Journalismus 2023 im Sog der Klimaideologie

15. September 2023 – Mit folgender Aussage befeuert DieZeit – angeblich eine seriöse Wochenzeitung – die Klimastreiks auf Twitter: „Während sich die Fluten und Brände in diesem Sommer nur so häufen, macht die Bundesregierung praktisch gar nichts mehr für eine bessere ökologische Politik. Da kann auch #FFF nicht mehr helfen. #Klimastreik“.

Wer die deutsche Politik = Klimapolitik nur fallweise verfolgt, wird mitbekommen haben, dass seit dem Ende der Corona-Herrschaft praktisch jede politische Stellungnahme, jede Entscheidung und jedes Gesetz, jede Steuer und jede Subvention mit „Klimaschutz“ begründet wurde. Dazu kommt, dass jede Zeitung, jeder TV-Kanal, egal ob privat oder öffentlich, keinen Tag ohne das Thema Klimaschutz auskommt. Mehr noch: kein Artikel, keine Sendung, ob Info- oder Entertainment, lässt sich nehmen, die Notwendigkeit des Klimaschutzes zu propagieren. Das Klimaschutz-Campaigning ist das neue Corona, die Massenmedien sind so wie bei Corona gleichgeschaltet und auf Regierungskurs. Den Klimaschutzregierungskurs in DE personifiziert Habeck, in Ö die „Klimaglückministerin“ Gewessler.

Da stellt sich die Frage, wie deutsche Journalisten zu so einer Behauptung gelangen können, konkret: mit welchem Zweck sie eine derartige Falschaussage lancieren. ethos.at-Chefredakteur HTH, gemäß der gültigen Staats-Nomenklatur ein „Klimaleugner“, hat recherchiert und herausgefunden: hinter dem ZEIT-KommentarVerrat an der Jugend steht der stellvertretende Chefredakteur der ZEIT, Bernd Ulrich, ein „bekennender Glaubenskrieger“ der Klimaschützer (diese Wortwahl impliziert die geltende Nomenklatur).

Wie in der Geschichte der Religionen vielfach dokumentiert, sind die bekehrten Gläubigen oft diejenigen, die ihren Glauben geradezu fanatisch verfechten. Dazu passt die Biografie von Bernd Ulrich: „Von 1988 bis 1990 war er Büroleiter beim Fraktionsvorstand der Grünen im Deutschen Bundestag. Von 1993 bis 1996 war er Parlamentskorrespondent der Wochenpost, ab 1997 arbeitete er für den Berliner Tagesspiegel, zuletzt als Leitender Redakteur. Am 1. April 2003 wurde er Leiter des Hauptstadtbüros der Zeit und gleichzeitig stellvertretender Chefredakteur. … Ulrich ernährt sich seit 2017 vegan. Im Gesprächsbuch mit Luisa Neubauer bekannte Ulrich, er habe zwischen den Jahren 2000 und 2015 ‚für eine ganze Weile irgendwie den ökologischen Faden verloren‘ und den eigenen sozialen Aufstieg ‚mit ziemlich viel Konsum ausstaffiert‘. Er erwähnte diesbezüglich Auto, Kleidung, Fleischkonsum und Flugreisen. Danach habe ‚eine Art Renaissance‘ seiner frühen persönlichen Ökologie eingesetzt, in der er diesbezüglich achtsamer geworden sei.“ Diese Information stammt aus wikipedia.

Man darf davon ausgehen, dass dem Journalisten dieses persönliche Bekenntnis, mindestens genau so wichtig ist wie seine Karriere – sonst würden diese Infos auf wikipedia nicht überleben. „Alles wird anders„, ist der Titel eines Buches, das Bernd Ulrich 2019 veröffentlicht hat. Alles ist anders, können wir 2023 mit Bestimmtheit sagen. Dazu gehört die laufende Vernichtung der Demokratien in D, Ö und der EU. Im folgenden Interview auf der Frankfurter Buchmesse bekennt sich Bernd Ulrich (glaub-würdig) zur Demokratie. Wie er den Zustand der Demokratien in D, Ö und der EU heute beurteilt, wäre interessant. ethos.at hat nachgefragt.

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Reiche fordern Reichensteuer

Zdrahal Reiche Arme

14. September 2023 – 300 Millionäre haben an die G20 Staaten einen offenen Brief geschrieben: „Im Jahr 2021 arbeiteten die G20 und andere zusammen, um sicherzustellen, dass multinationale Konzerne ein Mindeststeuerniveau zahlen sollten. Die G20 müssen sich nun gemeinsam darauf einigen, die Steuern für die reichsten Menschen zu erhöhen, und zwar durch eine wirklich inklusive und ehrgeizige internationale Zusammenarbeit, um Vermögen zu besteuern und Steuerwettbewerb und Steuervermeidung durch die reichsten Menschen zu stoppen.“ (Details: kontrast.at 7.9.23)

Illustration von Ernst Zdrahal (Quelle: Steuern sind zum Steuern da, erschienen im August 2016)

Wenn Reiche Reiche reicher besteuern wollen, so klingt das wie ein Ablenkungsmanöver. Man muss allerdings relativieren: unter den wirklich reichen Menschen auf unserem Planeten zählen Millionäre zu den Armen. Und 300 Millionäre von 3 Millionen allein in den USA – also gerade mal 0,0001 Prozent – sind keine besonders repräsentative Gruppe.

