Impfpflicht: sittenwidrige Schuldzuweisungen

screen Sonne und Mond

Ein Plädoyer wider die Impfpflicht von Manfred Stangl

Der Autor ist Herausgeber von Pappelblatt, Zeitschrift für Literatur, Menschenrechte, Spiritualität, sowie Leiter der Edition Sonne und Mond

Wie lange sollen die Verstöße gegen die allgemein gültigen Menschenrechte noch weitergehen?

28.11.2021 – Es wird keine Impfpflicht geben. Wer will sie? Zwei Komplexizitätsforscher, viele Ärzte, eine Ethikkommissionsvorsitzende, die Pharmaindustrie, etliche verängstige und aufgebrachte BürgerInnen, zwei bis dreieinhalb Prognoserechner, alle vom ORF, die öffentlich auftreten, sämtliche Mainstreammedien vom Falter über die Krone zum Heute und Standard, mehrere Politiker, ein Verfassungsjurist: aber soll das reichen, alle Österreicher und Österreicherinnen unter Kuratel zu stellen? Es gibt keine breite Diskussion unter Einbeziehung von KünstlerInnen, SchriftstellerInnen, einem Bürgerform oder ganzheitlichen Ärzten oder PsychologInnen; wie von Beginn an bestimmt ein kleiner Klüngel das Geschick (nicht nur) Österreichs.

Sittenwidrig ist es, einen Impfzwang auszuüben, wo die schlechte Wirksamkeit der Mittel verantwortet, dass die Epidemie weitergeht. Die Ursachen der hohen Fallzahlen sind andere als in den Medien behauptet – die Impfung wirkt nicht ausreichend. Postuliert wird, dass nur die Impfung die Krankheit beendet, aber das ist unrichtig. Die bekannten Impfmittel wirken weder steril, d.h., es können Infektionen sehr wohl durch Geimpfte weitergegeben werden, und sie verhindern auch nicht schwere Erkrankungen von „voll Immunisierten“. Im Gegenteil, stellt es wahrscheinlich das Hauptproblem dar, dass Geimpfte als immun vermutet, daher gar nicht auf Covid 19 getestet werden, bzw. wenn in ihrem Umfeld Infektionen stattfinden, sie nicht in Quarantäne gesteckt werden. So verbreiten sie oftmals das Virus unerkannt weiter.

Den Ungeimpften Schuld zu geben ist somit sittenwidrig: das Interesse der Gesellschaft läge darin, die Verwendung besserer (Impf)-Mittel abzuwarten und/oder die Epidemie anders zu beenden. Jedenfalls nicht, eine Impfpflicht mit dem wenig tauglichen Mittel der mRNA Stoffe anzuordnen…

Ein Fehl-Argument: vor 50 Jahren gab es schon eine dienliche Impfpflicht – die gegen die Pocken. Erstens ließe sich viel über die Nebenwirkungen diskutieren, dennoch war der Pocken-Impfstoff deutlich länger erforscht als die mRNA Mittel. Zweitens: vor 50 Jahren durften Eltern ihre Kinder züchtigen, mussten Frauen ihre Ehemänner fragen, ob sie arbeiten gehen dürfen, und gab es in der Schweiz noch kein Wahlrecht für Frauen usf. Wollen wir das auch alles wieder?

Das zweite falsche Argument lautet: die menschenrechtlich verbürgte Unversehrtheit des Körpers darf, um das gesellschaftliche Gesamtwohl besorgt, hintergangen werden – eben durch die Impfpflicht. Nun – die Fehler liegen bei den Regierungsmaßnahmen, welche die Gemeinschaft nicht schützen. Eher hat man das Gefühl, es ginge um unhinterfragt patriarchale Muster: es wird „der Druck erhöht, ein-, weg-, zugesperrt“, wird schnell von Strafen gesprochen, schon beim ersten Lockdown, wo sich viele Maßnahmen als verfassungswidrig herausstellten, etwa, dass Kinder ihre sterbenden Eltern nicht besuchen durften. Dabei ist erwiesen, dass gerade Angst, Stress und Druck das Immunsystem schwächen und die Epidemie erst so richtig befeuern. Einsicht bei den Regierenden gibt es wenig. Sie agieren, wie ehedem jede autokratische Macht herrschte. Das Volk scheint der unverbesserliche Feind zu sein, den man zwingt, unterdrückt, ängstigt und bestraft, aber mit dem man nicht auf Augenhöhe kommuniziert. Zu den Kardinalsfehlern der impfgläubigen Regierung: Eine geimpfte Person im Haushalt muss nicht in Quarantäne, wenn dort eine andere Person Corona positiv ist. Aber es ist länger bekannt, dass sich alle Personen im Haushalt anstecken können, weil die Impfung nicht gut genug wirkt. Aus dem Alltag liegen Berichte vor, dass anderseits manche Haushaltsmitglieder sich nicht anstecken, obwohl ungeimpft, eben weil das Immunsystem verantwortlich ist, ob man verschnupft aus der Situation herauskommt oder auf der Intensivstation landet. Ich möchte nicht generell den Impfungen ihre Wirksamkeit absprechen. Bewiesen ist, dass sie weniger lang und gut wirken, als von der Pharmaindustrie behauptet. Speziell bei Astrazeneca lässt der Schutz schon nach 4 Monaten extrem nach.

Der Totimpfstoff Valneva ist nun von der EU anerkannt, wird aber trotz sehr guter Ergebnisse nicht freigegeben. Es ist den Mächtigen sicher bekannt, dass sich dann noch viele impfen würden, wohl 10% in Österreich. Warum wird dieser Impfstoff nicht freigegeben? Warum das erzwungene Monopol von Pfizer und Moderna? Geht es um den Schutz der Bevölkerung oder das Geschäftsmodell der Marktführer?

