Mit Ausbildung Zukunft stiften

TwoWings Stiftung

(Oktober 2025) — Das unabhängige TwoWings Network unterstützt Projekte, die Hilfe zur Selbsthilfe geben. Es ist TwoWings ein Anliegen, durch diese Unterstützung keine Abhängigkeit zu schaffen, sondern Menschen partnerschaftlich die Möglichkeit zu geben, aus eigener Kraft ihre Lebensverhältnisse zu verbessern.

TwoWings ist eine gemeinnützige Organisation, die 1996 in Linz, Österreich, registriert wurde. Diese Stiftung fördert kleine, regionale Entwicklungsorganisationen, um Ausbildungsprojekte für Kinder, Jugendliche und Frauen aufzubauen. Bildung ist ein nachhaltiger Weg, um Armut zu beseitigen. Die Menschen werden in ihrer Selbstwirksamkeit bestärkt und können aus eigener Kraft für ihr Wohlergehen sorgen. Durch die Weitergabe des Erlernten tragen sie zudem wesentlich zum Wohlstand ihrer Gemeinschaft bei. So kann eine vereinte, friedliche und bessere Welt entstehen.

“Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwach, so ist kein Flug möglich.”

Geschichte von TwoWings

Zwischen 1980 und 1995 reiste das Ehepaar Bahia und Dr. Faramarz Ettehadieh in mehr als 70 Länder und Regionen, wo Touristen üblicherweise nicht angetroffen werden und sammelten vor Ort Eindrücke, die sie nicht mehr losließen. Erdrückende Armut, fehlende Bildung, ein Mangel an Hygiene und besonders die Unterdrückung der Frauen ließen beide tätig werden. Dabei wurden sie inspiriert durch das Zitat: „Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag.“

Daraufhin wurde 1996 das TwoWings Network gegründet, in Form eines überparteilichen, überkonfessionellen, nicht-gewinnorientierten Vereines für Entwicklungsprogramme auf Basis des Österreichischen Vereinsgesetzes. Ein Kuratorium von Persönlichkeiten mit Interesse für Ausbildung und Entwicklung wurde berufen. Neue Entwicklungsstrategien basierend auf Gegenseitigkeit und lokaler Initiative waren zukunftsweisend. Das Konzept der Gegenseitigkeit wurde durch den Nord-Süd-Beirat verwirklicht, bei dem Menschen aus allen Teilen der Welt zusammenarbeiten um bestmögliche Unterstützung bei Entwicklungsprogrammen leisten zu können.

1997 wurde dann eine solide Grundlage für die Umsetzung der TwoWings Idee gelegt. Die Vereinsbasis wurde ausgebaut, das Network konsolidiert, konkrete Entwicklungsprogramme ausgewählt und Spenden für die ersten drei Projekte gesammelt: Das Masethla Institut in Sambia, Barli in Indien und Fundaec in Kolumbien. Alle drei Projekte, die damals noch kleinere Initiativen waren, sind heute etablierte Bildungsinstitute.

In über 25 Jahren konnte TwoWings mit Hilfe der großzügigen Spenden in 12 Ländern vielversprechende, nachhaltige Projekte fördern und 16 Jahre lang den TwoWings Award an Personen verleihen, die besondere Beiträge zur Besserung der Welt geleistet haben, wie beispielsweise Prof. Yunus und Jane Goodall. Des Weiteren hat TwoWings aktiv in Österreich in Kooperation mit AIESAEC Seminare für Universitätsstudenten abgehalten, um das Verständnis für Entwicklungsarbeit bei jungen Erwachsenen zu vertiefen.

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Digitalisierungs-Konzept 2025

+ Konzept ermöglicht Notfallwarnungen über Digitalradio DAB+,

+ Regionalisierung bundesweiter Programmangebote und den Wechsel technologischer Standards

25. September 2025 – (Presseinformation der KommAustria) – Im Vorfeld der im Jahr 2026 turnusgemäß nach 10 Jahren auslaufenden und neu zu vergebenden Zulassungen für den Betrieb der beiden ältesten, bundesweiten Sendernetze für digitales Antennenfernsehen in Österreich, der sogenannten Multiplexe A und B, aktualisiert die Medienbehörde KommAustria ihr Digitalisierungskonzept. Das „Digitalisierungskonzept 2025“ ist eine behördliche Verordnung, die am 10. Oktober 2025 in Kraft tritt und der Einführung, dem Ausbau und der Weiterentwicklung von digitalem Rundfunk dient.

