Militärische Bedrohungsszenarien 2024

29. Jänner 2024 - "Bundesheer: Hohes Risiko für Konfrontation mit Russland", so der Titel von ORF.at (29.1.24) zum Bericht des Bundesheeres über die Bedrohungsszenarien 2024. Das offizielle Dokument "Risikobild 2024" wurde auf der Seite der Generaldirektion Verteidigungs-Politik (Sektion I) auf verteidigungspolitik.at publiziert.

c Militaer Aktuell Zacharias

Foto (c) Militär aktuell. Generalmajor Peter Vorhofer legte den Schwerpunkt seiner Präsentation auf die acht größten Risiken für Österreich.

militaeraktuell.at präzisiert, dass Generalmajor Peter Vorhofer insgesamt acht mögliche Bedrohungen herausgearbeitet hat: "Die von Vorhofer abgeleiteten größten Risiken für Österreich sind:

- militärische Konflikte mit Auswirkungen auf Österreich,

- eine mögliche Konfrontation von Russland und der EU,

- eine eingeschränkte Strategiefähigkeit sowie

- Störungen der Lieferketten.

- Weitere Risiken bestehen in Migrationsströmen nach Österreich und in Richtung der EU,

- in Informations- und Desinformationskampagnen internationaler Akteure (Generalmajor Vorhofer: „Es war noch nie so billig und noch nie so leicht, synthetische Inhalte zu kreieren und damit demokratische Länder und Strukturen zu unterminieren.”)

- in Cyberangriffen und dem Kampf in Computernetzwerken,

- sowie in der Schwächung der europäischen Integration durch gezielte Angriffe und Zwangsausübung von externen Akteuren."

"Für Günter Hofbauer, den Chefplaner des Heeres, geht es nun darum, dass sich die Grundausrichtung ändert. 'Das Bundesheer muss kriegsfähig gemacht werden', sagt der Generalmajor", schreibt Kurier.at (29.1.24) und erklärt untertänigst die Notwendigkeit dieser Forderung: "weil der Krieg als Methode des Politikmachens zurückkommt, und weil es auf internationalen Ebene zunehmend Kräfte gibt, die sich nicht an Moral oder Recht orientieren, sondern ihren Willen notfalls mit Gewalt durchsetzen, müssen auch Österreichs Streitkräfte umdenken – internationale UNO-Missionen und die Hilfe bei Naturkatastrophen sind nicht ihr wichtigster Job." Zwei Tage später übermittelt der Kurier des Chefplaners diese "Forderung, die von vielen Seiten auch an die Europäische Union gestellt wird", und holt sich eine Wortspende von General Robert Brieger, dem Vorsitzenden des EU-Militärausschusses und damit höchstem General in der Europäischen Union. Und welche Überraschung, Brieger hält es für wichtig, "die europäischen Streitkräfte tatsächlich wieder personell und materiell so zu verstärken, dass sie in der Lage sind, robuste Operationen zu bewältigen", so Kurier.at (31.1.24)