Jedenfalls kann eine wenig wirksame Impfung wie die durch Moderna, Johnson&Johnson (der trotz gegenteiliger Annahmen schnell einen zweiten Stich forderte), Pfizer und Astrazeneca nicht herangezogen werden, um einen generellen Impfzwang auszuüben. Eine ungesunde Kultur, die die Zivilisationskrankheiten betreffend Herz-Kreislauf, Diabetes, den Krebs, etc. nicht in Griff kriegen kann und will, aber dieselbe medizinische Strategie wie jeher, die der chemischen Keule, anwendet, darf sich nicht wundern, in die Katastrophe zu schlittern…

Seit zwei Jahren wird nur die schulmedizinische Variante angeboten, nirgendwo in den Staatsmedien hört man: konsumiert weniger Zucker, verbietet Werbung für zuckerhaltige Getränke, überhaupt die opulenten Werbungen für alle möglichen Lebensmittel, mit denen sich in unseren Breiten die Menschen vollstopfen. Keine Beschränkungen bei Transfetten und gesättigten Fettsäuren werden erlassen, keine deutliche Etikettierung der Verpackungen bezüglich der ungesunden Inhalte, Fett, Zucker, chemische Haltbarmittel etc findet statt. Keinerlei Aktionen werden unternommen, um „Vorerkrankungen“ zu bannen, damit dann niemand bei Grippe oder Corona versterben muss, aber das Impfen wird als heilsbringender Akt besungen.

Unter diesem Aspekt ist die Impfpflicht ein Hohn auf die Bevölkerung jedes Staates. Vor 50 Jahren bis 1981, solange die Pocken-Impfplicht galt, waren die Auswirkungen der falschen Ernährung, verstärkt durch die Gewinnsucht der Lebensmittelindustrie, eher überschaubar. Heute eine Impfpflicht wegen der an Vorerkrankungen Gefährdeten zu erlassen, damit die Intensivstationen nicht überquellen – oft mit jungen Männern mit 120 Kilogramm, ist unzulässig.

Ganzheitliche Gesundheitsansätze werden vom technisch-pharmazeutischen Komplex bekämpft. Am meisten belächeln sie die Homöopathie, in der Krise wird die Chance genutzt, alle alternativen und ganzheitlichen Heilmethoden und Systeme zu diskreditieren. Etwa das Ayurveda, das Antworten und jedenfalls Hilfestellungen in dieser Pandemie bieten könnte, und als 5000 Jahre alte Wissenschaft bedeutend mehr zur Gesundheit der einzelnen Völker beizutragen imstande wäre, als die modernen, seit 200 Jahre gültigen Systeme, die zudem nun erst seit zwei Jahren eine Serie an Impfstoffen an den Menschen erproben.

Nicht die Impfskeptiker – die ja oft eher Zweifler an den unerprobten Genimpfungen sind als radikale Impfgegner – sind schuld an der Pandemie. Vor einiger Zeit wurde von den Staatsmedien verbreitet, 60 Prozent Durchimpfungsrate würden reichen, die Pandemie zu beenden oder zumindest 2/3 der Bevölkerung sollten vollständig immunisiert sein. Als die Infektionszahlen massiv anstiegen wurde kolportiert 75 % wären mindestens nötig, dann schnellte die Zahl auf 8o und jetzt lieber 90 %. Sind das die Voraussetzungen für eine Impfpflicht? Sind widersprüchliche und permanent nachjustierte Zahlen der wissenschaftliche Beleg zu deren Einführung? Natürlich muss ständig nachgebessert werden, weil gar 100 % kein Ende der Pandemie bedingen – wie sich aktuell in Israel, dem Vorbildland punkto Durchimpfung, ankündigt. Dort wird vor der 5ten Welle gewarnt, obwohl gar der 3. Stich – der „Booster“ flächendeckend durchgeführt wurde. Dänemark muss die Schutzmaßnahmen nach einer Impfrate von 85% abrupt massiv hinauffahren nach einer überbordenden Zahl an Neuinfektionen.

Um die 70% der Bevölkerung sind bereits in Österreich geimpft. Die Behörden geben zwar keine Zahlen heraus in Bezug auf genesene Personen, aber es kann geschätzt werden, dass 10 – 15% der Bevölkerung die Infektion bereits durchgemacht haben, und damit nachweislich den besseren Langzeit-Schutz genießen als Geimpfte. Von den Zahlen her müsste die Pandemie schon beendet sein, aber die hohe Anzahl an Impfdurchbrüchen – sprich Impfversagen – lässt die Strategie der Regierung in punkto Pandemie-Bekämpfung scheitern. Das nun auf Kosten des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit zu vertuschen, davon abzulenken, ist sittenwidrig bis kriminell.

Gern werden als die Schuldigen an der Impfmisere einige spezielle Bevölkerungsgruppen genannt. Doch auch die Esoteriker sind nicht verantwortlich am Scheitern der Impfstrategie, die in der Impfpflicht gipfeln soll. Unter Esoterikern werden wohl die eingeordnet und verunglimpft, die ganzheitliche Ansätze mitdenken, die wissen, dass Körper und Geist eine Einheit bilden und dass der Mensch Teil der Natur ist. Die zersplitternde, hybride Denkart der Moderne ist ihnen obsolet. Sie propagieren eine verbindlichere Patienten Arzt Beziehung, lehnen eine Medizin, die den Menschen von der Natur trennt, ab. Die Maschinen-Medizin und Kopfkultur überzeugen sie nicht…

Der „Kurier“ detektiert eine weiter Gruppe von Impfverweigerern: die Digitalisierungsüberforderten. Nun: die meisten Impfskeptiker sind hoch gebildet, haben mit der Digitalisierung sicherlich kein Problem, wenn sie diese vielleicht dennoch nicht als große Errungenschaft der Menschheit feiern. Jedenfalls werden alle diffamiert, die die betonierte Einbahnstraße Richtung naturzerstörendem Transhumanismus verlassen wollen, um zu natur- und menschennäheren Umgang zu finden. Müssen die jetzt zwangsbeglückt, sprich: zwangsgeimpft werden? Weil sie alternative Vorstellungen vom Leben auf diesem Planeten haben? Eine, die die Klimakatastrophe abwenden könnte und aufgrund des gesünderen Lebenswandels auch weniger Vorerkrankungen produzieren würde?