Von besonderer Bedeutung für die Konsument:innen ist die Aufnahme des Notfallwarnsystems „Automatic Safety Alert“ (ASA) für DAB+ Radiogeräte in das Digitalisierungskonzept. ASA kann ausgeschaltete DAB+ Radios selbsttätig einschalten und Warnmeldungen ausspielen. Dabei werden nur Geräte im tatsächlichen Gefahrenbereich adressiert. Nachdem der weltgrößte Chiphersteller für DAB+ Radiogeräte den ASA-Standard in seine Produktion integriert hat, werden ASA-fähige DAB+ Radiogeräte schnell weite Verbreitung finden und sind durch ein ASA-Logo auf den Verpackungen leicht zu erkennen.

Unter anderem bringt das „Digitalisierungskonzept 2025“ den Sendernetz- bzw. den Multiplex-Betreiber:innen für digitales Antennenfernsehen eine deutliche Flexibilisierung für die Verwendung anderer als der bisher eingesetzten Übertragungs- und Videokodierungs-Standards. Auch im Rahmen bestehender Zulassungen könnte von den bisher eingesetzten Systemen DVB-T2 und MPEG-4 auf beispielsweise 5G Broadcast und High Efficiency Video Coding (HEVC) umgestellt und damit Ultra High Definition-Fernsehen (UHD-TV) eingeführt werden. Allerdings wäre in einem solchen Fall ein konsumentenfreundliches Vorgehen darzulegen. Auch eine Regionalisierbarkeit der bundesweit verbreiteten DVB-T2-Programme sieht das Digitalisierungskonzept vor. Damit könnten beispielsweise Informationsinhalte, aber auch Werbung mit regionaler Bedeutung, gezielt in Gebieten ausgestrahlt werden, für die sie besonders relevant wären.

Das „Digitalisierungskonzept 2025“ der KommAustria ist mit Erläuterungen auf der Website der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH unter https://www.rtr.at/Digitalisierungskonzept2025 veröffentlicht.

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Betrachtungen aus Rhodos

fuf Titel Rhodos

Griechisches Tagebuch. Ansichten von Hubert Thurnhofer

3. September 2025 – Genau einen Tag nach meiner Landung auf Rhodos, wo ich in Theologos meinen all inclusive „Summer Dream“ erleben darf (das Hotel heißt wirklich so), erreicht mich aus Österreich die Schlagzeile „Griechische ‚Bauern‘ erschlichen Millionen (ORF.at 2.9.25)

Demnach wurden 1.036 Übeltäter ermittelt, die seit 2019 EU-Subventionen von insgesamt 22,7 Millionen „erschlichen“ haben. ORF.at: „Die bisherigen Untersuchungen brachten verschiedene Betrugsmethoden ans Licht: Dazu zählen erfundene Eigentumsverhältnisse, irreführende Angaben zu Flächen verstorbener Eigentümer sowie falsche Angaben zu Nutztieren. Zudem wurden Anträge von Begünstigten häufig unvollständig oder selektiv eingereicht – Flächen wurden teilweise falsch deklariert.“

SIEHE AUCH: Kommentare auf fischundfleisch

Rückblende 2015: Nachdem ich K. mehr als ein Jahrzehnt nicht gesehen hatte, tauchte K. plötzlich in meiner Galerie auf und eröffnete mir treuherzig: „Hubert, ich hatte die vergangenen zehn Jahre in der EU einen Job, aber keine Arbeit.“ K. sagte das nicht ironisch, nicht zynisch, sondern entrüstet, denn K. war und ist ein arbeitswilliger Mensch. Noch schlimmer als die Verurteilung zur Untätigkeit war für K. die Unverschämtheit jener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die statt pünktlich um 9:00 Uhr im Büro einzuloggen, erst kurz vor oder – Gipfel der Unverschämtheit – nach der Mittagspause das Büro mit ihrer Anwesenheit beehrten.

Nun kann man (n = 1) nicht als repräsentative Umfrage bezeichnen, doch die Hochrechnung von 1 Person auf 100 Prozent des EU-Personals ist auch nicht an den Haaren herbeigezogen. Sicher ist: in der EU sitzen mehr als 1.036 Abgeordnete und Beamte, die mehr als 22.7 Millionen in weniger als 5 Jahren erschleichen – unter dem Vorwand, sie würden dort arbeiten.

