WKW: Walter Ruck muss abtreten

31. Juli 2026 – Die nächste bsoffene Gschicht: Kapos der Wirtschaftskammer Wien WKW treffen sich Mitte Juli im Weinkeller von Oberkapo Walter Ruck. Irgend jemand lässt danach Tonbandaufnahmen durchsickern.

Über die Inhalte wird wenig diskutiert, zum Skandalon wird die Frage, wer das Tonband lanciert hat, und welche Strafen für die geheime Aufnahme von Gesprächen drohen. Laut § 120 StGB gilt.

  1. (1) Wer ein Tonaufnahmegerät oder ein Abhörgerät benützt, um sich oder einem anderen Unbefugten von einer nicht öffentlichen und nicht zu seiner Kenntnisnahme bestimmten Äußerung eines anderen Kenntnis zu verschaffen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.
  2. (2) Ebenso ist zu bestrafen, wer ohne Einverständnis des Sprechenden die Tonaufnahme einer nicht öffentlichen Äußerung eines anderen einem Dritten, für den sie nicht bestimmt ist, zugänglich macht oder eine solche Aufnahme veröffentlicht.
  3. (2a) Wer eine im Wege einer Telekommunikation übermittelte und nicht für ihn bestimmte Nachricht in der Absicht, sich oder einem anderen Unbefugten vom Inhalt dieser Nachricht Kenntnis zu verschaffen, aufzeichnet, einem anderen Unbefugten zugänglich macht oder veröffentlicht, ist, wenn die Tat nicht nach den vorstehenden Bestimmungen oder nach einer anderen Bestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen zu bestrafen.
  4. (3) Der Täter ist nur mit Ermächtigung des Verletzten zu verfolgen.

Der Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), Peter Hanke,  „würdigt die langjährigen Verdienste von Walter Ruck anlässlich seines Ausscheidens als Präsident der Wirtschaftskammer Wien. ‚Mit Walter Ruck verbindet mich eine langjährige Zusammenarbeit. Gerade in meiner Zeit als Wiener Wirtschafts- und Finanzstadtrat haben wir viele Herausforderungen gemeinsam bewältigt. Immer mit dem gemeinsamen Ziel, Wien als Standort zu stärken.‘ Walter Ruck hat Wiens Wirtschaft über viele Jahre entscheidend mitgeprägt“, so sein Haberer aus der Wiener SPÖ-Elite.

„Walter Ruck hat mit seinem Rücktritt den richtigen Schritt gesetzt und Verantwortung übernommen. Der gemeinsam von uns allen eingeleitete Reformprozess muss nun konsequent fortgesetzt werden. Mit Margarete Kriz-Zwittkovits an der Spitze der Wirtschaftskammer Wien besteht dafür eine gute Voraussetzung. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erwarten sich die Betriebe eine starke Interessenvertretung. Umso wichtiger ist es, dass wir geschlossen an den notwendigen Reformen arbeiten und den Fokus wieder ganz auf die Anliegen der Unternehmerinnen und Unternehmer richten“, beschwichtigt Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

ÜBERFÄLLIG“ war der Rücktritt laut Freiheitlicher Wirtschaft, „Freiheitliche Wirtschaft fordert das Ende des ÖVP-Machtsystems in der Wirtschaftskammer und einen echten Neustart für Österreichs Unternehmer“ + Grüner Klub im Parlament, „Der Rücktritt von Walter Ruck ist richtig – aber er kommt viel zu spät. Immer mehr Frauen aus den Reihen der ÖVP haben in den vergangenen Wochen ihre Erfahrungen mit Walter Ruck öffentlich gemacht und von Respektlosigkeit sowie herablassendem Verhalten berichtet“, sagt die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski +  Grüner Klub im Rathaus Wien, „Der Rücktritt von Walter Ruck als Präsident der Wiener Wirtschaftskammer war längst überfällig. Bemerkenswert ist, dass sich alle von Ruck distanziert haben – nur Bürgermeister Ludwig hält ihm weiterhin die Stange.“ +

„Ruck geht, aber das schwarz-rote System der Packelei und des Postenschachers bleibt“, so kommentiert FPÖ-Chef Herbert Kickl den Rücktritt des Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Ruck, dessen ans Licht gekommenen Skandale nur die „Spitze eines riesigen Eisbergs des politischen Selbstbedienungsladens“ seien: „Ob ORF, Wirtschaftskammer oder die Verlierer-Ampel als größte und teuerste Regierung aller Zeiten – es ist überall das gleiche jämmerliche Schauspiel, von dem die Menschen im Land, die unter diesen Zuständen leiden, schon längst die Nase voll haben. Österreich braucht einen politischen Neustart durch ein Ende dieses selbstsüchtigen Systems und die Rückkehr einer Politik, die nur die Österreicher in den Mittelpunkt stellt und dafür stehen nur wir Freiheitliche!“