Alexander Dugin vs Klaus Schwab. Und ein Exkurs zur „Kultur-Geschichte der Neuzeit“ von Egon Friedell
The Great Awakening vs The Great Reset
„Covid-19: The Great Reset“ (auf Deutsch abweichend davon „Der große Umbruch“. Im Vergleich zum punktgenauen „Reset“/Neustart, den jeder Mensch schon mal auf seinem Computer durchgeführt hat, ist „Umbruch“ ein ominöser Begriff, der sowohl ein nicht steuerbares Naturereignis, als auch einen maschinellen Prozess bezeichnen kann) hat Klaus Schwab 2020 im Eigenverlag seines Weltwirtschaftsforums WEF heraus gebracht. Das 300 Seiten starke Buch enthält
1. zahlreiche Plattitüden, die in vielen anderen Büchern genauso stehen könnten,
2. zahlreiche Aussagen, die nach Verschwörung klingen und schon allein deshalb als Verschwörungstheorien geprüft werden müssen, weil sich Schwab als Organisator des World Economy Forums rühmt, auf die wichtigsten Herrscher dieser Welt direkt Einfluss zu nehmen; nicht nur als Autor von Zukunftsszenarien, von denen jährlich tausende publiziert werden, sondern als Großmeister des Great Reset.
„Das große Erwachen gegen den Great Reset (2021)“ von Alexander Dugin, laut seinem Verlag arktos.com „einer der bekanntesten Schriftsteller und politischen Kommentatoren im postsowjetischen Russland, wo er seit 1980er Jahren in der Politik tätig ist“, ist primär als Anti-Schwab konzipiert; das impliziert
1. brillante Analysen des Globalismus (vom Liberalismus 1.0 über Genderismus zu Liberalismus 2.0), aber auch
2. eine Programmschrift, die den Größten denkbaren Unsinn (GDU) verbreitet.
22. November 2023 (Mitteilung der DPI)Der neue Jahresbericht 2022 der Dokumentationsstelle Politischer Islam DPI fasst die Arbeit des Fonds zusammen und liefert einen inhaltlichen Überblick zu extremistischen religiös-politischen Bewegungen.
Die Ereignisse nach dem Hamas-Terror am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg, haben zuletzt europaweit die Wichtigkeit der Erforschung und Dokumentation der Strukturen sowie Ideologien des Politischen Islams aufgezeigt. Der israelisch-palästinensische Konflikt dient islamistischen Akteuren oftmals als Vehikel hin zu einer undifferenzierten Polarisierung und als Vorwand zur Propagierung extremistischer Botschaften. Die Dokumentationsstelle Politischer Islam hat seit ihrer Gründung vor drei Jahren – inklusive des aktuellen Jahresberichtes 2022 – 22 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht.
Die Berichte stoßen genauso wie die Arbeit des Fonds auf Interesse über Österreich hinaus, da viele der untersuchten Bewegungen und Entwicklungen transnational verlaufen und vor Staatsgrenzen keinen Halt machen.
Identitätskonflikte und gezielte Propaganda
Schwerpunkte der Forschungs- und Dokumentationstätigkeit lagen zuletzt vor allem bei türkeistämmigen Strukturen in Österreich sowie bei islamistischen Influencer-Gruppierungen im deutschsprachigen Raum. Insbesondere im letzten Türkei-Wahlkampf wurden über Verbände wie die Union Internationaler Demokraten (UID) vermehrt Aktivitäten und Beeinflussungen in Österreich festgestellt. Das Netzwerk agiert als verlängerter Arm von Erdogan und seiner AKP, wobei auch problematische Narrative zum Israel-Palästina-Konflikt mit teilweise antisemitischen Stereotypen verbreitet werden.
Im virtuellen Raum instrumentalisieren islamistische Gruppierungen – die zum Teil der Hizb ut-Tahrir nahestehen – Identitätskonflikte und tatsächliche Diskriminierungserfahrungen für die Verbreitung von antidemokratischen und minderheitenfeindlichen Botschaften in verschiedenen Medien. Auf Social-Media-Kanälen werden Jugendliche gezielt angesprochen und gesellschaftliche Gegenentwürfe propagiert, welche mit der liberal-pluralistische Demokratie nicht vereinbar sind. Politik und Medien wird pauschal eine Islamfeindlichkeit unterstellt, um die eigenen, islamistischen Ansichten und ein „Wir-gegen-Sie“-Narrativ weiter zu verbreiten.
Update 23. Februar 2024 (Presseinfo der Dokumentationsstelle DPI, APA OTS) Bericht zu den Aktivitäten von Tablighis und Barelwis: Ultraorthodoxe religiöse Gruppierungen aus Südasien verbreiten auch in Europa Gedankengut, das in politischen Debatten islamistischen Extremismus fördern kann.
Wie müssen Nachrichtenvideos aussehen, um hohe Reichweiten zu erzielen?
Eisenstadt (pts 21.11.2023 / Pressemitteilung der FH Burgenland) – Die Generation Z, also die heute 14- bis 27-Jährigen, lesen kaum Zeitungen und verfolgen wenig lineares Fernsehen. Um sie zu erreichen, ist es für Nachrichtenhäuser empfehlenswert, sich auf die Plattform TikTok zu wagen. Wie die Nachrichtenvideos dort aussehen sollten, um hohe Reichweiten zu erzielen, analysierte FH Burgenland-Absolvent Valentin Lehner in seiner Masterarbeit.
Copyright: FH Burgenland / Shutterstock
So schnelllebig die Hypes und Trends rund um Social-Media-Plattformen auch zu sein scheinen, TikTok rangiert nun doch schon seit einigen Jahren unter den beliebtesten. Vor allem die junge Zielgruppe hält sich laut Analysen rund eine Stunde täglich auf TikTok auf und lässt sich von kurzen Unterhaltungsvideos berieseln. Die Chance, dieses Publikum zu erreichen, nutzen mittlerweile auch zahlreiche Medien, wie etwa der Standard, der ORF oder die deutsche Tagesschau. Doch die Kriterien der Informationsvermittlung sind auf der Plattform andere als in traditionellen Medien wie Zeitung oder linearem Fernsehen.
Der FH Burgenland-Absolvent Valentin Lehner analysierte für seine Masterarbeit im Studiengang Digitale Medien und Kommunikation 200 TikTok Videos aus dem gesamten DACH-Raum und definierte Handlungsempfehlungen für Medien. Wie kann man es schaffen, junge Menschen reichweitenstark mit Nachrichten zu versorgen? Diese Frage trieb den Studenten an. Er analysierte unter anderem: Welche Nachrichtenwertfaktoren kommen in besonders reichweitenstarken Videos vor? Welche Themen kommen in reichweitenstarken Videos vor? Welche plattformspezifischen Eigenheiten werden genutzt und wie ist der Spannungsbogen aufgebaut?
