Wolffsohn Michael: Zum Weltfrieden

Untertitel: Ein politischer Entwurf, erschienen in München, 2015

Was an Michael Wolffsohn (geb. 1947 in Tel Aviv) am meisten überrascht ist seine Beamtenkarriere. Er lehrte von 1981 bis 2012 an der Universität der Bundeswehr München Neuere Geschichte, wie wikipedia weiß. Hier erfährt der Leser auch, dass er immer wieder in deutschen Talkshows mit nonkonformen Bemerkungen aufgefallen ist. So sagte er 2004 bei Maischberger. „Wenn wir mit Gentleman-Methoden den Terrorismus bekämpfen wollen, werden wir scheitern. […] Als eines der Mittel gegen Terroristen halte ich Folter oder die Androhung von Folter für legitim.“ Weiters zählt wiki 16 Auszeichnungen und 16 Bücher des Historikers auf. Fast scheint es, als hätte jedes seiner Bücher eine Auszeichnung bekommen. Doch es war auch eine Auszeichnung der Gartenstadt Atlantic beim Wettbewerb „Das beste Konzept für innerstädtisches Wohnen“ dabei.

2015 erschien sein Buch „Zum Weltfrieden. Ein politischer Entwurf“. Schon einleitend bekennt Wolffsohn: „Der Titel verspricht mehr, als ich halten kann.“ In Geschichte und Gegenwart hat der Autor sechs Möglichkeiten zur Problembewältigung gefunden:

Möglichkeit 1 ist die Dominanz der Gruppe A über die Gruppen B, C usw

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Wulff Christian: Ganz oben, ganz unten

Wulff 2014 Berlin

(Erstmals publiziert 10.6.2014 auf thurnhofer.cc) - „Keine Memoiren im üblichen Sinn“ wollte Christian Wulff vorlegen, wie er bei der Präsentation seines Buches „Ganz oben ganz unten“ am Dienstag, 10. Juni 2014, in Berlin erklärte. Vielmehr wollte er nach seinem Freispruch den tiefen Fall vom höchsten Amt im Staate bis zu seinem erzwungenen Rücktritt, sowie die vergangenen zwei Jahre bis zu seinem Freispruch vor Gericht schildern.

Aus Sicht des Ex-Präsidenten liegt die Ursache seines Rücktritts in einer unheiligen Allianz zwischen den Medien und der Justiz. Ob es außer der Medien-Kampagne, die vorwiegend von der „Bild“-Zeitung angeheizt wurde, auch noch tiefer liegende Ursachen für seinen Rücktritt gab, ließ Wulff offen. Jedenfalls verneinte er „Verschwörungstheorien“, wonach seine kritische Haltung zur Euro-Politik der Bundesregierung der wahre Grund seines Rücktritts gewesen sei, obwohl er manche Auswüchse des Systems scharf kritisiert. So erklärt Wulff „es war ein Fehler, den Kapitalverkehr und die Kapitalmärkte global zu deregulieren und zu liberalisieren, ohne zuvor einen funktionierenden globalen Ordnungsrahmen geschaffen zu haben“ (S. 98), und kritisiert das Vergütungssystem im Finanzsystem als „Ausdruck von Hybris“ und als „Exzesse dieses Systems“ (S. 99). Noch konkreter wird er in Bezug auf die Euro-Rettungsmaßnahmen der EZB: „ich halte den massiven Aufkauf von Anleihen einzelner Staaten durch die Europäische Zentralbank für politisch und rechtlich bedenklich. Artikel 123 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union verbietet der EZB den unmittelbaren Erwerb von Schuldentiteln, um ihre Unabhänigkeit zu sichern.“ (S. 100)

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Z wie Zensurio

Zensurio

Zensur wurde in Österreich bereits 1867 mit dem Staatsgrundgesetz abgeschafft. Wer heute noch Massenmedien liest, kann sicher sein, dass deren Gleichschaltung nicht durch Zensur, sondern durch Selbstzensur passiert. In Österreich agiert die Zensur nicht durch Verbotsmechanismen, sondern durch Belohnungsmechanismen, wie ethos.at am Beispiel der „Qualitätsjournalismusförderung“ aufgezeigt hat.

Die Plattform Zensurio.net steht natürlich für das Gegenteil von Zensur. Das Logo verweist auf Zorro, den Rächer der Armen (die keine Zeit zum Lesen finden). Aber auch die Assoziation mit Zenturio, dem Vorkämpfer und Anführer einer Hundertschaft, ist naheliegend. Eine eigene Seite widmet der Herausgeber lesenswerten Büchern. Und weil die meisten Menschen schon aufgegeben haben, selbst Bücher zu lesen, nimmt ihnen Zenturio einen Teil der Arbeit ab, und liefert frei Haus Kurzfassungen – als Vorleser einer hoffentlich schnell wachsenden Schar von Nachlesern.



Der Herausgeber merkt an: „Im Folgenden gebe ich die für mich interessantesten Aussagen aus diesem Werk in eigener Formulierung wieder. Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Repräsentation des Autors. Sie spiegelt auch nicht zwingend meine Meinung wieder. Ich gebe zu den jeweiligen Angaben die Seitenzahl an, auf der entsprechende Informationen im Buch zu finden sind. Ob die getroffenen Aussagen wahr sind, bleibt der eigenen Recherche überantwortet.“

Bisher erschienen (Stand 15.10.2024)

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