Was hingegen wollen die Pharmaanhänger? Impfskeptiker bekämpfen, Fake-News abstellen; also alle Meldungen unterdrücken, die eine Ergänzung zur Schulmedizin darstellen, bzw. deren blinde Flecken beleuchten und gar heilen. Sollen Berufsverbote ausgesprochen werde? Kritiker ins Gefängnis geworfen werden? Weil sie Esoteriker sind?

Was wollen Regierung und Pharmaindustrie übrigens mit der lächerlichen Höhe der Verwaltungsstrafe beim Verstoß gegen die Impfpflicht? 3600 € werden kolportiert. Na und. Keiner wird sie zahlen. Und dann? Kommt die Polizei und schleppt 1 Million Österreicher und Österreicherinnen in die Gefängnisse? Die Ersatzfreiheitsstrafe bei Nichtbegleichung einer Verwaltungsstrafe in dieser Höhe könnte schon einen Monat betragen, schätze ich. Haben wir so viele Gefängnisse? Werden wir weiter Krankenhäuser zusammenlegen, Spitalsbetten abbauen (wegen fehlendem Personal) und dafür Gefängnisblöcke errichten? Die dann CoZets genannt würden? Coronainterventions-Zentren?

Werden dorthin ebenfalls die Regimekritiker verbracht: die SchriftstellerInnen, freien JournalistInnen, KünstlerInnen, NetzwerkerInnen, ÄrztInnen, Psychologinnen und Psychologen gegen die Impfpflicht? Oder werden die nur von der Staatspolizei geheim abgeholt, und beim Verhör kann der Beschuldigte sich ja als Spitzel andienen? Wann kommen sie dann uns holen?

Hält die Diskussion, nachdem auf semi-sadistische Manier nun Ideen für Strafen gesammelt werden, irgendeine Regierung auf der Welt aus – außer in China, Nordkorea, Weißrussland usf.? Kann man riskieren, ein Achtel der BewohnerInnen ins Gefängnis zu stecken? Bedenkt die Bioethikkommissionsvorsitzende, die sich eifrig an der Optimierung der Bestrafungsphantasien beteiligt, das mit – wenigstens intellektuell wenn schon nicht moralisch? Zumindest verstehe ich jetzt, warum der Religionsunterricht in den Schulen durch Ethik Unterricht ersetzt werden sollte: Weil Ethik das andere Wort für Inquisition zu lauten scheint, jedenfalls die oben genannte Kommission sich treffender als Inquisitionsrat der heiligen Kirche Wissenschaft outen sollte.

Ausschließlich autoritäre Maßnahmen werden gesetzt: 3 G am Arbeitsplatz, 2 G, Lockdown für Ungeimpfte, Strafen, Strafen, Strafen, immer enger zieht sich die Schlinge um den Hals des Volk zusammen… werden die Impfmittelhersteller auch gestraft? Die versprachen, ihre Medikamente wirkten bedeutend effizienter?

Hätten die Menschen von Anfang an nicht mitgenommen werden sollen? Mit ihnen offen gesprochen werden? BürgerInnenforen eingerichtet? Breite Diskussionen in Fernsehen und den Zeitungen geführt? Dann hätte es den vielbeschworenen Schulterschluss aller wohl gegeben. Doch lieber wurde eiligst Gesellschaft gespalten. Wurde Zensur geübt. Und Propaganda für den technisch-pharmazeutischen Komplex gemacht. Es ging nie ums Volk. Hammer und Tanz: Angstmache – von Anfang an…

Sollen wirklich ungeimpfte Menschen, die miterlebten, wie Impfschäden bei Familienangehörigen und Freunden auftraten, zwangsgeimpft werden? Impfschäden, die nicht gemeldet wurden, weil Agenten der Behörden die Pfleger auf den Stationen belehren, sie seien keine Ärzte, könnten keine Diagnosen erstellen, und deshalb seien alte Menschen in den Pflegeheimen unmittelbar nach den Impfungen einfach an Altersschwäche verstorben.

Soll wirklich die schreckliche Erfahrung dieses Personenkreises derart ignoriert werden? Ist das menschenrechtlich zu vertreten? Leben wir schon in einer Diktatur? Jemand weiß, dass sein Onkel an der Impfung starb (wenngleich ich nicht verhehle, dass die Impfung vielleicht einen anderen hätte retten können), der Angehörige, der aus seiner persönlichen unmittelbaren Erfahrung heraus, aus Sorge und Angst sich entscheidet, nicht geimpft zu werden – soll der nun gezwungen werden?

Oder, ein sogar in der Sondersitzung des Parlaments (im Bundesrat) am 23.11. erwähntes Beispiel: Die Mutter erleidet nach der 2ten Impfung unmittelbar einen Schlaganfall. Hat nichts mit Impfung zu tun, sagt übrigens der ORF Arzt. Dem Sohn widerfährt das ebenfalls. Ist wohl eine familiäre Disposition. Werden Mutter und Sohn sich nun ein drittes Mal impfen – „boostern“ lassen? Kann das in der Absicht der Impfpflicht Fürsprecher liegen? Kann das Arzt Patienten Verhältnis derart pervertiert werden? Ein Hausarzt würde dem Patienten raten, sich keinesfalls noch einmal zu impfen. Die Staatsärzte beharren darauf, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfung und Schaden gibt. Selbst Ärzte, die unmittelbar nach einer Impfung Blutgerinnsel entwickelten, behaupten in ihrem Fanatismus, die hätten mit der Impfung nichts zu tun. Will man so den gesunden Menschenverstand aushebeln? Die Behauptung der Staatsärzte, der Schlaganfall stünde nicht ursächlicher Wirkung, würde wohl den Tod des gegen den Impfstoff Disponierten bedeuten. Werden diverse ORF Ärzte, die diesen Tod zumindest fahrlässig mitverantworten, nicht demnächst schon sich vorm internationalen Gerichtshof für Menschenrechte in Den Haag zu verantworten haben?

