Corona: Der eigenständige Weg Kubas
Die Journalistin Mailys Khider hat mehrmals in Kuba recherchiert und mit kubanischen Ärzten gesprochen, die von ihren Auslandsmissionen berichten. Im Interview mit LeMedia spricht sie über ihr Buch "Médecins cubains. Les armées de la paix“ ("Kubanische Ärzte. Die Armeen des Friedens“). Das Interview ist auf Französisch, die wichtigsten Inhalte hat Sigrid Thurnhofer zusammengefasst:
Aufgrund langjähriger Erfahrungen in Krisensituationen reagierte Kuba viel effizienter als andere Länder, die Corona-Epidemie einzubremsen. Zu Beginn gabe es auch in Kuba Panik. Zuerst wurden die Grenzen geschlossen, die positiven Fälle im Krankenhaus versorgt oder zu Hause isoliert. Nach Öffnung der Grenzen für den Tourismus sind die Fälle wieder in die Höhe geschnellt. Im Juli 2020 gab es 60 Todesfälle pro Tag, was wieder zu Panik führte. Heute wird zu Beginn einer Infektion Interferon verabreicht, das sehr gut das Immunsystem stärkt und bei schweren Fällen geben die Ärzte „Anticorps monoclonaux“. Es ist nicht zu verstehen, warum diese Behandlungsmethoden bei uns nicht angewendet werden, da es Studien darüber in Europa gibt und sie in Kuba sehr gut funktioniert haben.