ad Neutralität: Offener Brief an den Bundeskanzler

fuf Topstory 2023 08 19

Update 26. Oktober 2023, Nationalfeiertag. Mehrfache Erinnerungsmails an verschiedene „Sprecher“ des Bundeskanzlers sind ohne Antwort geblieben. Nachdem die Regierung die Spaltung der Gesellschaft durch die (teilweise durch VfGH bestätigte) verfassungswidrige Corona-Herrschaft vollzogen hat, sprach Nehmammer vom „Zuschütten der Gräben“. Die Wortwahl ist symptomatisch. Ein weiser Politiker hätte versucht „Brücken zu bauen“. Doch für Brachialrhetoriker Nehammer ist das Zuschütten die bessere Strategie – das impliziert seine Intention, dabei gleich einige Leichen, die seine Politik hinterlassen hat und täglich produziert, zu verschütten. ethos.at lässt sich nicht begraben, wir machen weiterMIT DEINER UNTERSTÜTZUNG!

An Bundeskanzler Karl Nehammer / Pressesprecher: Daniela Hausberger

17. August 2023 – E-Mail an: daniela.hausberger@bka.gv.at

Sehr geehrter Herr Nehammer!

Sie haben die bemerkenswerte Leistung vollbracht, die langwierigen Verhandlungen des österreichischen Staatsvertrages und Neutralitätsgesetzes in einem Satz zu formulieren. Die Neutralität „wurde uns aufgezwungen von den Sowjetkommunisten als Preis dafür, dass wir die Freiheit wieder erlangen konnten 1955“.

Als Nachhilfelehrer in Geschichte habe ich bislang folgende Quelle als Grundlage meines Unterrichts genommen. Ich formuliere die Erkenntnisse daraus in einem Satz: Ihre Ausführungen widersprechen den Aufzeichnungen des Zeitzeugen und damaligen Staatssekretärs Bruno Kreisky diametral.

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Im 1. Teil seiner Memoiren, „Zwischen den Zeiten (18. Kapitel, Der Staatsvertrag)“, erinnert Bruno Kreisky an die Außenministerkonferenz 1954 in Berlin: „Auf der Tagesordnung der Viermächtekonferenz standen damals die deutsche und die österreichische Frage. Wir kamen relativ gut präpariert nach Berlin und hatten vor, die Neutralität Österreichs anzubieten. Bereits ein halbes Jahr zuvor hatten wir den Russen für den Fall des Abschlusses eines Staatsvertrages die Neutralität in Aussicht gestellt; auf dem Bürgenstock war unser damaliger Außenminister Karl Gruber mit Pandit Nehru zusammengekommen. Raab hatte Gruber ausdrücklich ermächtigt, den indischen Premier um eine Vermittlung in Moskau zu bitten. Der indische Botschafter Menon berichtete wenig später, Molotow habe erklärt, das genüge nicht.“ (458f)

„Die Sowjetunion sei bereit, den vorliegenden Entwürfen zum Abschluß des Staatsvertrags ihre Zustimmung zu geben unter der Bedingung, daß wir uns bereit fänden, eine symbolische militärische Präsenz der Sowjetunion in Österreich zu akzeptieren. Es wurde eine Zahl von 5.000 Mann genannt während damals schätzungsweise an die 46.000 sowjetische Soldaten in Österreich standen. Die sowjetische Militärpräsenz sollte nur bis zum Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland gelten. (461)

„Wir waren uns vollkommen im klaren darüber, daß wir Molotows Vorschlag nicht annehmen konnten, weil der Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland ein Dies incertus war. Wir wollten unser Schicksal, wie die Dinge damals lagen, nicht eng an das deutsche binden. […] Wenn die Russen dablieben, fügte ich hinzu, hätten auch die anderen drei Besatzungsmächte das Recht, in ihrer Zone militärische Einheiten zu unterhalten“. (462)

Auf deutscher Seite […] setzte der Leiter der deutschen Delegation, Herr Blankenhorn, alles daran, einen österreichischen Staatsvertrag zu verhindern. Adenauer fürchtete, daß dies ein fatales Beispiel für Deutschland abgeben könnte.“ (461)

Natürlich gab es auch Schwierigkeiten mit den Westmächten. […] Gemeinsam machten sie den Versuch, uns zu überzeugen, daß wir auf die Neutralitätsformel verzichten sollten. Ununterbrochen redete man auf uns ein, aber wir waren nur zu einer einzigen Konzession bereit gewesen: daß wir das Angebot der Neutralität offiziell erst bei einer späteren Verhandlungsrunde unterbreiten würden.“ (462f)

