Philosophische Praxis

Gastprofessur Ethik UNI Wien Absage

Immanuel Kant: Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen? Was soll ich tun?

Hubert Thurnhofer: Wie geht es weiter? Und: wann kehren wir um?

Kontakt: hubert at ethos at

Mag. Hubert Thurnhofer (HTH), Mitglied der Gesellschaft für angewandte Philosophie, eröffnet am 26. Oktober 2022 seine philosophische Praxis (Langenwang, Steiermark). Neben langjähriger Tätigkeit als Kommunikationsberater und als Galerist, hat er bislang acht Bücher geschrieben, zuletzt „Moral 4.0“ und „Baustelle Parlament“. Dazu kommen hunderte Artikel zu den Themenbereichen Ethik, Bildung, Kultur, Politik und Wirtschaft.

15. September2023 – Sehr geehrter Herr Magister Thurnhofer,

für Ihre Bewerbung zur ausgeschriebenen Stelle einer „Professur für Ethik in Schule und Gesellschaft“ möchten wir uns sehr herzlich bedanken. Die Kommission hat nach eingehenden Beratungen unter Einbeziehung der Gutachten einen Besetzungsvorschlag erarbeitet.

Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihre Bewerbung nicht in die engere Wahl gekommen ist.

Kommentar HTH: Sapere Aude! Dieser Leitspruch der Aufklärung ist an Österreichs UNIs nicht erwünscht. Man wird in Österreich wohl keinen Philosophen finden, der mehr über Ethik und Moral publiziert hat, als HTH – nicht erst seit dem Launch der Webseite ethos.at. Seit 2008 erschienen dutzende Beiträge zur Wirtschaftsethik, 2017 erschien das Buch Moral 4.0.

Leistungen und Services der philosophischen Praxis von HTH:

– Beratung und Betreuung bei Unternehmensübergaben und Nachfolgeregelungen (Rund 42.000 UnternehmerInnen in Österreich werden in den kommenden fünf Jahren ihren Betrieb übergeben. Philosophische Begleitung dieses sensiblen Prozesses kann über den Erfolg einer Übergabe entscheiden.) Start-up und Unternehmensentwicklung (Die Produktion von Ideen und ihre Integration in ökonomische Prozesse.)

– Mediation, Moderation, Coaching, Kommunikation

SIEHE AUCH: Anforderungsprofil für Aufsichtsräte: 1. Ethik

– Ethik für Politiker aller Parteien

– Seminar- und Workshop-Leitung / Bildung- und Weiterbildung / Chief Philosophy Officer

– Ghostwriting, Rezensionen, Lektorat +++ Bücher, Artikel +++ Kommentar, Analyse, Kritik

– Keynote Speaker / Vorträge zu den Themenbereichen: Wirtschaft, Wirtschaftsethik, Ethik, Philosophie, Politik (insbesondere Demokratie, Verfassung), Technik-Philosophie, Moral-Philosophie, Rechts-Philosophie, Wissenschaftstheorie u.a.

– Vorlesungen/Seminare über philosophische Themen, u.a.:

Günther Anders, Die Antiquiertheit des Menschen / Karl Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde / Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung / Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften / Egon Friedell, Kulturgeschichte der Neuzeit  / Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse / Karl Marx, Das Kapital / Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Zielgruppen:

Parteien, Organisationen (NGOs), Unternehmen und Unternehmer

Methoden

Einzelgespräche in der Praxis (Langenwang, Steiermark) oder Gruppengespräche direkt in Organisationen oder Unternehmen

Kontakt: hubert at ethos at

SIEHE AUCH: Alfred Pfabigan, Philosophie hilft!

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Inflation der Volksbegehren

Update 21. Juni 2023: DerStandard.at stellt die Frage: „Geschäft oder Anliegen?“ Der Artikel gibt zwar keine Antwort auf die Frage „Was hinter der Flut an Volksbegehren steckt“, beleuchtet aber ein paar Player wie die „Initiative Gemeinsam Entscheiden“ (IGE), an der u.a. der Anwalt Marcus Hohenecker beteiligt ist.

Update 4. April 2023: Nächste Eintragungswoche ist von 17. bis 24. April 2023. Details auf ethos.at

22. September 2022 – Das erste Volksbegehren der 2. Republik war 1964 das so genannte Rundfunkvolksbegehren. „Ziel des Volksbegehrens war, den Österreichischen Rundfunk durch ein Gesetz aus der Tagespolitik und den jeweils herrschenden politischen Verhältnissen herauszuhalten, und ihn damit zu einem unabhängigen Medium zu machen“, berichtet Wikipedia. Der Effekt schon damals: Null komma Josef. Fünf Jahre später folgten zwei weitere Volksbegehren: „Schrittweise Einführung der 40-Stunden-Woche“ und „Abschaffung der 13. Schulstufe“. Die Ergebnisse dieser Begehren kann man durchaus als nachhaltig bezeichnen.

