LMP: Petition gegen Datenkrake

Datenkrake ID Austria

13. Jänner 2025 (Mitteilung der LMP – Liste Madeleine Petrovic) – Die LMP setzt sich seit jeher für Datenschutz ein. Wir setzen uns auch insbesondere dafür ein, dass die Nutzung der ID-Austria freiwillig bleibt: https://liste-petrovic.at/id-austria/ Mit Besorgnis beobachten wir, dass die Nutzung der digitalen Identität ID-Austria zu einer Verpflichtung für Lehrkräfte wird. Aus diesem Grund rufen wir alle betroffenen Lehrkräfte sowie solidarische Kolleg:innen auf, eine Petition gegen die verpflichtende Nutzung der ID-Austria zu unterzeichnen. Wir fordern die sofortige Abkehr von der geplanten Zwangseinführung und den Erhalt der Freiwilligkeit für die Nutzung der digitalen Identität.

Die Petition kann hier unterzeichnet werden.

HINTERGRUND

Obwohl die Regierung wiederholt betont hat, dass die ID-Austria freiwillig genutzt werden könne, sind Lehrkräfte ab dem 1. März 2025 verpflichtet, mit der ID-Austria in das System „Sokrates“ einzutreten, um ihre Schüler:innen zu benoten. https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/zrp/dibi/pods/ida.html

Im Jahr 2022 ließ das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) einen Bericht zur Datenschutz-Folgenabschätzung der ID-Austria (DSFA) erstellen, an den das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) im Zusammenhang mit der ID-Austria gebunden ist, sofern die Nutzung personenbezogener Daten ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen mit sich bringt (DSGVO, Art. 35). https://researchinstitute.at/veroeffentlichung-des-berichts-zur-id-austria-datenschutz-folgenabschaetzung/

Die DSFA stellt in mehreren Aspekten ein hohes Risiko bei der Verwendung der ID-Austria fest. Insbesondere ist auf 5.2.2 (Sozialer Druck zur Erstellung bzw. Nutzung des E-ID) und 5.2.19 (Abhängigkeit in der Nutzung der Ökosysteme von Google und Apple) hinzuweisen. Denn die hier vorgeschlagenen Maßnahmen zur Senkung des Risikos entsprechen nicht der vorgesehenen Verpflichtung der Lehrkräfte zur Verwendung der ID-Austria: In beiden Fällen wird als Maßnahme angeführt, dass Verwaltungsprozesse den Betroffenen nach wie vor auch analog zur Verfügung stehen müssten. Selbst die Verwendung von TOKEN würde bei 5.2.19 das Risiko nicht senken, da hier, statt dem Smartphone-Anbieter bei Handynutzung, nur dem Browser-Anbieter die Möglichkeit eines Zugriffs auf die ID-Austria-Metadaten eröffnet wird. Das Risiko ist mit „hoch“ (12) bewertet. Dies bedeutet unserer Ansicht nach, dass die verpflichtende Nutzung der ID-Austria für den Gebrauch der Amtssignatur sowie Sokrates-Login klar rechtswidrig ist.

Weiterlesen

Paradoxon der Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft

(13.1.2025) WIR marschieren aufrecht, aber ohne Zusammenhalt, zu Fuß über Stock und Stein vom Neusiedlersee bis zum Bodensee und zurück. Manche von uns pilgern sogar barfuß, als wollten sie für die Sünden der Altparteien büßen. Manche schwimmen von Hainburg bis Esternberg oder streckenweise von Wien bis Linz – gegen den Strom, naturgemäß. Die Bergführer unter uns nehmen die steilsten Wege über die Gipfel des Landes, auch wenn es im Tal unten ausgebaute Straßen gibt.

Fallweise treffen WIR auf Leute, denen wir erklären: WIR marschieren für Basisdemokratie, direkte Demokratie, fluid democracy. Schließt euch an! Die Anschlussbereitschaft ist gering, denn mit Anschlüssen haben die Menschen schlechte Erfahrungen gemacht; mit Führern umso mehr. Lokführer, Bergführer, Arbeiterführer – alles einerlei.

Indessen fahren die Vertreter der Altparteien dutzendfach von den Mörbischer bis zu den Bregenzer Festspielen – mit Chauffeur im 7er BMW. Wo immer sie stoppen, wartet eine ORF-Kamera, um die Staatsbürger bis in die hintersten Regionen der Alpenrepublik über die Bedeutung dieses Zwischenstopps zu unterrichten. Jeder Unterricht ist eine Form der Manipulation und der Disziplinierung.

Bei jeder Wahl haben WIR die Möglichkeit, diszipliniert ins politische Spiel zu kommen. Ein Spiel, dessen Regeln diejenigen gemacht haben, die vom Chauffeur im 7er BMW (immer am Rande der Geschwindigkeitsbeschränkung) zum nächsten Schauplatz gebracht werden. Schauplätze sind dort, wo ORF-Kameras stehen.

Was sollen WIR nun tun?