Zu den Unterzeichnern zählt der Wirtschaftswissenschafter Josef Stiglitz, dessen Buch „Reich und Arm“ (erschienen 2015) eine schonungslose Abrechnung mit den Auswüchsen des US-Kapitalismus ist.

Joseph Stiglitz hat in zahlreichen Artikeln die wachsende Ungleichheit in den USA ins Visier genommen. Hier lebt 1 Prozent, zu dem nicht nur die Superreichen, sondern auch die Spitzenpolitiker zählen, die Gesetze im Sinne dieser Elite erlassen, während „jeder sechste Amerikaner, der eine Vollzeitstelle sucht, keine findet und jeder siebte Amerikaner von Lebensmittelkarten abhängig ist“. 1 Prozent, das sind 3,2 Millionen Amerikaner, die nicht nur wohlhabend sind, sondern superreich, dem gegenüber stecken gut 50 Millionen US-Bürger so tief in der Klemme, dass sie sich kaum ernähren können.

Die Aufsätze von Stiglitz liegen nun in dem Band „Reich und Arm“ vor. Hier zitiert der Nobelpreisträger auch Warren Buffet: „In den letzten zwanzig Jahren tobte ein Klassenkampf, und meine Klasse hat ihn gewonnen.“ Besser kann man es nicht sagen: der Klassenkampf beginnt nicht erst dann, wenn „Krypotkommunisten“ eine Reichensteuer fordern, sondern hat längst statt gefunden: durch die Umverteilung von unten nach oben.

Gerechtigkeit ist auch kein natürliches oder logisches Nebenprodukt des Kapitalismus, denn für die Oberklasse ist „Gerechtigkeit selbst eine Ware, die gekauft und verkauft wird“. Entweder durch Rent Seeking (Erträge aus Eigentum nicht durch Leistung, sowie Monopolgewinne), oder dadurch, dass die Steuergesetze den Reichen einen überproportional großen Anteil des Kuchens sichern. So hat sich in den vergangenen 20 Jahren die Theorie, dass die Reichen als „Leistungsträger“ den Kuchen vermehren und die Mittelschicht daran partizipiert, als Mythos erwiesen.

„Einer der Gründe für unsere schlechte wirtschaftliche Leistung ist die durch das Steuersystem verursachte starke Verzerrung unserer Wirtschaft. … Wir haben unsere begabtesten jungen Leute dazu verleitet, finanzielle Schwindelgeschäfte auszuhecken, statt echte Unternehmen zu gründen, echte Entdeckungen zu machen und andere, echte, werthaltige Dienstleistungen anzubieten.“ Stiglitz meint, das US-Steuersystem „verzerrt die Rahmenbedingungen. Es erhöht die Nettoerträge einiger dieser an sich unbefriedigenden Aktivitäten, und es hat dazu beigetragen, dass wir zu einer Gesellschaft des Rent-Seeking geworden sind.“

Während die US-Mittelschicht in den vergangenen zwei Jahrzehnten Reallohnverluste hinnehmen musste, ist es für die Reichen „geradezu ein Elite-Sport geworden, Vermögenswerte zu verstecken.“ Steueroasen sind dafür ein beliebter Ort, denn Einkommen müssen erst dann versteuert werden, wenn sie repatriiert werden. „Ebenso müssen Wertsteigerungen von Kapitalvermögen erst dann als Einkommen angegeben werden, wenn sie realisiert wurden. Und wenn die Vermögenswerte nach dem Tod den Kindern oder Enkeln vermacht werden, zahlen diese … gar keine Steuern. Tatsächlich erstrecken sich die Steuerprivilegien der Reichen also sogar bis über den Tod hinaus.“

Erschütternd an dem Buch „Reich und Arm“ ist nicht die schonungslose Analyse des amerikanischen Systems, sondern die Tatsache, dass diese offenbar nicht die geringste Resonanz bei den zuständigen Politikern ausgelöst hat. Da stellt sich die Frage, wie Initiativen der Zivilgesellschaften, die ebenso intensiv über Alternativen zum bestehenden System nachdenken, je bis an die politische Spitze durchdringen können, wenn sogar die Artikel eines Nobelpreisträgers, ehemaligen Beraters des US-Präsidenten und der Weltbank, völlig wirkungslos bleiben.

(Aus dem Artikel „Steuern sind zum Steuern da„, erschienen im August 2016 in der Unternehmerzeitschrift a3eco.)