Bis Ende des vorigen Jahrhunderts wurden genau 24 Volksbegehren in Österreich durchgeführt. Allein seit Jänner 2022 wurde 40 (!) neue Volksbegehren angemeldet (Stand 22.9.22) – man kann von einer richtigen Inflation der Volksbegehren sprechen. Ob ein direkter Zusammenhang mit der aktuellen Geldentwertung besteht, werden Historiker vielleicht einmal untersuchen.

Ergänzung 23.2.23: Der Artikel hat offenbar einen Witzbold inspiriert, der am 15.11.22 das „Volksbegehren ‚Sinnloses Volksbegehren'“ einbegracht hat. Wortlaut: „Volksbegehren sind ein zahnloses demokratisches Instrument, das Bürgerbeteiligung vortäuscht, aber nichts ändert. Erfolgreiche Begehren werden kurz im Parlament diskutiert und wandern dann in den Papierkorb. Wenn die Politik unsere Zeit verschwendet, verschwenden wir ihre – Auge um Auge! Der Nationalrat wolle sinnlos über dieses Volksbegehren diskutieren und ein Gesetz beschließen, wonach das Nationalratspräsidium alle zu behandelnden Volksbegehren künftig ’sinnlose Volksbegehren‘ nennen muss.“ (registriert seit 15. November 2022)

Details siehe wikipedia: Liste der Volksbegehren

Derzeit können für folgende beim BMI registrierte Volksbegehren Unterstützungserklärungen abgegeben werden:

1 Freiraumvolksbegehren ( 98,6 KB) (registriert seit 5. Februar 2021)

2 Staatsbürgerschaft für Folteropfer ( 210,3 KB) (registriert seit 2. März 2021)

3 Lieferkettengesetz Volksbegehren ( 102,9 KB) (registriert seit 19. März 2021)

4 ECHTE Demokratie – Volksbegehren ( 55,9 KB) (registriert seit 1. April 2021)

5 Beibehaltung Sommerzeit ( 274,5 KB) (registriert seit 12. April 2021)

6 anti-gendern Volksbegehren ( 72,9 KB) (registriert seit 15. April 2021)