Der griechische Minister Michalis Chrysochoidis erklärte, dass er – und das impliziert: die griechische Regierung – „illegale und ungerechtfertigte Bereicherung“ ablehne. Das impliziert: legale und gerechtfertigte Bereicherung, so wie von den EU-Beamten tagtäglich praktiziert, wird nicht abgelehnt, geschweige denn geahndet. Das entspricht zwar nicht der aristotelischen Logik, umso weniger der Nikomachischen Ethik, ist aber die übliche Moral des Jahres 2025. 

„Fünf hochrangige Regierungsbeamte, darunter ein Minister und drei Abgeordnete, traten zurück, nachdem ihnen eine Beteiligung an dem Fall vorgeworfen worden war.“ (ORF.at) Es war anzunehmen, dass nicht hunderte griechische Kleinbauern und Grundstückeigentümer gleichzeitig auf die Idee kommen, Eulen nach Brüssel zu tragen, geschweige denn, fähig sind, EU-Anträge auszufüllen. Auch Robin Houdchoidis kann nicht der Rädelsführer dieser konzertierten Aktion gewesen sein. „Seit 2017 hatten sich Berichte über Unregelmäßigkeiten gehäuft“, Ermittlungen wurden bereits „im Sommer 2020 von der Europäischen Staatsanwaltschaft (EuStA) eingeleitet“ (ORF.at).

So bleibt nur eine Frage: warum deckt der „investigative“ ORF diesen „Skandal“ gerade jetzt auf? Keine Antwort auf diese Frage, aber ein Hinweis, dass da irgendwer das Feuer am Köcheln hält, sind folgende Artikel:

+ „Athen drohen Milliardenstrafen wegen Subventionsbetrug“, Handelsblatt, 8.7.2025 (Anmerkung: Milliardenstrafen für Millionenbetrug – auch das ist EU.)

+ „Die reiche Ernte: Subventionsbetrug in Griechenland“, Die Zeit, 27.07.2025

+ „Griechenland: Land der unsichtbaren Ziegen“, Süddeutsche Zeitung 13.8.2025

und nun endlich, am 2.9.2025 um 23:31 (!) Uhr der ORF.

Keine Antwort auf die obige Frage, aber ein Hinweis, dass Ablenkungsmanöver für manche mehr als willkommen sind: während sich die Ö. Regierung auf „Klausur“ begibt, soll wohl niemand von der Story aufgerüttelt werden, wie Östereichs Regierende „illegale und ungerechtfertigte Bereicherung“ verhindern. Der Kanzler höchst persönlich (damals noch ein gewisser Nehammer) setzt sich ein Denkmal mit dem „Qualitätsjournalismusförderungsgesetz (QJFG)“ und lässt auf dieser gesetzlichen Grundlage die Medienkontrollbehörde 20 Millionen Euro (jährlich!) an die größten Schmierblätter des Landes auszahlen. So bestechend einfach geht „legale und gerechtfertigte Bereicherung“.

Update 3. April 2026 – „Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat unter dem Druck eines sich ausweitenden Skandals um eine Veruntreuung von EU-Agrarsubventionen sein Kabinett umgebildet. Drei Regierungsmitglieder wurden ausgewechselt. Betroffen waren das Amt des Ministers für Landwirtschaft und Ernährung sowie von dessen Stellvertreter und der Posten des Ministers für Klima und Katastrophenschutz. Hintergrund sind Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO), die die Aufhebung der Immunität der zurückgetretenen Minister sowie zahlreicher Abgeordneter beantragt hatte“, berichtet ORF.at (3.4.26)

4. September 2025 – Quiz des Tages: Was zeigt das folgende Foto?

Gebrauchtwagen

A) Zwischenlager eines Händlers von Gebrauchtwagen für Afrika

B) Endlager eines Händlers von CO2-Zertifikaten der EU

5. September 2025 – „Mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent im Jahr 2025 liegt Griechenland weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt von 1,1 Prozent. Haupttreiber bleibt der Zufluss von EU-Fördermitteln, die Investitionen anstoßen und die Konjunktur stützen. Der private Konsum wächst langsamer als im Vorjahr. Um gegenzusteuern, hat die Regierung im April 2025 den Mindestlohn auf 880 Euro angehoben. Die Inflation geht zwar zurück und dürfte 2025 bei 2,8 Prozent liegen, bleibt damit aber über dem EU-Durchschnitt von 2,3 Prozent.“ (Germany Trade & Invest, GTAI.de)

