Von der Kunstszene auf das politische Parkett

Vernissage358 Juli 2022

1. Juli 2022 - 22 Jahre hat Hubert Thurnhofer den Kunstraum in den Wiener Ringstrassen Galerien geleitet. Am Heimweg ist er oft über den Michaelerplatz durch die Hofburg in Richtung Volksgarten bis in den 9. Bezirk zu Fuß gegangen. Nun will er in der Hofburg Fuß fassen - als Bundespräsident der Republik Österreich. Die häufigste Frage, die Thurnhofer seit Ankündigung seiner Kandidatur bei der Wahl des Bundespräsidenten gehört hat: ist das Ernst oder Satire? Er antwortet darauf: "Es reicht, dass unserer Regierung das Volk verspottet, indem sie Verfassungsgesetze bricht und Geld verschwendet wie noch nie! Mir geht es im Ernst um die Zukunft unseres Landes, das vor dem Abgrund steht. Und: meine Kandidatur ist kein Kunstprojekt".

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Finanzkrise trifft 24-Stunden-Betreuung

Screen ImpfPropaganda

28. Juni 2022 - „In den bisherigen Aussagen und Unterlagen des Sozialministeriums zur Pflegereform wurde die 24-Stunden-Betreuung nicht berücksichtigt“, warnt der Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Wien, Harald G. Janisch. Stattdessen wurde nur unkonkret auf bis in den Herbst laufende Gespräche verwiesen. Janisch warnt: "Bis in den Herbst kann es aber für viele der betreuten KlientInnen und deren Familien zu spät sein. Vielen wird bis dahin das Geld für die Honorare der BetreuerInnen ausgegangen sein.“

Janisch verweist dabei auf die seit 2007 nicht valorisierten Förderung der 24-Stunden-Betreuung und auf die enorme Teuerungswelle, die die Finanzen der betreuten KlientInnen jetzt zusätzlich belastet. Auf die Dramatik der finanziellen Situation in der 24-Stunden-Betreuung und die damit verbundenen Folgen haben bei dem Pressegespräch auch PersonenbetreuerInnen, VertreterInnen von Angehörigen betreuter KlientInnen und VertreterInnen von Organisationen von Personenbetreuung (Vermittlungsagenturen) hingewiesen.

Statt sozial ausgewogen zu handeln, setzt die Regierung ihre Impf-Propgaganda fort. Dafür werden seit 2020 dreistellige Millionenbeträge raus geschmissen. Jährlich.

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Bruno Kreisky Neutralitäts-Volksbegehren

Anatolij Volk Mai800

Robert Misik, einer der "Paradeintellektuellen" Österreichs, die Mitte Mai 2022 einen offenen Brief veröffentlicht haben, in dem sie die Abschaffung der Neutralität und einen Beitritt zur NATO gefordert haben, durfte am 29. Mai einen Gastkommentar in der ZEIT publizieren. Darin schreibt er: "Die Neutralität hat in den vergangenen Jahren zunehmend eine Schlagseite Richtung Selbstinfantilisierung. Wir sind klein und halten uns deswegen raus, erzählen uns aber gerne, das wäre moralisch lobenswerte Friedenspolitik. Dabei verstecken wir uns nur hinter dem Baum und hoffen, dass uns keiner sieht und der Unbill der Welt deswegen an uns vorbeirauscht. In den Siebziger- und Achtzigerjahren wurde die Neutralität als "aktive Neutralitätspolitik" noch internationalistisch ausgelegt, aber in den vergangenen dreißig Jahren wurde sie mehr zu einer Spielart des Mir-san-mir-Provinzialismus. Hatten wir früher Neutralitätspolitik, sind wir heute neutral, aber ohne Politik. Die Verteidigungsministerin proklamiert, die Österreicher hätten die Neutralität eben 'im Herzen*. Wer braucht da schon Hirn? Wahrscheinlich ist das heute die negativste Seite der Neutralität, nämlich, dass sie verdummt, dass sie zu angewandter Hinterwäldlerei führt. Die Österreicher sind bei den großen geopolitischen Fragen wie die Fußballfans mit Bierbauch, die vom Zuschauerplatz aufs Feld keppeln und glauben, sie wären die besseren Spielmacher."

Es ist unnötig, diese Aussage zu kommentieren oder gar zu interpretieren, denn diese Aussage disqualifiziert sich selbst. Den erwähnten "offenen Brief" hat unser Kandidat 2022 bereits am 19. Mai Satz für Satz analysiert und auf die Antiquiertheit der NATO hingewiesen. Als Vertreter einer Neutralität ohne Wenn und Aber ist es Hubert Thurnhofer ein persönliches Anliegen, auf das Bruno Kreisky Neutralitätsvolksbegehren zu verweisen und zu empfehlen, dieses zu unterschreiben.