Zum Positiveren, das man als ganzheitlicher Mensch immer auch wahrnimmt, zählt: Endlich werden die Versäumnisse der gesamten Medizingeschichte aufgearbeitet, was Impfschäden betrifft. Die wurden lange verheimlicht, abgewiegelt – werden aber jetzt nicht mehr so leicht vertuscht werden können. Ich denke, dass die Impfung schon auch helfen kann. Ein gewisser Impfschutz ist ja gegeben… aber die Einzelentscheidungen, und seien sie noch so zahlreich, gegen die Impfung – vielleicht über Jahrzehnte gewachsen, nun durch eine Impfpflicht wegzuwischen? Ist das nicht Menschenrechtsbruch? Ein Verbrechen an Einzelnen? Die sich aus guten, ihnen bekannten Gründen entschieden, sich nicht impfen zu lassen.

Wer sich impfen lassen will, soll das tun – allerdings werden Impfwillige unverrichteter Dinge weggeschickt, weil die Impfschlangen vor diversen Ämtern zu lange waren. Sind daran die Impfskeptiker schuld? Wenn sich eine über 80-jährige Frau den 3ten Stich geben lassen will, dann soll sie es tun: es geht nur nicht, wenn auf ihr Pensionistenhandy eine Mitteilung kommt, sie bräuchte nur einen bestimmten Link anklicken, und schon könne sie einen Impftermin buchen. Die über 80-Jährige, die kein Internet hat? Wovon gehen die Spaßvögel in den vollklimatisierten und digitalisierten Amtsstuben aus? Wissen sie nicht, dass gerade die Vertreter der vulnerabelsten Gruppe, die über 80 jährigen, nicht mit dem PC aufgewachsen sind? Ist barrierefreier Zugang zu Behörden nicht schon lange Gesetz? Warum wird es nicht eingehalten. Aber Impfskeptiker sollen gestraft werden.

Natürlich begreife ich die Überforderung auf manchen Ämtern. Hat ja die rasch nachlassende Wirksamkeit der Impfungen nicht nur die Wissenschaftler und die Politiker sondern erst recht die ausführenden Behörden überrascht. Werden die Aktionen besser geregelt sein? Wenn in Zukunft einmal jährlich – wohl im Herbst – acht Millionen Österreicherinnen und Österreicher vom Kleinkind bis Greis in die Warteschlangen sich reihen? Wäre das organisatorisch überhaupt machbar? Nach all den Versagen – von der Bestellung der Impfstoffe bis zum Irrtum, die Pandemie sei für Geimpfte bereits beendet, meine ich, inmitten des vierten Lockdowns: Nein.

Geplant könnten jährliche Impfungen der Gesamtbevölkerung wohl nur in einem hochaufwendigen Dauer-Alarmmodus werden, der Tausende Ärzte in die Impfstraßen kommandiert, und weiter Pflegepersonal, Krankenhauspersonal an den Rand der Belastungsgrenze bringt. 6000 Intensivbetten wurden, laut Sarah Wagenknecht, im letzten Jahr in Deutschland abgebaut, bei uns werden Krankenstationen geschlossen, weil das Personal aus Überforderung, die bereits vor der Pandemie bestand, nicht mehr zur Verfügung steht – sollte nicht besser ein Gesetz erlassen werden, das die Krankenanstaltsbetreiber verpflichtet, mehr Personal aufzunehmen, es besser auszubilden, ihm viel höhere Löhne auszubezahlen?

Wer sich nicht impfen lassen will, hat sein gutes Menschenrecht dazu. Es wird ihm nicht genommen werden können. Es wird sicher keine Impfpflicht geben. Weder in Österreich noch sonst wo im freien Europa.

Der Verunglimpfung von Menschen, die sich kritisch gegenüber Maßnahmen der Regierung äußern, speziell durch die Massenmedien ORF, Standard, Falter, Heute etc. hat sofort unterlassen zu werden. Dass man Kritiker als Covidioten, Schwurbler, Aluhutträger usw. beschimpft, verstößt gegen die Menschenrechte. Im Artikel 12 heißt es wortwörtlich: „Niemand darf willkürlichen Eingriffen in das eigene Privatleben, die eigene Familie, die eigene Wohnung und den eigenen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen der eigenen Ehre und des eigenen Rufes ausgesetzt werden. Jeder Mensch hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.“ Also müssen die hetzenden Zeitungen, der ORF sowie polternde Politiker sich gewiss sein, dass sie mit Anklagen beim internationalen Gerichtshof für Menschenrechte zu rechnen haben. Der Artikel 18 verstärkt den Anspruch darauf, eine eigene Meinung zu haben, denn dort wird ausdrücklich das Recht auf Gedankenfreiheit (neben Religionsfreiheit etc.) eingeräumt. Es gibt keine exklusive wissenschaftliche Wahrheit, speziell nicht zum Thema Impfen (bzw. zu den Genimpfstoffen), auf die sich Behörden oder Regierungen berufen könnten. Die Menschen zum Impfen zu zwingen, trotz deren Überzeugung, dass die Impfung ihnen schaden könne, verstößt klar gegen die Menschenrechte.

Der Artikel 19 zur Meinungs- und Informationsfreiheit besagt: „Jeder Mensch hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“ Folglich ist das Löschen diverser nicht dem Mainstream folgender Informationen kein notwendiger Akt für die „Rettung von Vernunft und Aufklärung“, sondern ein Verstoß gegen die Menschenrechte.