6. September 2025 (ORF.at) – „Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat umfangreiche Steuererleichterungen angekündigt, um insbesondere Haushalte mit Kindern zu entlasten. Das gesamte Maßnahmenpaket habe ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro, sagte Mitsotakis gestern bei seiner jährlichen Rede zur Wirtschaftspolitik.“

7. September 2025 + Schi fff ahrt von Rhodos bis Lindos mit Zwischenstopp in der Bucht Anthony Quinn, benannt nach dem griechischen Schauspieler, der hier 1961 mit Gregory Peck und David Niven den Film „The Guns of Navarone“ (Die Kanonen von Navarone) drehte. + + Akropolis von Lindos: Der hohe, 116 Meter steil aufragende Felsen von Lindos, auf dem sich später die Akropolis erhob, bot sich den Bewohnern aller historischen Perioden wegen der natürlichen Gegebenheiten dafür an, hier ein Heiligtum mit religiöser Bedeutsamkeit und einen Zufluchtsort zu errichten. Wie in anderen griechischen Poleis auch, dürfte die Akropolis von Lindos zunächst eine Festung gewesen sein, in deren Sicherheit man anschließend Heiligtümer für wichtige Stadtgottheiten errichtete.“ (wikipedia)

Lindos

8. September 2025 – Windsurfen ist out, Kite-Surfen ist in. Das bestätigt ein Besuch des Kiter-Camps in Theologos.

 Kite Surfer Theologos

+ Auch wikipedia weiß: „Im neuen Jahrtausend ist der Medienrummel um die Sportart zurückgegangen. Einerseits haben die Kitesurfer den Surfern beim Publikum den Rang abgelaufen, andererseits war Windsurfen kein attraktiver Sport für Zuschauer.“ + + Erfunden wurde Windsurfen schon in den 1960ern als Kombination von Wellenreiten und Segeln: „Im November 1964 zeichnete Newman Darby sein Darby Sailboard und veröffentlichte in Popular Science, das in einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren in den USA erschien, eine bebilderte Selbstbauanleitung für sein Segelbrett.“ + + + SIEHE AUCH: WELLENREITER auf story.one

9. September 2025 – Besuch der Stadt Rhodos musste verschoben werden, da der geplante Linienbuss nicht gefahren ist. „Das Zentrum von Rhodos wurde in seiner Gesamtheit 1988 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt: Befestigungsanlagen finden sich hier ebenso wie öffentliche Gebäude, Wohnbauten und Kirchen. In Zusammenhang mit aktuellen Restaurierungen wird ein ganz besonderes Augenmerk auch auf den mächtigen „Großmeisterpalast“ als dem eigentlichen Herzstück des Gesamtensembles gerichtet.“ (griechenland.net)

10. September 2025 – Rundfahrt mit gemietetem VW-Up um 40 Euro für einen Tag von Theologos entlang der Westküste bis zum südlichsten Punkt Prasonisi, einer (Halb- manchmal Voll-)Insel, die mit einer breiten Sandbank mit dem Festland verbunden ist. Hier treffen sich die Surfbrett-Anhänger (es gibt sie doch noch!) auf der Ostseite der Landbrücke, während die Kiter auf der Westseite, wo die Wellen buchstäblich höher schlagen, ihren Spaß haben. + + Im Hintergrund steht eine Handvoll Windräder. „Dem Informationsportal der griechischen Energieregulierungsbehörde (RAE) zufolge sind auf Rhodos rund 60 Windkraftanlagen genehmigt bzw. geplant. Gut zwei Drittel davon im Südteil der Insel“, so dpa-factchecking (15.8.2023). Rund die Hälfte der geplanten Windräder sind schon aktiv, wie die Recherchen vor Ort ergeben haben.

Windkraft

+ + + Zwischenstopp am Felsenstrand von Monolithos

Monolithos

11. September 2025 – „Der antike Geist mit seinen Orakeln und Vogelzeichen will die Zukunft nur wissen, der abendländische will sie schaffen. Das dritte Reich ist das germanische Ideal, ein ewiges Morgen, an das alle großen Menschen von Joachim von Floris bis Nietzsche und Ibsen – Pfeile der Sehnsucht nach dem andern Ufer, wie es im Zarathustra heißt – ihr Leben knüpften. Alexanders Leben war ein wundervoller Rausch, ein Traum, in dem das homerische Zeitalter noch einmal heraufbeschworen wurde; Napoleons Leben war eine ungeheure Arbeit, nicht für sich, nicht für Frankreich, sondern für die Zukunft überhaupt.“ (Details siehe: Oswald Spengler, Moral und Ethik)