Variante 1: WIR formieren uns und marschieren GEMEINSAM auf ein klar definiertes Ziel. Bleibt die Frage offen: wie, wann und wo definieren wir unser Ziel?

Variante 2: WIR besorgen uns einen 7er BMW mit Chauffeur, um unsere Vertreter schneller an und durch das Ziel zu bringen. Bleibt die Frage offen: wie, wann und wo finden wir unsere Vertreter?

Beide Varianten sind Kompromisse und entsprechen nicht zu hundert Prozent den Idealen von Basisdemokratie, direkter Demokratie, fluid democracy. Das Paradoxon besteht darin, dass man diese Ideale (die neuen Spielregeln) nicht verwirklichen kann, bevor WIR in die Positionen kommen, wo wir sie implementieren könnten. Außer man betrachtet den Weg (den Fußmarsch der Büßer für die Sünden der Altparteien) bereits als Ziel. Oder: wir wählen als Ausweg die Abschottung vom korrupten, bestehenden System, und bauen – jeder für sich – in unseren Sandkästen unsere eigene Welt (auf Sand, naturgemäß).

Das Paradoxon der Zivilgesellschaft: es ist schwer, in das bestehende System einzudringen um es von innen aufzubrechen, deshalb wählen viele den Rückzug in die Innerlichkeit und warten auf die Erlösung von oben.

Genau das wollen die da oben!

SIEHE AUCH:

+ Manifest für einen neuen Parlamentarismus

+ Roman Schiessler: Wenn der Staat zum Täter wird

+ Frey/Zimmer: Mehr Demokratie wagen

+ zensurio.net: Gelenkte Demokratie

+ Über das Teilen

Weiterlesen

Konstruktive ORF-Kritik

Käfferböck ad ORF

von Kurt Käferböck

6. Jänner 2025 – Kurt Käferböck @kaeferboeck via X/twitter: ORF hat heute in der ZIB mit seiner Objektivität und Unabhängigkeit wieder brilliert. Zitat1 „Herbert Kickl fühlt sich wohl am rechten Rand“. Zitat2 „Herbert Kickl nimmt sich das zunehmend autokratisch geführte Ungarn zum Vorbild“.

Der ORF stellt also vierTatsachenbehauptungen auf

1) Kickl befindet sich am rechten Rand

2) Er fühlt sich an diesem Rand wohl

3) Ungarn ist keine Demokratie sondern steuert in eine Diktatur

4) Kickl nimmt sich diese Diktatur zum Vorbild

Keine Quellangaben zu diesen Aussagen, keine Zitate sondern ersteinmal Behauptungen, welche der ORF als Faktum darstellt.

Jetzt wo die Katze aus dem Sack ist oder besser gesagt im Sack ist, würde ich einer künftigen Regierung vorschlagen folgender Maßen mit dem ORF umzugehen Fakten: Der ORF hat einen Marktanteil von circa 28 % Mehr als 70 % sehen den ORF nicht, plus diejenigen welche gar nicht fernsehen. Hohe Quoten erreicht der ORF vor allem bei den Nachrichtensendern wie der ZIB1, nach eigenen Angaben bis zu 6 Millionen Menschen.

Ausgehend von diesen Zahlen wäre es sinnvoll den ORF auf die reichweitenstarken Sendungen wie ZiB1 Zib2 und ein paar beliebte Serien mit hohen Einschaltquoten zu stutzen, natürlich die vom Verfassungsgericht auferlegten Aufgaben um seine politische Unabhängigkeit zu korrigieren umzusetzen, eine unabhängige Wirtschaftsprüfung sollte den ORF durchforsten und sein Einsparungspotential wie bei einem Konkursverfahren feststellen, dokumentieren und diese Einsparungen müssen dann vom ORF umsetzt werden.

Daraus ergibt sich ein Betrag mit dem der ORF vorerst einmal in das Budget genommen werden kann, um die zweifelhaften Zwangsgebühren loszuwerden, was sich außerdem positiv auf die Kaufkraft auswirken würde und eine spürbare Entlastung darstellt. Außerdem liegt ein Millionen Einsparungspotential in der Auflösung von GIS und OBS, welche nicht mehr gebraucht werden. Weiters würde ich einen Ausschuß beauftragen, das ORF Gesetz entsprechend den Einsparungen, nämlich der Reduzierung auf die wesentlichen Sendungen anzupassen. Der Bildungsauftrag gehört in einem Zeitalter von digitalen Möglichkeiten gestrichen. Wer sich Bilden will hat heute mit wenigen Mausklicks die Möglichkeit dazu.

Dazu passend: Johannes Bruckenberger @Jbruckenberger Jan 6 (Team Chefredaktion im ORF-Newsroom) via Twitter/X: „Den von FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler via Facebook geäußerten Vorwurf der Manipulation weisen wir vehement zurück. Der ORF hat in den vergangenen Tagen rund um die Entwicklungen der Regierungsbildung umfassend, ausgewogen und objektiv berichtet.“ Und: „Der hohe Zuspruch eines Millionenpublikums in den vergangenen Tagen ist Zeugnis für die hohe Qualität, Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit der ORF-Berichterstattung.“ ethos.at kommentiert: Begründet Bruckenberger seine Aussage mit dem dialektischen Sprung von der Quantität zur Qualität? Wer darin eine Bestätigung für den linksorientierten ORF findet, irrt. Es ist schlicht und einfach plumpe Propaganda. Wo den den Vertretern des Regierungsfunks keine vernünftigen Gründe mehr einfallen, da bleibt der „Quoten-Erfolg“ als letztes Pseudoargument.

