Neues Pioneer Lab in Wien

Screen Pioneer Lab Fresenius

Pressemitteilung

26. Februar 2023 – Gemeinsam mit der Charlotte Fresenius Privatuniversität Wien, die erstmals im Wintersemester 2023/24 in Österreich Studiengänge in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt anbietet, kommt nun auch das Gründerzentrum Pioneer Lab der Hochschulen Fresenius in die Bundeshauptstadt.

Unterschiedliche Inkubatoren und Accelerator-Programme unterstützen Neugründungen und Start-ups. Damit entsteht in Wien eine direkte Verbindung zwischen fundierter wissenschaftlicher Ausbildung und der Förderung ambitionierter Entrepreneure. Passend zur Nachhaltigkeitsexpertise der Charlotte Fresenius Privatuniversität Wien, möchte sich auch die Wiener Dependance des Pioneer Labs als Kompetenzzentrum für grüne und nachhaltige Start-ups und Neugründungen etablieren.

Künftig sollen auch neue Co-Working-Spaces für Start-ups in Wien entstehen, die das bestehende Angebot von 2.100 Quadratmetern an sieben Standorten in Deutschland, darunter Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main, erweitern werden.

Förderung von 20 Start-ups jährlich

Das Pioneer Lab der Hochschulen Fresenius fördert mit dem „Company Builder“ jährlich rund 20 Start-ups. Über 30 Mentoren und Expertenteams begleiten die Neugründungen von der Idee bis zur Marktreife. Die Neugründungen profitieren vom Zugang zu einem breitgefächerten Netzwerk in der Privatwirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und im Hochschulbereich. Die kostenfreie Aufnahme in den „Company Builder“ ist nicht an ein Studium an einer Institution der Hochschulen Fresenius oder der neuen Privatuniversität in Wien gebunden.

Mit Pioneer Ventures vergibt das Pioneer Lab Anschubfinanzierungen in der Pre-Seed-Phase an Start-ups. Gründerteams von Start-ups erwarten bis zu 30.000 Euro in Form von Direktbeteiligungen oder auf Wandelbasis. Weitere Folgefinanzierungen über die Gesellschaften Remigius Fresenius Pioneer Ventures und die Ludwig Fresenius Pioneer Ventures sind möglich. Voraussetzung für die Finanzierung durch das Pioneer Lab ist die Aufnahme in das mehrstufige Förderprogramm „Company Builder“.

Der Einstieg erfolgt über das sechsmonatige „Inkubator“-Programm, in dem Start-ups mit einer attraktiven Geschäftsidee und geringem Reifegrad auf die folgenden Accelerator-Programme optimal vorbereitet werden. In dieser ersten Phase werden die Neugründungen in mehrtägigen Workshops und Trainings an Standorten in Deutschland und Österreich praxisnahe beraten. Zudem erhalten sie kostenfreien Zugang zu allen Coaching- und Beratungsleistungen des Pioneer Labs. Bereits in dieser frühen Phase haben sie die Möglichkeit, sich mit über 30.000 Studenten sowie mehr als 2.000 Professoren und Mitarbeitern der Bildungsgruppe zu vernetzen. Durch die enge Kollaboration mit rund 20 Start-ups im Inkubator werden der Wissensaustausch und gemeinsame Lerneffekt gefördert.

Bewerbungen im Pioneer Lab sind jederzeit möglich! Die Bewerbung zur Aufnahme in den „Company Builder“ des Pioneer Labs ist jederzeit möglich. Die nächste Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2023 für den Run, der am 1. September 2023 starten wird.

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Über die Charlotte Fresenius Privatuniversität Wien

Die Charlotte Fresenius Privatuniversität ist eine staatlich anerkannte Privatuniversität mit Sitz in Wien, Österreich. Die Hochschule steht in privater Trägerschaft der COGNOS Education und führt die Bildungstradition des Hauses Fresenius fort. Namensgeberin ist die Ehefrau von Carl Remigius Fresenius, dem Gründer des Chemischen Laboratoriums, auf das die Fresenius Hochschulen zurückgehen. Die Charlotte Fresenius Privatuniversität bietet in Wien zunächst zwei Bachelorstudiengänge mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit an.

