Jahrestag Impfpflichtgesetz

screen Pieks net

Ein Beitrag zur politischen Ästhetik

20. Jänner 2023 – Vor einem Jahr haben die Herrschaften unseres Landes, vom Präsidenten abwärts bis zum letzten Hinterblänkler im Nationalrat, das Todesurteil über unsere Demokratie gesprochen, und zwar mit der Annahme des „Impfpflicht-Gesetzes“, gegen das über 180.000 Einwendungen aus dem Volk eingebracht wurden. Exekutiert wird das Todesurteil auf Raten – bis heute! Die Art und Weise, wie das „Impfpflicht-Gesetz“ im Juni rückgängig gemacht wurde, ist keine Revision dieses Urteils, sondern Teil eines Willkürsystems, dessen Herrschaften schon lange die Fundamente unserer Demokratie untergraben.

 „Es war der bisherige Tiefpunkt an parlamentarischer Kultur in der Geschichte der Republik Österreich. Am 20. Jänner 2022 wurde im Österreichischen Nationalrat das „Bundesgesetz über die Impfpflicht gegen COVID-19 (COVID-19-Impfpflichtgesetz – COVID-19-IG)“ beschlossen. Allein das Quorum – 137 Abgeordnete stimmten zu, bloß 33 dagegen, 13 blieben fern – muss befremden, sprechen sich doch derzeit rund der Hälfte aller Bürger trotz massiver Propaganda und medialer Gleichschaltungsversuche gegen den Impfzwang aus. Aber das Abstimmungsverhalten ist nicht der einzige Indikator, der die völlige Abgehobenheit zahlloser Mandatare von den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Wähler signalisiert. Noch viel erschreckender ist das Gehabe, der Sprachduktus und die Ausdrucksweise vieler sogenannter Volksvertreter. Wenn es bei dieser Abstimmung tatsächlich um eine Sachfrage aus dem Bereich der Gesundheitspolitik gegangen sein sollte, so fragt man sich, warum nicht nur die Einpeitscher der türkis-grün-rot-pinken vaterländischen Einheitsfront, sondern auch deren sonst so verschlafene Hinterbänkler sich gerierten wie Prüflinge eines NLP-Kurses“, schrieb Christian Zeitz am 26.1.22.

Der Verein „Wir EMUs – echt mutig unbeirrt“ hat die Webseite PIEKS.net ins Netz gestellt. Hier werden sämtliche Abgeordnete des Nationalrates und Bundesrates, sowie alle Minister mit ihrem Abstimmungsverhalten präsentiert. Wer meint, damit werden Menschen an den Pranger gestellt, hat recht und irrt gleichzeitig. Es werden Funktionäre, die in Ausübung ihrer Ämter als Volksvertreter versagt haben, an den Pranger gestellt. Warum diese Volksvertreter in ihren Funktionen jegliche Form von Menschlichkeit vermissen lassen und in dem Sinne nicht als Menschen behandelt werden können, die man nach aus ethischen Gründen nicht an den Pranger stellt, müssten diese Funktionäre für sich selbst beantworten. Solange uns die Herrschaften unseres Landes diese Antwort schuldig bleiben, soll PIEKS.net als „Pranger bestehen bleiben“.

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NEOS Agitation gegen Unternehmer

NEOS gg Russland

19. Jänner 2023 – Der NEOS-liberale Abgeordnete Helmut Brandstätter twittert: „Inakzeptabel: Die Wirtschaftskammer wollte ein Vernetzungstreffen mit Vertretern österreichischer Unternehmen in Moskau organisieren. Nach wie vor gibt es österreichische Firmen, die weiterhin Profite in Russland erwirtschaften möchten und dort tätig bleiben. Dadurch leisten sie einen Beitrag zur Putins Kriegskassa. Die Sanktionen müssen von allen eingehalten werden!“ Damit findet Brandstätter wenig Zustimmung:

Querdenker im besten Sinn: „Natürlich. So wie mit allen Kriegsführungen Staaten weltweit Geschäfte gemacht werden. Sogar mit den USA. Es gibt übrigens auch eine Zeit nach dem Krieg.“

