2025.11.27 Zeitkapsel im Volkskunde Museum

Zeitkapsel

Im Zuge der umfassenden Sanierungs- und Umbauarbeiten des Volkskundemuseum Wien wird am 27. November 2025 eine Zeitkapsel im Innenraum des historischen Gartenpalais Schönborn in der Laudongasse eingemauert. Mit dieser symbolischen Geste möchte das Museum gemeinsam mit Vertreter:innen des Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), der Silberpfeil-Architekten und der Europäischen Kommission einen Moment der Gegenwart für kommende Generationen bewahren.

WANN: Donnerstag, 27. November 2025 um 14 Uhr

WO: Baustelle des Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung und einem anschließenden Rundgang über die Baustelle teilzunehmen.

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2025.11.26 Buchpräsentation: Marcos-Clan

Rainer Werning/Jörg Schwieger (Hg.)

VON MARCOS ZU MARCOS, Die Philippinen seit 1965

Mit Beiträgen von Antonio Ablon, Astrud Beringer, Rufa Cagoco-Guiam, Eric Gutierrez, Herbert Docena, Mary Lou U. Hardillo, Mary Montemayor, Mirjam Overhoff, Michael Reckordt, Epifanio San Juan Jr., Rainer Werning, Marina Wetzlmaier u.a.

Promedia Verlag

Mittwoch, 26. November 2025 um 19 Uhr

im Freien Wort, Rögergasse 24-26, 1090 Wien

Diskussion mit Rainer Werning, Jörg Schwieger und Marina Wetzlmaier. Moderation: Stefan Kraft

Verlagsinformation: Über 30 namhafte philippinische und deutschsprachige Autor:innen untersuchen die gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes im Kontext zunehmend eingeschränkter Handlungsräume. Eine eigene Betrachtung widmet sich der geostrategischen Lage der Philippinen in der asiatisch-pazifischen Region.

Seit 2022 sind die Philippinen durch Präsident Ferdinand Marcos Jr. nach fast vier Jahrzehnten wieder fest im Griff einer der mächtigsten Familiendynastien des Landes. Für sie begann 1965 mit der Präsidentschaft von Ferdinand Marcos Sr. eine historisch beispiellose Ära. Keine andere Familie hat eine solch dominante Stellung erreicht.

Durch die Verhängung des Kriegsrechts 1972 entledigte sich Marcos Sr. aller politischen Widersacher und begründete seine Herrschaft als „konstitutionellen Autoritarismus“. Mit der Ermordung des bekanntesten Oppositionspolitikers Benigno S. Aquino im Jahr 1983 gewann eine kombinierte innen- und wirtschaftspolitische Krise an Dynamik. Diese führte 1986 zum (vorläufigen) Ende der Marcos-Herrschaft.

Der daraufhin erwartete gesellschaftliche Aufbruch weckte unter Millionen Filipinos, von denen viele im Ausland leben, Hoffnungen auf Freiheit und ein besseres Leben. Doch kehrte die einstige Herrscherfamilie wieder an die Macht zurück. Zum 60. Jahrestag der Marcos-Herrschaft ziehen die Buchbeiträge eine Bilanz.

Die Herausgeber: + Rainer Werning, geboren 1949 in Münster, ist Politikwissenschaftler und Publizist mit den Schwerpunkten Südost- und Ostasien. Seit 1970 mehrfache und längere Studienaufenthalte in den Philippinen. Im Promedia Verlag ist von ihm (zusammen mit Du-Yul Song) erschienen: „Korea. Von der Kolonie zum geteilten Land“. + Jörg Schwieger, geboren 1953 in Hannover, ist evangelischer Theologe und Germanist. Er war von 1982 bis 1986 Geschäftsführer der „Aktionsgruppe Philippinen“ und von 1987 bis 1991 Geschäftsführer des philippinenbüro e.V. sowie langjähriger Mitarbeiter im kirchlichen Entwicklungsdienst in unterschiedlichen (Leitungs)- Funktionen.

