Der Spalt-Pilz wird 70

21. Jänner 2024 - Peter Pilz, der am 22. Jänner 2024 seinen 70. Geburtstag feiert, ist der einzige überlebende Demokratiedinosaurier Österreichs. Im Unterschied zu anderen Dinos - von Feymann, Häupl, Rendi über Mitterlehnner, Pröll (Onkel und Neffe, mit Xandi ist die dritte Generation im Aufbau) bis zu Glawischnig & Co. kann er seine Goschn nicht halten.

Peter Pilz Spaltpilz

Als Spaltpilz hat er seine langjährige Karriere im Nationalrat beendet. Nun aber gehts um mehr als eine Partei: nun geht's darum die Spaltung der ganzen Gesellschaft voran zu treiben. Dabei macht sich der Spaltpilz zum Vasallen der Bundesgrünen die mit Einführung der Corona-Herrschaft unsere Demokratie (was davon noch da war) durch Verordnungen und Erlässe ausgehebelt und die Verfassung dutzenfach gebrochen haben (siehe Kritik von Manfred Matzka, derStandard.at 7.4.2020). Ohne geringsten Widerstand von SPÖ und NEOS. ethos.at spricht daher von der neosgrünen SPÖVP Einheitspartei.

Die primitivste aber effizienteste Methode der Spaltung, die Propagandisten immer schon angewandt haben, ist die pauschale Diffamierung der Gegner und Kritiker des bestehenden Systems. Diesmal sind es nicht die "Schwurbler", "Faschisten", "Rechtsextremen", sondern es ist schlecht und einfach "der Mob".

"Pilz am Sonntag" im WORTLAUT:

Strache suchte nach Protestwählern. Kickl setzt zunehmend auf den Mob. Seine neuen Anhänger glauben, dass sie zuerst als „Versuchskaninchen“ kaputt geimpft und dann als „Bevölkerung ausgetauscht“ werden sollen. Immer mehr von ihnen lehnen „den Staat“ ab. Wirr und hasserfüllt sammeln sie sich unter neuen Fahnen. Sie sind bereit für einen Führer.

Kickl dürfte genau wissen: dass das, was den Mob beseelt, Unsinn ist; dass der Unsinn wirkt; und dass der Mob ihm folgt.

Der Mob – das ist etwas ganz anderes als die Protestwähler. Auch heute scheinen Zehntausende bereit, eine unbestechliche soziale Alternative zu wählen. Sie fühlen sich im Stich gelassen und wollen, dass das Leben für sie wieder besser wird. Wenn sie niemanden finden, der glaubhaft für sie und ihre Anliegen kämpft, wählen sie FPÖ, aus Zorn und aus Verbitterung.

Der Mob ist etwas ganz anderes. Er lebt in einer Parallelwelt, in der das Verrückte normal und Kickl ein Vorbild ist. Für den Mob braucht die FPÖ klassische Medien kaum mehr, weil sich die neuen Marschgenossen in asozialen Medien und abgeschotteten Echokammern ihre „Medien“ längst selber machen. Dort sind sie Kickls nützlichste Idioten.

Protestwähler wollen, dass sich etwas ändert. Der Mob will mehr. Er ist zu allem bereit.

Rechte Mobparteien brauchen für ihren Hass geeignete Objekte. Die FPÖ hat gelernt und „Juden“ längst durch „Ausländer“ ersetzt. Zuerst wollte sie die Ausländer „nicht ins Land lassen“. Dann sollten möglichst viele von ihnen, die noch keine Staatsbürgerschaft hatten, „abgeschoben“ werden. Nach dem Kellertreffen in Deutschland geht es erstmals um „Millionen“, die man „deportieren“ will, auch mit Staatsbürgerschaft, weil man glaubt, das Recht zu haben, ihnen alle Rechte zu nehmen.

Mit dem Mob sind Parteien wie AfD und FPÖ dabei, den Boden von Verfassung und Gesetzen zu verlassen. Sie wollen einen anderen Staat, ihr Regime.

ENDE des Pilzgerichtes.

Kommentar HTH: Es erübrigt sich, souveränen, aufgeklärten Lesern von ethos.at dieses Machwerk eines Demokratiedinosauriers zu interpretieren oder gar zu erklären. Was Pilz uns als Sonntagsmahlzeit anrichtet, richtet sich selbst. 

Der Demokratiedinosaurier unterscheidet sich von der Gattung des Politdinos dadurch, dass er unsere Demokratie, wie sie ist, für vollendet erachtet, und fix daran glaubt, dass das bestehende System nie ausstirbt. Sein Glaube ist die Illusion, dass die "repräsentative Demokratie" von den Altparteien und nur von ihnen repräsentiert werde (außer natürlich von der FPÖ). Etwas anderes ist nicht vorstellbar, nicht denkbar für einen Spaltpilz, der Jahrzehnte bestens vom primitiven Parteien-ZackZack und -HickHack gelebt hat. Heute leidet der Giftpilz darunter, dass er auf dem Abfallhaufen des Systems gelandet ist. So versucht er wieder und wieder ins Rampenlicht zu gelangen. Und sei es - um in seiner Wortwahl vom "türkisen Puff" zu bleiben - als Puffmutter der Systemerhalter.

Für Selbst-Denker, Querdenker und alle anderen souveränen Menschen unseres Landes empfiehlt ethos.at Bücher, die als Grundlagen für einen ernsthaften politischen Diskurs dienen können:

- Sigmund Freud, Massenpsychologie und Ich-Analyse

- Bertrand Russell, Formen der Macht

- Vaclav Havel, Versuch in der Wahrheit zu leben