Aristoteles: „Unglaublich, dass österreichische Unternehmen nicht freiwillig Verluste machen wollen. Danke, dass Sie diesen Skandal aufdecken!“

Nobby: „Es soll noch Firmen geben,die an eine weitere Existenz glauben und auch alles dafür tun.Das ist ja fürchterlich.Nur für wen?“

Natur Freund: „Aber Geschäfte mit den USA sind in Ordnung? Die USA haben viele Angriffskriege geführt, z.B. gegen den Irak oder Afghanistan mit aus der Luft gegriffenen Begründungen.“

M.H. Cobb: „Ich bin nicht sicher, warum die Politiker immer ideologischer und dümmer werden, anstatt auf einen Waffenstillstand hinzuwirken und eine Lösung zu finden.“

Der NEOS-Sponsor Hans Peter Haselsteiner und Hauptaktionionär der Strabag, der rund drei Jahrzehnte viel Geld in Russland verdient hat und sogar Anteile an den russischen Oligarchen Oleg Deripaska verkauft hat, hat sich bereits im März 2022 aus Russland zurück gezogen. Und dabei nichts mehr verloren, wie das Handelsblatt am 15.3.22 berichtete: „Das Russland-Geschäft hatte zuletzt mit 0,3 Prozent der Konzernleistung nur eine geringe Bedeutung.“

Siehe auch:Russland Ukraine: Wirtschaftskrieg und die Frage von Ulrike Guerot: „Von welchem Krieg reden wir hier eigentlich?“

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Britische Stromexporte übertreffen Importe

screen elexon

(pte003/19.01.2023/) – Großbritannien hat 2022 erstmals seit 1978 mehr Strom exportiert als importiert. Wie aus den aktuellen Zahlen von Elexon hervorgeht, wurden in den vergangenen zwölf Monaten über ein Hochspannungsunterseekabel zehn Terawattstunden (TWh) an Energie Richtung Frankreich verschickt. Im Vorjahr mussten über dieselbe Leitung noch 14 TWh von dort importiert werden, um den eigenen Energiehunger zu stillen.

„Die volatile Preisentwicklung auf den internationalen Energiemärkten hat im letzten Jahr für einige Unruhe gesorgt und dazu geführt, dass sich viele Regierungen zunehmend darum bemühen, die Abhängigkeit von Energielieferanten zu reduzieren und die Folgen von unvorhersehbaren Preissprüngen auf die eigenen Ökonomien abzuschwächen“, kommentiert die Non-Profit-News-Plattform „The Conversation“.

Demnach hat das Vereinigte Königreich seit 1978 von Jahr zu Jahr gerechnet immer mehr Elektrizität aus dem Ausland einkaufen müssen, als es ausführen konnte. „Im Laufe des letzten Jahrzehnts waren es im Durchschnitt knapp fünf Prozent der landesweit benötigten Energiekapazitäten, die jährlich importiert wurden. 2022 hat sich das Kräfteverhältnis zwischen Nettoimporten und -exporten zum ersten Mal seit 44 Jahren umgekehrt“, so die Experten.

Erfreulich ist laut den Fachleuten auch, dass die Entwicklung im Bereich von erneuerbaren Energiequellen sehr gut vorankommt. Vor allem die Windkraft habe sich von ihrem relativ schwachen Output von 2021 erholt und konnte 2022 mit 77 erzeugten TWh einen neuen Rekordwert in Großbritannien erzielen. „Insgesamt betrachtet, stemmten Erneuerbare 2022 bereits knapp 40 Prozent der Energieproduktion im Land“, so der Bericht.

Welche Rolle Biomasse, insbesondere Holzpellets für die Erneuerbaren in Großbritannien spielen, wie das Großkraftwerk Drax von Kohle auf Biomasse umgerüstet wurden und warum dagegen Naturschutzorganisationen auf die Barrikaden steigen – diese Informationen liefert der Bericht Axe Drax Not Trees

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