Pressestimme: (…) Unter diesen geopolitischen Vorgaben geben die Autoren den Philippinen nur geringe Chancen, sich im Weltgeschehen autonom zu postieren. Die spanische Kolonisation bis 1898 und die nachfolgende amerikanische Besatzung bis zur Unabhängigkeit 1946 haben die Bedingungen für jenes System geschaffen, in dem die Staatsmacht von Dynastie zu Dynastie über die Köpfe der Menschen hinweg nahezu unbeanstandet weitergereicht wird. Herausgeber und Autoren wahren in dem zeitgeschichtlichen Abriss wortstark das Verdienst, den Menschen in diesem aufgewühlten Land Stimme und Gewicht zu geben. Wer in dem Informationswirrwarr der Zeitenwende inhaltlich Halt sucht, wird in dem Buch glänzend bedient. Albert Klütsch, Nachdenkseiten, 12.10.2025

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2025.11.18 Tagträume eines Strategie-Experten

Präsentation des Buches von Gerald Karner

„Der unterschätzte Kontinent. Warum Europa die Zukunft gehört.“

18. November 2025 ab 18:00 Uhr

Thalia Wien – Mitte / W3

Landstraßer Hauptstraße 2a/2b, 1030 Wien

Verlagsankündigung: „Strategieexperte Gerald Karner beschreibt in „Der unterschätzte Kontinent“, dass Europa sich aufgrund von Bevölkerungsstruktur, Wirtschaftskraft und seinen „Soft Skills“ mehr zutrauen kann – bis hin zur weltweiten Führungsrolle. Inhalt: Der Krieg in der Ukraine, die Konflikte im Nahen Osten, die Präsidentschaft Donald Trumps, die hybride Kriegsführung Russlands – die alte Ordnung der Welt ist zerbröckelt. Welchen Platz in ihr wird Europa einnehmen?

Militärexperte Gerald Karner erklärt, warum Europa ein unterschätzter Kontinent ist und die besten Voraussetzungen hat, um eine globale Supermacht zu werden. Was die europäische Politik jetzt tun muss, um die Zukunft mitzubestimmen, zeigt Gerald Karner anschaulich und verständlich im Buch der Stunde.

Gerald Karner, geboren 1955, ist ein österreichischer Generalstabsoffizier, Unternehmer und sicherheitspolitischer Kommentator. Nach Studien und Ausbildungsgängen in Österreich, den USA und Deutschland war Karner in leitenden Funktionen im Bundesministerium für Landesverteidigung, danach in der Privatwirtschaft tätig. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Sicherheits- und Geopolitik und kommentiert in Funk- und Printmedien zu diesen Themen. 2003 erhielt Karner den Österreichischen Staatspreis für publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung, der 1965 erstmals (noch vor Beschluss des Artikel 9a B-VG über die „umfassende Landesverteidigung“) und das letzte mal 2005 vergeben wurde.“

NEWS.at (3.11.25) hat ein Interview mit dem Autor publiziert, das nur eine Frage offen lässt: in welcher Parallelwelt ist Karner zu hause? Auf welchem Planeten lebt er eigentlich?

Was kann Europa, was die USA, Russland und China nicht können?

Karner: Unsere strukturellen Grundlagen der Demokratie sind ein entscheidender Vorteil gegenüber Russland und China, möglicherweise in weiterer Folge auch gegenüber den USA. Wir treffen manche Entscheidungen vielleicht langsamer, aber sie sind zutreffender, weil sie auf einer besseren, ausgewogeneren Informationsbasis beruhen – selbstkritisch und wissenschaftlich begründet – und nicht wie in einem autokratischen System von einer oder wenigen Personen kommen und sich in weiterer Folge als fehlerhaft erweisen. Das beste Beispiel dafür ist der 24. Februar 2022.“

ethos.at kommentiert: Man kann mit Nial Ferguson über den dominanten „Westen und den Rest der Welt“ (erschienen 2011) nachdenken, man kann mit J.M. Roberts „Triumph des Abendlandes (erschienen 1985) die damals gängige Kritik am Eurozentrismus kritisieren, aber man kann nicht 2025, fünf Jahre nach dem totalen Versagen aller EU-Institutionen infolge des Coronaregimes, nach Abschaffung der Souveränität und essenzieller demokratischer Grundprinzipien in den EU-Mitgliedsländern, so tun, als wäre nichts passiert. Der „Strategieberater“ glaubt ernsthaft „Forschung, Entwicklung, die Freiheit und Kreativität dabei – das wird Europa in letzter Konsequenz zu einem Platz auf der Weltbühne verhelfen“, und übersieht offenbar, dass die Freiheit der Wissenschaft nur noch in der Theorie, aber schon lange nicht mehr in der politischen Praxis exisitert. Sapere aude!

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