„Unverrichteter Dinge fuhren wir aus Berlin ab, und der österreichische Botschafter in Moskau beurteilte angesichts der deutschen Entwicklung nach dem Westen hin unsere Chancen sehr pessimistisch. Als sich in Moskau die Zeichen mehrten, daß Chruschtschow die Nachfolge Stalins antreten werde, legte der Botschafter aber plötzlich großen Optimismus an den Tag.“ (S. 463)

In weiterer Folge hatte Österreich drei Fragen zu klären: 1. die Ablöse der von den Sowjets übernommenen Betriebe, 2. die Erdölfrage, und 3. die „bei weitem komplizierteste Frage, wie die Neutralität Österreichs definiert werden sollte.“ (S 466) Die letzten Vorbehalte Molotows betrafen die Garantien gegen einen möglichen Anschluss an Deutschland. Am Ende einigte man sich bekanntlich auf die Formel, Österreich sei „international dazu verpflichtet, eine Neutralität der Art zu üben, wie sie von der Schweiz gehandhabt wird.“ (471)

„Nach zehn langen Jahren, verschärft durch den Kalten Krieg, ist es aufgrund gemeinsamer Anstrengungen der vier Aliierten zu einem großen Ergebnis gekommen, das internationale Signalwirkung gehabt hat: Österreich, in der Mitte Europas gelegen, hat seine volle Freiheit zurückerlangt.“ (474)

„Zu Mittag flogen wir nach Hause. Dort wurden wir mit ungeheurem Jubel empfangen. Tausende säumten die Straßen vom Flughafen Bad Vöslau nach Wien. Dieser 15. April 1955 war der größte Tag meines politischen Lebens. Nie wieder, so schien es mir, würde ich ähnliches erleben. Und so ist es bis heute geblieben.“ (476)

Sehr geehrter Herr Nehammer! Falls diese Nachhilfe zur Erweiterung Ihres Geschichtsbildes beitragen konnte darf ich darauf hinweisen, dass laut Arbeiterkammer eine Nachhilfestunde derzeit durchschnittlich 37 Euro kostet. Für die neuerliche Lektüre von Kreiskys Memoiren und die kompakte Aufbereitung der erforderlichen Informationen speziell für Sie persönlich habe ich fünf Stunden benötigt. Ihren angemessenen Beitrag bitten wir dem gemeinnützigen Verein Moral 4.0 zu spenden.

Herzlichst, Mag. Hubert Thurnhofer

P.S. Bei der Gelegenheit darf ich auch an unsere Nachhilfe anlässlich Ihres Amtsantrittes im Dezember 2021 erinnern – die Sie freundlicher Weise auch in die Bemessung Ihrer Spende einbeziehen könnten.

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Update 19. September 2023 – Nach drei Erinnerungsmails an die Nehammers Pressesprecher Daniela Hausberger und Daniel Kosak hat ethos.at bis heute keine Antwort unseres Bundeskanzlers begonnen. Wie schon in Moral 4.0 zu lesen steht: Die Verantwortungslosigkeit beginnt mit der Antwortungslosigkeit.

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Geldsystem als Religion

muschel fossil

Geldsystem als Religion verstanden = Wahrheit wissentlich vernebelt

von Georg Bender, Schweiz

1. August 2023 – Die Lehrmeinungen und Gesetzgebungen bis hin zu den Steuergesetzen basieren auf der ergebnisdiktierten Täuschung, dass die Banken und der Staat ihre Aufgaben mit dem Geld ihrer Kundinnen und Kunden, ihrer Bewohnerinnen und Bewohner, abdecken. Die meisten Menschen haben die Blödheit verinnerlicht, denken und handeln danach! Wären die Universitäten bereit, ihre ergebnisdiktierten Denkfehler einzugestehen, es wäre die halbe Miete, um die Menschheit zu befreien. Ein wunderschöner, frieden- und freiheitsbringender Gedanke!

Würden demnach die Menschen, so auch die Ökonomen und Juristen das Geldsystem kognitiv korrekt verstehen, dann wäre die Organisation der Entstehung und Administration der Währung für den Leistungsausgleich, sowohl nicht gewerblich als auch die Staatsherrschaft völlig anders organisiert. Wie soll die Menschheit die Dogmen werten, welche die Universitäten heute noch weltweit dozieren (vom Gesetzgeber mit Gesetzen und Regularien untermauert), wonach wir das Geld auf die Bank bringen und von einem Teil davon den Staat finanzieren?