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WIR GEMEINSAM: Zeit- und Talentetausch

Screen Zeittausch

Bei WIR GEMEINSAM geht es um den Aufbau nachhaltiger und sozialer Wirtschaftskreisläufe durch "soziales Tauschen". Dienstleistungen oder Waren werden ohne Geld ausgetauscht, bei WIR GEMEINSAM dient Zeit als Währung. Das Besondere an WIR GEMEINSAM ist die Abrechnung über die Zeitbank: Auf den Konten werden nicht Euro, sondern Zeit verbucht. Wer anderen 1 Stunde hilft, erhält eine Gutschrift von 1 Stunde auf seinem Zeitkonto und kann damit wieder 1 Stunde Hilfe beziehen. Um eine klare Trennung zwischen wirtschaftlichen und sozialen Zielen zu erreichen, gliedert sich WIR GEMEINSAM derzeit in die WIR GEMEINSAM Nachbarschaftshilfe sowie die WIR GEMEINSAM Regionalwirtschaft. Mittelfristig ist auch die WIR GEMEINSAM ZEITVORSORGE für das Alter angedacht.

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100.000 Euro für 5 Integrationsprojekte

dm Miteinander

dm fördert Menschen mit Migrationshintergrund

21. Mai 2022 - dm drogerie markt unterstützt heuer fünf österreichische Projekte, die sich den Themen Integration, Gewaltprävention und Empowerment verschrieben haben. Das Unternehmen will Menschen mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung dabei fördern, in ihrer neuen Heimat nachhaltig Fuß zu fassen.

Am heutigen UNESCO Welttag der kulturellen Vielfalt wird die Diversität in einer Gesellschaft gefeiert. "Für uns ist Diversität eine Bereicherung. In einem neuen Land zu leben, ob freiwillig oder unfreiwillig, ist für die Betroffenen eine Herausforderung auf allen Ebenen. Wir möchten diese Menschen dabei unterstützen, bestmöglich anzukommen und sich langfristig wohlzufühlen", so Harald Bauer, dm Geschäftsführer. Deshalb fördert das Unternehmen dieses Jahr fünf Integrationsprojekte in Österreich mit je 20.000 Euro.

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Forum Seitenstetten: friedensfertige Geldordnung

„Wenn die Finanzwirtschaft nicht nachhaltig ist, so kann es auch die Gesamtwirtschaft nicht sein!“ Doz. Mag. DI Dr. Erhard Glötzl, Linz

Das Forum Seitenstetten entstand dank dem Interesse von Altabt Berthold Heigl an der Geldfrage und seiner Idee, zu einer Geldenquete einzuladen. Seit 2015 kommen Wirtschaftswissenschaftler, div. Experten und Interessierte gerne auch aus dem Ausland ins Mostviertel, um sich und andere über alternative Geldkonzepte zu informieren. 2020 und 2021 haben wir via Zoom veranstaltet.

Schritte in Richtung friedensfähige, nachhaltige Geldordnung

Im Kernteam sind wir 8 Personen: Helmo Pape, Ex-Banker aus Wien, Otto Frühbauer, Klagenfurt, unser Moderator ist Experte in der Entwicklung von Gruppenintelligenz, Rudi Kulovic, pens. Schraubengroßhändler aus Feldbach, Nina Krämer, Pastorin, Bibliothekarin, Linz, Inge Patsch lehrt an der FH Kufstein und betreut Nachhaltigkeitsprojekte, Gen. Dir. a. D., Hon. Prof. DI Dr. Heinrich Wohlmeyer, Ökologe und Wirtschaftsrechtler, Lilienfeld, Barbara Michel Alvarez, Ökologin, Wien und Josefa Maurer, Hausfrau, Krankenschwester.

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Hans Rauscher: Autokratie versus Demokratie

derStandard Rauscher

6. Mai 2022 - Wenn einer der ältesten Rauscher im österreichischen Medienwalde, der 1992 den "Österreichischen Staatspreis für publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung" bekommen hat, und der seit 2005 in Vergessenheit geraten ist (der Staatspreis, nicht Hans Rauscher), wenn dieser Journalist die "Der Standard"-Leser über "Autokratie vs Demokratie" aufklärt, dann reicht seine Weisheit nicht aus, da brauchts's auch noch eine Brise Ironie. Das Ergebnis: nicht berauschend.