7 Untersuchungsausschüsse live übertragen ( 54,8 KB) (registriert seit 22. April 2021)

8 Lebensmittelrettung statt Lebensmittelverschwendung ( 52,7 KB) (registriert seit 28. April 2021)

9 Letzte Hilfe ( 50 KB) (registriert seit 17. Mai 2021)

10 KURZ MUSS WEG ( 37 KB) (registriert seit 18. Juni 2021)

11 Unabhängige JUSTIZ sichern ( 36,7 KB) (registriert seit 29. Juni 2021)

12 Asylstraftäter sofort abschieben ( 102 KB) (registriert seit 14. Juli 2021)

13 Verbot für Kinder-Instagram ( 43 KB) (registriert seit 19. Juli 2021)

14 Umsetzung der Lebensmittelherkunftskennzeichnung! ( 34 KB) (registriert seit 29. Juli 2021)

15 Rettung unserer Sparbücher ( 55,6 KB) (registriert seit 15. November 2021)

16 Wir fordern Coronaimpfstoffalternativen! ( 37,4 KB) (registriert seit 23. November 2021)

17 NEHAMMER MUSS WEG ( 60,1 KB) (registriert seit 14. Jänner 2022)

18 COVID-Strafen-Rückzahlungsvolksbegehren ( 51,1 KB) (registriert seit 14. Jänner 2022)

19 Das Intensivbettenkapazitätserweiterungs-Volksbegehren ( 72,9 KB) (registriert seit 20. Jänner 2022)

20 Gerechtigkeit den Pflegekräften! ( 50,4 KB) (registriert seit 20. Jänner 2022)

1 Cannabis legalisieren! ( 49,4 KB) (registriert seit 20. Jänner 2022)

2 Keine Impfpflicht Minderjähriger ( 39,6 KB) (registriert seit 28. Jänner 2022)

3 Nein zu Atomkraft-Greenwashing ( 31,3 KB) (registriert seit 1. Februar 2022)

4 Verfassungsgerichtshof: EILVERFAHREN – jetzt! ( 36,7 KB) (registriert seit 1. Februar 2022)

5 Tägliche Turnstunde ( 35,1 KB) (registriert seit 1. Februar 2022)

6 Essen nicht wegwerfen! ( 33,3 KB) (registriert seit 7. Februar 2022)

7 VolksABSTIMMUNG zur IMPFPFLICHT ( 42,4 KB) (registriert seit 7. Februar 2022)

8 GIS Gebühren JA ( 32,6 KB) (registriert seit 7. Februar 2022)

9 GIS Gebühren NEIN ( 33,1 KB) (registriert seit 7. Februar 2022)

30 Glyphosat verbieten! ( 52,5 KB) (registriert seit 11. Februar 2022)

1 KEINE 2G-KLASSENGESELLSCHAFT ( 42 KB) (registriert seit 23. Februar 2022)

2 Impfpflichtgesetz abschaffen – Volksbegehren ( 44,6 KB) (registriert seit 23. Februar 2022)

3 BELLEN MUSS WEG ( 147,5 KB) (registriert seit 10. März 2022)

4 Digitalisierungs-Volksbegehren ( 40,3 KB) (registriert seit 10. März 2022)

5 Frieden durch Neutralität ( 105,1 KB) (registriert seit 24. März 2022)

6 Kein NATO-Beitritt ( 34,1 KB) (registriert seit 24. März 2022)

7 Kein WHO/EU-Gesundheitsdiktat! ( 36,2 KB) (registriert seit 24. März 2022)

8 NEUTRALITÄT Österreichs JA ( 35,7 KB) (registriert seit 4. April 2022)

9 NEUTRALITÄT Österreichs NEIN ( 37,3 KB) (registriert seit 4. April 2022)

40 FRIEDENSVOLKSBEGEHREN ( 43,2 KB) (registriert seit 11. April 2022)

1 Keine militärische Aufrüstung! ( 36,6 KB) (registriert seit 11. April 2022)

2 Verfassungsrichter – Volksbegehren ( 77,7 KB) (registriert seit 26. April 2022)

3 BRUNO KREISKY – Neutralitätsvolksbegehren ( 39,1 KB) (registriert seit 26. April 2022)

4 Wissenschaft statt Blindflug ( 39,5 KB) (registriert seit 29. April 2022)

5 Energieabgaben streichen – Volksbegehren ( 44,1 KB) (registriert seit 23. Mai 2022)

6 Parteienförderungen abschaffen ( 39,7 KB) (registriert seit 1. Juni 2022)

7 Energiepreisexplosion jetzt stoppen! ( 35,7 KB) (registriert seit 14. Juni 2022)

8 Österreichs EU-Austritt ( 136,8 KB) (registriert seit 14. Juni 2022)

9 SELBSTHILFEGRUPPEN: Basisfinanzierung! Patientenbeteiligung! ( 38,4 KB) (registriert seit 14. Juni 2022)

50 BARGELD-Zahlung: Obergrenze JA! ( 38,1 KB) (registriert seit 14. Juni 2022)

1 BARGELD-Zahlung: Obergrenze NEIN! ( 36 KB) (registriert seit 14. Juni 2022)

2 Leistbare Lebensmittel garantieren ( 34,9 KB) (registriert seit 14. Juni 2022)

3 Bundespräsidentenwahl: faires Wahlrecht ( 81,1 KB) (registriert seit 26. Juni 2022)

4 BIST DU GESCHEIT ( 35,5 KB) (registriert seit 29. Juli 2022)

5 NATO Beitritt Österreichs ( 34,3 KB) (registriert seit 3. August 2022)

6 Raus aus WHO ( 43,8 KB) (registriert seit 12. August 2022)

7 ANTI-EU-VOLKSBEGEHREN ( 45,8 KB) (registriert seit 16. September 2022)

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Volksbegehren für Bargeld

Update 18. Jänner 2024 – “ Es ist keine große Überraschung mehr, aber der jüngste Beschluss zwischen Unterhändlern des EU-Parlaments und den EU-Staaten bringt neue Regeln für Bargeldzahlungen nun endgültig auf Schiene, auch wenn beide Seiten dann noch formal zustimmen müssen. Ein Herzstück dieser neuen EU-weiten Vorschriften gegen Geldwäsche: Barzahlungen in Höhe von mehr als 10.000 Euro werden in der EU künftig verboten. Die neue Verordnung soll frühestens ab Mitte 2026 gelten, berichtet kleinezeitung.at (18.1.24) und erläutert auch, dass diese Grenze nur im B2B-Geschäft gelte. Mehr als 10.000 privat zu verschenken ist somit auch künftig legal.