Bad News statt Katzenvideos
Aus der von Valentin Lehner herangezogenen Literatur ging hervor, dass sich die Generation Z für Themen wie „Freunde“, „Familie“, „Abenteuer“, „Kultur“ und „Lifestyle“ interessieren. Auch Geschichten zu Tieren wären laut vorhandener Literatur für die Zielgruppe interessant. „In der empirischen Untersuchung konnte ich jedoch keine positive Auswirkung zu diesen Themenbereichen auf die Reichweite feststellen. Im Gegenteil: Die Themen „Kultur & Lifestyle“, „Tiere“ und „Umwelt“waren sogar häufiger in Videos mit niedrigen Reichweiten als in Videos mit hohen Reichweiten vorhanden. Um hohe Reichweiten zu erhalten, sollten Geschichten zu Themen wie Polizeimeldungen, Unfällen oder Kriminalität in den Videos behandelt werden. Zusätzlich konnte ich feststellen, dass sich die visuelle Darstellung von Gewalt ebenfalls signifikant positiv auf hohe Reichweiten auswirkt. Man muss leider sagen: brennende Autos sind der Publikumsmagnet“, so Lehner.
Kommt der tanzende Nachrichtenjournalist?
Gemeinhin verbindet man TikTok nach wie vor mit lustigen Trends und Tanzvideos. Interessanterweise waren Nachrichtenvideos, die aktuelle Trends bedienen, nicht unter den Videos mit hohen Reichweiten. „Es scheint, als erwarte man von einem Nachrichtenmedium auch auf TikTok einen adäquaten Auftritt, zu dem tanzende Journalisten womöglich nicht gezählt werden“, sagt der Absolvent. Ein überraschendes Ergebnis seiner Analyse war auch, dass Exklusivität der Inhalte der Reichweite schadet. „Wenn Nachrichtenmedien also exklusive Inhalte wie etwa Straßeninterviews zu einem speziellen Thema produzieren, erlangen sie damit laut meinen Analysen keine hohen Reichweiten.“
Zu hohen Reichweiten führen Themen wie schlechte Nachrichten, Konflikte und Dramen. Hilfreich sind auch Prominenz der Protagonisten, ein gewisser Überraschungseffekt und der Einsatz von Audio-Visuals.
Handlungsempfehlungen für Nachrichtenmedien, um hohe Reichweiten auf TikTok zu erzielen sind:
– Behandlung von Themen aus den Bereichen Konflikt, Drama, Prominenz, Überraschung
– Verwendung einfacher Sprache und kurzer Sätze
– Nennung des Themenkerns in den ersten zwei Sekunden
– Einsatz dynamischer Bildinhalte in den ersten zwei Sekunden
– Abbildung beschreibender Untertitel
– Erwähnung von Prominenten und Geschichten von realen Personen
Die FH Burgenland bietet derzeit an zwei Studienzentren in Eisenstadt und Pinkafeld 13 Bachelor-,13 Masterstudiengänge und zwei PhD Programme an. Aktuell studieren weit mehr als 7.700 ordentlich und außerordentlich Studierende in fünf Departments, nämlich Wirtschaft, Informationstechnologie, Soziales, Energie & Umwelt und Gesundheit, sowie in Hochschullehrgängen der akademischen Weiterbildung.
20.11. 2023 (Presseinformation des Instituts für mentale Erfolgsstrategien e.U. IFMES) – Wenn es um pädagogische Konzepte wie Schulnoten geht, ist es wichtig, Nutzen und Schaden gegeneinander abzuwägen. Noten vermitteln den Anschein einer objektiven und leistungsfördernden Beurteilung. Für den Wiener Neurowissenschaftler Dr. Marcus Täuber ein Trugschluss: Mitarbeitsbeurteilungen sind stark subjektiv. Niemand kann das Verhalten anderer ohne die eigenen Wahrnehmungsfilter beobachten. Diese Art der Bewertung kann niemals objektiv fair sein. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, entwickelt häufig ein Gefühl von Machtlosigkeit und Demotivation.
Schularbeiten und Prüfungen fokussieren auf kurzfristig erlernte Inhalte, nicht aber auf den tatsächlichen Fortschritt eines Menschen. Dadurch ist es nur schwer möglich, die eigene Entwicklung aus Noten abzuleiten. Gerade das wäre aber notwendig, um die intrinsische Motivation zu fördern und das Selbstwertgefühl zu steigern.
Hirn lernt Kontext mit
Unser Gehirn lernt immer auch implizit den Kontext, den Rahmen, in denen Bildung stattfindet, mit. Ein Schulsystem, das wie jetzt stark auf die Benotung von Mitarbeit und Prüfungen wert legt, kommuniziert dem Gehirn, dass externe Erwartungen und Ziele für das Lernen wesentlich sind. Dadurch steht nicht mehr die eigene Neugier und das gute Gefühl von Interesse im Vordergrund, sondern ein System aus Belohnung und Bestrafung. Im Grunde dressieren wir unsere Kinder statt ihrer Freude am Lernen und Gelingen gerecht zu werden.
Erkenntnisse aus der Psychologie zeigen, dass gute Gefühle wie Interesse, Inspiration oder Freude die Aufmerksamkeit erweitern, Kreativität und Produktivität fördern sowie mit einer positiven Grundstimmung einhergehen. Dadurch machen wir mehr gute Erfahrungen, die wiederum auf Psyche und Persönlichkeit positiv zurückwirken. Die US-Psychologin Barbara Fredrickson hat dazu die „Broaden-and-Build-Theory“ aufgestellt und spricht von einer positiven Aufwärtsspirale. „Dieses Modell wird mittlerweile durch zahlreiche Studien gestützt“, betont Marcus Täuber.
Wir brauchen eine Revolution im Schulsystem
Für Marcus Täuber ist es wichtig, gerade im Volksschulalter neben Rechnen, Lesen, Schreiben und motorischen Fähigkeiten auch die mentale und emotionale Stärke zu trainieren. Umgang mit Konflikten, Stress und den eigenen Gefühlen sollten erlernt und gute Gefühle gefördert werden. Dafür braucht es im Lehrplan genauso wie in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer einen grundlegenden Paradigmenwechsel. Neben Entspannungs- und Meditationstechniken gehören Schauspieltraining und Kommunikation möglichst früh in den Schulplan integriert. Gerade bei diesen Fächern machen Noten überhaupt keinen Sinn.