Der Titel seiner Abhandlung, die mit Sicherheit nicht zur Geistigen Landesverteidigung geeignet ist: "Wie werde ich zum Autokraten in sieben Schritten", die da sind:

"Schritt 1: Seien Sie nicht 'Establishment', sondern ein 'neuer Mann'!

Schritt 2: Nutzen Sie Ressentiments! Spalten Sie die Gesellschaft: in das 'wahre Volk' – und die anderen.

Schritt 3: Kommen Sie mit Demokratie an die Macht – und zerstören Sie diese dann!

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Jahresbericht der Volksanwaltschaft

Volksanwälte

4. Mai 2022 - Die Volksanwälte Walter Rosenkranz, Werner Amon und Bernhard Achitz haben die wichtigsten Prüfergebnisse des Jahres 2021 vorgestellt. Viele Bürgerinnen und Bürger kontaktierten im Jahr 2021 die Volksanwaltschaft nicht nur mit konkreten Beschwerden über die Verwaltung in Österreich, zahlreiche Fragen und Unsicherheiten ergaben sich aus den sich immer wieder ändernden COVID-19-Regelungen. Insgesamt wandten sich mehr als 23.600 Menschen mit einem Anliegen an die Volksanwaltschaft, was einen Anstieg der Beschwerden um 32 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Jahresbericht erscheint in zwei Bänden:

Band 1 – Kontrolle der öffentlichen Verwaltung

Band 2 – Präventive Menschenrechtskontrolle

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Wir Miteinander

Flyer wirmiteinander g 800

+ Für die Freiheit im Denken + Für die Gleichheit vor dem Gesetz + Für die Brüderlich-, Geschwisterlichkeit im Handeln

PRÄAMBEL

Durch die Ereignisse in den Jahren 2020 und 2021 kam es in Österreich massiv zu einer Verschiebung unserer BÜRGERLICHEN WERTE.

Es wurde durch unsoziale und unverhältnismäßige Maßnahmen die Gleichheit vor dem Gesetz unterbunden.

Durch einseitige Medienarbeit kam es zum Versuch die Freiheit der Wissenschaft und des kritischen Denkens nachhaltig zu stören.

Menschen in Österreich konnten nicht mehr FÜREINANDER einstehen, da sie in ihrem Handeln durch Verbote nicht mehr brüderlich agieren durften. Polizisten müssen nicht gerechtfertigte Gesetze durchsetzen. Im Handel werden Menschen ausgesperrt. Der Wirtschaft und Gastronomie werden Auflagen erteilt, die die Menschlichkeit durch Ausgrenzung nachhaltig stören. Das Vertrauen in die Legislative ist in Österreich in allen Schichten der Bevölkerung entrückt! Die Gesundheit ist massiv durch unverhältnismäßige Maßnahmen gefährdet.

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Bioenergy: Good Bad or Ugly?

BioenergyReport

Die Wissenschaft als Campaigning-Instrument

Pellets. Kapitel 1 - 4. Mai 2022 - Vor sechs Jahren hat BirdLife ein kurzes Video mit dem Titel "Bioenergy: the big carbon con of our time?" ins Netz gestellt. Auch wenn die Message in dem Video noch als Frage getarnt wird, so ist es offensichtlich eine Suggestiv-Frage. Zehn Statements wie "zerstörerische Bioenergie kommt vor: jetzt in Europa" und die Wiederholung der Frage "ist Bioenergie der große Kohlenstoff-Betrug unserer Zeit?" am Ende des Videos lassen nur eine Antwort zu: Ja!

Weniger als 2.000 Personen haben dieses Video bis heute auf youtube abgerufen. Doch BirdLife ist eine Organisation für Vogelschutz und Artenvielfalt, die weltweit 2,5 Millionen Mitglieder und 116 Partnerorganisationen hat, darunter so einflussreiche wie die britische Royal Society for the Protection of Birds, die japanische Wild Bird Society, in den USA die National Audubon Society sowie die American Bird Conservancy. Zeitgleich mit dem Video hat BirdLife den Artikel "Bioenergy: The Good, the Bad & the Ugly" publiziert. Die zentrale Message: "Die Politik, die das rasche Wachstum der Bioenergienutzung vorantreibt, muss das Gute vom Schlechten trennen und die hässliche Wahrheit hinter den realen Klimaauswirkungen der Bioenergie erkennen."

 Siehe auch: Pellet-Story: Best Practice of Austria

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