Ich nenne dies Halluzination, Gift aus der betreuten Bildung! Sämtliche Fachbücher über das Geldsystem beschreiben nicht die wahre Funktion des Geldsystems, sie vertuschen die Wahrheit. Auf die Eingeständnisse der Bank of England und Deutsche Bundesbank, wonach es nicht wahr ist, dass die Banken das Geld ihrer Kunden benötigen (Korrektur: sie können es nicht verwenden, es ist systemisch unmöglich), müssten die Fakultäten längst reagieren, denn die Gründe der bewussten Irreführung und Vertuschungen sind klar erkennbar.

Zur Illustration der Systemvertuschung: Die SNB, Schweiz. Nationalbank, hat bei der Vollgeldinitiative im Jahre 2018, zusammen mit dem Finanzminister und Bankverantwortlichen, entgegen der Wahrheit, dem gemeinen Volk zu verstehen gegeben, dass die Banken einen Teil der Kundenguthaben für Kreditvergaben und Eigengeschäften verwenden. Klare strafrechtlich relevante Aussagen! Die Vollgeld- und BGE-Initianten verstehen leider das Geldsystem auch nicht (das musste ich nach meinem Gesprächen mit den Verantwortlichen erkennen).

Nichts geschieht, die Menschheit wird weiterhin als Zahler umherirren und der Macht dienlich sein! Es geht um die Weltherrschaft kein Butterschlecken! Die klar ersichtlichen ergebnisdiktierten Denkfehler, müssen nicht nur behoben werden, sondern die Verantwortlichen müssen ihre ergebnisdiktierten Lehren eingestehen und erklären, dass es unverzeihlich ist, die doppelte Buchhaltung und Saldenmechanik nicht begriffen zu haben! Weltweit müssen Menschen leiden, weil die Blödheit dominiert. Der Globalismus basiert auch auf dem Denkfehler, dass Geld (Preiskonkurrenz) wichtig sei! Nein, die sinnstiftende Leistung zum Wohle der Menschen und Natur, also die Qualität ist einzig entscheidend!

Die Zentralbanken verlangen Negativzinsen auf das von ihr selbst bereitgestellte Zentralbankgeld! Woher nimmt das Banksystem die Legitimation für ihr Handeln? Dieses Verständnisfrage stellt man nur, wenn man die Entstehung, Funktion und Auswirkung des als Schuldengeldsystem modellierten Währung für den Leistungsaustausch versteht! Es handelt sich jedoch ökonomisch wie rechtlich korrekt eingeordnet, um ein Leistungsaustauschsystem, ohne jegliche gewerbliche Nutzung für den Administrator! Die dafür notwenigen kognitiven Fähigkeiten, fehlen scheinbar bei Ökonomen, Bankverantwortlichen, Judikative, Politiker und Bevölkerung, völlig! Sie wähnen sich in ihrer antrainierten Vorstellung, wie es die Lehrmeinung und Gesetzgebungen behaupten, als Geldgeber der Banken und des Staates!

Sämtliche Aktivitäten der Zentralbank tragen bekanntermassen zur Veränderung der Liquidität für die Wirtschaft und Publikum bei. Weil die Administration der Währung für den Leistungsaustausch, entgegen jeder Vernunft, ökonomischen wie rechtlichen Grundlagen der gewerblichen Nutzung zugeordnet ist, wird dieses Volumen als gesetzliches Zahlungsmittel und Pseudoliquidität der Geschäftsbanken definiert. Mehr Irreführung geht nicht!

Die Behauptung, die Geschäftsbanken würden ihre Liquidität bei der Zentralbank horten, schlägt dem Fass den Boden heraus. Weder die Ökonomie, Judikative noch Medien, haben die strafrechtlich relevante Irreführung erkannt! Die Geschäftsbanken haben keine ordentliche Liquidität, denn sie sind die Geldquelle! Die Guthaben bei der Zentralbank werden zur reinen Irreführung und Aufrechterhalten der gewerblichen Nutzung (ohne Delkredererisiko) als gesetzliches Zahlungsmittel modelliert. Die Geschäftsbanken werden nun gezwungen, die Modellierung in Devisen umzutauschen, will heissen, die Devisenaktivitäten von der Zentralbank zu übernehmen, welche die Zentralbank vorher den Geschäftsbanken, abgenommen haben!