Eine schulnotenfreie Volksschule eröffnet die Chance, die nötige Resilienz und Motivation zu entfalten, um später besser mit Stress umzugehen. Wenn in Gesamtschule und Gymnasium Schulnoten herangezogen werden, sollten diese nicht überbewertend betrachtet werden. Unser Schulsystem fokussiert darauf, dass ein Zeugnis keine negative Note enthalten soll. Dadurch werden enorme Anstrengungen unternommen, vermeintliche oder tatsächliche Schwächen auszubügeln, und es fehlt am Stärkenfokus.
Schülerinnen und Schüler sollten nicht in ihrer Leistung nivelliert werden, sondern die Möglichkeit haben, ihre Talente und Neigungen weiter zu entfalten. Dazu gehört, dass ein oder zwei Nicht Genügend niemals dazu führen sollten, ein ganzes Schuljahr zu wiederholen. Wahlfächer und Vertiefungsangebote sollten an Stellenwert gewinnen, um die eigenen Talente besser ausleben zu können.
Menschen streben nach dem Guten
Versuche an drei bis acht Monate alten Kindern zeigen, dass Tierpuppen bevorzugt werden, die anderen Tierpuppen helfen gegenüber jenen, die andere behindern. Mit anderen Worten: In uns Menschen ist die Veranlagung, nach dem Positiven und Guten zu streben. Der US-Psychologe Kim Cameron spricht in diesem Zusammenhang vom „heliotropen Effekt“. „Wenn wir uns schlecht fühlen, dann nicht weil wir von Natur aus schlecht sind, sondern weil das System in dem wir leben und lernen schlecht ist“, so Täuber.
Jede fünfte Schülerin und jeder fünfte Schüler leidet unter massiven Schulstress. Häufige Folge: psychische Störungen. Für Täuber ein Alarmsignal. Hier weiter zuzusehen, kommt einer unterlassenen Hilfeleistung gleich. Wir brauchen dringend ein Schulsystem, das auf das Positive ausgerichtet ist. Menschen zu sagen, sie sollen positiv denken und das Glas halbvoll statt halbleer sehen ist unangemessen, wenn seit früher Kindheit Fehler mit einem Rotstift fett markiert werden statt die richtig gelösten Aufgaben in den Vordergrund zu stellen.
Wichtig: Richtig loben und bewerten
Bei allen Bewertungen, ob verbal oder über Noten ist es wichtig, den Schwerpunkt auf die Art und Weise zu legen, wie das Ergebnis erzielt worden ist, und weniger auf das Ergebnis selbst. Ein „mit Hartnäckigkeit diese Rechnung erlernt“ bekräftigt das erfolgreiche Verhalten. Ein „noch nicht“ in Ergänzung zu einer nicht gelungenen Leistung vermittelt, dass es möglich ist, die erforderliche Fähigkeit oder das fehlende Wissen zu erlernen und die jetzige Leistung eben nicht in Stein gemeißelt ist.
Ganz schlecht ist es, die Identität von Menschen zu beurteilen. Ein Kind, das erfährt, als „klug“ bezeichnet zu werden für eine gute Leistung, lernt im Gegenzug, dass es nicht klug ist, wenn es diese Leistung nicht erzielt. Das baut nicht nur Druck auf, sondern nagt auch am Selbstwertgefühl.
Gute Gefühle verändern alle Bereiche unseres Lebens
Marcus Täuber hat durch seine berufliche Auseinandersetzung mit psychologischer Beratung gelernt, wie viel Kraft in positiven Emotionen steckt. Mit seinem Buch „Gute Gefühle“ möchte der Hirnforscher dazu einladen, die eigenen guten Gefühle zu entdecken, zu entwickeln und einzusetzen. Sie steigern die Lebenserwartung, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität. Das führt nicht nur zu mehr persönlichem Glück – emotional reife Menschen kommen auch in ihrem Umfeld besser an.
Dr. Marcus Täuber
Gute Gefühle – Nutze die emotionalen Stärken deines Gehirns
Über die Evolution der Wissenschaften und ihre mechanistische Verengung nach Rupert Sheldrake
Von Manfred Stangl (Herausgeber der Zeitschrift Pappelblatt. Heft 30, Herbst/Winter 2023 widmet sich dem Schwerpunktthema Wissen und Wissenschaft)
„Der Wissenschaftswahn“ lautet ein Buchtitel Rupert Sheldrakes, bekannt als der Erforscher morphogenetischer Felder und Verfasser einer Evolutionstheorie, die den Geist aus der Materie nicht vollkommen ausschließt. Der Untertitel des fast 5oo seitigen Werks lautet: „Warum der Materialismus ausgedient hat“, und ist völlig angebracht. In zahlreichen Beispielen schildert Sheldrake, wie die mechanistische Weltanschauung, geronnen zum unseligen Weltbild der heutigen Naturwissenschaften, tatsächliche wissenschaftliche aber auch soziale Entwicklung verhindert. Milliarden werden in Projekte gesteckt, die genetische Codes entschlüsseln sollen, oder Molekularbiologe und Apparatemedizin aufblähen. Die häufigste Krankheit in den USA jedoch, die Fettleibigkeit, lässt sich weder durch Medikamente noch durch Chirurgie treffend behandeln. Ohne seelische Gesundheit wird die westliche Kultur stets kränker, selbst wenn die technischen Mittel unbeschränkt scheinen. Allerdings auch dies nur bedingt – die Kosten der teuren Krankenhausmedizin stiegen exorbitant, kaum ein Staat wird sie sich, gerade in Zeiten der Bankenrettungen, in Zukunft leisten können.
Feststellungen, die Ivan Illich übrigens schon in den 7oiger Jahren getroffen hat, und die bei aktuellen Krisen der Gesundheitssysteme nun nicht mehr wegzuleugnen sind. Moderne Forschung versteht sich als Instrument einer Ideologie, die seit der Aufklärung das Göttliche aus dem Universum und der Natur vertreiben will. Daher die Blindheit der Wissenschaften Augenscheinlichem und vom gesunden Menschenverstand Begriffenem gegenüber. Parapsychologische Phänomene wie das Erspüren von Blicken, die auf einen gerichtet sind, Ahnungen zukünftiger Ereignisse, Telepathie usw. werden von den etablierten Wissenschaften strikt als Humbug ignoriert. Klarerweise kann es laut materialistischem Weltbild, in dem Geist bloß als chemischer Prozess des Gehirns betrachtet wird, so etwas wie Gedankenübertragung nicht geben. Bei radikalen Reduktionisten steht ja in Frage, ob so etwas wie Geist/Bewusstsein überhaupt existiert, oder das Gehirn unbestimmt vor sich hin funkt: Da erweist sich Sheldrake als so originell, die Mechanisten zu fragen, welche dieser Funken sie auf ihr mechanistisches Weltbild gebracht haben, bzw. wenn Materie oder gar der Mensch ohne selbstständiges Bewusstsein sei, wie die Hirnforscher dann zu ihren innovativen Ideenwelten gelangten… Spannend ebenfalls der Teil des Buchs, in dem Sheldrake die Evolution der Naturwissenschaften und deren mechanistische Verengung nachzeichnet. Die Hinfort-Erklärung des Bewusstseins aus der Natur im 17. Jahrhundert (nur bei Engeln, Gott und Mensch auffindbar) führte endlich zur gänzlichen Abschaffung geistiger Instanzen außerhalb des Sichtbaren und zur aktuellen Behauptung, der Menschengeist selbst sei durch ominöse Gehirnimpulse vorbestimmt. Dabei lassen sich weder Gedankenspuren noch Erinnerungen im Gehirn materiell festmachen: Sheldrake spricht von der Präsenz der von ihm in andern Büchern bereits erforschten Morphogenetischen Felder, welche für Erinnerung ebenso verantwortlich seien, wie für die biologische Evolution generell. Dem mechanistischen Glauben, über Gene ließe sich die Welt (wenigstens das Leben) entschlüsseln, erteilt er eine klare Absage: Taufliegen besitzen knapp weniger Gene als der Mensch… Seeigel und speziell Reis bei weitem mehr, und aus der Anordnung der Gensequenzen lässt sich keineswegs etwas über Vererbung oder die biologische Evolution ableiten, was gar die Optimistischsten unter den Gengläubigen zugeben müssten.