Die Ideologie, dass einzig die schulmedizinische Wahrheit gelte, und diese erstmal auf Vertrauen basierend – besser gesagt auf Risiko, weil niemand weiß, wie sich die Genexperimente langfristig auswirken, ist abzulehnen. Es gibt gleichwertige Überzeugungsgebäude, bzw. Wissenswälder, die von der Arroganz des technisch-wissenschaftlich-pharmazeutischen Komplexes ignoriert werden. Deren Methoden führen aber bisher in die Katastrophe.

Natürlich gibt es im Internet viel Unsinn zu lesen – rechtsextreme Verschwörungstheorien zählen denen bei. Dort, wo „Esoterik“ ein narzisstisches Gottesbild verficht, ist sie höchst fragwürdig. Dass die Pharmaindustrie mit Nachdruck ihre Interessen durchsetzt, dass sie zur größten Industrie avancierte (dominierender als Waffen-, Auto-, Erdölindustrie) ist evident. Dass die Pharmaindustrie Hundertausende von Lobbyisten bis in die Redaktionsstuben einzelner Tageszeitungen entsandte, ist mittlerweile ebenfalls als bekannt anzunehmen.

Dass jene nicht mehr im Sinne von Demokratien handeln, sondern die vierte Säule der Demokratie: die Presse mittlerweile auf den Kurs der Pharmaindustrie gekapert wurde, ist einfach nachzulesen, bei jedem Blick in eine der oben genannten Zeitungen (wohl aller Tageszeitungen: der Kleinen Zeitung in der Steiermark jedenfalls ebenfalls).

Also muss der demokratisch Gesinnte sich auch über andere Medien informieren dürfen: das ist sein gutes Menschenrecht.

Videos von Gruppierungen zu löschen, die versuchen, andere als die von den Lobbyisten genannten Botschaften und Propaganda zu zeigen ist ein absoluter Verstoß gegen die Menschenrechte.

Der Artikel 1 der Menschenrechtserklärung besagt: Jeder Mensch ist gleich, vernunft- und gewissenbegabt. Wenn das eigene Gewissen verbietet, sich der Hetze gegen Impfkritiker zu verweigern, wenn es rät, aufgrund von persönlichen Erlebnissen, sich mit den vorhandenen Impfstoffen nicht impfen zu lassen, hat keine Instanz der Welt das Recht, diese Gewissensentscheidung anzufechten, gar durch Gewalt, wie einen Impfzwang, das Gewissen zu beschädigen.

Ich muss leider feststellen, dass Österreich nicht mehr als Demokratie gelten kann. Nach dem Fall der Tageszeitungen und des ORFs in die Hände der Pharmaindustrie, ist unsere Heimat bestenfalls als illiberale Demokratie zu bezeichnen. Sollte die Impfpflicht gegen all die unumstößlichen Fakten durchgepeitscht werden, ist sie wirklich eher als Diktatur zu benennen. Jedenfalls als eine Diktatur des Kapitals (nach dem gleichnamigen Buchtitel Hannes Hofbauers).

Da all dies Unglaubliche und Schreckliche nicht eintreten wird, weder eintreten kann noch darf, lautet das Resümee voller Überzeugung: Es wird in Österreich sicher keine Impfpflicht geben. 

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Ärzte für Alle

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27.11.2021 – Ärzte für Alle – aerzte-fuer-alle.at – greifen auf ihrer Website eine bedenkliche Entwicklung auf, der es dringend gilt, entgegenzuwirken: Immer mehr Fälle von ungeimpften Menschen werden bekannt, die an mittleren bis schweren Atemwegsinfekten bis hin zur Pneumonie – teils positiv auf SarsCov2 getestet, teils gar nicht getestet – erkranken, aber aus Angst vor Vorwürfen, Kritik und/oder Schlechterbehandlung, den Gang zum Arzt/zur Ärztin nicht mehr antreten.

Die Ärzte für Alle sollen eine erste Anlaufstelle für all jene ungeimpften Menschen darstellen, die auf der einen Seite dringend ärztlicher Hilfe bedürfen, auf der anderen Seite aber aus oben genannten Gründen, diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Als „erste Anlaufstelle“ sind „Ärzte für Alle“ bereit, dabei mitzuhelfen, diese Menschen in Ihrer Not aufzufangen und an die richtige Stelle weiterzuleiten.

Speziell in den letzten Wochen sind immer mehr Studien zu der Wichtigkeit von ‚early treatment‘ Maßnahmen publiziert worden. Dem gegenüber steht die Beobachtung, dass speziell ungeimpfte Menschen zu lange zuwarten, bis sie sich ärztlich behandeln lassen. Für viele mit fatalen Folgen.

Ärzte für alle appellieren an ihre KollegInen: „Wir müssen uns wieder aufs Neue darauf besinnen, dass es uns nicht zusteht, erkrankte Menschen zu diskriminieren, ganz unabhängig davon, ob wir an der Erkrankung schuldhaftes Verhalten erkennen oder nicht. Wo beginnen wir? Wo hören wir auf?“

Betroffene PatientInnen finden auf der Webseite nach Bundesländern geordnet alle Ärztinnen und Ärzte, die sich dieser Initiative angeschlossen haben.

Ärzte und Ärztinnen, die Interesse daran haben, sich dieser Initiative anzuschließen, werden um Kontaktaufnahme ersucht!

Die Initiatoren: Dr. Doris Langenberger, Dr. Siegmund Döttelmayer, Dr.Georg Hanselmayer, Dr. Sonja Schwinger, Dr. Lukas Trimmel, Dr. Klaus Wachter

aerzte.fuer.alle@gmail.com

Ergänzung 29.11.2021: report24.news veröffentlicht einen offenen Brief von Dr. Lukas Trimmel an

Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister, lieber Kollege Mückstein!