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VdB zwitschert im Chor der EU

VdB Twitter 2023 02 24

24. Februar 2023 – „Zum Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen den ‚krainischen Freundinnen und Freunden‘ Österreichs Solidarität versichert: ‚Wir stehen an Ihrer Seite, solange es nötig ist‘, sagte Van der Bellen heute in einer Videobotschaft auf Twitter“, berichtet ORF.at. Es stellt sich die Frage, ob VdB irgendwann die Aussage über die Lippen bringen wird: „Ich stehe an der Seite der Österreicher.“

Mit dem Solidaritäts-Zwitschern europäischer PolitikerInnen könnte man heute eine eigene Webseite füllen. Der Tenor (und so mancher schriller Sopran): Die Ukraine muss gewinnen, Russland muss vernichtet werden.  Wo UHBP spricht, darf auch unser Kanzler nicht fehlen.

Karl Nehammer: „Heute jährt sich der Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Das Unvorstellbare ist eingetreten: Wieder Krieg in Europa. Zerstörung, Leid, Kriegsverbrechen, unzählige Opfer und Millionen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, sind die Folgen.“

Während Nehammer immerhin bei Putin interveniert, dass unsere Erdgaslieferungen fortgesetzt werden, plustert sich die angeblich liberale NEOS-Chefin Meinl-Reisinger darüber auf, dass Österreich immer noch 71 Prozent Gas aus Russland bezieht. Die Chefin jener Partei, die von Hans Peter Haselsteiner finanziert wird, der mit seiner StrabAG Millionen in Russland verdient hat. Und das ist noch nicht so lange her!

NEOS Das Neue Österreich /Meinl Reisinger: „Morgen jährt sich der Angriff Putins auf die Ukraine. Österreich ist immer noch abhängig von russischem Gas, wir finanzieren damit den Aggressor! Deswegen diskutieren wir morgen in einer Sondersitzung des #OeNR, wie wir die Freiheit und Sicherheit Österreichs sicherstellen.“

Helmut Brandstätter (Außenpolitischer Sprecher der NEOS): „Heute jährt sich der Angriffskrieg Putins auf die Ukraine. Die Ukraine hat den Krieg zwar noch nicht gewonnen, aber sie hat Europa gewonnen. Wir stehen an der Seite der Ukraine, so lange es notwendig ist.

Aloisia Wörgetter (Ständige Vertreterin Österreichs im Europäischen Rat CoE): „Österreich steht an der Seite der Ukraine – so lange wie nötig 🇦🇹 🤝 🇺🇦 Vor einem Jahr begann Russland seinen brutalen und massiven Angriffskrieg gegen die Ukraine. Bis heute herrscht unsägliches menschliches Leid und Zerstörung, für das Russland die volle Verantwortung trägt.“

Frage am Rande: Wer entscheidet eigentlich „wie lange es nötig“ ist? Helmut mit Aloisia, oder Alexander ganz allein?

Ursula von der Leyen / EU official: 🇪🇺🇺🇦 We are with you. We have been with you in this existential fight from the beginning. Ukraine has become the centre of our continent. The place where our values are upheld, where our freedom is defended, where the future of Europe is written. Слава Україні.

Bundeskanzler Olaf Scholz / Regierungsvertreter*in aus Deutschland: „Seit einem Jahr führt Russland einen unerbittlichen Angriffskrieg gegen die #Ukraine. 🇩🇪 steht fest an Seite der 🇺🇦 – auch in Zukunft. Je früher Putin einsieht, dass er sein imperialistisches Ziel nicht erreichen wird, desto größer die Chance auf ein Kriegsende. / Росія вже рік веде нещадну загарбницьку війну в #Україні. 🇩🇪 непохитно стоїть на боці 🇺🇦 – сьогодні та у майбутньому. Чим раніше Путін визнає, що його імперіалістична мета не буде досягнута, тим більше шансів на закінчення війни.“

Während sich EU-Politiker versuchen im Twitter-Chor hervorzutun, hat China mit einem 12-Punkte-Programm einen Vorstoß für Friedensverhandlungen versucht. Dieser Versuch wird von der EU-Front umgehend aufgrund „mangelnder Neutralität“ zurück gewiesen. Michael Roth, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag: „Mit dem Papier will sich China als Friedensmacht im Globalen Süden präsentieren und die internationale Ukraine-Koalition spalten.“

Diese internationale Ukraine-Front ist aus Sicht von Roth wohl die Vorhut der neutralen Friedenspolitik.

