2026.03.04 Zeit zum Leben

2026 BoD Zeit zum Leben 800

Die Anthologie der Anima Incognita Edition versammelt Beiträge von 28 Autoren und Autorinnen: Nina Altmüller, Franziska Bauer, Sophia Benedict, Mihail Bessarabin, Gerhard Blaboll, Ilse Viktoria Bösze, Renate Done, Hans Dama, Sidonia Gall, Andrea Glatzer, Bernhard Heinrich, Josef Helmreich, Sonja Henisch, Ingrid Karner, Ernst Karner, Maria Lehner, Eva Meloun, Traute Molik-Riemer, Eva Novotny, Jordi Rabasa-Boronat, Elisabeth Schawerda, Elisabeth Schöffl-Pöll, Ingrid Schramm, Michael Stradal, H. M. Magdalena Tschurlovits, Hubert Thurnhofer, Horst Weber, Peter Weingärtner.

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BUCHPRÄSENTATION am 4. März 2026 um 18:00 Uhr

Galerie Contemplor

Kalvarienberggasse 46, 1170 Wien

Straßenbahn Linien 43 und 9 Station Elterleinplatz

Videolink: ZEIT ZUM LEBEN - ANTHOLOGIEPRÄSENTATION 

Vorwort

von Herausgeber Hubert Thurnhofer

Manche Menschen teilen ihr Leben in Arbeit und Freizeit. Das bedeutet oft, dass sie mit ihrem Job unglücklich sind, während sie ihr eigentliches Leben nur in der Freizeit verwirklichen können. Andere Menschen können erst in der Pension, frei von Sorgen um die Kinder und frei von allen anderen Verpflichtungen, ihr eigenes Leben beginnen. Die Jugend will das nicht mehr und fordert Work-Life-Balance, noch bevor sie je richtig gearbeitet hat. Für Jung und Alt stellt sich gleichermaßen die Frage: Wann haben wir Zeit zum Leben?

Ein Möbelhändler provozierte einmal mit dem Werbeslogan: „Wohnst du noch, oder lebst du schon?“ Das impliziert: Wohnraum ist nicht immer ein vorzüglicher Lebensraum. Wohnen und Leben können sehr unterschiedliche Sachverhalte sein. Früher sprachen die Menschen von Stadt- und Land-Bewohnern. Damit wurde nicht nur eine örtliche Abgrenzung geschaffen, sondern auch eine zeitliche. In der Stadt waren Zukunft und Fortschritt daheim, während am Land Traditionen der Vergangenheit weiter lebten.

Das Leben ist heute durchlässiger, ja sogar grenzenlos. Massentourismus öffnet uns die ganze Welt ebenso wie das Internet. Das Weltgeschehen dreht sich in noch nie dagewesener Geschwindigkeit um uns. Wir mussten lernen, schneller zu leben. Man muss heute in drei Tagen ganz Europa bereisen, um tausende Selfies von allen bekannten Sehenswürdigkeiten nach Hause zu bringen. Dafür wird man in Zukunft sogar zwei Leben brauchen: eines, um Millionen von Selfies zu produzieren, und ein zweites, um all das anzuschauen.

Aber haben wir deshalb gelernt, intensiver zu leben? Können wir in dieser Geschwindigkeit überhaupt noch etwas er-leben, Geist und Seele be-leben? Vieles bleibt an der Oberfläche, wovon Millionen von Selfies Zeugnis ablegen. Um beim Beispiel Tourismus zu bleiben: es ist besser ein Land zu erfahren, statt es zu überfliegen. Man könnte sagen: jeder Tag ist eine kleine Reise. Es liegt an uns, ob wir unsere täglichen Reisen erleben oder überfliegen, ob wir uns Zeit zum Leben nehmen, oder nur für tausende Augenblicke mit Selfiestick.

