Regina Rusz, Leiterin der Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten im BMeiA
Stella Asiimwe, Kuratorin
Nabukenya Allen (Njola), Künstlerin
In der neuen Installation Kiteezi der ugandischen Künstlerin Nabukenya Allen (Künstlername Njola) wird Müll zur Sprache der Erneuerung. Ausgangspunkt dafür ist ein verheerender Erdrutsch auf der Kiteezi-Deponie, der wichtigsten Abfallentsorgungsanlage der Stadt Kampala.
+ Das Finale des Der Eurovision Song Contest findet am 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle statt.
25 Länder sind beim Finale des Eurovision Song Contest mit dabei:
Fix qualifiziert: Österreich + Deutschland + Frankreich + Italien + Großbritannien
Im ersten Halbfinale qualifiziert: Moldawien + Schweden + Kroatien + Finnland + Israel + Litauen + Serbien + Polen + Belgien + Griechenland
Im zweiten Halbfinale qualifiziert: Nowegen + Albanien + Malta + Zypern + Australien + Ukraine + Dänemark + Rumänien + Bulgarien +Tschechien
Update 17.5.2026: Bulgarien gewinnt den Songcontest 2026. Über „die Schande von Wien“ schrieb oe24: „Cosmó fährt beim Song Contest Heimspiel das nächste Debakel ein.“ Mit 6 Punkten kam er auf Platz 24, Deutschland überholte uns knapp und belegt mit 12 Punkten Platz 23. Letzter wurde England.
In Memoriam Schmetterlinge – Boom Boom Boomerang – Eurovision 1977 Austria
+ Opening Ceremony des Eurovision Song Contest 2026 aus dem Eurovision Village am Wiener Rathausplatz am 10. Mai 2026
(ORF.at via APA OTS 9.5.2026) – Die große „Opening Ceremony“ ist der spektakuläre Auftakt des Eurovision Song Contest. Sie findet am Sonntag, dem 10. Mai 2026, am Wiener Rathausplatz – und ab 16.55 Uhr in „Welcome to Vienna – Das ESC Opening“ live in ORF 1 und auf ORF ON – statt.
Am „Turquoise Carpet“ ziehen alle 35 Delegationen vom Burgtheater Richtung Rathaus – empfangen von bis zu 15.000 Fans und zahlreichen Medienvertreterinnen und Medienvertretern aus aller Welt. Fanny Stapf und Max Bauer führen im ORF-Glasstudio durch die Sendung, während Philipp Maschl und Tina Ritschl Stimmen und Eindrücke von Acts und Publikum einfangen. Für einen festlichen Empfang sorgt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Christian Kolonovits u. a. mit Arrangements der österreichischen ESC-Gewinnersongs. Die Woodstock Allstar Band heißt jede Delegation mit einem musikalischen Zitat aus ihrem Land willkommen, bevor die Delegationen im Wiener Rathaus offiziell begrüßt werden. Die „Opening Ceremony“ markiert nicht nur für die diesjährigen Teilnehmer:innen den Start in die ESC-Woche, sondern ist auch gleichzeitig die Eröffnung des Eurovision Village für die Fans am Wiener Rathausplatz. Für das ORF-Publikum läutet die Sendung „Welcome to Vienna – Das ESC Opening“ die mehr als 100 Stunden Live-Programm aus dem ORF-Glasstudio am Wiener Rathausplatz ein, aus dem sich ORF 1, ORF 2, ORF III, Ö1, Ö3, FM4, ORF Wien und ORF Niederösterreich melden. Fotos der Veranstaltung stehen im Laufe des Sonntagabends unter diesem Link zur Verfügung: https://www.picdrop.com/orf/peVudE9ADQ
Das Programm im Eurovision Village am 10. Mai
Am Sonntag, dem 10. Mai, wird die ESC-Show-Woche 2026 mit der „Opening Ceremony“ (Einlass 14.00 Uhr, ab 16.55 Uhr live in ORF 1) im Eurovision Village am Wiener Rathausplatz offiziell eröffnet. Eingestimmt darauf wird im Eurovision Village bereits ab 14.00 Uhr u. a. mit „The Great ESC Singalong“ mit Monika Ballwein & The Voices of Volunteers sowie Ö3-Moderatorin Sylvia Graf mit ihrem Stage-DJ Manuel Winkler. Gegen 16.00 Uhr gibt Österreichs ESC-Star COSMÓ eine Dance Lesson, um mit allen gemeinsam den „Tanzschein“ zu machen. Anschließend an die Eröffnungsfeier sorgen ab ca. 19.00 Uhr Österreichs ehemaliger ESC-Teilnehmer Eric Papilaya & The Good Vibe Tribe sowie Eurodance-Legende Haddaway für gute Stimmung, gefolgt von einem Public Viewing von „Udo Jürgens: Das letzte Konzert – Zürich 2014“ (ca. 21.30 Uhr). Im Eurovision Village gilt am 10. Mai und auch am Finaltag, dem 16. Mai, eine strenge No-Bag-Policy. Taschen, Rucksäcke, Bauchtaschen und Handtaschen sind ausnahmslos verboten. Erlaubt sind ausschließlich kleine persönliche Gegenstände wie Geldbörse, Handy und Schlüssel sowie transparente Behältnisse im Format von maximal A6.