Ergänzung 20.1.2025: Manfred Juraczka @JuraczkaM (3. Präsident d. Wiener Landtages, ÖVP). 20.1.2025 „Die #ZiB Spezial erklärt uns gerade, dass es eine Gefahr für die Demokratie sei, wenn wir uns auf Social media und nicht bei ihnen informieren. Weil nur der ÖRR kommuniziere „objektiv“, alle anderen hauptsächlich propagandistisch. Frau Brodnig assistiert leidenschaftlich. Na ja dann“.

ethos.at kommentiert: ORF „objektiv“. Darüber lacht ein eingefleischter ÖVPler! Ein anderer, ohne Namen zu nennen, der Ex-NR-Präsident, hat vor einem Jahr zu einem Dialogforum „Soziale Medien als Gefahr für die Demokratie“ geladen. Mein Vorschlag, das nächste Forum dem Thema „ORF als Gefahr für die Demokratie“ zu halten, wurde ignoriert. Naturgemäß.

ERGÄNZUNG 7. Februar 2025 – Kurt Käferböck @kaeferboeck via X.com: 🇦🇹 ORF: „Und mit diesem Geld wird auch der Krieg finanziert“.

Deswegen ist der ORF für mich unseriös, ein Aufwiegler und Hetzer gegen die eigene notwendige Wirtschaft oder sagt er auch immer dazu, wenn wir zum Bespiel Schocklade aus den USA kaufen: „und mit diesem Geld wird auch „Guantanamo finanziert in dem gefoltert wird“ oder wenn wir Lebensmittel aus dem Iran kaufen „Und mit diesem Geld wird auch die Terrorganisation Hamas finanziert“

ORF RU Propaganda

Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen. Deswegen ist es für mich absichtliche subjektive politisch motivierte Hetze und keine neutrale objektive Berichterstattung, denn er könnte auch schreiben „Und mit diesem Geld werden auch Kinderhilfswerke in Russland finanziert und die Pensionen russischer Staatsbürger bezahlt“.

ERGÄNZUNG 11. Februar 2025 Kurt Käferböck @kaeferboeck: Zitat (von ORF Moderator Tarek Leitner) „Forderungen, etwa zur Rechtsstaatlichkeit, die am Ende aller Gerichtswege durch den Österreichischen Verfassungsgerichtshof garantiert wird. Sich nicht zu diesem zu bekennen ist eine extreme Position der #fpö, welche eine Einigung schwieriger denn je macht.“

Noch einmal im Klartext ‼️ Der ORF behaupte in der heutigen Zib, dass die FPÖ sich nicht zur Österreichischen Verfassung bekennt oder versteht das jemand anders❓Ich habe den Beitrag unten verlinkt und ihn mir noch zwei mal angesehen ob in diesem Bericht irgend etwas von dem kommt, was die obige Moderation bestätigt.

Der Inhalt: später in diesem Bericht: Der Europäische Gerichtshof soll keinen Vorrang gegenüber nationalen Recht haben.

Meine Meinung dazu: Warum soll Globales Recht, welches sich anmaßt Europaweit über ganze Staaten zu bestimmen rechtsstaatlicher sein als, dass Europäische Rechtsprechung nicht gegen nationales Recht verstoßen darf. Der EUGH wenn er ein Verfahren gegen Österreich leitet in seiner Rechtsprechung die Östrerreichsiche Verfassung berücksichtigen muss und nicht gegen sie entscheiden darf. Was ist daran nicht rechtsstaatlich @ORF. Der Kern des Tweet siehe Zitat ist heftig. Die FPÖ bekennt sich also nicht zu unserer Verfassung 🤔

Scheint so als wolle sich der #orf selbst abschaffen!

Upate 14.03.2025 – (offizielle VfGH-Mitteilung) Der Verfassungsgerichtshof hat mit Beschluss ausgesprochen (§ 86a VfGG), dass Grund zur Annahme besteht, beim VfGH werde eine erhebliche Anzahl von Beschwerden gegen die Vorschreibung des ORF-Beitrages eingebracht. Dieser Beschluss ist vom Bundeskanzler im Bundesgesetzblatt kundzumachen. Mit der Kundmachung dieses Beschlusses sind alle beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) zum ORF-Beitrag anhängigen Verfahren unterbrochen. Das BVwG darf diese Verfahren erst fortsetzen, wenn der Verfassungsgerichtshof über die Verfassungsmäßigkeit des ORF-Beitrages entschieden hat. Beim Bundesverwaltungsgericht anhängige Verfahren sind damit unterbrochen

Weiterlesen