Regierung diskriminiert HEUTE

DIE MILLIONENSHOW

ORF gegen HEUTE und Dichands gegen den Rest der Zeitungen und alle gegen Babler und Babler zieht den Publikumsjoker bei seiner letzten Frage:

a) aufsteigen

b) umsteigen

c) absteigen

d) aussteigen

HEUTE.at am 15.10.2026 – „Regierungsinserate: 10,4 Millionen € an den ORF. Das meiste Werbegeld von Regierungen und öffentlichen Stellen ging im ersten Halbjahr 2026 an den ORF. Auch der „Standard“ war gut gebucht.“

Das U-Bahnblatt hat sich nach häufigen Hinweisen von ethos.at gebessert und bei der Gelegenheit auch veröffentlicht, wieviel Eva Dichand kassiert: Im „Heute“-Print-Verlag AHVV, der Wiens größte Tageszeitung herausgibt, wurde um 2,2 Millionen Euro geworben, in der Digitalgesellschaft DJ Digitale Medien GmbH um 770.000 Euro. Zusammen mehr als derStandard mit 2,7 Millionen Euro an Werbeschaltungen. Die Millionen, die ihr Mann Christoph Dichand KRONE einsteckt, werden leider nicht erwähnt.

Wer aber suchen will, der findet in den Tiefen der RTR.

Zur Erinnerung ein Blick auf wikipedia (abgerufen 15.10.2026): Im Rahmen der „Inseratencausa“ als Bestandteil der ÖVP-Korruptionsaffäre wird Christoph Dichand seit 30. März 2023 von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zusammen mit seiner Ehefrau als Beschuldigter geführt. Dem Ehepaar Dichand wird zur Last gelegt von Amtsträgern Inserate sowie Änderungen am Privatstiftungsgesetz gefordert zu haben und im Gegenzug dafür wohlwollende Berichterstattung in Heute und der Kronen Zeitung in Aussicht gestellt zu haben.

Ansonsten weiß HEUTE: 7,8 Millionen für Google, 6,8 Millionen für Zuckerberg.

AKADEMISCHE Frage am Rande: Wenn ORF für SOKO Donau bis Soko Donaustadt Werbungen schaltet, ist dass dann eigentlich „Werbung der öffentlichen Hand“?

+ Werbung der Öffentlichen Hand! Wozu eigentlich?

Die Pressestelle der Kontrollbehörde RTR berichtete bereits gestern, 14.10.2026: „Öffentliche Hand“ investierte knapp 174 Millionen Euro in Werbe- und Informationsmaßnahmen.

ethos.at erhob Einspruch bei RTR:

 „Öffentliche Hand“ investierte in HJ1 ca 174 Millionen Euro in Werbung, so RTR. Das ist eine Irreführung, denn mit Investitionen hat diese Verschwendung von Steuergeldern nichts zu tun!

Ich ersuche den Begriff richtig zu stellen!

Die Werbe-Ausgaben der „Öffentlichen Hand“ sind in keiner Weise mit Investitionen für die Bereiche Straßen, Schienen, Schulen, Trink- und Abwasser-Leitungen, Stromleitungen, Spitäler, Kultur- und Sportstätten zu vergleichen. Die von RTR gewählte Formulierung ist demnach bewusst oder unbewusst irreführend.

Aus Sicht einer Mehrheit der Österreicher (das ist meine Vermutung, aber RTR könnte diese Frage sicher mit einer Umfrage erheben!) sind nur ein mickriger Teil dieser 174 Millionen Euro notwendige Informationsprojekte, ein riesiger Teil jedoch Eigenwerbung politischer Kader aller etablierten Parteien aller politischen Ebenen.

Hochachtungsvoll

Mag. Hubert Thurnhofer

Chefredakteur ethos.at

Die RTR Pressinformation im Wortlaut:

Medientransparenzdaten zum 1. Halbjahr 2026: „Öffentliche Hand“ investierte knapp 174 Millionen Euro in Werbe- und Informationsmaßnahmen

KommAustria veröffentlicht Meldungen gemäß Medientransparenzgesetz

1.415 öffentliche Rechtsträger:innen meldeten der Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria) für das erste Halbjahr 2026 Ausgaben für Werbe- und Informationsschaltungen in Medien sowie Förderleistungen für Medieninhaber:innen in einem Gesamtvolumen von rund 212 Millionen Euro (EUR 211.733.189). Auf Werbe- und Informationsschaltungen entfallen davon knapp 174 Millionen Euro (EUR 173.875.125). Hinzu kamen Förderungen in Höhe von gut 38 Millionen Euro (EUR 37.858.064). Die Gesamtzahl der gemeldeten Einzelpositionen summiert sich auf 68.151 Werbemaßnahmen und Förderungen.

Seit dem 15. Oktober 2026, 9:00 Uhr, sind die umfangreichen Daten für das erste Halbjahr 2026 auf der Website der RTR-GmbH abrufbar und stehen dort als Open Data in Formaten zur Verfügung, die elektronisch weiterverarbeitet werden können: https://data.rtr.at/pages/open-data/MedKFTGBekanntgabe2024?filter_halbjahr=20261.

Die ausführliche Pressemitteilung mit weiteren Einzelheiten zur Anzahl der meldepflichtigen Rechtsträger:innen, dem Link zum Daten-Visualisierungsangebot der KommAustria oder der Auffindbarkeit älterer Meldezeiträume steht unter https://www.rtr.at/PI_Medientransparenz_1.HJ_2026 zur Verfügung.

Über KommAustria und RTR

Die Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria) sorgt mit Regulierungs-, Verwaltungs- und Fördertätigkeiten für einen fairen Wettbewerb und für Vielfalt am österreichischen Medienmarkt für Radio, Fernsehen und vergleichbare Online-Mediendienste sowie im Bereich digitaler Plattformen. Geschäftsstelle der KommAustria ist die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR). Die RTR ist eine Einrichtung des Bundes und in die zwei Fachbereiche Medien (RTR Medien) sowie Telekommunikation und Post (RTR.Telekom.Post) gegliedert. rtr.at