Ergänzung 12.12.2021: Es hat nicht lange gedauert, bis er österreichische Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres mit der Androhung disziplinarrechtlicher Schritte diese Initiative gestoppt hat. Die Webseite der Ärzte für Alle ist daher bis zur Klärung der Rechtslage offline.

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Psychotherapeutin kritisiert Inzidenz-Reality-Show

Sigrid Thurnhofer

21.11.2021 – Angewidert von der entwertenden und herabwürdigenden Diktion in Politik und Medien, die Impfskeptiker in Bausch und Bogen als dumme, unwissende oder halbwissende, rücksichtslose Mitbürger abstempeln, sozusagen die „neuen Sündenböcke“, meldet sich eine Psychotherapeutin als Ungeimpfte zu Wort und erklärt, warum sie sich trotz Impfskepsis nicht in diesen Zuschreibungen wiederfindet, so wenig wie vermutlich abertausend andere MitbürgerInnen dieses Landes.

Ein offener Brief von Sigrid Thurnhofer

Anfangs habe ich zur Gänze sämtliche Einschränkungen mitgetragen und beachtet, (obwohl ich weder Garten noch Balkon besitze!, geschweige denn ein Auto, um in meinen Zufluchtsort Wienerwald zu kommen). Angesichts der Unsicherheiten im Hinblick auf das – wie es schien – über Nacht aufgetauchte Virus war dies eine Selbstverständlichkeit für mich.

Update 13.10.2022: Inzidenz 1056 – Kommentar auf fischundfleisch

Als dann jedoch immer mehr Fragezeichen auftauchten, kritische Fragen von Alternativ- wie Schulmedizinern, Ganzheitsmedizinern und Psychotherapeuten, Psychoimmunologen und anderen Berufsgruppen entweder gar nicht aufgegriffen und diskutiert wurden, oder deren Anfragen gebetsmühlenartig in die Lade „Verschwörungstheorien“ gesteckt wurden, begannen meine Alarmglocken zu läuten.

Meinem Naturell und meiner beruflichen Haltung als Psychotherapeutin entsprechend gehe ich stets erst von guten Absichten meiner Mitmenschen aus und ich bin gegen jedwede Generalisierung. Doch selbst ich als Berufsoptimistin weiß, dass es auch immer wieder reale Verschwörungen gab – und leider immer noch gibt -, die in kausalem Zusammenhang mit zerstörerischer menschlicher Gier standen/stehen, der Gier nach Macht und/oder der Gier nach Geld.

In meinen harten Lehr- und Wanderjahren gab es eine Konstante: mich nicht auf andere verlassen zu können, auch nicht auf den sogenannten Sozialstaat. Und meine Lebensumstände verbieten mir jegliches Vabanquespiel mit meiner Gesundheit, da ich mir weder je eine Pflege noch ein Pflegeheim leisten werde können im Falle schwererer Impfschäden. Zudem hat mich mein extrem enger finanzieller Rahmen, in dem ich mein Leben lang agieren musste, dazu erzogen, das Naheliegende und Mögliche zu nutzen. Dazu gehörten keineswegs ausschweifende Parties, Exzesse beim Après-Ski, oder andere „coole“ Aktivitäten, die schon zu „normalen Grippezeiten“ ein russisches Roulette-Spiel mit der Gesundheit waren. Ich habe mein Leben außerhalb meiner beruflichen Arbeit einsiedlerisch und in der freien Natur verbracht, sozusagen mein bisheriges Leben lang gewissermaßen im „Lockdown-Modus“. Aufgrund dieser Fakten ist es für mich klar, dass ich das Virus entweder alleine besiege oder mich von dieser Welt verabschieden werde, da ich, wie gesagt, auf keine Auffangstelle zurückgreifen kann.

Als Psychotherapeutin i.R. weiß ich zudem, dass einer der wichtigsten Wirkfaktoren bei seelischen und körperlichen Heilungsprozessen in unserer inneren Haltung, unserer Einstellung zum Leben und unserem Umgang mit Herausforderungen zu suchen ist. Jeder Gedanke übersetzt sich unmittelbar in einen biochemischen Prozess, der wiederum die nachfolgenden körperlichen Empfindungen und Prozesse steuert. Man könnte es auch vereinfacht mit Placebo- oder Nocebo-Effekt umschreiben: Bin ich demnach davon überzeugt, dass dieser Impfstoff mir helfen wird, ist auch mein Körper nicht in Abwehrhaltung und diese positive Erwartungshaltung wird Nebenwirkungen minimieren. Nun aber bin ich aufgrund meiner leider zu 80% negativen Erfahrung mit „Schulmedizinern“ und meiner überaus positiven Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden überzeugt, dass mir dieser Impfstoff nichts bringen wird, dh., mein Körper ist in Abwehrhaltung, und damit sind bei mir schwerere Nebenwirkungen vorprogrammiert.

Ich kann und will aber meine Haltung nicht aufgrund einer insistierenden Inzidenz-Reality-Show von heute auf morgen umprogrammieren. Ein lebenslanger achtsamer Umgang mit meiner Gesundheit und mein Lebensstil, der ganz gewiss niemanden gefährdet und nie jemanden gefährdet hat, geben mir das Recht, mich diesem medialen Mobbing gegen Ungeimpfte zu verweigern. Und ich lasse mich auch ganz bewusst nicht in diese Panik-Stimmung hineinziehen, da ich zu gut weiß, dass im Zustand von Angst und Panik mein Immunsystem evolutionsbedingt auf Standby geht, in der Meinung, es müsse nun jede zur Verfügung stehende Energie auf Angriff, Flucht oder Todstell-Reflex aufwenden. In vermeintlicher Todesgefahr ist nun mal die Arbeit des Immunsystems gerade nicht überlebensnotwendig, also nicht „systemrelevant“. Und gerade vor dem Hintergrund der wichtigen Rahmenbedingungen für ein funktionierendes, naturgegebenes Immunsystem ist diese widerliche Politik der Panikmache fahrlässige Gefährdung der Bevölkerung.