Philosophische Betrachtungen führen Sheldrake zu einem bekannt starken Bild: Üblicherweise glauben Materialisten den Geist auf ihr Gehirn beschränkt. Sie meinen, die Welt sei ein Abbild ihrer Gedanken und Projektionen. Damit behaupten sie indirekt, den Himmel im Kopf zu tragen – doch kein Mensch vermag dies – dazu ist der Himmel einfach zu weit. Wissenschaftliche Forschung nach verbindlichen Kriterien ist für Sheldrake eine unverzichtbare Errungenschaft der Menschheit. Umso unverständlicher ist ihm, dass Dogmen der Mechanisten ganze Forschungsgebiete ausschließen und vollständige Denkansätze tabuisieren. Sheldrake ist so durch und durch Forscher, dass er sich von diesen Tabus nicht aufhalten lässt, selbst wenn er immer wieder von der etablierten Wissenschaft als abschreckendes Beispiel vorgeführt wird. Seine Aussagen sind radikal und immens wichtig für die Zukunft der Menschheit – speziell wo es um die Themen seelische Gesundheit, die Zerstörung der Natur oder die Entdeckung neuer Energien geht…
Sheldrake lässt „Skepsis als Waffe“ nicht gelten, obzwar seit der Aufklärung Wissenschaftlern ein priesterähnlicher Status zuerkannt wird, aus dem heraus sie scheinbar objektiv die Welt betrachten und dem Laien erklären. Weder seien alle vorerst mysteriösen Phänomene automatisch eingebildete noch stehe die Priesterklasse der Forscher über den Dingen. Wissenschaftler sind auch nur Menschen und sogar sehr real von Forschungsgeldern oder gar Pharmakonzernen abhängig… und ihr Versuch die Welt als gottlos darzustellen hat in vielerlei Hinsicht nur neue Probleme geschaffen…
Ich erkenne eine enge Analogie zu Tabus in den Geistes- und Sprachwissenschaften, zur Literaturdogmatik, die aus der Absicht entstand, das Spirituelle in der Welt auszumerzen, sicherlich erstmals, um traditionelle christliche Dogmen zu brechen, aber letztlich um sich anstelle der alten Hierarchien selbst zu inthronisieren und eine absolutistische Verstandes- und Wissenschaftskultur zu erbauen. Deren Tragfähigkeit ist längst anzuzweifeln. Die vordergründige Nützlichkeit schlug ins Desaster um, denn erst eine von Wissenschaftlern und Atheisten entseelte Natur lässt sich trefflich als Ressource begreifen und rücksichtslos ausbeuten. Eine gleichgültige Welt, ohne Ethik und Mitgefühl, spielt den Neoliberalisten in die Hände, die aktuell die Pensionisten, Studenten und Angestellten mitten in Europa zugunsten der Banken und Millionäre ausquetschen. Wer will, mag dies alles aus dem Werk Sheldrakes herauslesen – dortselbst ist so viel geschrieben, dass ich es als unverzichtbares Werk der Wendezeit benennen mag: unbedingt lesenswert, wie alle seine Bücher…
Ein Sheldrake sicherlich gerecht werdendes Schlussstatement meinerseits: Die Seele schafft sich ihren Körper, nicht: der Körper hat eine Seele – wenn überhaupt…
Dieser Aufsatz von Manfred Stangl ist eine bearbeitete Rezension von Rupert Sheldrakes: „Der Wissenschaftswahn – warum der Materialismus ausgedient hat“, O.W. Barth Verlag, 2o13, ISBN: 978-3-426-2921o-5; erschienen in Pb. Nr. 2, Jahr: 2014 und im Buch: „Ganze Zeiten – Politik, Wissenschaft und Kunst in ganzheitlicher Schau“, Manfred Stangl, edition sonne&mond, 2021
Update 9. August 2025 – Interview mit Jimmy Gerum über die Zukunft des öffentlich -rechtlichen Rundfunks mit Alexandra Motschmann auf youtube.com
1. November 2024 – Ausschuss Kultur und Medien – Änderung WDR Gesetz / Reduzierung der Intendantengehälter Plädoyer für Meinungsvielfalt und Staatsferne – Mitbestimmung von Bürgern und Beitragszahlern.
Diskussionsbeiträge von Herrn Jimmy Gerum in Sachen ÖRR
8. Dezember 2023 – Leuchtturm-Botschaft / Jahresrückblick 2023
Wieder ein Jahr ohne Ergebnis gegen den tiefen Staat?
Bist du auch unzufrieden über vier Jahre Protest ohne zählbares Ergebnis?
Und über 60 Jahre Friedensbewegung seit Vietnam ohne zählbares Ergebnis? (Aktuell 22 Kriege und über 200 bewaffnete Konflikte auf Erden..)
Leuchtturm 1.0 bis 3.0 war auch erfolglos, deshalb haben wir im Sommer Leuchtturm 4.0 entwickelt. Es ist durchdacht und zielführend und KOSTENLOS, weil es in der ersten Stufe nur auf digitaler Kommunikation aufbaut und motivierend wirkt. Erst in der zweiten Stufe wirkt menschliche Dynamik und unser aller ethisches Bewusstsein. Lass uns gerne dazu zoomen oder telefonieren.
Lass uns die besinnlichen 12 Rauhnächte nutzen, um 2024 mit Herz und System eine wirkliche Wende zu planen. Eine gemeinsame Stimme entwickeln, einfach und ohne viel Ressourcenverbrauch.