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Verfassungsschutz-Bericht 2021 über „Verschwörungs-Anhänger“

Ein kleiner Beitrag von ethos.at zur politischen Bildung

23. Februar 2023 – Anfang Februar 2023 ist der Verfassungsschutzbericht 2021 erschienen. Auffällig ist, dass der Begriff „Verschwörungstheorie“ – im Unterschied zur Ausgabe 2020 – nicht mehr vor kommt. Die Rede ist nur noch von „Verschwörungserzählungen“, „Verschwörungsmythen“, „verschwörungsideologischen Deutungsmustern“ und „Verschwörungsanhängern“. Man darf daher davon ausgehen, dass die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) ethos.at liest, da hier mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass eine Verschwörungs-Theorie eine Theorie wie jede andere ist und somit legitimer Teil eines wissenschaftlichen Diskurses.

Die Verfassungsschutzberichte können auf dsn.gv.at als PDF heruntergeladen werden.

Hier Zitate, des Berichtes 2021, die auf „Verschwörungsanhänger“ Bezug nehmen:

5.2 Antisemitismus in Zeiten der Pandemie

Sätze und Wörter wie „Der Holocaust hat nie stattgefunden“, „9/11 wurde von der US amerikanischen Regierung inszeniert“, „globale Eliten“ sowie die „Hochfinanz“ kontrollieren die Welt. Verschwörungserzählungen wie diese sind stets präsent und kommen vorwiegend dann zum Einsatz, wenn komplexe gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Umbrüche sowie gravierende Veränderungen für die Gesellschaft eintreten, beispielsweise kriegerische Konflikte, Naturkatastrophen, ökonomische Krisen oder Pandemien. Sogenannte Verschwörungsanhänger versuchen das Geschehene alternativ einzuordnen und liefern in der Regel leicht „verständliche“ Erklärungsansätze. Dabei werden multikausale Sachverhalte ausgeblendet und Zufälle ausgeschlossen. Zufälle werden als Teil eines „weltumspannenden Plans“ interpretiert, unter dem Motto: „Nichts passiere ohne Grund“. Dass die Bildung von Verschwörungsmythen und gezielter

Desinformation oftmals nahezu in Echtzeit mit Eintritt bedeutender Ereignisse erfolgen, ist darauf zurückzuführen, dass Fakten oder wissenschaftliche Erkenntnisse bewusst ausgeblendet oder antizipativ infrage gestellt werden. In rechtsextremen Szenen, Bewegungen und Gruppierungen sind Verschwörungserzählungen Teil der ideologischen Kommunikationsstrategie. Festzuhalten ist, dass diese „Theorien“ nicht ausschließlich nur von Vertreterinnen und Vertretern oder Aktivistinnen und Aktivisten des rechtsextremen Spektrums verwendet werden. Durch die Nutzung sozialer Medien finden diese zunehmend auch in nicht extremistischen Internet-Diskussionsforen und Online-Plattformen Einzug. Verschwörungserzählungen werden zu einem einfach verständlichen „Erklärungsmodell“ nach dem „Freund-Feind-Schema“, das „Ungereimtheiten“ in ein geschlossenes Weltbild einordnet, Feindbilder bedient und scheinbar attraktiver als die Realität erscheint.

5.2.1 Die Pandemie als Aktivierung antisemitistischer Erklärungsmodelle

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebten Österreich und große Teile der Welt keine derartig gravierenden Entwicklungen und Ereignisse wie in Zusammenhang mit der gegenwärtigen Corona-Pandemie. Millionen von Erkrankten und Toten weltweit, Gesundheitssysteme unter größten Belastungen, enorme wirtschaftliche Herausforderungen und massive Eingriffe in das Leben der Menschen stellen Politik, staatliche Institutionen und medizinische Einrichtungen vor beispiellose Herausforderungen. Die scheinbar „unsichtbare“ Bedrohung stellt mit den einhergehenden hochkomplexen Problemstellungen die perfekte Ausgangslage für die Entstehung und Verbreitung von Verschwörungsmythen dar.

