Ganser Daniele: Kampf der Giganten

Warum China und Russland die globale Vorherrschaft der USA ablehnen

WESTEND, 9/2026

Verlagsinformation: Die alte Weltordnung zerfällt vor unseren Augen: Die USA und Israel greifen den Iran an. Russland und China verbünden sich und lehnen die globale Vorherrschaft der USA ab. Die NATO-Staaten scheitern mit ihrem Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland. Durch die Unterstützung des Genozids in Gaza verliert der Westen an moralischer Glaubwürdigkeit. US-Präsident Donald Trump verunsichert die Europäer und droht, Grönland zu übernehmen, nachdem er in Venezuela den Präsidenten entführen ließ. Und nach einem "Jahrhundert der Erniedrigung" steigt China zu einer neuen Supermacht auf. Der Historiker Daniele Ganser ordnet diese chaotisch wirkende Gegenwart und zeigt die spannenden historischen Wurzeln, die uns in den aktuellen Machtkampf der drei Giganten USA, Russland und China geführt haben. Er zeigt: Vor uns entwickelt sich eine Auseinandersetzung, die das 21. Jahrhundert prägen wird.

https://www.youtube.com/watch?v=-dAX9CLsghQ

Heyden Ulrich: Mein Weg nach Russland

Erinnerungen eines Reporters

Erschienen 2024, Promedia

„Die Russen sind mir ans Herz gewachsen.“ (272) Das ist das Resümee des deutschen Journalisten Ulrich Heyden, der 1992 von Hamburg nach Kiew und dann nach Moskau übersiedelte. Bis 2022 konnte er als freier Journalist für mehrere deutsche Medien über die Runden kommen. Die letzte Vertragskündigung erhielt er 2022 vom einstmals linken Wochenmagazin „Der Freitag“.

Nach links tendierte schon der junge Ulrich in seiner frühen Jugend. Psychoanalytisch verkürzt könnte man das als Gegenreaktion gegen seinen rechten Vater Wilhelm abtun, der im zweiten Weltkrieg kämpfte. Mit seinen Erzählungen über Heldentaten der deutschen Wehrmacht hat er Ulrich schon in seiner Kindheit eingeschüchtert. Doch Ulrich entwickelte mehr als nur eine Abwehrreaktion gegen die Einstellungen des Vaters.

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Blümel Gernot: Die Selbstsetzung des Menschen

18. August 2026 - KI Gemini über das Buch von Gernot Blümel, das diese Woche erscheint: Kerninhalte und Thesen des Buches: Blümel argumentiert, dass die größte Herausforderung durch Künstliche Intelligenz (KI) nicht in einer existenziellen Bedrohung (wie der Auslöschung der Menschheit) liegt. Die wahre Herausforderung ist eine tiefe Kränkung unseres Selbstverständnisses, weil die KI dem Menschen die exklusive Domäne der Vernunft streitig macht.

Foto CC BY 2.0: BMF/Wilke

Das Dilemma der Sinnstiftung: Da der Mensch nicht mehr das einzige vernunftbegabte Wesen ist, geraten die Fundamente von Demokratie und Menschenrechten ins Wanken. Blümel sieht zwei Wege, wie sich die Menschheit aus diesem Dilemma befreien kann: Die traditionelle Rückbesinnung: Der Mensch definiert sich wieder als Ebenbild Gottes (was der gläubige Christ Blümel zwar präferiert, in einer säkularen Welt aber für unwahrscheinlich hält). Die Selbstsetzung: Der Mensch setzt sich in einer säkularisierten Welt einfach selbst absolut – schlicht, weil er es will und kann. Dies sei der namensgebende, wahrscheinlichere, aber auch instabilere Weg.

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