Von Sonntag, 10. Mai, bis Sonntag, 17. Mai in den frühen Morgenstunden, erstrahlt der Wiener Rathausplatz in den Farben des Eurovision Song Contest. Mitten im Herzen der Stadt begrüßt das Eurovision Village Fans aus aller Welt und verwandelt die Innenstadt in eine internationale Festivalzone.
Die Veranstalter stellen der Propagandashow des Songcontest eine alternative musikalische Protestaktion entgegen. Ihre Stellungnahme im Wortlaut:
Am Nakba-Tag singen und spielen internationale Bands und Musiker:innen und Aktivist:innen, für die Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung der Palästinenser:innen. Täglich werden im Gazastreifen Palästinenser/innen getötet, lebenswichtige Hilfsgüter inmitten der Zerstörung zurückgehalten und renommierte Hilfsorganisationen verboten. Gleichzeitig eskaliert die Gewalt der Besatzer im Westjordanland und Jerusalem. Trotzdem wird Israel im Rahmen des Songcontests eine Bühne geboten, als gäbe es keinen Aushungerung, keine ethnische Säuberung, keine Besatzung.
Kunst als Widerstand
Der Eurovision Song Contest wird so zum Teil eines Propaganda-Apparats, durch den der Völkermord normalisiert wird. Kunst und Kultur sind nicht unpolitisch – sie können auch dem Widerstand dienen. Wie die internationale Boykott-Bewegung zum Fall der Apartheid in Südafrika beitrug, bedarf es heute des Boykotts Israels – auch in der Kunst.
Bereits fünf europäische Länder – Spanien, Irland, Slowenien, Island und die Niederlande – boykottieren den Songcontest. ESC-Trophäen werden aus Protest zurückgegeben. Dies demonstriert die Wirksamkeit von Zivilcourage.
Während der ESC Russland vom Wettbewerb ausschloss, zählt das Völkerrecht im Falle Israels offenbar nicht.
Das lassen wir nicht einfach so stehen.
Am 15. Mai, dem Gedenktag der ethnischen Säuberung Palästinas (Nakba), die 1948 zur gewaltsamen Vertreibung von 750.000 Palästinenser/innen führte – findet unsere Solidaritätsveranstaltung statt. Mit lauten Stimmen bringen wir eine Alternative auf die Bühne. Internationale Künstler/innen und Aktivist/innen kommen zusammen, um für Gerechtigkeit einzustehen und der Nakba zu gedenken.
Der Song-Protest demonstriert: Kultur muss nicht der Propaganda dienen, sondern kann zum Widerstand gegen systematische Ungerechtigkeit beitragen.
ANMERKUNG ethos.at: „Israel vom Song Contest ausschließen! Keine Bühne für den Völkermord!“ Diese Forderung der Veranstalter trifft die falschen. „Israel“ ist ein Staat, dessen Staatsorgane zahlreiche falsche politische Entscheidungen zu verantworten haben – vor den zuständigen Organen UNO, Menschenrechtsgerichte ua. „Eine UN-Kommission wirft Israel Völkermord im Gazastreifen vor – die Verantwortung dafür trage die höchste politische Ebene“, berichtet tagesschau.de (16.9.2025). „Israel“ ist auch die Summe aller Menschen, die in diesem Land leben; egal, ob sie für oder gegen die herrschende Politik sind. Falsch ist es jedenfalls, Kulturschaffende eines Landes aufgrund der Politik dieses Landes von internationalen Events auszuschließen! Das gilt für Musiker aller Länder bei Veranstaltungen aller Länder, ebenso wie Künstler auf Biennalen.
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