Wenn nun der Großteil der Regierungen und ihrer (Marionetten-)Medien eine respektlose, abwertende Sprache gegen alle führen, die nicht bedingungslos und in blindem Vertrauen ihre Entscheidungen gutheißen, nehmen sie sehenden Auges eine gefährliche Spaltung und Ent-solidarisierung der Bürger in Kauf. Oder ist diese Spaltung gar intendiert? Was geht einem Politiker und ihren Medien-Papageien durch den Kopf oder was sagt ihnen ihr Gewissen, wenn sie anständige, achtsam mit ihrer Gesundheit umgehende und vielleicht sogar solidarischer lebende Menschen als sie selbst es tun, als Gefährder, Superspreader, Covidioten, Impfmuffel oder Verschwörungstheoretiker bezeichnen? Das frage ich mich auch speziell vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Geimpfte sich vor Ungeimpften fürchten. Warum denn? Wozu haben sie sich denn impfen lassen, wenn sie dadurch gar nicht geschützt sind? Oder kommt den Geimpften nur deswegen „das Geimpfte hoch“, weil sie befürchten, dass sie sich im doppelten Sinne umsonst impfen ließen, und nun nicht zulassen können, dass kritischere Geister nun vielleicht sogar Recht hätten? Was nicht sein darf, kann auch nicht sein, also hetzen sie auf die Ungeimpften?

Menschen können irren. Daher sind die wichtigsten Instrumente einer gelingenden Demokratie jene Organe, die den aktuell Regierenden „auf die Finger schauen“, um potenziell gefährlichen Entwicklungen rechtzeitig entgegenzusteuern zu können, Tendenzen, die eben jemand, der mitten im Gefecht steht, – aufgrund gewisser blinder Flecken -, einfach gar nicht selbst erkennen kann.

Leider führt das oppositionelle Lager heutzutage auch meist keine respektvollere Sprache als die aktuellen Akteure auf dem politisch-medialen Parkett. Selbstreflexion, Achtsamkeit und Eingestehen von Fehlern sind jedenfalls keine politischen Tugenden. Politik scheint auf weiten Strecken (mit wenigen positiven Ausnahmen) zur Show entartet zu sein, und das Interesse an Herrn Otto Normalverbraucher und Frau Susi Mustermann gerät dabei – wenn überhaupt je Motivation für das politische Wirken -, immer mehr in den Hintergrund.

Es war schon im „Krieg gegen den Terrorismus“ zu beobachten, dass es niemanden wirklich interessierte, welche Umstände dazu führen, dass junge Menschen zu derart irrsinnigen Aktionen verleitet werden können. Im Gegenteil: der Tenor lautete: „wir werden keinen Zentimeter weichen.“ Warum denn nicht, wenn erkennbar ist, dass der eigene Standpunkt Teil des Problems ist?

Seit Beginn der Pandemie ist nun ebenso weitgehendes Desinteresse an kausalen Zusammenhängen zu erkennen. Auf einen deklarierten gemeinsamen äußeren„Feind“ einzuschlagen, das scheint für die Mehrheit in unserem Land einfacher zu sein, als sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, was die Generationen unserer Kinder und Enkel einst zu uns sagen werden. Vielleicht kommt einmal ein Vorwurf wie „warum habt ihr damals alles devot und kritiklos mitgemacht? Nur, weil ihr nicht auf eure Partys und Mega-Events verzichten wolltet? Warum habt ihr es zugelassen, dass wir zu billigen Versuchskaninchen geworden sind?“ Achtung: Verschwörungstheorie!

Wo sind jene Politiker und Medien, die, anstatt Covid-Inzidenz-Zahlen in die Köpfe der Zuseher und Leser zu hämmern, mit derselben insistierenden Vehemenz auf Missstände hinweisen, die zu selbst- und massenmörderischen Aktionen von jungen Menschen führen, weil sie „eh nichts mehr zu verlieren haben“, oder, die mit derselben Vehemenz auf zivilisatorische Missstände hinweisen, die notgedrungen zu Epidemien und Pandemien führen – (Verschmutzung von Luft und Wasser, erwiesenermaßen krankmachender Dauerstress von Milliarden von Menschen in ihren Hamsterrädern, um ein Wirtschaftswachstums-Perpetuum-Mobile zu „garantieren“, das rein rechnerisch nie aufgehen kann, „arme Schweine“ in Schlachthöfen und am Schlachthof-Fließband, Versiegelung von Acker-Land für immer sinnlosere Einkaufszentren, zumal oft neben aufgelassenen Einkaufszentren entstehen, ein sträflich verschwenderischer Umgang mit Nahrungsmitteln, gewissenloses Ausbeuten von Billigarbeitskräften, damit wir uns unseren täglichen billigen „Luxus“ auch leisten können, und und und).

Wo ist sie, diese ausdauernde, beharrliche, aufdringliche Berichterstattung im 24-Stunden-Takt darüber? Aber es ist wohl einfacher für alle Beteiligten, Angst und Schrecken zu verbreiten, als ein Synthese-Konzept aus diversen Lösungsansätzen und aus ganzheitlicher Sicht herauszuarbeiten. Oder ist an dieser Art Berichterstattung nichts zu verdienen, weil keine Lobby dahintersteht?

Da ich nun aber nicht nur kritisieren will, möchte ich, frei nach Marin Luther King, hier offen meinen Traum träumen. Dieser Traum bleibt, solange ich ihn alleine träume, nur ein Traum. Sollte ihn aber nur einzelne PolitikerInnen oder JounalistInnen (im Hinblick auf Meinungsbildung) mit träumen, könnte er vielleicht irgendwann auch Wirklichkeit werden.