Wir laden die Leitmedien nun zu über 200 Friedens- und Demokratie-Veranstaltungen jede Woche.
Unser Ziel im ersten Schritt sind tausende weltweit, dafür wächst unser Netzwerk täglich:
10. November 2023 – Seit 100 Wochen arbeitet der Gründer der Bürgerinitiative Leuchtturm ARD an seiner Vision, die Leitmedien mit einer gemeinsamen Stimme der Bevölkerung zu einer neuen journalistischen Ethik zu bewegen. Hier beschreibt er die bisherigen Erfolge.
Von Jimmy Gerum, Initiator von LeuchtturmARD.de
Seit 2014 recherchiere ich die globalen Interessen, inspiriert durch meinen Mentor Dr. Daniele Ganser. Wir müssen uns den Fakten stellen, dass jede Friedensbewegung seit Vietnam ins Leere gelaufen ist, 60 Jahre Versagen, nun weitere 4 Jahre des Versagens einer weltweiten Bewegung in der Corona-Krise. Kaum jemand reflektiert dieses Versagen. Ich habe Laura gesprochen, 90 Jahre alt, seit 60 Jahren in der Friedensbewegung, ich habe Reiner gesprochen, 40 Jahre in der Friedensbewegung, Erich, seit 13 Jahren aktiv. Niemand reflektiert sein Versagen. Jedes Jahrzehnt wurde der militärisch-industriell Komplex (MIK) mächtiger.
Aktuell haben wir 240 bewaffnete Konflikte auf Erden, der MIK steuert die Weltwirtschaft, die weltweite „war economy“. (Siehe Konfliktbarometer des Heidelberger Instituts für Konfliktforschung)
Die gute Nachricht ist jedoch: Die globalen Einzelinteressen haben einen Schwachpunkt: Die öffentliche Meinung von mündigen Menschen. Deshalb konzentriert sich unsere Bürgerinitiative seit zwei Jahren auf diesen Schwachpunkt und reflektiert dabei die Unreife und Unmündigkeit der Mehrheit der Menschen, die durch die globale Desinformation verursacht wurde. Ich will erklären, wie auch Leuchtturm ARD bereits dreimal gescheitert ist in zwei Jahren und sich jedes Mal wieder kreativ neu erfunden hat, um zu versuchen, die Menschheit ins Licht einer Welt zu führen, die ihre Konflikte ohne Gewalt lösen kann.
Leuchtturm ARD 1.0
Die öffentliche Meinung ist der Schwachpunkt des MIK, weil die Informationen durch ein weltweites Heer von Journalisten und Schulen und Universitäten manipuliert werden müssen, um die Dunkelheit aufrechterhalten zu können. Wissenschaft und Medien sind jedoch nicht Teil des MIK, sondern werden missbraucht, benutzt, indoktriniert. Und der schwächste Punkt der Vierten Gewalt, der Massenmedien, ist der mitteleuropäische öffentliche Rundfunk. Er wird VON UNS SELBST bezahlt und hätte dadurch rechtlich und faktisch die nötige Unabhängigkeit das Gesicht des MIK ins Licht zu zerren.
Der ÖRR könnte der erste Dominostein sein, wie in meiner 13min Grundsatzrede auf youtube formuliert: https://youtu.be/wf24mapvqHo , die Entschuldigung der TAGESSCHAU für „Jahrzehnte der dirigistischen Eingriffe“, (Zitat der originalen Entschuldigung des DDR Fernsehens 1989)!
Meine Idee bei Gründung von Leuchtturm ARD: Ein legaler Zahlungsstopp von GEZ/GIS/SERAFE ohne Risiko, das legale Widerspruchsverfahren das ca. 6-9 Monate dauert, wäre genug Zeit gewesen, um eine exponentielle Lawine auszulösen von ca. 1-2 Mio Haushalten, die dem ÖRR ein finanzielles Ausrufezeichen beschert hätten. Begleitet von einer Medienkampagne der freien Medien, dass der ÖRR seine Pflicht zur Ausgewogenheit und Staatsferne schwer verletzt. Dieser Weg scheiterte an der Trägheit und an der Ängstlichkeit von uns selbst, denn bei einer Umfrage stellte sich heraus, dass im Juli 2022 80% der Bewegung den Leuchtturm ARD kannten, aber nur 3% den Zahlungsstopp wagten, bis heute nur 50.000 Haushalte statt 1-2 Millionen.
Leuchtturm ARD 2.0
Da hatten wir eine Eingebung: Wenn wir nur wenige Menschen mit Mut sind, brauchen wir einen Weg, bei dem es ausreicht wenige Menschen zu sein. Die Mahnwachen begannen in 47 Städten gleichzeitig am 14. Juli 2022, dem 233. Jahrestag des Sturmes auf die Bastille. Wir wollten die Bastille der Neuzeit ohne Mistgabeln mit der Kraft des Inneren Friedens stürmen. Jede Woche standen wir durchschnittlich zu Zehnt eine Stunde vor den 50 Medienhäusern, warfen freundlich Dialoggesuche in die Briefkästen, vermieden die Vorwurfhaltung und suchten das respektvolle Gespräch auf Augenhöhe über die verschwiegenen Inhalte der freien Medien, die uns aufgeklärt hatten über wichtige Hintergründe der internationalen, gewalttätigen Konflikte.
Wir wollten 2.000 Montagsspaziergänge motivieren uns zu unterstützen und den Spaziergängen damit auch eine zielführende Richtung verleihen, ohne Aggressivität und Frust in ein konstruktives Gespräch zu kommen. Doch Müdigkeit, Ausgelaugtheit und der Zorn auf die Medien stand gegen uns, den Aktivisten waren Wut und Frust wichtiger, als ein versöhnlicher Dialog. Wir konnten nur wenige Städte gewinnen und stagnierten bei 70 Städte-Mahnwachen wöchentlich.
Jedoch wurden wir bereits nach 20 Wochen belohnt für unsere Ausdauer mit ersten Runden Tischen auf Programmdirektor-Ebene von NDR, BR und RBB und auch Zeitungsredaktionen. Diese Sondierungsgespräche schufen ein erstes zartes Vertrauen zwischen beiden Seiten, litten jedoch an zwei Faktoren: Erstens fehlte uns die gesellschaftliche Relevanz mit nur 70 x ca. 10 Menschen, und zweitens reichten die Arme der globalen Interessen bis in die Führungsebenen des ÖRR und diese pfiffen die gesprächswilligen Chef-Redakteure immer wieder zurück.