2026.02.12 Podiumsdiskussion: Februar 1934

Seboe 2026 02 12

12. Februar 1934 und heute: wie dem autoritären Staat begegnen?

Ähnlichkeiten und Unterschiede

Beginn Donnerstag, 12.02.2026 - 19:00

Ort Das Freie Wort, Rögergasse 24-26, 1090 Wien

Veranstalter: Selbstbestimmtes Österreich

Moderation: Willi Langthaler

+ Irina Vana, Soziologin, Selbstbestimmtes Österreich

+ Hannes Hofbauer, Autor, Verleger, Demokratie & Grundrechte

+ Albert Reiterer, Gesellschaftswissenschafter

+ Sali Attia, Lehrerin, Politikwissenschafterin, Initiative Palästina Solidarität

+ Zehra Çığırlı, Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF)

+ Ernst Wolrab, Antifaschist, Kommunist, Palästina-Aktivist, Nachfahre von Holocaustüberlebenden

Der 12. Februar 1934 ist zu Recht ein nationales Trauma. Mittels eines blutigen Staatsstreichs zerschlugen die Vorläufer der ÖVP die Demokratie. Die Arbeiterbewegung wurde unterdrückt, der Antisemitismus institutionalisiert und letztlich der Machtergreifung der Nazis der Weg geebnet.

Heute scheint der autoritäre Umbau des Staats vergleichsweise leise, schleichend und ohne Blutvergießen von statten zu gehen, vielfach durch Maßnahmen der der formaldemokratischen Institutionen entzogenen EU: Kontrolle über die Medien, das Internet und den digitalen Raum. Einschränkung der Meinungsfreiheit unter dem Anti-Terror-Deckmantel. Erhöhung der Exekutive über Judikative und Legislative. Corona-Regime. Verfolgung der Bewegungen gegen den Völkermord in Palästina und gegen die Kriegsmobilisierung der EU gegen Russland. (Eklektisch finden zur Rechtfertigung gleichzeitig Ideologiebausteine des Regime-Antifa sowie offener Revisionismus Verwendung.) Druck auf das Bargeld. Kampagne des politisch-medialen Komplexes gegen Musliminnen und Muslime, etc.

Ist aufgrund der Willfährigkeit des politisch-medialen Systems ein Staatstreich gar nicht mehr nötig? Welche Rolle hat dabei das alte System der „extremen Mitte“? Dienst es tatsächlich als „Brandmauer“ oder nicht doch eher als „Steigbügelhalter“? Befinden wir uns gar schon in einem (Techno)-Faschismus, sind wir noch auf dem Weg dahin oder bedürfen die Eliten eines (gewaltsamen) Putsches um dort hinzukommen?

Die Debatte soll uns orientieren helfen, wie und mit wem die demokratischen Grundrechte verteidigt werden können.

2026.01.31 Monatsrückblick Jänner

Prosit 2016 800

Prosit 2026 & Rückblick 2016

+ B-VG BVG Verfassung: Schönheit und Eleganz? „Die Schönheit und Eleganz der österreichischen Bundesverfassung“ ist der Titel eines Buches, das kurz vor Weihnachten im MANZ-Verlag erschienen ist. Der Herausgeber Christoph Bezemek versammelte 21 „führende“ LiteratInnen und 21 „führende“ Verfassungsexperten um 21 ausgewählte Artikel der Verfassung zu kommentieren. Das Ergebnis sagt sehr wenig über Stärken und Schwächen der österreichischen Verfassung aus, aber sehr viel über Juristerei.

rote Bücher und Glas

+ 40.000 „Wieder-Österreicher“ seit 2019 aufgrund der Ergänzung des Staatsbürgerschaftsgesetzes durch §58c StbG. ethos.at hat nachgefragt:  woher kommen sie, und wo bleiben sie?