„I have a dream“

In dieser „traumhaften“ Welt gibt es nur mehr gewaltfreie Kommunikation; die Arbeit aller MitstreiterInnen wird gewürdigt, man/frau versucht die Motivation der/des Andersdenkenden zu verstehen, und Verbesserungsvorschläge zu machen ohne das Gegenüber als dumm und unfähig hinzustellen.

Es gibt keine aktive Missionierung oder Indoktrinierung mehr, weder im religiösen noch impolitischen Kontext, denn nur das Vorbild des Mitmenschen, die gelebte Umsetzung, hat zukünftig die Macht zu überzeugen. Somit erübrigen sich Wahlkampf-Bugdets; und diese Unsummen, die bislang dafür investiert wurden, fließen in einen Sozialfonds. Wozu Werbung machen, wenn die mündigen Bürger ohnedies sehen, was jeder Einzelne umsetzt? Denn: Von der Öffentlichkeit geförderte Qualitätsmedien berichten transparent über die Arbeit der Regierung.

Es gibt weder Gleichmacherei noch eine unüberbrückbare soziale Kluft. Menschen mit hoher Verantwortung werden wohl mit höherem Einkommen „bedankt“, doch gibt es kein pervertiertes Missverhältnis mehr, das ein Verhältnis von 1 zu absurd hohem Vielfachem abbildet. Ab einem bestimmten Einkommen fließt jeder Euro mehr in oben erwähnten Sozialfonds. Wer jemals wieder Tendenzen zu milliardenfacher Selbstüberschätzung zeigt, wird liebevoll aber nachdrücklich an die Zeiten der Pandemie erinnert und an die damalige Erkenntnis von „systemrelevanten“ Berufen. Gier und Machthunger entstehen in einer ungesättigten Seele, einer nicht „artgerecht“ ernährten Seele. Aus diesem Grund wird in dieser Gesellschaft vorrangig auf eine adäquate Begleitung und Förderung der seelischen, körperlichen und geistigen Gesundheit der Kinder und ihrer Eltern/Erzieher geachtet. Denn: Kinder und Jugendliche sind das Kapital der Zukunft. Bildung und Herzensbildung haben denselben Stellenwert.

In dieser Gesellschaft gibt es kaum mehr überforderte, sondern in der Mehrheit zugewandte, achtsame Eltern, da sich jene, die es wollen, ganz dieser Aufgabe widmen können und dafür entsprechend entlohnt werden. Der Beruf der Eltern steht gleichwertig in Ansehen und Entlohnung neben anderen gesellschaftlich wichtigen Berufen. PädagogInnen können sich wieder ihrer ursprünglichen Aufgabe widmen und müssen nicht mehr „nebenbei“ vielerlei Vorlaufs-Erziehungsdefizite ausgleichen.

In dieser Gesellschaft müssen sich somit junge Menschen nicht mehr auf entwürdigende Weise „Streicheleinheiten“ und „Zuwendung“ in Ballermann-Szenarien suchen oder durch Koma-Saufen die Welt kurzfristig ausblenden, da sie nun adäquate Seelennahrung von ihren berufenen Eltern oder berufenen FamilienhelferInnen bekommen. Zudem wird in diesem Bildungswesen essenzielles und existentielles Wissen über die Natur der Seele, das Zusammenspiel von Körper und Seele, die wahren Bedürfnisse eines Kindes und der heranwachsenden Menschen schon von der 1. Schulstufe an vermittelt.

Kritisches Denken wird salonfähig, Nachplappern von Lernstoff und Mitläufer-Mentalitäten sind out. Teil des schulischen Diskurses und des Lehrplanes sind auch Kausalzusammenhänge zwischen Lebensstil und zivilisatorischen Entgleisungen (wie z.B. den aktuellen sogenannten „Zivilisationskrankheiten“, u.a. Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, etc.), oder die Kausalzusammenhänge zwischen Epidemien / Pandemien und vorangegangener Umweltzerstörung …

Wissenschaftler und Ärzte aus klassischer Schulmedizin und anerkannten alternativen Richtungen nehmen ebenbürtig Platz am runden Tisch einer Expertenrunde bei zukünftigen gesellschafts-übergreifenden Herausforderungen im Gesundheitssystem. Umsichtige MedizinerInnen nutzen künftig jede Chance, um ihre Forschungen dahingehend zu erweitern, dass sie zukünftige Pandemien nutzen, um herauszufinden, welche Heilmethoden tatsächlich wirken. So entsteht ein positiver Wettkampf zwischen alternativen Methoden und der klassischen Schulmedizin. Vielleicht sogar mit dem Ergebnis, dass beide sich nicht mehr bekämpfen müssen, sondern einander wunderbar ergänzen.

Diese Vorgehensweise spaltet die Bevölkerung nicht mehr, da sie mit entscheiden darf, welchen Methoden sie bei diesen zukünftigen Feldforschungen am meisten vertrauen. Es entsteht ein positives Wetteifern der einzelnen Ansätze, kein Ausgrenzen. Wer heilt, hat Recht, heißt es. Verständige PolitikerInnen orientieren sich am Stand der Ergebnisse solcher Synergien, MedizinerInnen brauchen sich nicht mehr vor einen politischen Karren spannen zu lassen, da sie eine starke Instanz für sich sind, die sich dem hypokratischen Eid stärker verpflichtet fühlt als diversen Investoren.

Abschließen möchte ich mit den von Mahatma Gandhi formulierten sieben sozialen Sünden, die in dieser neuen Gesellschaft somit der Vergangenheit angehören werden:

Politik ohne Prinzipien

Handel/Geschäft ohne Moral

Wohlstand ohne Arbeit

Bildung ohne Charakter

Wissenschaft ohne Menschlichkeit

Genuss ohne Gewissen

Religion nur in der Komfortzone

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