Wenn nun die Geschäftsbanken ihren Kunden, so auch den Pensionskassen (institutionelle Anleger), die Negativzinsen weiter belasten, so handelt es sich schlichtweg um Diebstahl, denn diese Guthaben sind grösstenteils das Ergebnis der von den Geschäftsbanken mittels Kreditvergaben und Eigengeschäfte bereitgestellten Währung für den Leistungsaustausch. Es ist aus ökonomischer Sicht jedoch nachvollziehbar, dass zu hohe Guthaben, welche die Realwirtschaft wahrscheinlich nie mehr sehen werden, zu reduzieren, um damit Rückstellungen für latente Risiken zu bilden! Nur diese Begründung wird nicht genannt, denn sie müsste gesetzlich geregelt werden.

Konsequenz: Die belasteten Negativzinsen, sind entweder zeitnah an die Kunden gutzuschreiben oder von der SNB an die Geschäftsbanken zur genannten Rückstellungsbildung, gutzuschreiben! Der Gesetzgeber hat die dafür notwendigen Regularien zu erlassen!

Werte Mitmenschen, habt Ihr nicht auch die Auffassung, dass die Studierenden, gleich welcher Fakultät, wissen müssten, dass die Währung für den Leistungsaustausch, seit Jahrhunderten Buchungsziffern, keine gewerbliche Funktion erfüllt und wir niemals Geldgeber der Banken und des Staates sein können. Das Nichtwissen, wie die doppelte Buchhaltung und Saldenmechanik funktionieren, muss zeitnah behoben werden.

Die Währung für den Leistungsaustausch, gleich welcher Art, ist kein Schuld-Sühne System, sondern hat die Gemeinschaftsfunktion zu sichern. Darum wäre es sehr wichtig, die systemisch korrekten Funktionen betreffend des Geldsystems, Entstehung mit Buchungsziffern und Auswirkung als Liquidität für den Leistungsaustausch zu erkennen und zu begreifen.

Vorausdenkend als kommende Baustelle erkennen und die Lösung umsetzen: Ich sehe dazu folgende ökonomisch und rechtlich korrekte Ansätze:

– Die Organisation der Leistungsaustauschwährung als Gemeinschaftswerk, regional unter nationalem Dach! Zeitnahe Umsetzung möglich.

– Bilanzpositionen, Eigengeschäfte und Eigenkapital, sowie Saldo davon (Liquidität) in eine Finanzgesellschaft ausgliedern.

– Die Finanzgesellschaft darf über keine Kundenguthaben verfügen, keine Kredite und Beteiligungen vom Bankensystem (Liquidität Administrator für die Wirtschaft) erhalten.

– Das Bankensystem hat nur eigene, regionale Kundschaft, keine Devisen! Nur die Dachgemeinschaft verfügt, wegen dem internationalen Leistungsaustausch über Devisen und die Zentralbanken aus anderen Ländern als Kundschaft!

– Laufend die Wirtschaft regionalisieren, Globalismus sinnstiftend, laufend abbauen. Anstelle der Staatsherrschaft, Organisationen aus regionalen Wohnstätten!

– Die Staats- und Sozialquote wird direkt zwischen Wirtschaft und Staat abgewickelt. Sinnvolles Eigentum muss möglich sein!

– Die Bedürfnisse müssen im Einklang mit der Umwelt, nicht Klima, definiert werden.

Diese Organisation wäre intelligent und würde den Humanismus als Staatsform definieren, denn die praktizierten Formen sind alle Diktaturen, auch wenn die Demokratie gespielt wird! In diesem Sinne: die Symptome sind das Ergebnis der Krankheit, sie sind nicht die Krankheit selbst!

Selbstbekenntnis vom Autor Georg Bender: Auch meine kognitive Fähigkeit hat im Reifeprozess, beruflich als leitender Angestellter in verschiedenen Sparten des Bankgeschäftes tätig, nicht ausgereicht, um die Lehrmeinung und Gesetzgebungen betreffend Geldsystem als nicht korrekt zu erkennen. Darüber hinaus hat die weltweit wirkende Geldgeber Hypnose auch meine Denkweise vernebelt. Der Nebel hat sich auch während meiner beruflichen Aktivzeit in Führungspositionen der Bank- und Finanzbranche, nicht gelichtet. In Konsequenz der Irrlehren, hatte ich meine Kundinnen und Kunden nicht die Wahrheit vermittelt, sondern das erlernt Geglaubte noch verstärkt.