Millionenerbin Marlene Engelhorn

SIEHE AUCH: Eine Millionen-Erbin fordert Erbschaftssteuer: Marlene Engelhorn & Barbara Blaha im Kabarett – Politischer Aschermittwoch 2023 der Gebrüder Moped (youtube-Video)

Update 9. Jänner 2024: Engelhorn gründet Bürgerrat zur Verteilung ihres Vermögens. Ein spannendes Experiment zur Beantwortung der frage, ob „kollektive Intelligenz“ weise Entscheidungen treffen kann. Siehe ORF.at (9.1.24)

Update 23. Jänner 2024:  „Steuerattacke auf die Reichen. Auf den reißerischen Titel folgt eine relativ sachliche Behandlung des Themas in den Salzburger Nachrichten (23.1.24) „SPÖ, Gewerkschaft, Arbeiterkammer, Grüne und KPÖ: Eine wachsende politische Phalanx drängt wegen der ungleichen Verteilung der Vermögen im Land auf neue Steuern für Millionäre. Tatsächlich wurden die Grundfesten des staatlichen Finanzierungssystems nach dem Zweiten Weltkrieg auf Steuern für Arbeit und Konsum gebaut – Vermögen, die es angesichts der Kriegszerstörung amals kaum gab, spielten so gut wie keine Rolle. Heute ist das völlig anders, … Selbst der einstige SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina, der in den 1980er Jahren die letzten Reste einer Vermögenssteuer in Österreich entsorgte, spricht sich heute für die Wiedereinführung aus.“

Die 100 Reichsten des Landes, auf die laut SN rund 201 Milliarden Euro Vermögen entfallen, hat man nicht gefragt. Deren Pflichtverteidiger ist Agenda Austria, die der Steuer unbegründet, aber prinzipiell „wirtschaftsfeindlichkeit“ attestiert und natürlich den Teufel der Abwanderung an die Wand zahlt. Allerdings geht das bei Stiftungen nicht so einfach. Und viele, die ihren beruflichen Lebensmittelpunkt in Österreich haben, werden diesen auch nicht aus Steuergründen auf die Bermudas verlegen. Auch nicht in die Schweiz, denn dort gibts bereits eine Vermögenssteuer.

Man darf gespannt sein, wie sich SPÖ-Obmann Andi Babler in seinem Wahlkampf das Thema rüber bringen wird. Schon im Oktober 2023 präsentierte Babler das SPÖ-Steuermodell: „Häuslbauer“, also Eigentum von Wohneigentum, bleibt bis 1,5 Millionen steuerfrei. Details berichtet oe24.at (17.10.23)

Update 17. März 2024 – Bürgerrat entscheidet über Millionenerbe“ berichtet ORF.at und Peter Sverak (Wiener Volkspartei – Landesgeschäftsführer) verliert vor Aufregung seine Federn während er zwitschert: „Engelhorns Erbe-Verteilung: Ein Gipfel von Geltungsdrang, getarnt als Demokratie-Experiment. Die Idee, Vermögen per Bürgerrat zu verteilen, ist blanker Unsinn – ein Angriff auf unsere Leistungsgesellschaft. #VermögensverteilungIrrsinn“. HTH kommentiert: Die ÖVP kassiert 70 Mille Parteienförderung! Jährlich! Ohne Genehmigung durch das Volk aber zur Zwangsbeglückung des Volkes!! DAS ist #VermögensverteilungIrrsinn und Schädigung unserer Demokrtie obendrauf!

SIEHE AUCH: Nie wieder Charity

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UnGANable verhindert Bildmanipulation

Verfahren des ISPA Helmholtz Center for Information Security

8. September 2023 (pte) – Forscher des CISPA Helmholtz Center for Information Security haben mit „UnGANable“ ein neues Anti-Deepfake-Verfahren zur teilweisen Verhinderung von Bildmanipulationen mit böswilliger Absicht getestet. „Vereinfacht gesagt, versucht UnGANable, Bilder von Gesichtern vor Deepfakes zu schützen“, so CISPA-Forscher Zheng Li.

Damit GANs – Modelle des maschinellen Lernens, bestehend aus zwei künstlichen neuronalen Netzen, die miteinander kommunizieren – Bilder überhaupt verarbeiten können, müssen sie diese zuerst in mathematische Vektoren, den sogenannten „latent code“ umwandeln. Dies wird als GAN-Inversion bezeichnet und stellt eine Art Bildkomprimierung dar.

Mithilfe des latent code eines realen Bildes kann ein Generator neue Bilder generieren, die ihrem realen „Vor-Bild“ täuschend ähnlich sind. An dieser Stelle greift UnGANable, das die GAN-Inversion und damit die Fälschungen erschwert. Dafür produziert UnGANable auf Ebene der mathematischen Vektoren maximale Abweichungen, in der Fachsprache „noise“ genannt, die auf Bildebene jedoch nicht sichtbar sind und die Umwandlung in latent code erschweren.