Leuchtturm ARD 3.0
Im Februar 2023 entwickelten wir die dritte Idee, um die nötige gesellschaftliche Relevanz und damit die nötige Aufmerksamkeit zu erreichen: Statt weitere Mahnwachen zu gründen, baten wir JEDEN Veranstalter die Leitmedien zu JEDER Veranstaltung der Friedens- und Wahrheitsbewegung einzuladen: Free Julian Assange, Demos, Vorträge jeden Themas, Podiumsdiskussionen, Online-Events.
Alle öffentlichen Veranstalter und Initiativen, deren kreative Inhalte für eine bessere Zukunft von den Leitmedien unterschlagen werden, sollten nun mithelfen die Gespräche über aufrichtigen Journalismus anzustoßen und die Vielfalt der Ideen der gesamten Bewegung sichtbar machen. In wenigen Wochen konnten wir uns verdoppeln auf über 150 Einladungsbriefe jede Woche und uns gelang die Einladung zu einer Rede im Bayerischen Landtag und der erste öffentliche Runde Tisch mit CSU, BR und unserer Bürgerinitiative. Die Nervosität der Leitmedien stieg. Videoaufnahmen des öffentlichen Gesprächs mit dem BR wurden untersagt. Es existieren nur Aufnahmen von schlechter Qualität. Aber wesentliche Dinge wurden angeschnitten, hier die veröffentlichte Pressemitteilung dazu auf apolut.net
Leuchtturm ARD 4.0
Doch auch die weitere Ausweitung der über 150 wöchentlichen Einladungen stagnierte. Noch immer konnten wir nicht die 2.000 Spaziergänge gewinnen für eine Beteiligung an diesem zielführenden Medien-Dialog, trotz umfangreicher Kommunikation über unsere Zwischenerfolge. Hauptgrund waren weiterhin die Emotionen, also der Zorn auf die Leit-Medien, die den Weg des Dialoges für die Meisten verhinderten.
Und der mangelnde Glaube stand uns im Weg, die in uns verankerten Glaubenssätze, dass uns die Macht fehlt, die Verhältnisse zu ändern. Die immerwährende Bedenkenträgerei. Auch viele führende Aktivisten versäumten ihren Einfluss geltend zu machen, diese Idee zu unterstützen. Betrunken von Eitelkeit oder betrunken von ihren Verdiensten, fehlte ihnen die Reflexion, dass ihr eigenes Tun seit Jahren nahezu ohne fruchtbares, zählbares Ergebnis verläuft, trotz aller Verdienste.
Wir „Leuchtturmbauer“ jedoch reflektierten zum dritten Mal unser bisheriges Versagen und entwickelten im August 2023 die nächste Idee der „Automatisierung und Erleichterung und Internationalisierung“ des fairen Medien-Dialoges für den Frieden und für aufrichtige Medien. Mithilfe eines simplen Web Tools, das die Einladung der lokalen Leitmedien zu jedem weltweiten Event in 10-15 min ermöglicht. Durch JEDEN beliebigen Menschen auf Erden: Nicht mehr nur die Veranstalter und Aktivisten selbst, nun ist JEDER von 8 Mrd. Menschen gefragt, 15 min zu investieren in ein Medien-Dialog-Angebot in seiner Heimatstadt oder auch weltweit in irgendeiner Stadt der Erde.
Ein grenzenloses Wachstumspotenzial eines friedlichen Dialoges auf Augenhöhe, für eine friedliche und wahrhaftig aufrichtige Welt, das uns evolutionär in das Bewusstsein bringen kann, dass wir alle zusammengehören in unserem Wunsch nach einem Zeitalter des Lichts, der Aufrichtigkeit und des Friedens. Sind wir bereit für diese Zeitenwende? Finden auseinanderdividierte Menschen endlich zueinander?
Reicht sich die Welt die Hände, um die Dunkelheit durch unsere unauslöschliche Kraft der Gemeinschaft zu erhellen?
Die Zukunft wird es zeigen, ob wir die Generationen sind, die 5.000 Jahre von Gier und Gewalt und Dunkelheit beenden dürfen. Oder ob wir zumindest den Keim setzen dürfen, der künftigen Generationen dieses Glück zuteilwerden lassen könnte.
Ergänzung 4. April 2024 – „Mitarbeiter von ARD, ZDF und Deutschlandradio haben „einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland“ gefordert. Um ihrem Begehren Nachdruck zu verleihen, haben sie am Mittwoch auf der Internetseite „meinungsvielfalt.jetzt“ ein Manifest und kritische Statements einer Reihe anonymer Medienschaffender veröffentlicht. Eine Reform soll mehr Meinungsvielfalt und die Öffnung des Debattenraums im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) bewirken“, berichtet das PRO Medienmagazin.
9. November 2023 – Eine eindrucksvolle Animation der ETH Zürich:Vor 115.000 Jahren war es annähernd so warm wie heute. Dann folgten 100.000 Jahre Eiszeit, bei der Südbayern und fast ganz Österreich von Eis bedeckt war. Vor rund 15.000 Jahren wurde es rasch wärmer, Mitteleuropa wurde weitgehend eisfrei die Gletscher starben wie die Fliegen – und jetzt erst dehnte sich die Adria allmählich bis zum heutigen Venedig aus. Seit rund 10.000 Jahren geht es nun einigermaßen gleichmäßig dahin – zumindest in Bezug auf die vorherigen massiven Temperatur-Einbrüche und Anstiege.
Im Makro-Bereich – wenn wir uns in Übergröße Details dieser jahrtausendelangen Entwicklung ansehen – sind diese Langzeit-Veränderungen kaum wahrnehmbar. Da wir allerdings eher so eine Makro-Lebenszeit haben, fallen uns die kleineren Schwankungen überdeutlich auf. Wir fokussieren sozusagen auf die Sekunde – während diese Animation die Jahrtausende abbildet.
‚Zahlenfreak‘ Oliver Lerch, von dem auch dieser Hinweis hier stammt, zeigte kürzlich etwas recht Interessantes: Er konzentrierte sich – anhand der Daten der Hohen Warte in Wien – auf die jüngste Vergangenheit, die uns Lebenszeit-technisch allerdings auch schon recht lang vorkommt: Dort werden seit 1775 – also 248 Jahre lang – die täglichen Temperaturen notiert.
Lerch wollte wissen, wieviele Tage mit Temperaturen über 30 Grad es pro Jahr gegeben hat. Und hier zeigte sich, dass es auch im Zeitraum von 248 Jahren ähnlich massive Schwankungen gab wie davor im großen Eiszeit-Maßstab.
Und sie zeigen sogar denselben Trend:
=> Seit ca. 40 Jahren gibt es einen starken Temperaturanstieg
=> Davor war es von 1880 bis 1980 rund 100 Jahre lang ziemlich kalt mit nur wenigen Hitzetagen pro Jahr
=> In den Jahrzehnten davor war es temperaturtechnisch jedoch ähnlich heiß wie heute
Oliver Lerch schreibt dazu:
„Wenn es um Tage mit mehr als 30 Grad in Wien geht, dann sehen wir eindeutig, dass es von ca. 1880 bis 1980 deutlich weniger waren als davor und danach.
