Aufruf zum Umdenken

Friedenskultur Käss

+ Friedensappell + Kultur des Friedens + von Helmut Käß

1. Aussage oder Behauptung: Ihr kennt ja das Manifest von Russell und Einstein. Es besagt, dass wir wegen der Atomwaffen keine Kriege mehr führen dürfen bei Strafe des Untergangs. Unter Willy Brandt und Egon Bahr hatten wir eine Regierung, die unter dem Slogan „Gemeinsame Sicherheit“ in Verhandlungen mit der Sowjetunion die Helsinkiverträge und die OSZE ausgehandelt und im weiteren Verlauf mit Gorbatschow den kalten Krieg beendet hatten. In der Folge sanken unsere Militärausgaben und Putin bot in einer deutschen Rede vor dem Bundestag mit standing ovations ein gemeinsames Haus Europa an. Wie ich bei einem Webinar zur Vorbereitung des 8.Mai gestern hörte, ist die Meinung der Russen von den Deutschen durch ihre Medien vermutlich auf Putins Wunsch viel besser als die Meinung der Westdeutschen ihrerseits von den Russen. Dies im Gegensatz zu den Ostdeutschen, die die Russen ja viel näher kennengelernt haben und viel russophiler sind.

Gemäß dem Manifest brauchen wir einen dauerhaften Weltfrieden seit der Existenz von Atomwaffen. Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts, wie Willy Brandt sagte. Wir können von viel Glück sprechen, dass wir noch leben und wir brauchen ein Ende der Gefahr.

Weiterlesen

X, Y and Zee vs Babygirl

9. Februar 2025 - Seit "Basic Instinct" (1992) wird in Hollywood immer weniger Fleisch gezeigt. Wollte man mit Babygirl die Grenzen ausloten, wie weit man 2024 noch gehen darf? Die erste Frage nach einem wenig befriedigenden Filmabend: wird die ein paar Sekunden ganzkörpernackte Romy (Nicole Kidman) zum Skandalon des Jahres, oder die Tatsache, dass sie und ihr Liebhaber Samuel (Harris Dickinson) dem Laster des Rauchens frönen? Nichts von dem, meint Kurier.at: „In dem fesselnden Film sorgt vor allem eine ganz bestimmte Szene für Aufruhr. Dabei spielt ein Glas Milch eine bedeutende Rolle.“ (Kurier.at 7.2.25)

https://www.youtube.com/watch?v=-8Sx6U6Ou0Q

Wer sich Spannung und Erotic wie in Basic Instinct erwartet, wird enttäuscht.

Auch die Schablone Ältere-Dame-Jugendlicher-Liebhaber, Aufreger seit der „Reifeprüfung (The Graduate)“ 1967 und „Liebe ist nur ein Wort“ (Roman von J.M. Simmel aus dem Jahr 1963, verfilmt 1971) ist als Skandolon nicht mehr geeignet. So bleibt von dem Film „Babygirl“ nur eine Aneinanderreihung von Andeutungen und Vorspielen zu Sexszenen, mit ziemlich oberflächlichen Dialogen als Verbindungsglieder. Sogar das Standardbild der Roboterfirma, der Romy vorsteht (die Firmenchefin hat nicht einmal einen Familiennamen, man spricht sich nur mit Vornamen an) ist eine Schablone: eine flache Aufsicht auf ein Roboter gesteuertes Stapellager. In Zeiten, in denen bereits „lebensechte“ Sex-Roboter hergestellt werden, ist dieser Schauplatz Ausdruck von Phantasielosigkeit oder einer ziemlich prüden Phantasie.

Weiterlesen

Die Kunstmarkt-Formel

Kunstmarktformel

28. Jänner 2025 - Amüsant und vermutlich einmalilg: Das Buch „Die Kunstmarktformel“ von Hubert Thurnhofer, das im Juni 2014 NICHT im UVK-Verlag erschienen ist, wird immer noch bei amazon zum Kauf angeboten. Lesenswert der Verlagstext:

„Noch nie gab es so viele Künstler wie heute. Und noch nie wurden derart astronomische Summen für Kunstwerke bezahlt. Wie Pilze nach einem warmen Sommerregen schießen folglich auch die Künstler aus dem Boden. Fast schon inflationär sind die Jubelmeldungen über Weltrekordpreise, die quartalsweise anlässlich der großen Auktionen zeitgenössischer Kunst vermeldet und von den Gazetten brav reportiert werden. Eine Frage bleibt allerdings dabei stets offen: Wie tickt der Kunstmarkt? - Dieses Buch vereint den analytischen Blick des Philosophen mit den Erfahrungen des langjährigen Galeristen. Kenntnisreich stellt er die Struktur des Kunstmarktes mit Playern und Marketmakern vor und schärft das Verständnis der Marktmechanismen, die es dem Leser ermöglichen, Künstler und deren Schaffen einzuordnen und letztendlich selbst zu bewerten. Sinnvolle Sammlungsstrategien für Anleger, Kunstinteressierte, Stifter und Schnäppchenjäger runden das Buch ab.“

Weiterlesen