Auf diese Weise läuft das GAN quasi trocken, da es keine Daten findet, mit deren Hilfe neue Bilder erstellt werden können. Und wenn keine dem Originalbild ähnlichen Kopien auf Basis des latent code erstellt werden können, ist auch keine Bildmanipulation möglich, sagen Li und Team. Tests mit UnGANable bei verschiedenen GAN-Inversion-Verfahren hätten funktioniert.

Darüber hinaus hat das Team nachgewiesen, dass sein Verfahren besser schützt als alternative Mechanismen, wie etwa das Programm „Fawkes“. Das von einer Forschungsgruppe des Sand Lab in Chicago entwickelte Programm arbeitet mit einem Verzerrungsalgorithmus, der an Fotos mit dem menschlichen Auge nicht wahrnehmbare Veränderungen auf Pixelebene vornimmt.

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Was ist los in Georgien?

Asylanträge aus Ländern

7. September 2023 – Am 5.9.23 berichtet ZiB1 über insgesamt 519.414 Asylanträge in der EU (inkl. Schweiz und Norwegen) im 1. Halbjahr 2023. Im Vergleichszeitraum 2021 und 2020 waren es nicht einmal halb so viele. Die meisten Asylanträge (66.615) kommen aus Syrien, gefolgt von Afghanistan (55.021). Dahinter folgen die Südamerikanischen Staaten Venezuela (36.482) und Kolumbien (33.741). Schwer erklärbar, wie die Flüchtlinge aus diesen Ländern in ein europäisches Erst-Aufnahmeland gelangen. Aber das ist ein anderes Thema. Hier geht es um Georgien, das in der Graifk unter den „Top Ten“ der Herkunftsländer von Asylanträgen in Europa steht.

Auf länderdaten.info findet sich darüber folgende Info: „29.079 Menschen aus Georgien sind nach Angaben der UNHCR im Jahr 2022 geflohen und haben einen Asylantrag in anderen Ländern gestellt. Das entspricht ca. 0,783% aller Einwohner. Die häufigsten Aufnahmeländer davon waren Frankreich, Deutschland und Italien.“

Georgien ist, wie Österreich seit 1918 eine Republik. Die 1. Repbulik überlebte allerdings nur wenige Jahre bis zur Besetzung durch die Rote Armee 1921. Danach lebte sie bis 1991 als Georgische SSR weiter. Nach einem kurzen Intermezzo von Swiad Gamsachurdia, Georgiens erster Präsident, wurde Anfang 1992 der ehemalige georgische KP-Chef und letzte sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse zum Präsidenten der unabhängigen Repbulik Georgien.

Was ist los in Georgien 2023 hat ethos.at einige Insider gefragt.

Die Unternehmensberaterin Ilse Ennsfellner war mehrfach geschäftlich in Georgien. Sie vermutet eine Art Panikreaktion kurz bevor Georgien zum sicheren Herkunftsland wird und Asylanträge danach entsprechend seltener bewilligt würden. Erst am 30. August 2023 hat Deutschland den Entwurf eines Gesetzes zur Bestimmung Georgiens und der Republik Moldau als sichere Herkunftsstaaten beschlossen. „Durch den Gesetzentwurf sollen Georgien und die Republik Moldau in die Liste der sicheren Herkunftsstaaten aufgenommen werden. Asylverfahren von Staatsangehörigen dieser Staaten können dadurch schneller bearbeitet und – im Anschluss an eine negative Entscheidung über den Asylantrag – kann ihr Aufenthalt in Deutschland schneller beendet werden. Deutschland wird dadurch als Zielland für aus nicht asylrelevanten Motiven gestellte Asylanträge weniger attraktiv“, heißte es auf der offiziellen Webseite bundesregierung.de

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Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste

Bachmann Frisch Film

Regie: Margarethe von Trotta | CH/AT/LUX/DE 2023 | 110 min

Mit: Vicky Krieps, Ronald Zehrfeld, Tobias Resch

Kinostart: 13. Oktober 2023

Film-Info der polyfilm.at: Als sich Ingeborg Bachmann (Vicky Krieps) und der Schweizer Schriftsteller Max Frisch (Ronald Zehrfeld) 1958 in Paris begegnen, ist es der Anfang einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte. Vier Jahre lang führen beide eine Beziehung, die in Paris beginnt und über Zürich nach Rom führt. Doch künstlerische Auseinandersetzungen und die verschlingende Eifersucht von Max Frisch beginnen, die Harmonie allmählich zu zerstören. Jahre später lässt Ingeborg Bachmann die Erinnerung an ihre Liebe zu Max Frisch nicht los. Bei einer Reise in die Wüste mit ihrem jungen Freund Adolf Opel (Tobias Resch) versucht sie, ihre Beziehung zu Max Frisch zu verarbeiten und sich langsam davon zu lösen.