DASS es in den letzten 40 bis 50 Jahren immer mehr wurden, steht außer Zweifel. Interessanter ist wohl das WARUM dazu – ich kann es nicht erklären und überlasse das gerne Fachleuten.
Was mich interessiert: Was war der Grund dafür vor 200 Jahren? Derselbe wie heutzutage kann es nicht sein, genauso wie dann die lange Phase mit deutlich kühleren Temperaturen dazwischen schwer zu erklären ist.“ Das ist in der Tat eine hoch interessante Frage.
Menschen hielten sich immer für den Angelpunkt der Welt. Und ja, wir haben uns die Erde untertan gemacht – mit allen möglichen schädlichen Konsequenzen, die auch das Klima betreffen. Wir befinden uns jedoch trotzdem in der absoluten Zwergenperspektive. Und wenn die Sonne einen kleinen Hundert-Jahr-Huster macht – so hat das wohl eine um Potenzen größere Auswirkung auf unsere Durchschnitts-Temperatur als alle Verkehr- und Industrie-Emissionen oder die Abgase der Massenhaltungs-Tiere.
Dass es höchste Zeit und unbedingt notwendig ist, diese schädlichen Emissionen zu reduzieren, steht für mich außer Frage. Die Energiewende ist aus vielerlei Gründen ein sinnvolles und erstrebenswertes Ziel – genauso wie die Wieder-Einbindung der Landwirtschaft in eine nachhaltig ökologische Ausrichtung. Das hat jedoch in erster Linie mit den erstrebenswerten Zielen einer für alle Menschen guten Lebensqualität, sowie mit Natur- und Umweltschutz zu tun. Wenn es zu den Klimazielen beiträgt, so ist das sicherlich ein Mehrwert. Ob wir das entscheidend beeinflussen können, ist jedoch ungewiss.
Die Absolutheit und Verbitterung, mit der die Klima-Diskussion geführt wird, erinnert mich an das seit einigen Jahren obligate Schwarz-Weiß Denken, bei dem keine Graustufen mehr mitgedacht und Zweifler sofort mit Ausschluss bedroht werden.
Ich will keinem Laissez-faire in der Klimafrage das Wort sprechen, sondern warne vor Absolutismus und der Gefahr einer weiteren Spaltung der Bevölkerung. Auffällig ist zudem, dass dieses Thema viele Jahre auf niedrigstem Niveau dahin getümpelt ist. Noch vor zehn Jahren wurde ich zu einem Workshop nach Island eingeladen, bei dem eine Gruppe von Klimaexperten verzweifelt um Aufmerksamkeit für diese Thematik warb und beklagte, dass die Medien davon nichts wissen wollen. Seit wenigen Jahren ist das ins absolute Gegenteil gekippt.
Die politische und mediale Gleichschaltung erfolgte, seit wichtige globale Player das phänomenale kommerzielle Potenzial des Klimawandels erkannten und die Großkonzerne – vom Offshore-Windpark über die E-Autos bis zum veganen Ersatz-Schnitzel – omnipräsent ihre Dienste anbieten.
Dass es in Richtung einer grünen Energiewende geht, ist grundsätzlich positiv. Allerdings braucht es noch immer den Zweifel – es braucht den Diskurs, es braucht objektive Berichterstattung mit Argument und Gegenargument. Und wenn jemand – egal ob eine Regierung, die EU oder die WHO – mit überschießenden Maßnahmen massiv in die Lebensweise der Leute eingreifen möchte, ist skeptisches Hinterfragen ebenso angebracht wie Widerstand.
Ergänzung 5. Dezember 2024 – Spekulationen über die eisfreie Arktis stürmen die Klimakatastrophen-Hitparade Anfang Dezember. „Arktis vielleicht schon 2027 eisfrei!“ so science.ORF.at (3.12.24) und alle anderen Leitmedien (z.B. Krone.at 5.12.24). ORF.at weiter: „Das Eis der Arktis schmilzt, und schon in wenigen Jahren könnte in der Nordpolregion ein kritischer Meilenstein bevorstehen: der erste eisfreie Tag. Laut neuen Modellrechnungen könnte es schon in zwei, drei Jahren dazu kommen. Probleme für das arktische Ökosystem und mehr Extremwetterereignisse weltweit wären die Folgen.“
Dem gläubigen Leser wird es bei diesen Berichten kalt über den Rücken laufen. Kritische Leser („Klimaleugner“) werden sich aber daran erinnern, dass es sich um aufgewärmten Schnee von gestern handelt. GEO.de am 6.6.2023 schürte bereits entsprechende Emotionen: „BESORGNISERREGEND: Arktis könnte schon in den 2030er Jahren im Sommer eisfrei sein“.
Zum Jahrhundertprojekt hat offensichtlich Spektrum.de (Spektrum der Wissenschaft) die eisfreie Arktis erhoben. Schon am 2.2.2007 zitiert das renommierte Blatt einen IPCC-Report: „Bis zur eisfreien Arktis ist es nur eine Frage der Zeit“; und am 14.9.2012 schrieb das Magazin: ARKTIS: Die Folgen der Eisfreiheit. Und nicht zuletzt am 10.3.2024: EISFREIE ARKTIS: Polare Zeitenwende wohl schon im nächsten Jahrzehnt.
ethos.at kommentiert: Ein geradezu absurder Spekulations-Wettbewerb über die bedrohlichste Bedrohung und wann diese Bedrohung eintreten könnte. Kleine Randnotiz (gefunden auf ORF.at), die zum Verständnis der Klimapanik nicht ganz nebensächlich ist: „in der Wissenschaft gilt die Arktis als eisfrei, sobald die Eisfläche weniger als eine Million Quadratkilometer umfasst.“ Umgelegt auf Europa ist das die Fläche von Deutschland, Frankreich und den Beneluxstaaten zusammen genommen.
9. November 2023 – Die Regierung geht bei der Missachtung der Grundrechte mit schlechtem Beispiel voran, die Parteien haben nicht das geringste Interesse an einem Grundwerte-Dialog (Parteien lehnen Ethik ab!), die Herrschaften dieses Landes finden keine Antworten auf den moralischen Verfall der Gesellschaft. Das liegt in der Logik der politischen Inszenierungen unserer Zeit, denn wenn man keine Antworten sucht, wird man sie nicht finden. Statt Über Möglichkeiten der Prävention nachzudenken werden lediglich die Strafen verschärft.
