sammeln konnte. Am 26. Oktober 2022 lädt er nun seine steirischen Unterstützer ein, um die einfache aber komplexe Frage zu […]

Weiterlesen

Inflation der Volksbegehren

Update 21. Juni 2023: DerStandard.at stellt die Frage: „Geschäft oder Anliegen?“ Der Artikel gibt zwar keine Antwort auf die Frage „Was hinter der Flut an Volksbegehren steckt“, beleuchtet aber ein paar Player wie die „Initiative Gemeinsam Entscheiden“ (IGE), an der u.a. der Anwalt Marcus Hohenecker beteiligt ist.

Update 4. April 2023: Nächste Eintragungswoche ist von 17. bis 24. April 2023. Details auf ethos.at

22. September 2022 – Das erste Volksbegehren der 2. Republik war 1964 das so genannte Rundfunkvolksbegehren. „Ziel des Volksbegehrens war, den Österreichischen Rundfunk durch ein Gesetz aus der Tagespolitik und den jeweils herrschenden politischen Verhältnissen herauszuhalten, und ihn damit zu einem unabhängigen Medium zu machen“, berichtet Wikipedia. Der Effekt schon damals: Null komma Josef. Fünf Jahre später folgten zwei weitere Volksbegehren: „Schrittweise Einführung der 40-Stunden-Woche“ und „Abschaffung der 13. Schulstufe“. Die Ergebnisse dieser Begehren kann man durchaus als nachhaltig bezeichnen.

Bis Ende des vorigen Jahrhunderts wurden genau 24 Volksbegehren in Österreich durchgeführt. Allein seit Jänner 2022 wurde 40 (!) neue Volksbegehren angemeldet (Stand 22.9.22) – man kann von einer richtigen Inflation der Volksbegehren sprechen. Ob ein direkter Zusammenhang mit der aktuellen Geldentwertung besteht, werden Historiker vielleicht einmal untersuchen.

Ergänzung 23.2.23: Der Artikel hat offenbar einen Witzbold inspiriert, der am 15.11.22 das „Volksbegehren ‚Sinnloses Volksbegehren'“ einbegracht hat. Wortlaut: „Volksbegehren sind ein zahnloses demokratisches Instrument, das Bürgerbeteiligung vortäuscht, aber nichts ändert. Erfolgreiche Begehren werden kurz im Parlament diskutiert und wandern dann in den Papierkorb. Wenn die Politik unsere Zeit verschwendet, verschwenden wir ihre – Auge um Auge! Der Nationalrat wolle sinnlos über dieses Volksbegehren diskutieren und ein Gesetz beschließen, wonach das Nationalratspräsidium alle zu behandelnden Volksbegehren künftig ’sinnlose Volksbegehren‘ nennen muss.“ (registriert seit 15. November 2022)

Details siehe wikipedia: Liste der Volksbegehren

Weiterlesen