Wie auch schon bei Epidemien beziehungsweise Pandemien in der Vergangenheit, zirkulierten bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Coronavirus antisemitische Verschwörungserzählungen. Von Beginn an wurde die Corona-Krise auch im Ideologiebereich des Rechtsextremismus national und international verstärkt instrumentalisiert.

In vielen konspirativen Modellen werden Szenarien entworfen, wonach mächtige „Strippenzieher“ oder die „zionistische Lobby“ die internationale Politik lenke und dabei auch biologische Waffen zur vermeintlichen Zielerreichung einsetze. Darüber hinaus werden Behauptungen aufgestellt, dass es das Ziel einer vermeintlich jüdischen Weltverschwörung sei, die Weltbevölkerung zu „versklaven“, bis hin zur gezielten „Dezimierung“. Ein bekanntes antisemitisches Narrativ, das in der Moderne stets einen zentralen Platz innehatte und nun reaktiviert wird, ist die Vorstellung einer „jüdischen Elite“, die sich auch diese Krise zunutze mache. Die Frage nach den „Gewinnern“ und den „Verantwortlichen“ wird von Extremistinnen oder Extremisten rasch beantwortet und propagiert.

Paradoxerweise sehen sich Teile der Corona-Maßnahmen-Gegner und/oder CoronaLeugner als „die neuen Juden“. Der Vergleich mit Holocaust-Opfern stellt eine grobe Verharmlosung des NS-Terrors dar. Die öffentliche Agitation wird für den eigenen „Opferstatus“ („Täter-Opfer-Umkehr“) genutzt und gleichzeitig die nationalsozialistische Vernichtungspolitik trivialisiert. Bei (Protest-)Kundgebungen werden z. B. gelbe „Judensterne“ mit der Aufschrift „Ungeimpft“ getragen oder Slogans wie „Impfen macht frei“, angelehnt an den Schriftzug, „Arbeit macht frei“ am Tor des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, werden auf Pappschildern skandiert.

Insbesondere im Kontext des Corona-Diskurses sind die Inhalte in den sozialen Medien im Internet sowie in einschlägigen Publikationen vorwiegend durch Generalisierungen, das heißt die triviale Einteilung in „Gut und Böse“, geprägt. Grauzonen werden sukzessive ausgespart. Offizielle Stellungnahmen seitens etablierter Medien, der Wissenschaft und/oder staatlicher Institutionen werden als „unwahr“ deklariert und der vermeintlich „Schuldige“ ist bereits ausgemacht. „Endlich die Wahrheit zu sagen“, gehört zu bewusst provozierten Kampagnen, wie sie häufig von Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten geführt werden. „Alte Feindbilder“ werden bewusst an die aktuelle Situation angepasst und antisemitistische Stereotype tradiert. Beispielhaft kann hier die Dämonisierung exponierter Persönlichkeiten wie George Soros (in rechtsextremen Kreisen wie auch in Verschwörungserzählungen steht der Holocaustüberlebende, Investor und Philanthrop

sinnbildlich für den „allmächtigen Juden“, sein Name als „Code“ für „Macht“, „Geld“ und „Einfluss“ von außen) sowie die anhaltende Kritik an der österreichischen Bundesregierung und an „globalen Eliten“ angeführt werden. Letztgenannte seien nämlich die „wahren und eigentlichen Feinde“, welche die „Nationalstaaten und Völker zerstören wollen“.

Darüber hinaus wird mit Stichwörtern wie „Corona-Diktatur“ oder „Impfzwang“ gezielt auf gesellschaftlichen Vorurteilen aufgebaut. Vor diesem Hintergrund werden rechtsextreme Positionen kommunikativ anschlussfähig gemacht und für Protestmobilisierungen instrumentalisiert.

ENDE Zitate VSB

Kommentar ethos.at: Man darf gespannt sein, ob der Begriff „Corona-Leugner“ im kommenden Verfassungsschutz-Bericht 2022 gestrichen wird. Immerhin hat ethos.at mehrfach darauf hingewiesen, dass „Corona-Leugner“ nur im Rahmen eines Glaubenskrieges möglich ist, in dem eine Seite behauptet, im Besitze der „absoluten Corona-Wahrheit“ zu sein. „Corona-Wahrheit“ ist dann gleichbedeutend mit „Glaubenswahrheit“ – und über solche Wahrheiten ist wissenschaftlicher Diskurs grundsätzlich nicht möglich.

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