Verschärfung des Verbotsgesetz
„Die Regierung hat sich auf die Reform des Verbotsgesetzes verständigt. Gegenüber dem Begutachtungsentwurf gibt es vor allem die Änderung, dass die Strafen etwa beim Tragen von NS-Symbolen, aber auch von Zeichen der islamistischen Hamas und der rechtsextremen Identitären drastisch erhöht wurden. Die Bußen werden von 4000 auf 10.000 Euro und im Wiederholungsfall auf 20.000 Euro aufgestockt. Unverändert bleibt, dass auch das Veröffentlichen verbotener Inhalte vom Ausland aus strafbar wird und dass im öffentlichen Dienst der Job nach einer Verurteilung gemäß Verbotsgesetz verloren geht. Weiters wird klargestellt, dass jede Verharmlosung der nationalsozialistischen Gräuel strafbar ist. Bisher war nur eine „gröbliche“ Verharmlosung vom Gesetz umfasst“, berichtet kleinezeitung.at (8.11.23)
Clemens J. Setz erhält den Österreichischen Buchpreis 2023
7. November 2023 – Clemens J. Setz wurde (am 6.11.23 im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz) für sein Buch „Monde vor der Landung“ (Suhrkamp Verlag) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet, der mit 20.000 Euro dotiert ist. Der Debütpreis (10.000 Euro) ging an Arad Dabiri für den Titel „Drama“ (Septime Verlag). Die Verleihung fand zum Auftakt der Buch Wien-Woche vor rund 200 geladenen Gästen im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz statt. Durch den Abend führten Dorothee Hartinger und Philipp Hauß gemeinsam mit den Studierenden des zweiten Jahrgangs Schauspiel der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch SarahBernhardt.
Die Shortlist 2023 – Folgende Titel waren nominiert:
Susanne Gregor – Wir werden fliegen (Frankfurter Verlagsanstalt)
Wolf Haas – Eigentum (Carl Hanser Verlag)
Maja Haderlap – Nachtfrauen (Suhrkamp Verlag)
Bodo Hell – Begabte Bäume (Literaturverlag Droschl)
Karin Peschka – Dschomba (Otto Müller Verlag Salzburg)
Teresa Präauer – Kochen im falschen Jahrhundert (Wallstein Verlag)
Clemens J. Setz – Monde vor der Landung (Suhrkamp Verlag)
Christina Walker – Kleine Schule des Fliegens (Braumüller Verlag)
Österreichischer Buchpreis und Debütpreis: Insgesamt 137 Titel von 59 Verlagen eingereicht
Im achten Jahr des Bestehens des Preises reichten 55 Verlage 116 Titel für den Österreichischen Buchpreis ein, für den Debütpreis haben sich 18 Verlage mit 21 Erstlingstiteln beworben. Insgesamt sind damit 137 Werke, die zwischen 10. Oktober 2022 und 10. Oktober 2023 erschienen sind bzw. noch erscheinen werden, im Rennen.
Unter den 137 eingereichten Titeln aus den Bereichen Belletristik, Lyrik, Drama und Essay stammen 35 Verlage aus Österreich, 23 aus Deutschland und einer aus der Schweiz.
Literaturabend des Kulturvereins Anima Incognita am 18. Oktober 2023 in Wien
Organisation: Diana Wiedra
Vorab ein paar historische Fakten (Quelle: bundeskriminalamt.at); Interpol ist die Kurzbezeichnung für International Criminal Police Organization (ICPO). Sie wurde 1923 in Wien gegründet und ist heute eine weltweite kriminalpolizeiliche Organisation mit derzeit 194 Mitgliedstaaten und Sitz in Frankreich. Weiters betreibt Interpol sechs Regionalbüros von Argentinien bisSimbabwe und Repräsentanzen bei den Vereinten Nationen in New York und der Europäischen Union in Brüssel. Über Interpol werden weltweite Fahndungen nach Personen und Gegenständen gesteuert. Darüber hinaus gibt es noch Sonderausschreibungen vom Interpol-UNO-Sicherheitsrat.
Zurück zur Literatur! Werden die Autorinnen und Autoren ihre Kriminalgeschichten aus Sicht der Verteidigung oder aus Sicht der Anklage schildern? Jedenfalls wird sie, wenn sie als Kronzeugen ihres Falles hier aussagen, erstmals ein „Gerichtszeichner„ mit seinem scharfen Auge beobachten, und zwar:
ERICH TIEFENBACH
Er ist in Steyr geboren, studierte Kunstgeschichte in Wien, Psychologie in Graz und verzeichnet in seiner Biografie auch „Feldforschung in der Lokalszene“. Seit 1992 ist er freischaffender Künstler, der auch als Auftragsgrafiker und Karikaturist arbeitet. Heute ist sein erster offizieller Einsatz bei Anima Incognita, incognito war Erich schon bei unserer letzten Veranstaltung dabei.
GÜNTHER ZÄUNER / ELISABETH ZÄUNER
Elisabeth war seit 1982 mit der Krimi-Legende Günther Zäunerverheiratet. Günther ist leider vor zwei Monaten nach kurzer, schwerer Krankheit von uns gegangen. Elisabeth wird daher aus seinen Werken lesen. Günther Zäuner hat über 30 Krimis publiziert, in denen sein Alter Ego, der Journalist Kokoschansky jeweils die zentrale Rolle bei der Aufklärung der Fälle spielt. Dazu kommen zahlreiche Kurzkrimis und Sachbücher.
Geboren: 20.12.1956 in Kollerschlag, Oberösterreich , war von 1978 bis ca 1995 Werbetexter in Wien und Düsseldorf . 1986 gründet er gemeinsam mit 2 Brüdern Werkstatt Kollerschlag, die sich mit der Entwicklung und Realisation von Kunstprojekten vorwiegend im Öffentlichen Raum beschäftigt. Seit mehreren Jahren schreibt er Krimis, deren Corporate Identity – wie der Werbetexter sagen würde – in einem Wort zum Ausdruck kommt: Veltliner. Zuletzt erschienen: Veltliner Sturm.
Diplomkaufmann, 1942 in Wien geboren, Studien in Wien (Betriebswirtschaft und Orgel).
Lebt seit 1972 in Maria Enzersdorf. Mitglied mehrerer Literaturvereinigungen, schreibt Musikernovellen, Kriminalromane,teils heitere, teils skurrile Essays und – bald wieder aktuell – Weihnachtsgeschichten.
Geboren 1983, Studium in Wien Abschluss Mag.phil 1987, Philosoph mit „Lizenz zum Moralisieren“, veröffentlichte den Kunstkrimi „Das Testament des Damien First“ erstmals 2012 als Kunstbuch in limitierter Auflage (10 Stück) mit Original-Grafiken von Ernst Zdrahal, 2013 in der Edition Liaunigg als Hardcover und 2014 als Taschenbuch bei BoD.
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.