Nach Rosa Luxemburg und Hannah Arendt widmet sich Margarethe von Trotta in INGEBORG BACHMANN – REISE IN DIE WÜSTE erneut einer weiblichen Lichtgestalt: Die österreichische Lyrikerin, die vor 50 Jahren im Alter von nur 47 Jahren unter tragischen Umständen aus dem Leben schied, gilt als eine der bedeutendsten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Vicky Krieps (Corsage, Phantom Thread) und Ronald Zehrfeld (Barbara) in den Hauptrollen, zeichnet von Trotta nach eigenem Drehbuch die Beziehung von Ingeborg Bachmann und dem Schweizer Literaten Max Frisch nach, in einem ebenso eleganten wie aufwühlenden Film.

Seine Weltpremiere feierte der Film im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele in Berlin. In die Kinos kommt INGEBORG BACHMANN – REISE IN DIE WÜSTE kurz vor dem 50. Todestag Ingeborg Bachmanns. Der Briefwechsel von Bachmann und Frisch ist im Suhrkamp Verlag unter dem Titel „Wir haben es nicht gut gemacht“ erschienen.

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Der Standard der Wissenschaften

Goldenes Brett

Ergänzung 20.10.23 – Stichpunkt-Magazin berichtet über den Event der Feinde der offenen Gesellschaft: „Wer eine Diffamierungskampagne betreibt, für deren Niveau man sich auf den Bauch legen muss und dies dann auch noch als Satire ausgibt, um sich der Verantwortung über die eigenen Aussagen zu entziehen, der muss in einer aufgeklärten Gesellschaft mit Gegenwind und Einspruch rechnen.“

Ergänzung 9.10.23 – Report24.news war VOR ORT im doppelten Sinn des Wortes und hat mit einer Gegenveranstaltung „die Party zu crashen“ wie das so genannte Nachrichtenmagazin „profil“ schreibt.

DerStandard.at (5.10.23) berichtet, dass drei Kandidaten in die „Endrunde“ des Preises gelangten: Ferdinand Wegscheider (Servus TV),  Finanzwissenschafter Stefan Homburg und: „Am Ende einer von Rede und mitunter lautstarker Gegenrede geprägten Gala wurde die Politologin Ulrike Guérot zur Siegerin gekürt.“ In der Begründung heißt es, „dass Guérots Arbeit auf den ersten Blick harmlos und sinnvoll erscheinen mag: „Sie sprach sich scharf gegen Corona-Maßnahmen aus – eine prinzipiell legitime Meinung. Sie setzte sich für ‚Corona-Aussöhnung‘ ein – wer könnte da dagegen sein?“ Doch ein genauerer Blick würde dahinter „ein verschwörungstheoretisch-antiwissenschaftliches Weltbild“ zeigen. Daten würden selektiv ausgewählt, Statistiken falsch dargestellt, „trotz klarer Widerlegung bleibt eine Korrektur aus“. 

„Manchmal klingen ihre Slogans aber auch bedrohlich“, geht es in der Begründung weiter: „Um Leute wie Anthony Fauci und Bill Gates solle man ’sich kümmern‘.“ Und „die dunklen Gestalten von Pfizer und Co.“ lasse man „nicht entkommen“. Guérot unterstütze damit das Narrativ der großen Corona-Verschwörung, obwohl gerade sie als Politologin es besser wissen müsste. Auch mit Aussagen über Russlands Angriff auf die Ukraine habe Guérot für Aufsehen gesorgt: Lauit Guérot sei es die Rolle der Ukraine gewesen, stellvertretend für den Westen einen Krieg mit Russland zu beginnen. (Zitat Ende, DerStandard.at)

ethos.at kommentiert: es wäre schlimm, wenn die Wissenschafterin Guerot nicht imstande wäre, eine Theorie zu bilden. Und wenn es im Umfeld der Einführung und Umsetzung der Corona-Maßnahmen den Verdacht auf eine oder mehrere Verschwörungen gibt, so es es wohl unabdingbar für eine Politologin, eine entsprechende Verschwörungs-Theorie zu formulieren. Schlimm sind jene (selbsternannten) Wissenschafter und Berufsskeptiker, die angesichts der Fakten nicht imstande sind eine Verschwörungstheorie zu formulieren und dem wissenschaftlichen Diskurs auszusetzen!