In Retroperspektive zu diesen noch heute praktizierten Täuschungen und Vertuschungen, kann ich mir meine geistige Umnachtung bis zur Pensionierung im Jahre 2005 nicht erklären, denn die doppelte Buchhaltung und Saldenmechanik sind unumstössliche Tatsachen, welche den Missbrauch klar aufzeigen. Die Target Saldi spielen so wenig eine Rolle wie das negative Geldvolumen der Zentralbanken und Geldadministratoren (Bankensystem korrekt organisiert), denn es geht nicht um die Wirtschaftlichkeit, sondern um die Bereitstellung der Leistungsaustauschwährung (Gemeinschaftsaufgabe mit Sinn- nicht Kostenfrage).

Die Lehrmeinung der intermediären Funktion der Geldquelle-Administration besagt sinnbildlich, dass wir das Wasser zur Quelle tragen, damit die Quelle das Wasser an uns weitergeben kann! Absurd, aber die Unmöglichkeit wird weltweit mittels modellierter Gesetzgebungen vorgetäuscht, vom Bankensystem und Politik verkündet und letztlich von der Menschheit geglaubt (antrainiert bis zur Verblödung). Der Begriff Steuern bezeichnet den Pauschalpreis der Gemeinschaftsaufgabe, die Sozialbeiträge bezeichnet den Pauschalpreis für die soziale Sicherheit inkl. Gesundheit. Beide «Faktoren» sind systemimmanent, sowohl in den Leistungspreisen als auch in der Währungsbereitstellung enthalten. Wir sind keine ZAHLER, es ist schlichtweg systemisch nicht möglich, aber es wird geglaubt!

Rückfragen: Georg Bender

CH 5301 Siggenthal Station

georg.bender@hispeed.ch

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Die dunkle Seite der ESG-Ziele

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Von Conrad Pramböck, CEO bei Upstyle Consulting

4. August 2023 – (Der Artikel erschien zuerst auf HRweb.atDer stetige Anstieg des Bewusstseins für umweltfreundliche, sozialgerechte und ethische Geschäftspraktiken hat zur Entwicklung und Implementierung der ESG-Ziele (Environmental, Social, Governance) geführt.

Doch während diese Ziele auf den ersten Blick als Schritte in die richtige Richtung für eine bessere, inklusivere und umweltfreundlichere Welt erscheinen mögen, bergen sie eine Reihe von Fallstricken und Problemen, die oft übersehen werden. Daher beschäftigen wir uns heute mit der dunklen Seite und politischen Einfluss auf Unternehmenspolitik.

Greenwashing

Mit dem Aufstieg der ESG-Bewegung heben viele Unternehmen ihre Bemühungen in Sachen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung durch geschicktes Marketing und ausgeklügelte PR-Strategien hervor. Doch oft ist dies nur ein Versuch, ein grünes Image zu schaffen, ohne substanzielle Änderungen an den zugrunde liegenden Geschäftspraktiken vorzunehmen.

Wenn etwa ein Unternehmen Dienstwagen in seinem Unternehmen abschafft, um den eigenen CO2-Ausstoß zu senken, ist dies reine Augenauswischerei, um sich ein sauberes Image zu geben. Die Vertriebsmitarbeitenden fahren stattdessen mit ihren Privatfahrzeugen zu der Kundschaft, und die Umwelt spürt überhaupt keine Verbesserung. In die gleiche Kerbe schlägt die deutsche Bundesregierung, wenn sie ihre Atomkraftwerke im Jahr 2023 abschaltet, um in Folge Atomstrom aus dem Ausland, etwa aus Frankreich, einzukaufen.

Quotenpolitik

Während die Bemühungen, ein diverses und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen, durchaus lobenswert sind, können sie in der Praxis zu besonderen Herausforderungen für die Mitarbeitenden führen. Beispielsweise kann eine übermäßige Betonung einer vermeintlichen Vielfalt dazu führen, dass bestimmte Quoten erfüllt werden müssen, anstatt sich auf die Fähigkeiten und Leistungen der Beschäftigten zu konzentrieren. Frauen werden in manchen Unternehmen nicht in verantwortungsvolle Positionen befördert, weil sie sich durch Leistung qualifiziert haben, sondern um eine Frauenquote zu erfüllen. Dies demotiviert nicht nur Frauen, die sich als Quotenfrauen fühlen, sondern auch Männer, die wissen, dass sie angesichts einer noch geringen Frauenquote nur geringe Chancen auf Aufstieg in der Organisation haben, da Frauen auf absehbare Zeit bevorzugt behandelt werden.

