Polansek Christian: Der Anfang vom Beginn

Polanschek Bikinifisch und Anfang

Christian Polanšek – um gleich mal die Schreibung des Namens zu korrigieren – ist wohl so etwas wie ein bunter Vogel der Grazer Kulturszene. Er stammt aus einer Zeit, als solche Vögel politisch noch salonfähig waren – zumindest auf dem Wiener Politparkett. Heute, 2024, leben wir in der Zeit der grauen Mäuse. Grau, austauschbar und gleichgeschaltet sind die Politiker der Altparteien und in ihrem Gefolge die gleichgeschalteten Hofberichterstatter, einstmals bekannt als „unabhängige Medien“. Aber „diese Geschichte ist eine andere. Eine ganz andere. Sie handelt von einem Ereignis gegen Ende des Zweiten Weltkrieges.“

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Polli Gert: Schattenwelten

Polli Schattenwelten Ares

Gert Polli war der erste Vorsitzende des BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung), das 2002 gegründet und 2021 wieder aufgelöst bzw. in die neu geschaffene Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) überführt wurde. Bereits nach fünf Jahren wurde Polli, der nach seiner Ausbildung an der Militärakademie Wiener Neustadt sein Handwerk beim Heeres-Nachrichtendienst gelernt hat, von seinem Posten abgelöst. So zieht er schon in der Einleitung seines Buches, das im Ares-Verlag erschienen ist, das Resümee: "Der Umstieg vom Militär in den zivilen Sektor kam einem Himmelfahrtskommando gleich. Aus heutiger Sicht war für mich der Wechsel vom Militär ins Innenministerium ein nicht mehr wiedergutzumachender Fehler. [...] Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Spitze einer solchen Organisation mit permanenten externen und internen Anfeindungen zu rechnen hat, die mitunter in langwierigen und absurden Ermittlungen und Strafverfahren münden. Das alles ist der Schattenwelt zu verdanken, deren Handeln nicht immer im Interesse der Republik liegt und nicht so ohne Weiteres den Weg in die Öffentlichkeit findet."

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Portisch Hugo, Russland und wir

Hugo Portisch Rund um die Burg

Eine Beziehung mit Geschichte und Zukunft

Erschienen im Dezember 2020 im Ecowin-Verlag

Foto: wikipedia CC BY-SA 3.0

Vorbemerkung HTH: Hugo Portisch (1927 – 2021) ist nur wenige Monate nach Erscheinen seines letzten Buches verstorben. Den Krieg zwischen Ukraine und Russland hat Portisch nicht mehr erlebt. Wahrscheinlich hätte er sich gewundert, dass dieser Konflikt seither „im Westen“ reflexartig als „russischer Angriffskrieg“ bezeichnet wird (naturgemäß von allen namhaften Politikern sowie deren Hofberichterstattern, aber auch zuletzt nicht wirklich plausibel in einem Rechnungshofbericht über die verlustreichen Veranlagungen der Österreichischen Nationalbank!)

Man kann sicher sein, dass Portisch als Journalist der alten Schule die Kriegspropaganda im eigenen Land und in der EU kritisch analysiert hätte. Dass Europa eine lange Geschichte mit Russland verbindet, diese Tatsache wird seit 2022 unter den Tisch gekehrt, wenn nicht gar als Irrtum infolge russischer Täuschungsmanöver abgetan. Dass mit Russland eine Beziehung möglich sei und diese sogar eine Zukunft haben könnte, mit dieser Behauptung würde an europäischen Universitäten jeder Professor der Politologe im Jahr 2025 seine Lehrbefugnis verlieren.

VERLAGSINFORMATION:

Von russischen Geistlichen, die China durch eine List zur Überlassung Sibiriens an Russland bewegten, bis zur Stellung als Ordnungsmacht im Nahen Osten: Die Geschichte der östlichsten europäischen Nation ist ebenso spannend wie kompliziert. Hugo Portisch beschäftigt sich seit Langem mit der russischen Mentalität und dem Verhältnis zwischen europäischer Union und Russland. In »Russland und wir« schildert er seine persönlichen Erfahrungen und stellt die oft turbulente Vergangenheit des flächenmäßig größten Landes der Erde dar:

- Russland gehört zu Europa: Das Gemeinsame überwiegt und muss gefördert werden

- Die bewegte Geschichte Russlands: Von den Kosaken bis zu Vladimir Putin

- Sibirien: Kolonialpolitik auf russische Art

- Die EU und Russland: Wie beide Seiten von einer engeren Zusammenarbeit profitieren

Schwierige internationale Beziehungen:Zwischen Ukraine-Krieg und Handelsabkommen

Russland unter Vladimir Putin macht es seinen europäischen Nachbarn nicht immer einfach, vertrauensvolle, freundschaftliche Beziehungen zu pflegen. Militärische Aktionen wie die Annexion der Krim und die berechtigten Zweifel an der persönlichen Freiheit russischer Bürger belasten das Verhältnis. Dennoch sieht Portisch keine Alternative zu einer Kooperation, besonders um sich als Handelsmacht gemeinsam gegen die Volksrepublik China zu behaupten.

Ein Sachbuch, das von der jahrzehntelangen journalistischen Erfahrung seines Autors profitiert: Mit großer Expertise erklärt Hugo Portisch die komplizierten historischen Verstrickungen und stellt die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen EU und Russland dar!