Ergänzung 6. September 2023 – „Auch Clemens Arvay wurde posthum für das Goldene Brett (Schmähpreis der szientistischen Wiener Skeptiker) nominiert. Zwar wurde diese Nominierung nach Protesten zurückgezogen, aber der Verstorbene trotzdem weiter diffamiert, mit Bezug auf einen Beitrag des Propaganda-Portals Psiram. Ein Blick auf die Seite über Arvay offenbart die Arbeitsweise von Psiram. Zur Anwendung kommen Kampfbegriffe und Berufung auf fadenscheinige Experten und Journalisten“, berichtet ggi-initiative at (5.9.23) und durchleuchtet die fiesen Methoden der Propaganda. GGI hat es damit seinerseits auf die Liste der Nominierten geschafft. Wortlaut der Begründung: „Die GGI, ehemals Grüne gegen Impfpflicht und 2G, maßt sich schöngeistige und wohlklingende Ideale an. Tatsächlich aber schwurbeln sie was das Zeug hält. U. a. hetzen sie gegen die hochwirksame und sichere Covid-Impfung,…“

28. August 2023 – Mit dem Anti-Award „Goldenes Brett vorm Kopf“ verleiht die so genannte Qualitätszeitung „Der Standard“ bzw sein „Wissenschaftsredakteur“ Klaus Taschwer einen Preis für die (vorsicht Satire!) beste Antwort auf die Frage: „Wer lieferte den größten antiwissenschaftlichen Blödsinn des Jahres?“

Bert Ehgartner, Autor zahlreicher Bücher, Filmemacher und Wissenschafts-Journalist, wie es nur noch wenige in Österreich gibt, hat den Aufruf „zum fröhlichen Rufmord“ via facebook kritisiert. Ebenso Dr. Stephan Sander-Faes auf tkp.at. ethos.at dreht den Spieß um und ruft dazu auf, auf goldenesbrett.guru einen Kandidaten des Mainstreams zu nominieren. ethos.at dreht den Spieß um und hat Karl Nehammer für seine einzigartige Leistungen als Historiker nominiert.

Begründung: „Für seine Leistung, die zehnjährigen Staatsvertragsverhandlungen in einen Satz zu fassen, wonach Österreich die Neutralität von den Sowjets aufgezwungen wurde.“ Die geforderten Belege liefert ethos.at in einem offenen Brief an den Bundeskanzler. Bislang ist diese Eingabe noch nicht auf goldenesbrett.guru abrufbar, sehr wohl aber ein gutes Dutzend mehr oder weniger gleichlautender Vorhaltungen „Für die Aussage in seiner Zukunftsrede es gäbe keinen Beweis für den Klimawandel.“ Ergänzung 6.9.23: Nehammer wurde bislang 15 mal nominiert, vorwiegend mit der Begründung, er würde Erkenntnisse der Klimaforscher ignorieren. Die Nominierung von ethos.at fehlt weiterhin – die historische Beweisführung ist für alle mit einem Brett vom Kopf offenbar zu präzise. 

Kommentar Bert Ehgartner via facbook. August 25 at 3:50 PM. Klaus Taschwer vom Standard lädt wieder mal zum fröhlichen Rufmorden ein. Alles was seiner strammen wissenschaftlichen „Haltung“ widerspricht, soll öffentlich zur Sau gemacht werden. Ich frag mich, ob ich mich ärgern soll, dass er mich auch namentlich in dem Artikel (link im ersten Kommentar) erwähnt. Aber ich lass es.Stattdessen freue ich mich über einen Tweet von Dietrich Brüggemann, den ich als wesentlich bessere Gesellschaft empfinde. Er schreibt über Taschwers Artikel: „Der Tonfall dieser Ausschreibung ist irgendwo zwischen unerfreulich und widerwärtig, aber das kennt man ja. Für „antiwissenschaftlichen Blödsinn“ könnte @derStandard sich selbst nominieren, und zwar Seite an Seite mit großen Teilen der deutschen Presse.“

Kommentar Peter-Arthur Straubinger via faceook an Bert Ehgartner: Definitiv freuen und nicht ärgern 😉 Ich haben diesen Preis 2011 als Erster erhalten und war bis heute glaube ich auch der einzige, der ihn sich je persönlich abgeholt hat (meine Dankesrede unten ;-)). Ich halte es ja tatsächlich für eine Ehre wenn man die Weltsicht dieser szientistischen und ziemlich missionarischen Glaubensvereinigung in Frage stellt. Dann hat man etwas richtig gemacht. Wissenschaft ist nämlich kein positivistisches Glaubensbekenntnis sondern eine Methode, die die diejenigen braucht, die es wagen den vermeintlichen oder tatsächlichen Konsens in Frage zu stellen um so den Diskurs in Gang zu halten. Also bitte geehrt fühlen. Gerade die Corona-Jahre haben diejenigen zu Helden gemacht, die das „Trust the science“-Geblöke in Frage stellen. Danke an dieser Stelle für deine Arbeit und deinen Mut ! https://www.youtube.com/watch?v=HQvODlkuhBQ&t=271s

Kommentar Stephan Sander-Faes auf tkp.at: Sehr geehrter Herr Kollege, lieber Herr Taschwer, warum projizieren Sie die Konsequenzen, die viele Menschen aus der nicht gerade aufrichtigen “Impfkampagne gegen Corona” (sic) ziehen, als etwas, dass Sie Peter F. Mayer oder Bert Ehgartner in die Schuhe schieben? Die größten Falschaussagen der “Pandemie” haben u.a. die Hersteller gebracht, die eigenen Aussagen zufolge etwa keine Belege beteffend die Verhinderung der Übertragung von Sars-Cov-2″ durch die “Impfung” hatten.

