Havels Vorahnung 1966: Merz 2026

PRESSEINFORMATION

Aussender: Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. WWL

Internationaler Preis des Westfälischen Friedens

Merz, Wüst und Rutte demonstrieren Stärke gegenüber Russland

Münster, 01. Oktober 2026 – Die NATO und die internationale Jugendbewegung socioMovens sind an diesem Donnerstag im Historischen Rathaus zu Münster mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2026 ausgezeichnet worden. NATO-Generalsekretär Mark Rutte nahm den Preis stellvertretend für das Bündnis entgegen. Die Laudatio hielt Bundeskanzler Friedrich Merz. Er überreichte anschließend gemeinsam mit Dr. Reinhard Zinkann, Vorstandsvorsitzender der ausrichtenden Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), die Preis Statue. Der Jugendpreis ging an socioMovens für ihr Engagement zur Begegnung, sozialen Verantwortung und den europäischen Zusammenhalt.

Die Laudatio hielt Kardinal Michael Czerny, Migrationsbeauftragter des Heiligen Stuhls. Der von der WWL verliehene Preis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert und geht je zur Hälfte an die beiden Preisträger. Mit der Auszeichnung wird die NATO als stabilisierender und verlässlicher Partner in einer Zeit globaler Unsicherheit gewürdigt. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Verantwortung demokratischer Staaten, die Bindung an Regeln und die Fähigkeit, Partnerschaften über Grenzen hinweg zu stärken. Das Preisgeld der NATO kommt einer gemeinnützigen Organisation in der Ukraine zugute.

Mark Rutte nimmt Auszeichnung für NATO entgegen. In der Eröffnungsrede des Festakts in der „Friedensstadt Münster“ machte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst deutlich, dass dauerhafter Frieden diplomatische Beharrlichkeit, glaubwürdige Verteidigungsfähigkeit und Vertrauen zwischen Staaten und Gesellschaften voraussetzt. „Frieden und Sicherheit in Europa stehen wieder unter großem Druck. Von außen, das wissen wir spätestens seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Aber auch von innen. Populisten und Extremisten greifen die Werte an, auf denen unser friedliches Europa steht“, so Wüst. Nach der Eröffnung stand zunächst die Ehrung von socioMovens auf dem Programm.

Anschließend hielt Bundeskanzler Friedrich Merz die Laudatio auf die NATO. NATO Generalsekretär Mark Rutte nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. In seiner Laudatio schlug Bundeskanzler Merz die Brücke vom Westfälischen Frieden zur heutigen Rolle der NATO. „Die NATO ist bis heute vor allem anderen eine Allianz der Freiheit. Sie steht auch in der Tradition von Münster und Osnabrück. Sie schützt unsere Sicherheit und unseren Wohlstand. Sie dient dem Frieden“, sagte Merz. „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg.“

Zugleich betonte der Bundeskanzler die wachsende Verantwortung Europas und Deutschlands innerhalb des transatlantischen Bündnisses. „Deutschland ist willens, fähig und bereit, in einem erneuerten Bündnis mehr Verantwortung zu tragen. Es leistet seinen Teil dazu, die NATO europäischer zu machen, damit sie transatlantisch bleibt“, erklärte Merz. Auf den Krieg in der Ukraine bezogen fand Merz ebenfalls deutliche Worte, adressiert an die russische Führung. Denn Russland breche in der Ukraine mit äußerster Brutalität die grundlegendsten Regeln des Völkerrechts und der europäischen Ordnung. „Einigkeit und Recht und Freiheit wollen wir auch gegenüber einer russischen Politik bewahren und beschützen, die diese Werte fürchtet, verachtet und immer hemmungsloser attackiert.“

„Umso weniger werden wir uns durch Cyberangriffe, Drohnen und Online-Propaganda beeindrucken lassen. Wir stellen uns auf weitere hybride Angriffe ein, auch auf schwere. Kämen sie, dann würden wir wie nach Leipzig schnell und sehr klar antworten“, so Merz weiter. In seiner Dankesrede unterstrich Mark Rutte die Bedeutung des Bündnisses für die Sicherheit und den Zusammenhalt seiner Mitgliedstaaten seit mehr als 75 Jahren. Die NATO stehe dabei nicht nur für militärische Fähigkeiten, sondern auch für das politische Versprechen, dass demokratische Staaten füreinander einstehen und kein Mitglied einem Aggressor allein gegenübertreten muss. „Meine Botschaft lautet: Weitermachen und die Ukraine unterstützen. Wir sind gut aufgestellt um jeden Zentimeter zu verteidigen. Putin will einschüchtern und herausfordern aber es wird ihm nicht gelingen“, so Rutte. Das Bündnis stehe zu seinen Partnern wie ein westfälisches Pferd mit Stärke, Geschwindigkeit und Ausdauer. Es gehe um die essentiellen Fähigkeiten der NATO und dazu gehöre auch die Teamarbeit aller Mitgliedsstaaten. „Ein Angriff gegen einen ist ein Angriff gegen alle und baue auch auf die deutsche Standfestigkeit“, rief Rutte den mehr als 400 Gästen zu.

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Die berliner-zeitung.de (2.10.2026) berichtet darüber: „Zum Abschluss der Feier zeigten sich Merz, Rutte und Wüst auf dem Balkon des Historischen Rathauses. Eine Blaskapelle spielte die Nationalhymne und die Europahymne, gestört von etwa 30 bis 40 Demonstranten, die „Mörder“ und „Blut an euren Händen“ riefen.“

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Sogar der Regierungsfunk tagesschau.de (1.10.2026) konnte nicht verschweigen: „Während Merz in seiner Rede die NATO als Preisträger verteidigte, versammelten sich in Münsters Innenstadt Demonstrierende, um gegen die Gewinnerauswahl zu protestieren. … Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert. Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe vergibt ihn in der Regel alle zwei Jahre für Engagement zur Erhaltung des Friedens und der Eigenständigkeit Europas. Das Preisgeld der NATO kommt einer gemeinnützigen Organisation in der Ukraine zugute.“ Fragt sich nur, warum dann diese (nicht genannte Organisation) den Preis gleich direkt erhalten hat.