Hengstschläger Markus: Die Durchschnittsfalle

Hengstschlaeger zahnlos

Der Autor des Buches tappt selbst in die Durchschnittsfalle

"Mantra (Sanskrit: Spruch, Lied, Hymne‘) bezeichnet eine heilige Silbe, ein heiliges Wort oder einen heiligen Vers. Diese sind 'Klangkörper' einer spirituellen Kraft, die sich durch meist repetitives Rezitieren im Diesseits manifestieren soll. ... Mantras können entweder sprechend, flüsternd, singend oder in Gedanken rezitiert werden. Sie können auch aufgeschrieben (Likhita-Japa) und in dieser Form sogar gegessen werden."

Dieses Wikipedia-Wissen als Einleitung einer Rezension des Sachbuches "Die Durchschnittsfalle. Gene - Talente - Chancen" (ecowin, 2012) von Markus Hengstschläger scheint deplatziert. Doch der Autor, der als Wissenschafter eine steile Karriere hinter sich hat, liefert im "Buchliebling 2012, Kategorie Sachbuch" nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse, aber umso mehr Behauptungen, die immer wieder kehren und so den Charakter von Mantras annehmen.

Weiterlesen

Henkel Hans-Olaf: Die Euro-Lügner

21.7.2013 - Hans-Olaf Henkel, als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) 1995-2000 Unterstützer der Euro-Einführung, ist zum Dissidenten geworden. Seit mehreren Jahren führt er seinen Kampf gegen den Einheitseuro. Der integre Überzeugungstäter wird dabei zum polemischen Glaubenskrieger und lässt leider allzu viele Fragen unbeantwortet.

screenshot amazon

Nach „Rettet unser Geld!“ (2010) hat Henkel nun eine weitere Kampfschrift zur Rettung Deutschlands und zur Abschaffung des Einheitseuro vorgelegt. Schon im Vorwort seines neuen Buches macht er seine Position klar: „Die Wahrheit ist, dass Europa nicht durch die Krise des Euro, sondern durch den Euro selbst bedroht ist. Wer an ihm festhalten will und sich gleichzeitig gegen seine Rettung wehrt, ist schizophren – aber diese Krankheit ist unter Politikern weit verbreitet.“ (S. 17)

Weiterlesen

Heyden Ulrich: Mein Weg nach Russland

Erinnerungen eines Reporters

Erschienen 2024, Promedia

„Die Russen sind mir ans Herz gewachsen.“ (272) Das ist das Resümee des deutschen Journalisten Ulrich Heyden, der 1992 von Hamburg nach Kiew und dann nach Moskau übersiedelte. Bis 2022 konnte er als freier Journalist für mehrere deutsche Medien über die Runden kommen. Die letzte Vertragskündigung erhielt er 2022 vom einstmals linken Wochenmagazin „Der Freitag“.

Nach links tendierte schon der junge Ulrich in seiner frühen Jugend. Psychoanalytisch verkürzt könnte man das als Gegenreaktion gegen seinen rechten Vater Wilhelm abtun, der im zweiten Weltkrieg kämpfte. Mit seinen Erzählungen über Heldentaten der deutschen Wehrmacht hat er Ulrich schon in seiner Kindheit eingeschüchtert. Doch Ulrich entwickelte mehr als nur eine Abwehrreaktion gegen die Einstellungen des Vaters.

Weiterlesen