Ergänzung 4. September 2023: report24 versucht zu klären, wer hinter der Organisation dieser ominösen Veranstaltung steht. 

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Zeitgeist 2023: Jetzt erst recht

Radweg

23. August 23 – Ist nach der Urlaubssaison 2023 alles wieder paletti? Drei Jahre Corona-Herrschaft – war ja alles nicht so schlimm! Wenn uns jemand verspricht, er wolle es besser machen, dann kann es nur schlechter werden!

99,9 Prozent aller Österreicher sind angefressen auf alle unsere Politiker, egal welcher Coleur. Wenn du ihnen aber eine Alternative zu den bestehenden Parteien, ihren Systemerhaltern und Mitläufern, bietest, dann wählen sie am Ende doch wieder jene, von denen sie schon die Nase voll haben. Wenn eine unabhängige politische Bewegung, die außerhalb der etablierten Parteien steht, durch Worte und Taten bewiesen hast, dass sie unkorrumpierbar ist, dann wählen die Menschen „jetzt erst recht“ die bekannten Parteien und ihre Vertreter.

Wie ist das möglich?

Es liegt an dem Mem, dass „alle Politiker korrupt“ sind, und an dem Vorurteil, wer noch nicht korrumpiert ist, der wird es, sobald er ein politisches Amt übernimmt. Darum wählen die Menschen letztlich wieder jene, von denen sie schon wissen, dass sie bereits korrumpiert sind, denn diese Politiker können sie nicht mehr enttäuschen. Alternative, garantiert unabhängige Persönlichkeiten wählen sie nicht, weil sie nicht das Risiko eingehen wollen, einer Person zu vertrauen, die sie am Ende wieder enttäuschen könnte. Lieber wählen sie jene, von denen sie wissen, dass man ihnen nicht vertrauen kann.

Gibt es einen Ausweg aus dieser Negativspirale aus Memen und kollektiven Vorurteilen?

Glauben die Menschen immer noch, dass die etablierten Parteien (und sonst niemand) die Fundamente unserer Demokratie und ihre Führer und Mitglieder die legitimen Repräsentanten des Volkes seien?

Haben die Menschen drei Jahre Corona-Willkürherrschaft schon wieder vergessen?

Ist die immerwährende Wiederkehr des Gleichen und die sukzessive Verschlechterung aller Lebensbereiche weniger bedrohlich als die Gefahr, dass echte (radikale!) Veränderung kurzfristig zu unbekannten Entwicklungen führen könnte?

Reicht es den Menschen, dass ihnen der Staat eine Saison lang wieder erlaubt, Urlaub an allen Enden der Welt zu machen, um zu vergessen, dass die Grund- und Freiheitsrechte noch immer massiv eingeschränkt sind?

Haben die Menschen noch nicht kapiert, dass auf die Corona-Herrschaft die Klima-Herrschaft für die Entmündigung der Menschen und „nachhaltige“ Zersetzung der Demokratie und Grundrechte sorgt?

Entscheide dich! Sapere aude!

SIEHE AUCH: Utopie oder Dystopie? Nein Ideotopie!

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Ökosystem Moore

Moor c Mariusz Lamentowicz

23. August 2023 – „Im Uni Wien-Projekt ‚ReVersal‘ (Wiederherstellung von Mooren in der nemoralen Zone unter Bedingungen unterschiedlicher Wasserversorgung) werden Indikatoren gesucht, die bei der Wiederherstellung der entwässerten Torfmoore Entscheidungshilfe geben sollen. Dafür reisen die Wissenschafter*innen durch die Moorgeschichte: ‚Um hier die Schwellenwerte und Kipp-Punkte benennen zu können, untersuchen wir auch die Vergangenheit des Moores und die chemische Zusammensetzung des Torfs‘, erklärt Nasreen Jeelani, Postdoc im Projekt. In kleinen Torfwürfeln spürt sie chemische Verbindungen auf, so genannte Lipide, die Hinweise auf frühere Pflanzen und den Grad der Verrottung geben. *Ziel ist es, den jeweiligen Landeigentümer*innen evidenzbasiert und auf Basis der jeweiligen Moorgeschichte eine Entscheidungsmatrix zur Verfügung stellen zu können, wann es Sinn macht, ein Moor wiederherzustellen – und wann eher nicht, so die Torfspezialistin. […]

Moore sind unterschätzt – dabei sind sie Hochwasserschutz, Dürreversicherung, Kläranlage und Kohlenstoffspeicher in einem. Welche gravierenden Konsequenzen das zunehmende Moorsterben für uns alle hat, erklärt Uni Wien-Geoökologe Stephan Glatzel.“ Details univie.ac.at

