Danneberg Nadia, Doppelmoral de luxe

Doppelmoral de luxe“ ist eine Trilogie der Psychotherapeutin Nadia Danneberg.

Band 1: Handbuch der Doppelmoral – Wenn tausend Klagen zum Bumerang werden (Klagelawine Sebastian Bohrn Mena und viel mehr), erschienen am 6. August 2025

Band 2: Doppelmoral de luxe – Die feine Kunst des moralischen Scheiterns (Klagelawine SBM und viel mehr), erschienen 1. Dezember 2025

Band 3: Doppelmoral de luxe – Wie Moral zur Waffe und Heuchelei zum Stilmittel wird. (Doppelmoral der Politikerinnen und Politiker - Österreich/Deutschland)

Eskalationsunkultur, Massenpsychogenie, Pseudorealitäten, Sündenbockmechanismus, Schadenszauber, „Sprechdurchfälle“ (Zitat SBM), verbale Boxring-Duelle, Massenklagen (SBM), Hausdurchsuchungen in Deutschland sind alarmierende Zensurimpulse für „unsere“ Demokratie!

Inhalt dieses Buches sind öffentliche Auseinandersetzungen rund um Sebastian Bohrn Mena (SBM) und seine „Klagelawine“. [Anmerkung HTH: Seit 20. Februar 2026 ist sie selbst Betroffene und wurde von Bohrn Menas Anwalt verklagt] Seine Auftritte dienen mir als Beispiel dafür, wie aus meiner Sicht gesellschaftliche Eskalationen, moralische Überhöhungen, Sündenbockmechanismen und eine zunehmend entmenschlichende Sprache wahrgenommen werden können – oft "gut" verpackt in das, was ich satirisch „moralisches Strafgewand“ im „Sprachgefängnis“ nenne. Sprachpolizei und Hausdurchsuchungen prägen unseren Zeitgeist.

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Blom Philipp: Der taumelnde Kontinent

Europa 1900 - 1914 (München 2009)

+ Breaking NEWS 28.2.2026 – Der 3. Weltkrieg hat begonnen. Philipp Blom hat zwei bemerkenswerte Bücher über die Vorkriegszeiten geschrieben: + Der taumelnde Kontinent. Europa 1900 – 1914 + Die zerissenen Jahre 1918 – 1938. Es wäre spannend, welches Buch Philipp Blom über Europa 2000 – 2025 schreiben würde. Der passende Titel dafür wäre jedenfalls: „Der baumelnde Kontinent“.

(Februar 2026) Bloms Erzählungen über die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts und die letzten Jahre vor dem Weltkrieg enden mit einem Zitat aus dem epochalen Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ (MoE): „War eigentlich Balkankrieg oder nicht? Irgendeine Intervention fand wohl statt; aber ob das Krieg war, er wußte es nicht genau. Es bewegten so viele Dinge die Menschheit. Der Höhenflugrekord war wieder gehoben worden; eine stolze Sache. Wenn er sich nicht irrte, stand er jetzt auf 3700 Meter, und der Mann hieß Jouhoux. Ein Negerboxer hatte den weißen Champion geschlagen und die Weltmeisterschaft erobert; Johnson hieß er. Der Präsident von Frankreich fuhr nach Rußland; man sprach von Gefährdung des Weltfriedens. Ein neuentdeckter Tenor verdiente in Südamerika Summen, die selbst in Nordamerika noch nie dagewesen waren. Ein fürchterliches Erdbeben hatte Japan heimgesucht; die armen Japaner. Mit einem Wort, es geschah viel, es war eine bewegte Zeit, die um Ende 1913 und Anfang 1914.“

Blom Der taumelnde Kontinent

Philipp Blom zitiert mehrfach aus Musils Roman, weil dieser in einer Zeit spielt, die so nicht existiert: im Jahr davor, als man nicht wusste, dass im Sommer 1914 der Weltkrieg ausbrechen würde. Heute meint jeder zu wissen, was damals jeder wissen hätte müssen. Philipp Blom wollte sich diesem Zwang entziehen und „versuchen, eine Periode aus sich selbst heraus zu erzählen und zu interpretieren, unter den Gesichtspunkten, die damals wichtig schienen, und nicht ausschließlich retrospektiv.“ (474)

SIEHE AUCH Blom: Die zerissenen Jahre, 1918 - 1938

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Sloterdijk Peter: Der Fürst und seine Erben

Über große Männer im Zeitalter gewöhnlicher Leute

"Ein Fürst, der sich behaupten wolle, statuierte Machiavelli, müsse lernen, nicht gut zu sein. Diese Lektion haben die neuen Autokraten gelernt. Peter Sloterdijk schwingt sich nicht zu ihrem Berater auf, sondern erweist sich als so kühler wie hellsichtiger Analytiker des neuen Typs Fürst." So die untertänigste Ankündigung der edition suhrkamp, 2026

Sloterdijk und Trump

SIEHE AUCH: Der Kontinent ohne Eigenschaften

In seinem Buch „Du mußt dein Leben ändern“ (2012) hat Peter Sloterdijk (PS) die Religionen einfach ausgelöscht. Nicht gedankenexperimentell oder arbeitshypothetisch sondern postfaktisch: „Es geht in unserem Unternehmen um nicht weniger als um die Einführung einer alternativen Sprache, und mit der Sprache einer veränderten Optik, für eine Gruppe von Phänomenen, für welche die Tradition Ausdrücke wie 'Spiritualiät', 'Frömmigkeit', 'Moral', 'Ethik' und 'Askese' anzubieten pflegte. Gelingt das Manöver, so wird der herkömmliche Religionsbegriff, jener unselige Popanz aus den Kulissenhäusern des modernen Europa, als der große Verlierer aus diesen Untersuchungen hervorgehen. … Wir haben gegen eine der massivsten Pseudo-Evidenzen der jüngeren Geistesgeschichte anzugehen: gegen den seit erst zwei- oder dreihundert Jahren in Europa grassierenden Glauben an die Existenz von 'Religionen', mehr noch, gegen den ungeprüften Glauben an die Existenz des Glaubens.“

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