Wiederkehr Christoph: Schule schaffen

Schule schaffen Wiederkehr

Schulangst – Notenfrust – Bürokratie

Wie gelingt es, dass Kinder wieder gerne in die Schule gehen?

220 Seiten Erscheinungsdatum: 02.09.2024

Information des Goldegg-Verlages: Was wäre wenn... 

Kinder in die Schule gehen, ohne Angst zu haben?

Kinder statt mit Leistungsdruck zu kämpfen, ihrer natürlichen Wissbegierde nachgehen dürften?

Lehrerinnen und Lehrer ihren Unterricht flexibel an den Bedürfnissen der Kinder ausrichten könnten?

Eltern entspannt an der Entwicklung ihrer Kinder teilhaben könnten, statt selbst Schulaufgaben zu machen?

Schule einfach wieder Spaß macht?

Was in vielen Fällen utopisch klingt, wäre möglich, wenn alle Beteiligten es wollen und aktiv dazu beitragen, dass eine Vision wahr werden kann: Schule, die Spaß macht. In der Realität scheitern viel zu viele gute Ideen an einer unbeweglichen Bürokratie, einzementierten politischen Dogmen, starren Weltbildern und mangelndes Aufeinander-Zugehen.

Es herrscht vielerorts eine Fehlersuch-Mentalität, Schwächen rücken statt der zu unterstützenden Stärken in den Fokus, reale Probleme und Sorgen werden unter den Teppich gekehrt und heiße Eisen erst gar nicht angefasst. Statt der Bedürfnisse der Kinder steht eine überbordende Bürokratie und eine Politik des Gegeneinanders im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Der Rotstift regiert, Leistungs- und Notendruck und teure Nachhilfestunde tragen ihr Übriges dazu bei, um aus der Begeisterung für alles Neue lästige Schulpflicht werden zu lassen. So mündet Engagement in Frustration, aus Freude, Neugier und natürlichem Lernwillen wird gelangweilte Resignation.

Kinder, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern leiden unter Stress, Schulangst, Burn-out und Zukunftssorgen. Dass es auch anders geht, zeigen viele Positiv-Beispiele.

In diesem Buch findet der Bildungsexperte und Spitzenpolitiker, Christoph Wiederkehr, deutliche Worte zum Ist-Zustand und kritisiert hart, aber sachlich und fair, was in der Schulpolitik schiefläuft. In einem mutmachenden Ausblick greift er inspirierende Ideen auf, streicht eine Vielzahl an Möglichkeiten hervor, wie Schule sein könnte und wie es gemeinsam zu schaffen ist, die Schule auf ein neues Level zu heben. – Damit Schule wieder Spaß macht!

Willaschek Marcus: Kant

Willaschek Kant Cover

Die Revolution des Denkens

Verlag C.H. Beck, München 2023

Der Kant-Experte Marcus Willaschek, Professor an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, hat seine Monografie nach Themen gegliedert, die „Kants Denken für moderne Leserinnen und Leser, die über wenig oder keine Vorkenntnisse in der Philosophie verfügen, lebendig werden lassen“ (15). So werden Kants Positionen zu Politik, Gesellschaft. Erziehung, Moral, Religion und Wissenschaft ausführlich und verständlich erörtert, bevor sich der Autor den abstrakten Themen der reinen Vernunft und der Bedingung der Möglichkeit des Erkennens zuwendet. Willaschek würdigt die herausragenden Leistungen Kants, ohne ihn als Übermenschen in höhere Sphären zu heben. Im Gegenteil: auch Kant irrte, auch manche seiner Standpunkte müssen aus heutiger Sicht korrigiert werden. So weit, so gut. Schade nur, dass sich der Herr Professor bemüßigt fühlt, dies mit moralinsauren Kommentaren zu tun.

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Willemsen Roger: Das Hohe Haus

„Von Denis Scheck in den Müll geworfen“, rezensiert Roger Willemsen den Rezensor. Nach dem Tod des Literaturpapstes Marcel Reich-Ranicki konnte diese Stellung nicht mehr nachbesetzt werden. Aber Deutschlands Literaturgemeinde hat in Denis Scheck ihren Oberinquisitor gefunden, der Bestseller in den Himmel lobt oder – nein, nicht verteufelt, aber symbolisch in den Müll schmeißt. Mit einem entsprechenden Kommentar: „Für sein neues Buch [Das Hohe Haus. Ein Jahr im Parlament.] ist Roger Willemsen dahin gegangen, wo’s wehtut. Ein Jahr hat er sich zu intellektuellem Pfahlsitzen im Zentrum der vom Volke ausgehenden Macht verdonnert und die Debatten im Deutschen Bundestag mitverfolgt. Für einen an quecksilbrige Denkbewegungen und virtuose Sprachakrobatik gewohnten Mann wie Willemsen sicher kein leichter Weg. Das Ergebnis sind Innenansichten aus dem deutschen Politikbetrieb, deren Erkenntnistiefe niemanden kaltlassen wird: „Merkel hat einen Fleck am Revers entdeckt, rubbelt, hebt ihre rote Henkeltasche an, hält ihren gelben Kuli aufrecht. … Merkel schmiegt jetzt die Wange in eine Hand. … Merkel ist inzwischen ins Innere ihrer Tasche zurückgetaucht.“ Dieses Buch hat der deutsche Politikbetrieb verdient.“

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