+ Neue Wirklichkeit 2026: Schon im ersten Monat des Jahres hat der „demokratisch gewählte“ und plutokratisch regierende Präsident der USA bewiesen, dass er keine Regeln anerkennt, die er nicht selbst gemacht hat und die ihm (und seinem Klan) nicht direkt nutzen. Lehrbeispiel Venezuela, wo er in aller Offenheit deklarierte, dass es um billiges Öl für die USA geht. „Die USA“ ist synonym mit „Mr President“. Die erste große Bühne für „führenden“ Köpfe dieser Welt bot wie immer das WEF in Davos; erstmals ohne Klaus Schwab, aber wie immer mit hochtrabenden Ansprüchen: Connecting leaders to make sense of global challenges and move the world forward together. Die WEF-Bühne nutzte der US-Präsident zur Vorstellung seiner "alternativen UNO", dem Friedensrat (Board of Peace).

+ Headlines / Schlagzeilen auf weforum.org + + North America at Davos 2026: Trump, Carney and a changing world + + + How middle powers are reading the global moment + + + + Trade is changing — and Davos 2026 made it clear. Here are 10 insights + + + + + The full transcript of a special address by Donald J Trump, President of the United States of America, delivered at the World Economic Forum's Annual Meeting 2026 in Davos. + + + + + Davos 2026 in numbers + + + + + + „Der Globalismus ist gescheitert.“ DerMedienfuzzi @MedienfuzziShow via X.com (21.1.2026): Der Globalismus ist gerade in Davos gestorben. Howard Lutnick begab sich in die Höhle des Löwen – und sagte dem Weltwirtschaftsforum genau das, was sie nicht hören wollten. + + + + + + Dugin vs Schwab

+ Frage des Monats: Gerhard Mangott (University Professor In International Relations; Research on Russian and US foreign policy, strategic arms control and nonproliferation.) via X.com 27.1.26: Nur noch wenige Tage bis der letzte Vertrag über die Begrenzung strategischer nuklearer Offensivsysteme (New START/START-3) zwischen den USA und Russland ausläuft. Wird die Menschheit Nuklearwaffen abschaffen, oder werden Nuklearwaffen die Menschheit abschaffen?

+ Russophobie des Monats. Anneliese Rohrer Worstase 2026 im Tiktok-Video: „… dann haben die Russland freie Bahn“. Rinaldo Mogyorosy @Rmogyorosy via X.com 27.1.26 @huberthurnhofer erwidert @Rmogyorosy: "Dann haben die Russen freie Bahn". Wohin? In ein ruiniertes, höchst verschuldetes Europa!? Wenn die Empire-Phantasien, die Putin unterstellt werden, stimmen würden, dann müssten alle, die so genau wissen "was Putin will" dankbar sein, dass in diese Ruine noch jemand rein will. Staatsverschuldung RU 350 Mrd, ca 25% BiP. Staatsverschuldung Deutschland 2,6 Billioenen (60% BiP), Staatsverschuldung Frankreich 3,5 Billionen (ca 110% BiP), EU-Länder im Schnitt: 88% BiP. Da kommt JEDER richtige IMPERATOR auf die glorreiche Idee: dieses Europa krall ich mir!

+ Rassenhass pfui! Russenhass hurra! Mit dem Verbot der Einfuhr von russischem Gas in die EU ab 2027 wurde die wirtschaftliche Trennung zwischen Europa und Russland faktisch vollzogen. Ungarn und die Slowakei wurden überstimmt. Die Verordnung tritt sofort in kraft. "Kauft nicht bei Russen", wird zur offiziellen europäischen Doktrin. Die Frage, ob Russenhass ein ähnlicher Charakterzug ist wie Antisemitismus wird möglichst ignoriert. - Eine Spurensuche von Bert Ehgartner.

+ Indirekte Nato- und Kriegsfinanzierung? fob.at (18.1.2026) hat hat Österreichs Förderungsbericht 2024 (Bericht der Bundesregierung gemäß § 47 Abs. 3 BHG 2013) seziert und herausgefunden, wie über drei Ministerien hinweg Millionenbeträge für die Ukraine und die NATO verschoben werden.