Finanzielle Anreize für politische Konformität

ESG hat ein Anreizsystem geschaffen, das die Politik in die Unternehmen hineinträgt. Nicht mehr die Kundschaft steht im Mittelpunkt, sondern die Erfüllung von politischen Zielen. Politik hat jedoch im Verhältnis zwischen Unternehmen und Kundschaft nichts verloren. Es ist eine gefährliche Entwicklung, wenn Konformität zu politischen Zielen stärker belohnt wird als Kundenzufriedenheit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und gutes Service. Ein Fahrgast, dessen Zug einige Stunden verspätet ist, hat keinen Mehrwert davon, wenn die Schaffner sich als Frauen definieren, in kurzen Röckchen herumlaufen und bunte Regenbogenfahnen schwingen.

Das Unternehmen profitiert sehr wohl finanziell davon, indem es seine ESG-Ziele besser erfüllt und dadurch leichter zu Krediten, öffentlichen Aufträgen und Investoren kommt. Diese Entwicklung ist aus Kundensicht rundherum abzulehnen.

Fazit

Die aktuelle ESG-Bewegung bringt sicherlich einige löbliche Aspekte mit sich. Doch es ist essenziell, dass wir uns nicht blindlings in diese Bewegung stürzen, ohne die potenziellen negativen Auswirkungen zu bedenken. Unternehmen müssen ihre Kundschaft und Mitarbeitenden im Auge behalten, während sie ihre ESG-Ziele verfolgen, um echte Verbesserungen zu erzielen und nicht nur Scheinerfolge für das gute Image. Und Politisierende müssen verantwortungsvoll handeln, indem sie finanzielle Anreize so gestalten, dass sie nicht zu Lasten der Kundenzufriedenheit gehen.

Nur so können wir einen echten, nachhaltigen Fortschritt in Richtung einer sozialeren und umweltgerechteren Wirtschaft erreichen.

Über Dr. Conrad Pramböck

CEO bei Upstyle Consulting und Experte für Gehalts- und Karrierefragen. Er berät Unternehmen weltweit zum Thema Gehalt und ist Lektor an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen zu Compensation und Human Resource Management. Er ist Autor mehrerer Bücher über Gehalt und Karriere, unter anderem des Bestsellers „Die Kunst der Gehaltsverhandlung“.

SIEHE AUCH: Dok-Film von Epoch Times: Der Schattenstaat: Auf den Spuren der ESG-Bewegung

Ergänzung 12. September 2023: Digitalexperte Martin Giesswein und Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy, empfehlen die Erweiterung von ESG zu ESDG, wobei „D“ für Digital steht. Wahlweise sehen sie Bedarf CSR (Corporate Soial Responsibility) durch CDR (Corporate Digital Responsipility) zu erweitert. Für „Top Leader“ analysieren die beiden Autoren Chancen, konkrete Anwendungsmöglichkeiten und ethische Überlegungen, die es beim Einsatz künstlicher Intelligenz im Human Ressource Management (HRM) zu beachten gibt. Sie empfehlen, vier Prinzipien bei Auswahl und Einsatz digitaler Tools im Unternehmen zu beachten:

„1. Partizipation der Mitarbeiter bei Planung und Erstellung von digitalen Werkzeugen – besonders bei ethischen Fragen.

2. Die Software-Entwicklung, besonders bei einer KI, muss transparent sein: Was passiert jetzt gerade im Umsetzungsprojekt, welche Daten werden verwendet, wie hoch ist die Verlässlichkeit?

3. Die KI muss sich selbst erklären (Stichwort: „explainable AI“): Wie kommt die Maschine zu ihrem jeweiligen Ergebnis und kann ich es leicht nachvollziehen?

4. Der Mensch ist Letztentscheider, und zwar basierend auf dem Input der Maschine UND der eigenen Erfahrung.“

Siehe auch: IEEE 7000-2021

IEEE Standard Model Process for Addressing Ethical Concerns during System Design

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