Update 27. September 2022: Das Volksbegehren „FÜR UNEINGESCHRÄNKTE BARGELDZAHLUNG“ hat 530.938 Unterschriften erhalten und war somit eines der erfolgreichsten im Jahr 2022.

Das Volksbegehren FÜR UNEINGESCHRÄNKTE BARGELDZAHLUNG hat folgenden Wortlaut:

„Der Gesetzgeber möge bundesverfassungsgesetzliche Maßnahmen treffen, um die Beibehaltung des uneingeschränkten Bargeldzahlungsverkehrs zu verankern. Das Bargeld ist im vollen Umfang als Zahlungsmittel und Vermögensform zu schützen, ohne Obergrenzen. Nur eine Verankerung des Bargeldes in der Bundesverfassung, gewährt die Freiheit und die Verfügbarkeit privaten Vermögens und ist als Grundrecht abzusichern.“

Apropos: Spenden an ethos.at sind herzlichst willkommen!

Die Bevollmächtigten des Volksbegehrens sind Sabine Hatzl und Josef Binder, der im Interview mit Petra Führich die Zielsetzungen des Volksbegehrens erläutert.

In der ausführlichen Begründung des Volksbegehrens werden die Vorteile aufgelistet. Die Quintessenz ist der Slogan: „Bargeld ist gedruckte Freiheit!“ Bezahlen mit Bargeld hat laut Initiatoren des Volksbegehrens erhebliche Vorteile:

• Es funktioniert auf der ganzen Welt, immer, ohne Strom und Netzanbindung.

• Es verhindert Altersdiskriminierung bzw. Benachteiligung von Menschen die mit der digitalen Welt nicht firm sind.

• Es lehrt Kindern den Umgang mit Geld und dessen Wertigkeit wie auch das Haushalten mit Taschengeld.

• Es verhindert durch Anonymität das Darstellen und Auswerten von Konsumverhalten, Bewegungsmustern, Freizeitgewohnheiten und die damit verbundene Katalogisierung des Bürgers.

• Es ermöglicht die Verwahrung von Vermögen physisch zuhause oder in einem Schließfach.

• Es ist die billigste Zahlungsform ohne Gebühren und Nebenkosten für den Nutzer. Digitale Zahlung einschließlich des Erhalts des Bezahlsystems dagegen sind teuer, umweltschädlich sowie energieaufwendig. Studien zufolge erzeugen die Rechner weltweit 2,5 mal so viel CO2 wie der Autoverkehr.

• Das physiche Bargeld erleichtert es, in keine Schuldenfalle zu geraten. „Was ich nicht im Börserl hab, kann ich nicht ausgeben”

• Es ist immun gegen Hackerangriffe und/oder Black-Out’s.

• Es ermöglicht bei Dienstleistungen, insbesondere im Gastgewerbe, aber auch beim Gesundheitspersonal (physikalische Therapie) in einfacher Weise Anerkennung zukommen zu lassen. Eine digitale Zahlung verkompliziert oder verunmöglicht es sogar.

• Es schützt unsere Privatsphäre!

• Es unterstützt grundsätzlich die heimische, lokale Wirtschaft. Lieferungen von weltweiten Konzernen ohne Steuerleistung in Österreich erfordern eine digitale Zahlung.

• Es schafft die Möglichkeit, einen Teil seines Vermögens in Bargeld zu verwahren.

• Es stellt sicher, bei einer möglichen (vermeintlichen) Sperrung des Kontos weiter zahlungsfähig zu bleiben.

• Bargeld überträgt keine Krankheitserreger. In der Corana-Pandamie ist bisher kein Fall bekanntgeworden, dass Geldscheine zur Übertragung des Coronavirus geführt hätten (René Gottschalk – Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes). Auch von Münzen gehe keine Gefahr aus (Viren mögen keine metallischen Oberflächen). Die Aufforderungen zur digitalen Zahlung zur Viruseindämmung entbehren jeder Grundlage. Auch Johannes Beermann (Vorstandsmitglied der deutschen Bundesbank), attestiert dem Bargeld kein besonderes Infektionsrisiko, „Die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung ist wesentlich geringer als bei anderen alltäglichen Gegenständen”.

• Bargeld macht unabhängig.

Weitere Infos über das Thema liefert sos-bargeld.com der Aktivistin Elisabeth Weiss.

Was ist Geld? Eine philosophische Antwort von Hubert Thurnhofer

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