Die Fläche aller Moore der Welt wird auf 500 Millionen Hektar geschätzt – ein Zehntel davon ist bereits entwässert; jedes Jahr schwinden weitere 500.000 Hektar. Wichtigster Treiber: Die Landwirtschaft. Eine sog. „Wiedervernässung“ von Mooren in zwar möglich, aber kann alte Zustände nur bedingt wiederherstellen – umso wichtiger ist es, die noch intakten Moore zu schützen. (Quelle: Mooratlas Heinrich Böll Stiftung)

SIEHE AUCH: Förderkreis Hochmoor Schrems

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Ein Spiegel unseres Zeitgeistes

Ernesto Raben Radierung 14x40 cm

12. Oktober 2023 – Vor genau 50 Jahren wurde bekanntgegeben, dass Konrad Lorenz und seine Kollegen Karl von Frisch und Nikolaas Tinbergen mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurden. ethos.at erinnert an Zitate aus dem Buch „Die Rückseite des Spiegels“, das ebnfalls 1973 erschienen ist.

„Der fortschreitende Verfall unserer Kultur ist so offensichtlich pathologischer Natur, trägt so offensichtlich die Merkmale einer Erkrankung des menschlichen Geistes, daß sich daraus die kategorische Forderung ergibt, Kultur und Geist mit der Fragestellung der medizinischen Wissenschaft zu untersuchen.

… Die meisten unter den Geisteskrankheiten und Störungen, die den Weiterbestand unserer Kultur in Frage stellen, betreffen das ethische und das moralische Verhalten des Menschen.

… Es ist nicht zu bezweifeln, daß die Wahrheit schließlich siegen wird, die bange Frage ist aber, ob dies noch rechtzeitig geschehen wird.“

Grafik: ERNESTO, Zitate: Konrad Lorenz, Die Rückseite des Spiegels.

Siehe auch: Die acht Todsünden der zivilisierten Gesellschaft

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Pflegenotstand: Insider berichten

Pflege anno dazumal

Linz, 17. August 2023 – Renate Pühringer via facebook,  Seit 31 Jahren arbeite ich in der Pflege.

Als Krankenpflege-Schülerin und junge Diplom-Pflegekraft habe ich um 3.30 Uhr die ersten Patient:innen aufgeweckt, um die „zu waschen“, wie es früher hieß. Nix mit Ressourcen wahren, Aktivierung, Rücksicht auf Schlafbedürfnis, Patient:innenrechten, …

Gott sei Dank hat die Pflege das geschafft, diese völlig überholten, menschenverachtenden Strukturen und Gepflogenheiten zu ändern. Das war ein harter Weg von Pflege-Pionier:innen, die aufgestanden sind gegen unmenschliche Vorgaben. Die zunehmende Professionalisierung der Pflege hat sich in so vielfältiger Weise positiv auf die Patient:innen ausgewirkt!

Jetzt aber geht es wieder „abwärts“.

Der drückende Personalmangel, die viel zu häufigen Krankenhauseinweisungen, die zusammenbrechende Versorgung extramural (mobile Dienste etc.), … all das führt dazu, dass immer weniger auf die Patient:innen eingegangen werden kann. Und wer nicht im Krankenhaus ist, wird wegen Ressourcenmangel weniger mobile Pflege erhalten, als nötig wäre und es werden pflegende Angehörige systematisch ausgepresst, bis sie einfach nicht mehr können.

Die Zustände wie vor 31 Jahren rücken wieder näher.

Ein wirksames Bemühen der Politik, hier einzugreifen, kann ich weder als Pflegeperson noch als (zum zweiten Mal) pflegende Angehörige erkennen.

Es wird herumgepfuscht und -dilettiert, das es einem graust.

Interessant für die Bevölkerung:

Bei Gesprächen betreffend die PFLEGEsituation in Österreich wird die PFLEGE nach wie vor nicht mit an den Tisch geholt, obwohl es so viele Expertinnen und Experten in der Pflege gibt.

Was man tun kann? -> Stellt Eure Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landeshauptleute, Minister und Bundeskanzler zur Rede. Uns Pflegepersonen hören die ja beharrlich und seit Jahrzehnten nicht zu.

Claudia Spreng kommentiert: Oh daran kann ich mich auch erinnern. 2 oder 3 mussten immer daran glauben. Ich durfte sie dann allerdings wieder, bereits gewaschen, ins Bett legen. Und wenn das nicht passiert ist, dann wurde der Tagdienst richtig sauer , weil er soviel Arbeit hat. Denn ich hab, wenn sie geschlafen haben, nur die Einlage frisch gemacht. Ich hab mich nämlich geweigert, jemanden aus seinem Schlaf zu reißen. Das bescherte mir nicht nur 1x heftige Diskussionen.

Manfred Pawlik kommeniert: Ich bin seit ca. 30 Jahren pflegender Angehöriger, wenn ich die Politik drüber reden höre, gehe ich davon aus, dass die auf einem andern Stern leben.

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