+ Wehrpflicht soll verlängert werden. Den deutschen Kriegstreibern folgen die Österreicher auf dem Fuß. Naturgemäß, würde Thomas Bernhard sagen. Das Fundament dafür ließ natürlich Verteidigungsministerin Tanner von einer Kommission legen, die am 20.1.26 einen Bericht vorgelegt hat. Passend dazu wurde auch Plattform „Wehrpflicht für ein wehrhaftes Österreich“ vorgestellt, die bereits 20 Mitgliedsverbände mit rund 200.000 Mitgliedern umfasst. Wo Vorbereitungen zum Krieg anlaufen, ist auch die Lebenshilfe nicht weit; diese begrüßt Empfehlung zur Verlängerung des Zivildienstes auf 12 Monate. Die Unterstützer der Initiative „Österreich ohne Armee“ wollen indessen FRIEDENSTÜCHTIG sein – nicht „kriegstauglich“ werden.

+ Ein Gegenentwurf zur Weltlage – gutes Zusammenleben von Klaus Moegling auf telepolis.de: 

+ Stefan Niehoff starb im Januar 2026 im Alter von 65 Jahren. Er ging mit der „Schwachkopf-Affäre“ (Quelle wikipedia) – einer Anklage wegen „Tatverdacht einer gegen Personen des politischen Lebens gerichteten Beleidigung“, wie der Straftatbestand der Königsbeleidigung im 21. Jahrhundert heißt – in die Geschichte Deutschlands ein.

+ Stärkung des Standorts Österreich verspricht die Bundesregierung und posaunt via APA / OTS (20.1.26) hinaus: „Halbe Milliarde Euro für Schlüsseltechnologien und Standortsicherung im internationalen Wettbewerb“. Dabei geht es um nicht mehr als „erneut“ um begünstigte ERP-Kredite in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro. Also so viel wie jedes Jahr. 2025 hat der ERP-Fonds 873 Projekte mit einem Kreditvolumen von zusammen 465,2 Millionen Euro finanziert.

+ 14.000 Abschiebungen 2025 durch das Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) vermeldet Innenminister Gerhard Karner. Dem gegenüber wurden im Jahr 2025 in Österreich 16.284 Asylanträge gestellt. Das ist der niedrigste Wert seit 2020 und bedeutet einen Rückgang um 36 Prozent gegenüber 2024 (25.360 Anträge). … Ein wesentlicher Faktor für den Rückgang ist auch der Stopp des Familiennachzugs. Während von Oktober bis Dezember 2023 über 3.400 Personen über den Familiennachzug nach Österreich einreisten, waren es 2025 im selben Zeitraum nur noch 25 Personen. (Quelle BMI via OTS 23.1.2026)

+ Spionagefall Egisto Ott. Über den Prozess-Start am 22.1.26 schreibt Kurier.at: „In der 172 Seiten zählenden Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft dem heute 63-Jährigen vor, ‚die nationale Sicherheit der Republik Österreich beeinträchtigt“ zu haben’. Ott soll russischen Nachrichtendiensten auf mannigfaltige Art und Weise geholfen haben.“ + + Gegen den Strich bürstet Alexander Surowiec „Die Ott-Verschwörung“ auf seiner Webseite fob.at („Fass ohne Boden“).

+ Rechnungshof deckt Corona-Lügen auf. Bericht und Kommentare auf fischundfleisch, 23.1.2026

fuf TopThema 2026 01 25 RH Corona

+ @HGMaassen spricht in der Corona-Enquetekommission. Der Jurist und ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, spricht von einem „systemischen Multiorganversagen der Gewaltenteilung”. Eine der besten Stellungnahmen zur Corona-Politik! Quelle: Bastian Barucker @Bbarucker via X.com 30.1.2026.

+ Corona Nachwehen in der DDR 4.0: Der Fall Dr. Witzschel. Eine Ärztin wird vorgeführt wie eine Schwerverbrecherin!

+ Politik als Lotterie? Nicht nur zu Zeiten der Coronaherrschaft wollte man die Impfbegeisterung mit idiotischen Glücksspielen noch weiter in die Höhe treiben. Nun soll eine „Beleg-Lotterie“ die Zahlungsmoral der Österreicher heben. #Beleglotterie