Autor: Hubert Thurnhofer

Ther Philipp: Eine Geschichte des neoliberalen Europa

Die Revolutionen in Osteuropa 1989 und die Transformation der kommunistischen Regime ist Gegenstand des vielfach ausgezeichneten Buches von Philipp Ther, Professor am Institut für Osteuropäische Geschichte an der UNI Wien. Es ist durchaus problematisch, wenn ein Historiker über die Geschichte schreibt, die er selbst mit erlebt hat. So besteht die Gefahr, eigene Erlebnisse zu stark […]

Weiterlesen

Hofbauer Hannes: Europa. Ein Nachruf

In seinen neuen Buch „Europa. Ein Nachruf“ zeichnet Historiker Hannes Hofbauer ein kritisches Bild von der Entstehungsgeschichte Europas und den Konstruktionsfehlern der Europäischen Union. „Spätestens der europaweite Umgang mit dem auf Sars-CoV-2 getauften Virus im Jahr 2020 hat gezeigt, dass der Unionsgedanke in der Krise zerschellt. Allen EU-Staaten gemeinsam war der Rückzug aufs Nationalstaatliche“, so […]

Weiterlesen

Mission Possible!

Mission Impossible“ ist am Ende immer gut ausgegangen. So ist Hollywood! Das Unmögliche wird mit Kameratricks, Hightec-Studios, guten Regisseuren und Schauspielern und nicht zuletzt dank einem perfekten Drehbuch möglich. Im Wirklichen Leben bietet nur das Mögliche viele Möglichkeiten – aber man muss diese auch erkennen! Viele Menschen gehen an ihren Möglichkeiten vorbei und lassen ihre Talente verkümmern.


Grossglockner 800

Weiterlesen

Spiel Hilde: Die hellen und die finsteren Zeiten

Der Titel „Die hellen und die finsteren Zeiten“ (erschienen 1989) erinnert wohl nicht zufällig an die Memoiren von Bruno Kreisky „Zwischen den Zeiten“, die den gleichen Zeitraum umfassen (erschienen 1986). Der direkte Vergleich gelingt nicht ohne ein Klischee zu bemühen: hier die sensible, bürgerliche Schriftstellerin, die nach dem Brand des deutschen Reichstages der SDAP beitritt, […]

Weiterlesen

Dichand Hans: Im Vorhof der Macht

Menschen mit Anstand spielen gern mit Understatement. Anstand ist erstens ein Zeichen dafür, dass man moralische Werte vertritt, aber noch mehr ein Beweis für Standes-Bewusstsein. Under-state-ment kann so in Kreisen des höchsten Standes zum Status-Symbol werden. Hans Dichand hat sich mit Intelligenz, Selbstbewusstsein, Talent, Fleiß und Ausdauer vom Barackenbewohner auf den Hochstand der Superreichen Österreichs katapultiert. Als „Zeitungszar“ wurde er oft tituliert, „Der letzte Zar“ war der Titel eines Nachrufs von Herbert Lackner im profil am 20.6.2010.


Dichand Vorhof Buch

Weiterlesen

Thurnhofer Hubert: Moral 4.0

Anton Edler: Ein spektakuläres Werk. Wer die unterschiedlichen Begriffszuordnungen und Definitionen zu durchdringen vermag, der begegnet einem grandiosen Geist, welcher fürsoglichen Eltern gleichend, den/die Leser/in auf eine abenteuerliche Reise durch die universale Welt eines Weisheitsfreundes leitet, die in der reinen Erkenntnis mündet: „Frieden herrscht nicht.“

https://www.youtube.com/watch?v=cYW8SKpSeF4


Interview mit Irmgard Klammer, Philosophie im Gespräch

Buchbesprechung des Philosophen Henri Edelbauer

Im Brennstoff Nr. 17 (Sommer 2009) erschien die österreichweit erste Rezension eines späteren Klassikers: „Glaube Hoffnung Management“ – das ist weder das neue Antikrisenprogramm der Christlichen Gewerkschafter, noch Kardinal Schönborns Losungswort für sein anonymes Sparbuch bei der Raika. Nein, hier hat der Philosoph, Galerist und Kommunikationsberater Hubert Thurnhofer ein Buch auf den gebeutelten Markt geworfen, das 2500 Jahre alte bewährte Denkmethoden endlich für ökonomische Problembereiche fruchtbar macht.

Weiterlesen

Arvay / Düringer: Die Kunst des Weglassens

Roland Düringer hat 2013 mit Clemens G. Arvay ein Interview-Buch heraus gebracht, in dem er seinen Wandel vom Benzinbruder zum Abstinenzler nachzeichnet. Man kann sich von einem Kabarettisten keine besonderen neuen philosophischen Erkenntnisse erwarten, aber es ist erfreulich zu lesen, dass auch erfolgsverwöhnte Menschen nach einer nicht alltäglichen Karriere anfangen nachzudenken und auf ihrem eigenen Weg zu altbekannten philosophischen Erkenntnissen gelangen.

So schreiben Düringer/Arvay: „Bis zu einem gewissen Grad ist eine stetige Steigerung natürlich ein Gewinn. Ab einem gewissen Punkt kann sie hingegen sogar schädlich werden.“

Weiterlesen

Felber Christian: Gemeinwohl-Ökonomie

Viele Arbeiter und Angestellte haben genug vom Hamsterrad, viele Manager haben genug von der Gewinnmaximierung und kurzfristigen Wirtschaftsplanungen von Quartal zu Quartal. Aber was ist die Alternative? Seit gut zehn Jahren wird die Gemeinwohl-Ökonomie als Alternative diskutiert und von vielen Unternehmern auch schon praktiziert. Christian Felber hat sie mit dem gleichnamigen Buch, das in der […]

Weiterlesen

Kreisky Bruno: Zwischen den Zeiten

In seinen „Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten“, die 1986 erschienen sind, schreibt Bruno Kreisky (22.1.1911 – 29.7.1990) über das Ende der Monarchie, die Zwischenkriegszeit, den zweiten Weltkrieg (insbesondere seine Zeit im Exil) und die Verhandlungen, die zum Abschluss des Österreichischen Staatsvertrags 1955 geführt haben. Die Zwischenkriegszeit ist geprägt von ideologischen Konflikten, die ersten zehn Jahre der […]

Weiterlesen

Kultur des Scheiterns

In Amerika gilt die Regel: es ist keine Schande hinzufallen, es ist eine Schande liegen zu bleiben. Können sich Europäer die amerikanischen Einstellung, in der Scheitern als Auszeichnung gesehen wird, aneignen?


Zdrahal Ernst Kultur d Scheiterns 800 quer

Illustration: Ernst Zdrahal

Weiterlesen