12. September 2025 – Rundfahrt mit „meinem“ VW Up von Theologos über Rhodos bis Faliraki. + Llaut Oswald Spengler ists das Ende der Kultur ider Anfang der Zivilisation, die Kultur nicht mehr schafft, sondern nur noch reproduziert. Tiefpunkt und gleichzeitig Höhepunkt dieses Phänomens und somit die totale Nivellierung der Kultur ist der Kitsch, der die Altstadt von Rhodos hemmungslos überschwemmt hat. + +  Über das Entstehen von Großstädten, „mathematisch vollkommen landfremden Gebilden, die Städte der Stadtbaumeister“, schreibt Oswald Spengler, dass sie „in allen Zivilisationen dieselbe schachbrettartige Form, das Symbol der Seelenlosigkeit anstreben. Diese regelmäßigen Häuserquadrate haben Herodot in Babylon und die Spanier in Tenochtitlan angestaunt. In der antiken Welt beginnt die Reihe der »abstrakten« Städte mit Thurioi, das Hippodamos von Milet 441 »entwarf«. Priene, wo das Schachbrettmuster die Bewegtheit der Grundfläche vollkommen ignoriert, Rhodos, Alexandria folgen als Vorbilder zahlloser Provinzstädte der Kaiserzeit.“ . + + + Weiterfahrt nach Faliraki, das an der Ostküste von der Hauptstadt der Insel so weit entfernt ist wie Theologos an der Westküste. Rund zwei Kilometer nördlich des Ortszentrums reiht sich ein Hotel an das andere, sodass der Strand hermetisch von der Küstenstraße abgeriegelt wird. Zugang nur für Hotelgäste. Im Ortszentum ist aber immer noch ein relativ langer, öffentlich zugänglicher Sandstrand mit wenig Wind und nur schwachen Wellen. Der Sandstrand von Faliraki ist der konträre Gegensatz zum Kiesstrand von Theologos und der kontradiktorische Gegensatz zum Felsstrand von Monolithos. Diese Aussage ist weder apodiktisch, noch evident, aber für Nichtschwimmer relevant. Irrelevant ist dagegen folgende Beobachtung: vor zwei Generationen haben die Sandstrandtouristen standesgemäße Sandburgen errichtet, nun aber bauen sie Steintürme als Andenken oder persönliches Denkmal. Ob diese Beobachtung eine evolutionäre Entwicklung erkennen lässt? Ist die Zivilisation am Ende, sind wir bereit für eine neue Kultur? Denk mal darüber nach.

Faliraki Sandstrand

13. September 2025 – Oswald Spengler:„An Stelle der sokratischen Formel: »Wissen ist Tugend« setzte schon Bacon den Spruch: »Wissen ist Macht«. Der Stoiker nimmt die Welt, wie sie ist. Der Sozialist will sie der Form, dem Gehalt nach organisieren, umprägen, mit seinem Geist erfüllen. Der Stoiker paßt sich an. Der Sozialist befiehlt. Die ganze Welt soll die Form seiner Anschauung tragen …“

14. September 2025 – Schifffahrt nach Symi, wo ein Wunder passierte. Nach zwei Wochen recht gutem Hotelmenü, aber mit enttäuschenden Fischgerichten, speiste ich in der Bucht von Symi den besten Fisch, nur wenige Stunden zuvor geangelt – aber das ist eine andere Geschichte. Das Wunder passierte unter Wasser. Wie immer nutzte ich meine Schwimmbrillen, doch die Sicht war nicht wie üblich verschwommen, sondern so scharf wie noch nie. Ich sah die Steine bis auf 20 Meter Tiefe völlig klar, ebenso die kleinsten Fische in jeder Distanz. Das glasklare Wasser wirkte offenbar wie eine geschliffene Linse – wer seit Jahrzehnten Brillen mit mehr als –4 Dioptrien trägt, kann das nur als Wunder empfinden.

Symi 2

15. September 2025 – Rückflug nach Wien mit Ryanair. Ergänzung 17.9.25: „Die irische Billigfluglinie Ryanair zieht drei ihrer 19 in Wien stationierten Flugzeuge ab. Als Gründe wurden am Mittwoch die „exorbitante Luftverkehrssteuer in Höhe von zwölf Euro“ pro Passagier und die „überhöhten Flughafengebühren in Wien“ genannt. Rund 100 Mitarbeiter sind betroffen.“ (ORF.at 17.9.25)

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